Knackiges Rührei

Keine Angst, ich habe in der letzten Zeit schon ab und an was gekocht. Aber es waren meist Standards, die sich hier im Blog schon irgendwo wiederfinden. Neulich kam auch mal wieder was auf die Grillplatte, aber auch das war weder neu noch originell. Anders sieht es beim heutigen aus. Die Grillplatte stand noch rum, da muss man doch was mit anfangen können. Also außer Erwärmen und etwas befetten.

Zwiebeln anrösten

Knackige Rühreier kann man auf (mindestens) zwei verschiedene Weisen zubereiten. Entweder, man schlägt sie mit den Schalen in die Pfanne, oder man würfelt eine Gemüsezwiebel nicht zu grob und brät die dann mit etwas Fett sowie etwas Paprika, Salz, Pfeffer (wer mag Knoblauch) auf der vorgeheizten Platte an. Ich finde das Feeling des darauf Rumrührens nicht schlecht. Die Zwiebel sollte solange auf der Platte verbleiben, bis sie fast den Gargrat erreicht hat, den man später auch essen möchte. Der Rest des Rezeptes geht nämlich superschnell.

Ring formen

Wenn die Zwiebeln soweit sind, wird aus ihnen ein Ring geformt.

4 Eier vorbereitet

Die Eier habe ich schon mal in eine kleine Schüssel gleiten lassen. Sie nacheinander aufzuschlagen und einzeln auf die heiße Platte zu geben, würde einfach zu lange dauern.

Die Eier mit auf die Platte

Die Eier gleiten in die Mitte des Ringes. Jetzt könnte man das genau so fertig garen lassen, aber das ist ja kein Rührei. Also wird schön von Außen nach Innen der Platteninhalt umgeschlagen und zusammengeschoben.

Umgerührt

Das sieht zwischendurch etwas chaotisch aus, aber nicht lange. Man sollte dabei immer das Eigelb im Auge behalten. Sobald das gerade nicht mehr flüssig ist, ist das Rührei schon fertig. Das geht relativ schnell.

Saftiges Rührei

Schwubs. Jetzt gilt es nur noch, alles auch einen oder zwei Teller zu häufen und mit Schnittlauch oder anderen frischen Kräutern abzurunden. Dazu reiche man frisches Brot oder auch einen Klecks Kartoffelstampf. Aber das könnt ihr Euch selber vorstellen.

Da ist was übrig und steht noch was rum …

Da stand er noch rum, meine Ausführung eines Plattengrills: eine passende Grillplatte auf einer Induktionsplatte. Und etwas Gemüse lag auch noch rum. Da muss sich doch mal was draus machen lassen.

Heiße Grillplatte und ein Topf

Etwas Olivenöl auf die Grillplatte geben. Eigentlich ein Widerspruch in sich, da beim Grillen gern auch mit Temperaturen gearbeitet wird, die nicht gut sind güt ein gutes Olivenöl. Aber diesmal ist die Temperatur nicht so hoch, also kann man es nehmen.

Öl auf die Platte

Es duftet nach Olivenöl, es könnte also mediteran werden. Mit Anlehnungen an fernöstlicher Zubereitungsart.

Tomatenscheiben grillen

Cocktailtomaten habe ich in je drei Scheiben geschnitten. Das macht man am besten quer, soll heißen: Ist die Blüte oben oder unten, schneidet man parallel zur Arbeitsfläche. Etwas Salz schadet nicht.

Paprikaringe dazu

Eine Schote Spitzpaprika habe ich in Scheiben/Ringe geschnitten. Die kommen auch auf die heiße Platte.

Tomaten umdrehen

Die Tomaten sollten auch mal umgedreht werden, wenn sie erste Grillspuren erhalten haben.

Mit Paprika würzen

Eine Schalotte, in Ringe geschnitten, eine gehackte Knoblauchzehe, wer will: etwas Chili, und etwas Paprika (je nach Vorlieben edelsüß oder scharf) ergänzen den Platteninhalt.

Zusammengerührt

Kennt ihr diese Tische, bei denen in der Mitte auf einer heiße Edelstahlplatte köstliche Speisen direkt am Gast zubereitet werden. Das kommt irgendwo aus dem Fernöstlichen. Mit geeignetem Besteck wird auch hier das Gemüse schön auf der heißen Platte gemischt, es darf ruhig etwas schaden nehmen, aber auch anrösten.

Spaghetti dazu

Wart ihr eigentlich neugierig, was in dem Topf ist. Genau: Spaghetti. Die kommen direkt aus dem Topf auf die Grillplatte.

