Das sieht ja aus wie Kraut und Rüben

Stimmt. Das sind ein paar in robust feine Streifen geschnittene Kohlblätter (man könnte auch was vom Kohl abhobeln) und ebenso klein geschnittene – der Versuch zählt – Steckrübenjulienne.

Kraut und Rüben

In der erhitzten und demzufolge heißen Pfanne fanden vor der Kraut-und-Rüben-Invasion noch ein paar Tropfen feinsten Rapsöls wohlwollende Aufnahme. Salz, Pfeffer sowie der mischende und wendende Gebrauch einer Gabel vollenden den ersten Zubereitungsschritt.

Mischmasch.

Damit das ganze nicht nur bräunt/karamellisiert sondern auch gart, wird es anfangs mit einem Deckel versehen. Aber Vorsicht: Auch dann kann es anbrennen. Gelegentliches Rühren (unter vorheriger temporärer Entfernung des Deckels) hilft, die Entwicklung des Gerichtes in eine positive Richtung zu unterstützen.

Deckel drauf

Sind Kraut und Rübe al dente gegart, verbessert man das Aroma durch die Entfernung des Deckels und der anschließenden Bildung von Röstaromastoffen.

Bratspuren

Jetzt sollte gut abgeschmeckt werden. Zur Finalisierung wird eine hinreichend große Zahl an Eiern verquirlt und gewürzt.

Eier verquirlen

Außer den üblichen Verdächtigen Salz und Pfeffer fanden hier noch etwas Paprika und Chili Einzug. Diese Masse wird dann gleichmäßig über den Pfanneninhalt, der zuvor auch gleichmäßig im Kochgeschirr verbreitet wurde, verteilt.

Zu wenig Ei

Für eine richtige Frittata war das wohl zu wenig Ei. Stocken lassen sollte man es aber trotzdem. Schön langsam bei nicht zu großer Hitze. Schließlich soll es einerseits durch garen, anderseits aber auch nicht verbrennen.

Wie ich den Pfanneninhalt dann gewendet habe, kann ich leider nicht sagen.

Frittata Kraut und Rüben

Das muss jeder für sich selbst hin bekommen. Ich suche nur gerade eine Renovierhilfe für die Küche …

6 Gedanken von Das sieht ja aus wie Kraut und Rüben

  1. Ein Weißkohl-Steckrübe-Omelett. Gut. 🙂 Für Julienne-Streifen verwendet man besser einen Julienne-Schäler. Sonst bekommt man in Streifen geschnittenes Gemüse. 🙂

    • @Thomas: Letztendlich ist Julienne sowieso nur in feine Streifen geschnittenes Gemüse. Dafür habe ich sogar ein kleines, kurbelbetriebenes gleichnamiges Gerät und einen Gemüsehobel, der das dank passender Einsätze auch kann. Aber bei beiden wäre die Verwendung entschieden aufwendiger gewesen, als wie hier einmal mit dem scharfen Messer durch die kleinen Mengen Rohstoffe durchzugehen. Bei größeren Mengen oder komplizierteren Gemüsen nutze ich sie aber gern.

  2. @ Thomas Biedermann
    Julienne-Schäler ist mal wieder totaler Blödsinn. Allgemein sagen ja manche Leute, Julienne sei ein sehr fein geschnittenes Gemüse. Das kommt dann aber auch auf das Gemüse an.
    Ich selber arbeite mit einer Mandoline von De Buyer. Die kennt zwar auch die feinen Einstellungen, aber für Steckrüben eignet sich das 3 – 4 mm breite Messer. Der feinere Schnitt ist für Einlagen, wie zum Beispiel in Suppen gedacht, weil sonst das Gemüse wie l in dieser Fritatta zerfällt.
    Auf den Begriff Omelett möchte ich erst gar nicht eingehen, denn damit haben wir es hier nur wirklich nicht zu tun.

    • @Toettchen: Wenn man Frittata einfach nur als gefülltes Omelette bezeichnet, geht’s doch mit der Begrifflichkeit. Kommt eben nur drauf an, ob man es vor oder nach dem Braten/Backen füllt.
      Hierorts gibt es eine gastliche Stätte, die den Bratkartoffel-Ei-Klassiker „Bauernfrühstück“ unter dem französisch auszusprechenden und demzufolge auf dem letzten E zu betonenden „Omlette Bauer“ feilbietet.

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