Variante: Das letzte wird das erste sein

Hm, lecker. Also die Gurken-Fenchel-Lachs-Dill-Pfanne vor einigen Tagen war wirklich lecker. Übrigens kann man recht einfach eine Variante mit den gleichen Zutaten inkl. Beilage herstellen. Und es schmeckt auch.

Man kann die rohen Kartoffeln auch vorher in Würfel schneiden und in der Butter anbraten. Der Rest geht wie in der vorherigen Fotokochstory.

Irgendwann zwischendurch mit dem Gemüse sieht es aus wie auf diesem Bild.

Lachs dazu, auftauen lassen, unterrühren, mit Dill, dem Fenchelgrün und Frühlingszwiebeln vermengen.

Und mit Sahne ablöschen. Also vorher. Dann wirds lecker. Mehlig kochende Kartoffeln machen das ganze etwas schlotziger. Ich hatte nur keine im Haus.

Übrigens: Wenn man sich die Originalbilder genauer ansieht (was ich gemacht habe), kann man feststellen, dass zwischen dem ersten und dem letzten Bild ca. 20 Minuten liegen. Länger braucht die Zubereitung also nicht.

Fisch muss schwimmen

Ist es eine urbane Legende oder stimmt es wirklich: Eine gemeine Gurke besteht zu 97% aus Wasser und hat damit mehr davon als so manches Getränk. Da muss es doch auch was mit Fisch dazu geben, bei dem vielen Wasser. So zumindest der Gedanke. Dill passt auch immer gut zur Gurke, und zu Lachs auch. Und so was ähnliches wie Dill ist der Fenchel. Zumindest hat der sowas kleinfaserig-grünes oben mit dran. Dazu ein oder zwei Standards und fertig ist das leckere Fischgericht.

Die in der Pfanne schmelzende Butter ist schon mal ein Kochstandard. So fängt vieles an.

Da später auch noch der Fenchel kommt, verzichte ich mal auf die Zwiebel und fange gleich mit der halben, der länge nach halbierten und in Halbmonde geschnittenen Gurke an. Die Dicke der Scheiben richtet sich nach den Wünschen. Wenn es schnell gehen und die Gurken nicht zu hart bleiben sollen, empfiehlt sich ein dünnerer Schnitt. Ebenso kann als Varianten die Gurke ganz oder teilweise geschält werden. Die Kerne ließ ich drin. Irgendwo her muss ja noch Flüssigkeit kommen.

Ja, ich weiß, dass das Bild unscharf ist. Das bemerkte ich aber erst, als alles aufgegessen war. Dabei hatte ich hier sogar mehrere Bilder gemacht. Wir sehen das am wenigsten unscharfe. Mit dem klein geschnittenen Fenchel, der mit in die Pfanne kam.

Apropos Pfanne. Viel Hitze ist da nicht drunter. Nur eben so, dass alles langsam vor sich hin schmurgelt.

Deswegen stört es auch nicht, wenn jetzt der Knoblauch erst dazu kommt. Hätte man aber auch am Anfang mit reinmachen können.

Alles wird gut durchgeschwenkt oder durchgerührt sowie gesalzen und gepfeffert.

Es gibt doch diese Lachsstücken, die man tiefgefroren kaufen kann. Sowas ist das. Der Lachs kommt direkt aus dem Tiefkühler auf das Gemüse, dass zu dem Zeitpunkt schon ein wenig angebräunt ist.

Deckel drauf und Hitze runter. In aller Ruhe werden dem Fisch ein paar Minuten Ruhe gegönnt. Er muss ja noch auftauen.

Nach ein paar Minuten, der Lachs wurde schon heller, wird der Pfanneninhalt umgerührt und auch der Lachs ein Viertel gedreht. Aufgetaut ist er noch nicht, nur die äußeren Schichten sind schon weich.

Der Pfanneninhalt wird mit Sahne abgelöscht. Die Hitze habe ich aber noch nicht hoch gedreht.

Dafür kam nochmal für ein paar Minuten der Deckel drauf.

Da dabei aber auch nichts wirklich spektakuläres passierte, habe ich die Hitze hoch gedreht, die Sahne zum (Ein-)Kochen gebracht und beim schwungvollen umrühren den Lachs ein wenig zerfleddert.

Dann wird abgeschmeckt. Frühlingszwiebel, das Grün vom Fenchel und ordentlich Dill (TK) ergänzen das Gericht. Salz und Pfeffer, vielleicht auch ein wenig(!) Chili vollenden es.

Nochmal alles gut durchrühren. Und dann kann angerichtet werden.

Zum Fenchel-Gurken-Dill-Gemüse mit Lachs gibts Quetschkartoffeln. Salzkartoffeln gehen auch, selbst Reis ist vorstellbar. Oder einfach nur ein Stück Baguette. Da muss man sehen, wie weit man die Sahne einkochen lässt.

Und bevor einer fragt, was eigentlich Quetschkartoffeln sind: Die Kartoffeln wurden roh geschält und fix in der Mikrowelle gegart. Danach sahen sie etwas komisch aus (waren wohl zu trocken), also habe ich sie einmal gequetscht und es sah wenigstens nach etwas aus. 😉

Mischen possible (1 & 2) (aktualisiert)

Was leckeres zum Essen kommt meist aus dem Kochgeschirr, wenn man ein paar wohlschmeckende Zutaten schwungvoll und passend miteinander kombiniert, sie (i.w.S.) kochend veredelt und zum Schluss noch schön abrundet. Ein paar grüne Kräuter obendrauf wirken auch appetitanregend. Und man kann fast alles mit Käse überbacken und es wird noch besser. 😉

Schalotte, Kartoffel, Fenchel, Spitzkoch

Darf ich vorstellen: Die Zutaten. Es fanden sich ein paar Kartoffeln und ein paar Schalotten, dazu ein Spitzkohlrest und eine Fenchelknolle. Das wird was.