Schön durchrühren

Dort werden sie gut mit den anderen Sachen auf der Platte vermischt.

Anrichten

Was fehlt ist noch ein tiefer Teller, auf dem angerichtet wird.

Man kanna uch Feta nehmen

Und wenn man keinen Parmesan im Hause hat, tut es übrigens auch Feta. Der braucht auch nicht gerieben zu werden, da reicht bröseln. ,-)

Planung und etwas Zeit gleich lecker

Es ist Sommer. Dieser Tage mal so richtig. Und da bekommt man Lust auf leichte Sommerküche. Und mir gelüstet es nach … Gulasch. Manchmal ist es schon komisch. Aber man kann den Gelüsten ja ruhig mal nachgehen, vor allem, wenn abschließend sooo was leckeres dabei heraus kommt. Allerdings braucht es doch etwas Planung und etwas Zeit, aber: Was macht der Herd an einem heißen Samstag, wo einem beim Hausputz sowieso eher nach was leichtem ist? Richtig: Er langweilt sich. Also gibt man ihm eben was zu tun.

Man kann Gulasch natürlich mit dem Fleisch kochen, was in den Läden als Gulaschfleisch verkauft wird. Aber dann ist es kacke (um mal eine gerade in Mode gekommene Floskel zu bemühen). Man kann aber auch zur Fleischtheke seines Vertrauens gehen und nach einem Blick in die Auslagen und dem nicht erblicken des Gesuchten eine Bestellung aufgeben. Dabei muss man irritierte Blicke der Fachkraft hinterm Tresen mal gekonnt ignorieren. Die Bestellung lautet: Zwei Rinderbeinscheiben, ca. 6 cm dick.

Wenn man diese in der Hand hält und in seiner Küche hat, gehts auch schon los. Ein kleiner Tipp dazu: Man sollte nicht abends mit dem Zubereiten anfangen, außer, man ist ggf. Spätschläfer. Aber das nur nebenbei. Die Beinscheiben werden im rohen Zustand grob zerteilt. Das Fleisch wird vom Knochen gelöst und in 3 oder 4 große Brocken zerteilt, Sehnen, Haut und sonstiges kann alles dran bleiben.

Der Rest ist erst mal kein Geheimnis, das habe ich mit dünneren Beinscheiben schon mal gemacht. Zwiebeln anbraten, wieder raus aus dem Topf, Fleischbrocken und Knochen anbraten, Tomatenmark mit Paprika anbraten, Mit etwas Wasser ablöschen. Zwiebeln wieder in den Topf, alles gut vermengen und Deckel drauf. Entgegen des Originals habe ich dann nach einer Viertelstunde nicht mit Wasser aufgefüllt, sondern mit klein geschnittenen Tomaten und roten Spitzpaprika. Und eine halbe Chilischote habe ich auch noch mit hinein geworfen. Einmal aufkochen und dann bei kleinster Hitze leicht vor sich hin simmern lassen. Alle halbe Stunden mal umrühren und die Schärfe prüfen. Sollte sie zu heftig werden, ist es Zeit, die Chilischote wieder zu entfernen.

Irgendwann, so nach 4 oder 5 Stunden, wenn das Fleisch so zart ist, dass man es mit einem Löffel teilen kann, nimmt man die Fleischbrocken aus der Soße und zerteilt sie in halbwegs mundgerechte Stücke (oder noch etwas größer). Dabei werden auch Hautreste und andere unschöne Teile entfernt. Die Soße im Topf wird hingebungsvoll mit einem Pürierstab bearbeitet und alles abgeschmeckt. Danach kommt das Fleisch wieder in den Topf und kann noch etwas ziehen. Man könnte es auch anrichten. Oder eindosen und zwischenlagern. Das habe ich Samstagabend gemacht. Und heute, zwei Tage später, wurde getafelt.

Gulasch im Topf

Mit Teigwaren habe ich es ja nicht so, also kamen gute gekaufte Gnocchi in den Topf und wurden in 2 Minuten lt. Vorschrift gegart. Nebenher darf das Gulasch bewundert werden:

So cremig ...

Fleischig und schön viel Soße. Ein richtiges Mecklenburger Gulasch. 😉 Und in der kalten Form mit einer interessanten Eigenschaft:

Der ist fast stichfest

Das Gulasch ist fast schnittfest. Das könnte daran liegen, dass die Soße im wesentlichen aus Zwiebeln und etwas püriertem Gemüse besteht. Es könnte auch an den beiden Knochen von den Beinscheiben liegen, deren Mark sicher auch ein wenig zur Bindung beitrugen. Und an den ausgekochten Sehnen und Häuten des Beinscheibenfleisches. Kein Mehl und keine Tüte kann dieses wunderbare Mundgefühl – so rein und intensiv – erzeugen.

