Archiv für die Rubrik ‘Einfach lecker’

Hommage an die Heimat

12.04.2014

Irgendwann in den 1990er Jahren sah ich mal ein Präsentationsvideo meiner Heimatstadt Neubrandenburg. Dort hieß es so schön, dass die Stadt an den Hauptverkehrsströmen von Skandinavien nach Südeuropa und vom Atlantik nach Russland liegt. Oder so ähnlich. Angespielt wird auf die ringförmige Kreuzung zweier bedeutender Bundesstraßen, der B 104 und der B 96. Damals. Und wie es sich für eine solche Kreuzung gehört, sind es vier Straßen*), die sich hier vereinen aus den vier Himmelsrichtungen.

Neubrandenburg – Die Stadt der vier Tore. So heißt sie doch auch immer noch. Und wenn man die beiden Mauerdurchbrüche nicht mitzählt, hat unsere beinahe preisgekrönte Stadtmauer**) vier Stadttore aufzuweisen, die auch irgendwie unstimmig zu sein scheinen, außer, man nimmt an, der Ring hätte sich im Laufe der Geschichte etwas gedreht. Das Friedländer Tor zeigt eher nach (Alten-)Treptow, das Treptower Tor nach Stavenhagen, das Stargarder Tor nach (Neu-)Strelitz und das Neue Tor nach (Burg) Stargard. Aber wer die alten Wege weit vor den Bundes- und Fernverkehrsstraßen kennt, der weiß, dass doch alles stimmt.

Die Zahl Vier scheint doch irgendwie mit Neubrandenburg sehr eng verbunden zu sein. Aber da ist sie nicht die einzige. Der Tollensesee gehört auch mit dazu, unser Kulturfinger, Sportvereine, die schon Weltmeister hervorgebracht haben und vieles andere mehr gehören auch dazu. Kulinarisch möchte ich mich, was den Ruhm der Stadt betrifft, mal nicht so weit aus dem Fenster lehnen. Zwei der auch über die Stadtgrenzen hinaus bekannten Getränke***) aus der Stadt gibt es nicht mehr, die Firmen sind pleite bzw. verkauft. Immerhin gibt es im weiteren Umfeld Deutschlands nördlichstes Weinanbaugebiet, aber das gehört nicht wirklich zu Neubrandenburg. Die große Bäckerei in der Stadt hat europaweit Kunden, nur steht da meist der Hersteller so direkt nicht auf den Produkten.

Wie wäre es mal mit einem typisch Neubrandenburger Gericht? Es sollte aus vier wesentlichen Zutaten bestehen, die irgendwas mit der Stadt oder der näheren Region zu tun haben. Mit dem Gedanken trage ich mich schon eine Weile. Mehrere Ideen wurden geboren und verworfen****). Aber jetzt ist es endlich so weit: In Kürze kann die Kreation bestaunt und nachgekocht werden. Etwas anderes mit 4 Buchstaben wird bei der Präsentation helfen: EiTV. Die kommende Folge, übrigens eine Jubiläumsausgabe, wird das Gericht nachmachbar zeigen. Es ist einfach herzustellen, hat aber einen Nachteil: Eine Zutat ist sehr saisongebunden. Wir hoffe, EiTV noch in der diesjährigen fertig zu bekommen. Morgen wird gedreht.

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*) Wer genauer hinsieht, auch damals schon, sieht natürlich sechs Straßen, denn auch die B 197 und die B 192 sind mit der Stadt verbunden, aber naja …

**) Die Sache mit dem UNESCO-Weltkulturerbe ist doch vom Tisch, oder?

***) Cherry Lady und die Neubrandenburger Biere

****) Das “Datzesuppe”-Rezept war schon sehr ungewöhnlich. Obwohl es ein konkretes Vorbild hatte, ich glaube aus der österreichischen Küche.

Sche…, ist das gut

17.02.2014

Dass die einfachsten Gerichte eben doch die besten sind, wenn nur die Zutaten stimmen, habe ich hier schon öfter thematisiert. Aber manchmal gibt’s auch Fertigprodukte, mit denen das passieren kam. Diesmal ist es eine südeuropäische Variante von Pellkartoffeln mit Quark.

Wenn man durch die Kühlregale mit den Milchprodukten schweift, sollte man einen Moment beim Tzatziki verweilen. Dort gibt es eine Sorte, die laut Zutatenliste wirklich nur aus Naturjoghurt, Gurke, Knoblauch, Olivenöl und Salz besteht. Das ist der richtige, aber man braucht nochwas.

