Putzen mit Recycling

Manchmal steht man vor dem Problem, wie bekommt man eine benutzte Pfanne wieder sauber. Man kann sie natürlich abwaschen, aber wenn die im guten unsauber ist, kann man das gute ja auch noch versuchen, irgendwie zu retten. Im aktuellen Fall habe ich eine halbe Gurke in Scheiben geschnitten (und sie vorher halb geschält) sowie 3 Cocktailtomaten dazugegeben. Salz und Deckel drauf und etwas vor sich hin schmoren lassen, gelegentlich etwas umrühren.

Warmer tomatisierter Gurkensalat

Nach 10-15 Minuten bei schwacher bis mittlerer Hitze sieht das dann so aus wie auf dem Bild. Die Tomaten sind zerfallen, die Gurken al dente gegart. Salz, Pfeffer, Paprika, gern auch ein paar Kräuter (so vorhanden) geben den letzten Pfiff für diesen warmen tomatisierten Gurkensalat. Und immer schön am Pfannenboden rumwischen, damit die Gurken den Geschmack auch gut aufnehmen.

Warmer tomatisierter Gurkensalat

Der Gurkensalat kann dann auf einem Teller anrichtet werden. Er schmeckt so, kann aber auch wunderbar als Beilage dienen. Immerhin muss es ja einen Grund geben, warum die Pfanne nicht sauber war. Und der Grund lag während der hier beschriebenen Zubereitung im 90°C-Ofen.

Warmer tomatisierter Gurkensalat mit Rumpsteak

;-) Guten Appetit.

#fbcb14 – Es ist verdaut

Hashtags haben manchmal doch eigentümliche Abkürzungen, aber wenn’s hilft, die wichtigen Infos zu einem Ereignis zu bündeln und sie sich wenigstens auch noch vom Namen des Ereignisses ableiten, ist es gut. So verbirgt sich hinter der oben genannten Abkürzung das FoodBloggerCamp Berlin 2014, dass am 03. und 04. Oktober in der Bundeshauptstadt, Ortsteil Adlershof, stattfand. Ich weiß nicht, ob die alte DDR-Fernsehhochburg mittlerweile auch eine kulinarische Hochburg ist, es gibt aber eine schöne Kochschule, die für ein solches Treffen wie geschaffen ist. Ein großer Gemeinschaftsraum mit einer großzügigen Küche sowie noch zwei weitere Kochzeilen in einem Nebenraum bieten Raum für mehr. Seminarräume (genauer gesagt: Sessionräume) ergänzen die Lokalität. Was will man mehr?!

Wer mehr über das Camp erfahren möchte, kann sich hier einige Rückblicke durchlesen. Wer alles da war, und was es sonst noch so alles gab, könnt ihr auf der Webseite vom Foodbloggercamp nachlesen, eine schöne Bildershow gibt es auch. Auf einigen Bildern könnt ihr sogar mich entdecken. Viel Spaß beim Suchen.

Was die Veranstaltung selber betrifft, bin ich etwas zwiegespalten. Für mich war es die erste Veranstaltung dieser Art; wer weiß, ob mich die fehlenden Erwartungen in eine falsche Richtung gedrängt haben. So zählte es auf jeden Fall zu den positiven Seiten, auch mal andere Foodblogger kennenzulernen. In den Sessions habe ich auch noch neues Erfahren bzw. anderen (hoffentlich) helfen bzw. zumindest Informationen oder Erfahrungen weitergeben können. Und von diesen Sessions gab es viele. Gezählt habe ich sie nicht alle, aber fast 50 á 45 Minuten werden es gewesen sein, wenn auch nicht unbedingt 50 verschiedene. Über Wildkräuter ging zum Beispiel eine Doppelsession, die Messer wurden auch mehrfach geschärft. Aber ansonsten gab es viele Themen, die für einen Foodblogger eine Rolle spielen (können): Blogsoftware, sonstige Helferlein, Urheberrecht, Moneytarisierung, Verkostungen, Sushi, grüne Smoothies, Essen im Comic, buntes Superfood, Kochbücher usw. usw.

Dass so ein Event auch Geld kostet, ist klar. Die Kochschule musste gemietet werden, die Seminarräume auch, außerdem wollen natürlich die Organisatoren auch bezahlt werden. Hinzu kommen die Zutaten, ggf. das Geschirr usw. usw. 60 € kostete demzufolge der Eintritt für die 2 Tage. So weit, so gut. Obwohl ich in der selten glücklichen Lage war, diesen Eintritt nicht bezahlen zu müssen. Manchmal hat man eben doch Glück. ;-) Aber wenn etwa 60 Leute 60 € zahlen, kommen 3600 € dabei heraus. Das Budget ist eng. Deswegen gab es noch eine ganze Reihe Sponsoren, und es hätte sogar noch einer mehr sein können, wenn der nicht gerade negativ belastet gewesen wäre. Die Sponsoren sorgen für eine gewisse Grundausstattung an Zutaten, Geschirr, Messern, Pilzen, regionalen Spezialitäten u.a. So waren eine große Supermarktkette, ein bekannter Solinger Messerhersteller, eine Porzellanfirma, ein Regionalvermarkter, ein Verlagshaus u.a. als Geld- oder Materialgeber dabei.