Aber erwärmen sollte man das Gulasch trotzdem wieder. Dabei wird es auch flüssiger.

Der Gulasch blubbert schön im Topf

Und dann wird nur noch angerichtet.

Gulasch auf Gnocchi

Auch wenn die Fleischbrocken in den Gulasch für ein vornehmes Essen noch zu groß sind, Messer und Gabel sind hier nicht das Besteck der Wahl. Da reicht ein Löffel; für die Gnocchi und die Soße sowieso, aber auch das Fleisch lässt sich wunderbar mit der Löffelkante zerteilen … Einfach nur lecker.

Gute Zutaten, ein wenig Zeit, lecker

Manche Sachen sind eigentlich zu einfach, um sie hier zu verbloggen, aber manchmal ist ein Basisrezept, dass sich in einige Variationen auch schon hier im Blog findet, doch immer wieder lecker. Und man kann es eben so einfach variieren. Aber, wie immer bei einfachen Gerichten, es kommt auf die Qualität der Zutaten an. Davon lebt das Gericht.

Edelstahlpfanne mit Deckel

Wobei das mit den „guten Zutaten“ eigentlich schon beim Kochgeschirr anfängt. Häufige Leser diesen Blogs werden schon die eine oder andere Pfanne gesehen haben, aber letztendlich ist die gute alte Edelstahlpfanne für viele Sachen doch das beste. Selbst Keramik- oder Steinpfannen können mir da gestohlen bleiben. Beschichtete brauche ich eigentlich nur für zarte Brataufgaben, wenn ich kein Fettbad veranstalten möchte.

Pfanne und Öl erhitzen

In der Pfanne wird gut erhitzbares Öl erhitzt.

Hackfleisch anbraten

Dann kommt Hackfleisch dazu, hier Mischhack in Bioqualität, meine Alternative für den Fleischer, dessen Tiere hinterm Haus äsen. 😉 Das Hack wird kräftig angebraten.

Angebratenes Hackfleisch

Bräunen und krümeln sollte es. Dann ist es gut.

Gurkenstücke dazu

Die Gurkenstücke (Salatgurke, wer mag, kann die Schale auch teilweise oder ganz entfernen. Ich empfehle aber, das vor dem Kleinschneiden zu machen.) werden in den Bratresten angeschmort, können ruhig etwas Farbe nehmen.

Gurken auch angebraten

Gurke, leicht angeschmort. Aber ich mag ja bei Schmorgurke ein wenig Tomate mit dran.

Tomaten dazu

Also kommen noch geviertelte Cocktailtomaten mit dran. Für Anhänger der feinen Küche: Tomaten vor dem Vierteln enthäuten.

Salzen und Pfeffern

Der Pfanneninhalt wird gesalzen und gepfeffert.

Paprika dazu

Etwas Paprika als Gewürz schadet auch nicht.

Tomatensoße dazu

Da ich noch eine angefangene Packung meiner Tomatensoße hatte, habe ich davon noch etwas hinzu gegeben. Alternativ würde ich etwas Tomatenmark mit anrösten und dann untermischen.

Gut unterrühren

Die Soße gibt die Feuchtigkeit, bei der Verwendung von Tomatenmark kann man mit ein wenig Wasser ablöschen, damit es nicht anbrennt.

Das muss nun schmoren

Dann wird alles gut durchgemengt. Die Gurke ist aber noch recht knackig. Also:

Zeit lassen und schmurgeln

Deckel drauf und alles bei kleiner Hitze vor sich hin schmurgeln lassen. Ab und zu umrühren. Je nach gewünschtem Verkochungsgrad von Gurke und Tomate kann das gut 20 oder 30 Minuten dauern.

Lecker. Besser als Schmorgurken

Man serviert das Schmorgemüse mit Kartoffeln oder auch Gnocchi. Zur Not gibt’s Brot. 😉

Die Varianten sind vielfältig, aber es ist so einfach: reines Rinder- oder Schweinehack, vielleicht auch mal Lammhack, Zucchini statt Gurke, zum Schluss noch ein paar Feta-Würfel, oder nur Tomatenmark statt Tomaten, oder kleingehackte Zwiebeln vor der Gurke hinzu geben, …

Don’t call it „Schnitzelbrötchen“

Sommerzeit. Sommerzeit ist Grillzeit. Oder auch Hamburgerzeit. Am besten vom Grill. Meinen habe ich noch nicht rausgeholt, insofern kommt die gute alte Eisenpfanne zum Einsatz, die gibt die besten Ergebnisse. Und zur Not könnte man die auch auf den Grill stellen. Aber wir fangen klein an.

