Zerstreuter Max (mit Unfall)

Gast zur fesch gekleideten Kellnerin: “Ich bekomme einen Strammen Max.”
Kellnerin zum Gast: “Dann schauen Sie doch woanders hin.”

Der “Stramme Max” ist ein Klassiker der deutschen Küche. Die Zutaten dafür sind übersichtlich.

Ein Butterbrot, Schinken und zwei Eier sollten zu einer Zubereitung eigentlich reichen. Aber der Herdnerd wäre nicht der Herdnerd und die Überschrift über diesem Beitrag wäre nicht DIE Überschrift, wenn das nicht etwas variiert werden würde. Also wird das Brot in kleine Stücke geschnitten und als erstes in der Pfanne angebraten.

Ziemlich zügig danach kommt der klein geschnittene Schinken dazu.

Wenn das Brot schön angebräunt ist und der Schinken angebraten, verrührt man die Eier und gibt sie dazu.

Das Ei gerät langsam ins Stocken.

Wie Ihr dieses Teil wendet, vor allem, wenn die Oberfläche noch flüssig ist, ist Eure Sache.

Der Pfannenwender leistet ggf. gute Hilfe, wobei er natürlich nicht die Pfanne wendet sondern deren Inhalt.

Abschließend lässt man das ganze auf einen Teller gleiten oder wendet es mit besagtem Pfanneninhaltswender auf einen Teller, garniert es aus und wünscht guten Appetit.

P.S.: Dieses Gericht ist übrigens ein typisches Beispiel dafür, dass das, was man sich ausdenkt, nicht immer auf Anhieb klappt. Der erste Versuch fand noch mit größer geschnittenem Brot und der Idee statt, sozusagen ein Spiegelei mit Einlagen zu fabrizieren. Das ging aber richtig schief. Hier eins der Bilder, die so eigentlich nie in die Öffentlichkeit gelangen sollten …

P.S.II: Optische Unfälle scheinen nicht nur mir zu passieren. Ein besserer Blog als dieser hier hat zufällig auch heute entsprechendes veröffentlicht. Wobei der “Unfall” noch entschieden besser aussieht als meiner. Ein anderer Blog hat sogar zu entsprechenden Einsendungen aufgerufen.

Camembär entlaufen*

Von weit her gelaufen ist er auf einer Scheibe frischem Steinofenbrot dann doch hängen geblieben: der Camem-Bär. Der Bruder von Käse-Maik und Schwager von Wurst-Semmel war schon etwas überfällig, aber gut gepflegt.

Der Käse ist übrigens ein 100%iger Ziegencamembert aus dem Thüringischen, was seine weiße Farbe erklärt. Laut Reifeuhr war er praktisch flüssig, hier aber noch frisch aufgeschnitten und aus dem Kühlschrank.

*) Überschrift mit freundlicher Unterstützung durch meinen Arbeitspraktikanten.