Sicher: Die Sponsoren waren vermutlich wichtig, um das Camp zu finanzieren. Vielleicht kann mir auch mal einer schreiben, der weiß, was das Camp an Eintritt gekostet hätte, wenn es keine Sponsoren gegeben hätte. Ich habe irgendwie ein Problem mit deren Existenz, um es mal pauschal zu sagen. Und um die andauernde Aufforderung, um die Sponsoren wie ums goldene Kalb zu tanzen und sie zu lobpreisen. Dafür war mir der Anteil natürlich oder naturnah erzeugter Nahrungsmittel zu klein. Vielleicht wäre eine Bioladen-Kette oder ein großer Biobauernhof aus der Umgebung eine schönere Idee gewesen. Andererseits bestätigt das meinen Eindruck, bei den Foodbloggern ist der Anteil derer, die sich mit dem Thema natürlicher Ernährung befassen, eher unterrepräsentiert. Die Teilnehmerzahl an der Session über regionale Produkte sprach dementsprechend auch Bände.

Solche Themen würde ich mir mehr auf einem Foodbloggercamp wünschen. Theoretisch und praktisch. Wobei die Praxis von meinem Gefühl her auch etwas zu kurz kam. Die Kochstellen waren zwar mit Sessions immer belegt, aber “Basiskurse” (was ich damit auch immer meine) waren selten: Buntes Superfood, grüne Smooties, Essenboxen, Pasta kochen (fürs Mittag), Frühstück ohne Milch, Obst und Gemüse mit Gewürzen, Verwendung von Spritztüllen, Herstellung von Birnenlikör, Sushi, … Das waren die sicher sinnvollen und interessanten Sessions, die es gab. Aber ich hoffe, mein Gedanke dazu ist auch aus dieser Liste heraus nachvollziehbar. Natürlich leben die Sessions von denen, die sie anbieten und ich hätte ja so einen wie auch immer gearteten “Basiskurs” geben können. Aber dazu muss man ja auch erstmal wissen, wie so ein Foodbloggercamp funktioniert, aber ich war ja das erste Mal da …

Werde ich mir ein Foodbloggercamp nochmal antun? Jeder hat das Recht auf eine zweite Chance. ;-) Ich bin durchaus am Informations- und Erfahrungsaustausch interessiert, auch wenn mir die Runde eigentlich etwas zu groß war. Aber das ist eher eine persönliche Eigenheit. Ich weiß: Kleinere Runden hätte die vielfältigen Möglichkeiten überhaupt nicht bieten können. Deswegen werde ich mir das nächste Foodbloggercamp, das in erreichbarer Nähe stattfindet (also für mich als Reisemuffel), auch wieder mitnehmen, bei entsprechender Muße vorher werde ich mir auch eine Session ausdenken. Back to the roots. Foodblogger sollten sich fürs Essen, Kochen, Schreiben und Fotografieren in Theorie und Praxis interessieren. Das wäre dann mein Ansatz.

Nomen is omen

Naja, ich und fremde Sprachen. Da sollte ich mich doch lieber auf Deutsch konzentrieren tun. ;-) Oder auf’s Essen (machen). Graues Wetter draußen, absolut keine Lust, einzukaufen, aber eben auch nix besonderes vor, um den Samstag zu überleben. Und irgendwas hat man ja immer da, es ist nur eine Frage, wie man es benennt. In meinem Fall sind das

Jägerbratkartoffeln (Ost) mit ganz, ganz, ganz, ganz jungem Brathuhn

Zugegeben, so etwas als ganz junges Huhn zu bezeichnen, habe ich irgendwann irgendwo diese Woche aufgeschnappt. Leider weiß ich nicht mehr vor und wäre über einen Hinweis dankbar.

Aber nun soll Euch das Essensbild auch auch vorenthalten werden:

weiter …

Low Carb Burger – Ein Versuch

Ja, es ist kein Burger. Ja, es ist komisch. Ja, es sieht zerschossen aus. Ja, es sieht auch blutig aus, es ist aber nur Fleischsaft! Und es ist ein Versuch. Und der wäre mit Kopfsalat-Blättern oder blanchierten Weißkohlblättern besser gelungen. Hatte ich aber nicht im Hause. So. Punkt. Es soll ja nur eine Anregung sein, mal was anderes zu probieren.

Eigentlich könnte man das ganze auch als Kalt-Warme-Kraut-/Salat-Roulade bezeichnen. Irgendwo im Reise-Koch-Fernsehen, ich glaube, bei Herrn Bourdain, habe ich sowas auch mal gesehen, irgendwo aus dem fernen Osten. Aber kommen wir zum hier und jetzt: in Scheiben geschnittenes Gemüse, in Tranchen geschnittenes Steakfleisch (frisch gebraten und noch warm), Salz, Pfeffer, Gewürze, Soßen. Und Blattsalat mit möglichst großen und nicht zu knackigen Blättern.

Zutaten

Tomaten, Gurken, Filetsteak, Salat, (Zwiebeln wären noch eine Idee gewesen). Alles wird zu einer schönen Portion auf das Salatblatt gehäuft, gewürzt und ggf. mit einer Soße der Wahl versehen.

Burgerbau

Dann wird alles zusammen geklappt. Bei den flexibleren Kopfsalatblättern kann man versuchen, das Blatt wie bei einer Frühlingsrolle zu falten und um die Füllung herum zu bringen. Ich hatte jedenfalls gleich Appetit und einen guten Biss.

Abgebissen

Diese länglichen großen Blätter eignen sich aber auch als essbare Servierlöffel. In dem Fall kommt unten etwas Pickels-Soße (oder was anderes nach Geschmack) hinein.

Soße im Löffel

Darüber kommt das Fleisch. Oder was man sonst noch alles als Füllung machen möchte.

Voller Löffel

Das Ding kann man auch gut in der Hand halten und dann Abbeißen.

Abgebissen

Lecker.

Es muss also nicht immer Salat als Beilage sein. Die großblättrigen Sorten eignen sich auch als direkte Unterlage oder sogar zum Einwickeln. Mal was anderes.