Festkochende Biokartoffeln werden gewaschen und geputzt, dann halbiert, mit etwas Rapsöl umhüllt, gesalzen und mit etwas Rosmarin bestreut. Das alles gibt man in eine Auflaufform oder ein anderes geeignetes Gefäß, mischt es dort drin ggf. auch durch und stellt es bei ca. 180°C in den Umluftofen, bis die Kartoffeln gar und leicht gebräunt sind. Das dauert je nach Dicke der Stücke etwa 30 Minuten.

Abschließend kommt ein Suppenlöffel zum Einsatz, der von der Spitze aus zu einem Drittel mit dem Tzatziki befüllt wird. Die Backkartoffel wird in mundgerechte Stücke zerteilt, eins davon kommt mit auf den Löffel. Im Mund abgeladen ergibt das eine Geschmacksexplosion sondersgleichen. Ich bin hin und weg. Deswegen gibt es nicht mal ein Bild. Wenn ich mal das Tzatziki selber mache, liefere ich ein Foto nach.

Schnelles Essen mit Convenience in gut

15.02.2014

Die Frage ist nur, warum das Essen trotz Convenience so gut war. Die Antwort ist einfach: Selbst gemachtes Convenience. Alle Reste in eine Pfanne und gut ist’s.

Bratfischpfanne mit Pasta in arrabiater Tomatensoße

Da das eigentlich nur schnell was für mich werden sollte, gibts auch keine weiteren Bilder. Und auch das einzig vorhandene erinnert mich daran, dass ich mal die Linse von meinem Handy putzen sollte.

Was kam hier alles zusammen? Die Nudeln sind unproblematisch nach Vorschrift gekocht (1 Person, 1 Liter Wasser, 100 g Pasta, 10 g Salz). Die Tomatensoße a la arrabiata ist hier schon mal erwähnt, der Fisch ist der übrig gebliebene Zander von hier. Die Filets habe ich auftauen lassen, abgetrocknet, etwas mit Stärke bestäubt und dann in etwas Fett in der Pfanne angebraten. Dann kam die Tomatensoße dazu und die Pasta. Alles nochmal durchgerührt und fertig.

Eigentlich sollte es ja ein Auflauf werden, aber da ich am Abend des Vortages noch nicht wusste, was ich am nächsten Tag koche, habe ich da schon mal den Käse aufgegessen …

Männerfrühstück

8.10.2013

Frühstück war es übrigens nur in Anlehnung der Benennung der über den Tag verteilten Mahlzeiten. Von der Zeit und der Form her war es wohl doch eher ein Brunch. ;-)

Brötchen in Grillpfanne

Was da in der Grillpfanne erwärmt wird, ist übrigens ein aufgeschnittenes Brötchen, das einer leichten Anröstung bedurfte. Und wer sich jetzt fragt, ob ich nicht vorher die Pfanne hätte mal abwaschen können, dem sei erwähnt: Vor Beginn der Zubereitung des Gerichts war sie sauber. Nur sind die Brötchenhälften schon die zweite Zutat, die hier bereitet wird. Die erste ruht schon.

Und als die Brötchen fertig waren, wurde ein wenig Senf auf der bereit liegenden Einlage verteilt und alles übereinander gebaut.

Steakbrötchen

Man hätte das ganze jetzt noch mit einer Tomatenscheibe, einem Salatblatt oder ähnlichem aufwerten können. Aber es ist eben ein Männerfrühstück, und da darf man froh sein, wenn nicht noch ein Knochen aus dem Brötchen guckt.

Das ganze steht übrigens unter der Überschrift: Gute Zutaten + einfache Zubereitung = lecker.

Der Burger als Amuse Gueule

2.10.2013

Wie wäre es mal mit einem Caprese Burger? Besonders aufwendig und schmackhaft. ;-)

Eine halbierte Datteltomate, ein Mozzarellakügelchen, ein Basilikumblatt, ein Zahnstocher und ggf. noch ein Tropfen guten alten Balsamico-Essigs:

Capreseburger

Salz und Pfeffer kann man je nach persönlichen Bedürfnissen natürlich auch noch verwenden. ;-)

Ach ja, und ganz wichtig: Den Zahnstocher nicht mitessen!