Schalotte und Knoblauch

Mit ein paar Schalotten und ein paar Knoblauchzehen geht’s los.

Schalotte und Knoblauch in Scheiben

Die werden in Scheiben geschnitten. Oder Ringe, wie man auch immer möchte. Es muss nicht sonderlich fein, aber auch nicht zu grob sein.

Butter schmelzen

In der Pfanne schmilzt etwas Butter.

Schalotte und Knoblauch in der Pfanne

In der Butter werden Schalotten und Knoblauch sanft angegart. Es kann zwar ruhig etwas bräunen, muss es aber nicht.

Mit Paprika, Salz und Pfeffer würzen

Salz, Pfeffer und etwas Paprikapulver geben geschmacklich etwas Wums mit.

Eisenpfanne heiß machen

Nebenbei darf nicht vergessen werden, die Pfanne gut aufzuheizen. Das dauert trotz Induktion ein bisschen. Schööööööööön heiß.

Schalotten und Knoblauch al dente

Die Gewürze werden gut untergerührt und alles brät so ein wenig vor sich hin.

Mit Aceto Balsamico abgelöscht

Wenn die Zwiebel fast weich, aber noch ein wenig al dente ist, wird der Pfanneninhalt mit etwas Aceto Balsamico abgelöscht.

Einkochen und mit Zucker, Honig oder ähnlichem gesüßt

Als Ausgleich für die Säure kommt auch noch etwas Zucker, Honig oder Agaven-Dicksaft dazu. Dann wird alles noch etwas köcheln gelassen.

Cremig eingekocht

Die Soße in der Pfanne sollte etwas dicklicher werden, gern fast wie Sirup, aber nicht so zähflüssig.

Deckel drauf und ruhen lassen

Hat der Pfanneninhalt die passende Konsistenz, kommt die Pfanne vom Feuer und zum Erhalt der Wärme ein Deckel drauf.

Heiße Pfanne ölen

In die heiße Eisenpfanne kommt etwas geeignetes Öl.

Steak in die Pfanne

Dann kommt das Steak hinein und wird sehr kräftig angebraten.

Spritzschutz nicht vergessen

Spritzschutz nicht vergessen.

Braten, das es raucht

Das kann ruhig richtig rauchen aus der Pfanne. Wenn sich auf beiden Seiten eine Kruste gebildet hat, kommt das Fleischstück zum Weitergaren in den auf 80°C vorgeheizten Ofen. Zeit, den Rest vorzubereiten.

Brötchen aufschneiden

Brötchen aufschneiden ist nun nicht die große Kochkunst, aber man sollte darauf achten, dass die Unterseite eine halbwegs waagerechte Schnittfläche aufweist, sonst kippt was, weil wir ein wenig stapeln werden.

Unterseite mit Tomatenscheiben belegt

Auf die Unterseiten kommen ein paar Tomatenscheiben.

Steak aus dem Ofen holen

Zeit, das Fleisch aus dem Ofen zu holen. Herrlich.

Sieht das Steak nicht herrlich aus?!

Ist das nicht ein Anblick! Da möchte man fast gleich so reinbeißen. Das Steak ist butterzart.

Steaktranchen aufs Brötchen

Das Steak in Tranchen schneiden, die wunderbare Färbung bewundern und dann auf die Brötchenhälften legen.

Feldsalat aufs Fleisch

Darauf kommt etwas geputzter Feldsalat. Ich mag den einfach.

Pfanneninhalt auf die Brötchenoberseiten

Auf die Brötchenoberseiten kommt der Pfanneninhalt.

Zuklappen

Dann wird alles zusammengeklappt und ein wenig gepresst. Immerhin soll man ja auch noch abbeißen können.

Lecker Steakburger

Sieht das nicht lecker aus? Schmeckt auch so.

Habe ich vergessen, das Gewürze zu beschreiben? Nein. Bis auch die Prise Salz, die ich noch auf die Tomatenscheiben gegeben habe. Ansonsten schmeckt der Burger auch so. Weil die Zutaten gut waren und alle allein auch schmeckten.