Kartoffeln anbraten

Als ersten werden die Kartoffeln angebraten. Optik und Geschmack werden es danken. Ein wenig Salz kann man ihnen schon mitgeben.

Kartoffeln schön gebräunt, aber noch fast roh

Schöne Kartoffelbratstücke. Die sind aber noch so gut wie roh, was aber nicht schlimm ist. Vom Fenchel habe ich erst die oben rausstehenden Stiele klein geschnitten.

geschnittene Fenchelstengel dazu

Den Rest der Knolle habe ich dann auch klein geschnitten. Das feine Grün von eben legte ich aber beiseite.

die Fenchelknolle grob zerteilt

Da später auch noch etwas Kohl in die Pfanne kommt, kann man die schon mal wappnen und für die gute Verdauung (und den guten Geschmack) etwas Kümmel mit dazu geben.

Der Kohl wird kommen, also Kümmel dazu

Die Schalotte soll auch nicht vergessen werden. Sie hätte etwas mehr Bratspuren abbekommen können (aber nicht müssen).

Die Schalotte könnte sicher auch früher

Der Kohl soll auch nicht vergessen werden.

Der Kohl in mundgerechten Stücken

Fast spontan fiel mir noch etwas Schinkenspeck in die Hand. Der wurde klein gewürfelt und auch noch der Pfanne übergeben.

Noch ein paar Schinkenwürfel

Zur besonderen Würze fand sich noch etwas geräucherter Paprika.

Paprika

Alles wird zwischendurch immer mal wieder durchgeschwenkt und dann mit einem Deckel versehen. Nun darf eine Weile kleine Hitze auf die Pfanne einwirken, bis die Kartoffeln gar sind. Wer dem Pfanneninhalt nicht genug Feuchtigkeit zutraut, darf ein bisschen Wasser vor der Bedeckelung zugeben. Aber nicht mehr als eine Espresso-Tasse voll.

Deckel drauf

Die Kartoffeln sind gar, alles andere auch. Aber ich habe da noch etwas Mozzarella rumliegen.

Die Kartoffeln sind gar

Als wird der gut durchgeschwenkte und durchgerührte Pfanneninhalt in eine Auflaufform gegeben und mit zerzupftem Mozzarella abgedeckt. Im Nachhinein könnte man auch weniger nehmen oder anderen Käse oder eine Mischung …

In eine Auflaufform umgefüllt und mit zerrupftem Mozzarella abgedeckt

Aber wenn es dann nach einer knappen Viertelstunde aus dem 180°C heißen Umluftofen kommt, sieht es doch recht ansprechend aus. Die Zeit richtet sich nach dem gewünschten Bräunungsgrad.

Nach dem Überbacken

Allerdings gibt der Mozzarella doch sehr viel Flüssigkeit von sich. Deswegen könnte man auch gut einen anderen Käse probieren. Oder noch etwas mit dem Pfanneninhalt anstellen, dass er in der Auflaufform noch gut Feuchtigkeit aufnehmen kann.

Das Grünzeug ist das Fenchelgrün, also am Anfang beiseite legen

Das Grüne obendrauf kommt vom Fenchel. Lecker. Und so einfach. Man muss sich nur trauen. Und wohlschmeckende Sachen wohlschmeckend miteinander verbinden und wohlschmeckend zubereitet. So einfach ist Kochen. 😉

Ergänzendes Update

Ihr glaubt doch nicht, dass ich den ganzen Pfanneninhalt in eine einzige kleine Auflaufform gepresst habe? Da war noch was übrig. Außerdem muss man ja solche Überbackungen nicht immer nur in einer solchen Form machen. Hitzebeständige Tassen tun es auch.

2 Tassen für den Auflauf

Jetzt könnte man das Gericht anders benennen (Warum eigentlich „anders“? Bisher hatte es noch keinen Namen. – Der Server). Irgendwas mit Schafskäse-Cappuccino einer Kartoffel-Spitzkohl-Fenchel-Pfanne. Oder so.

Pfanneninhalt in die Tassen

Die ausgekühlten Reste aus der Pfanne kommen in die Tassen.

Schafskäsebrösel oben drauf

Obendrauf brösele ich etwas Schafskäse. Im Nachhinein würde ich eine Mischung aus Schafskäse und Mozzarella empfehlen. Wie man sowas auch immer mischt …

Nach dem Aufenthalt im Heißluftofen

Weil der Pfanneninhalt mittlerweile kalt war, waren die beiden Tassen ca. 20 Minuten bei 180°C im Umluftofen. Ich könnte mir einen kleinen(!) Klecks Honig auf dem Schafskäse – also wirklich nur ein paar Tropfen – ganz lecker vorstellen.

Nach dem Aufenthalt im Heißluftofen

Das grüne Zeug lag offensichtlich zu lange einfach so in der Küche. Ist es auch leicht angewelkt, immerhin ist es noch grün. Und etwas nach Fenchel schmeckte es auch noch.

Süßer Schweinelachs á la Teriyaki

Was macht er dann da schon wieder? Die Frage stellt sich, vor allem, wenn man ein Bild mitten aus einem Prozess heraus, gezeigt wird.

Zwei Pfannen auf dem Herd

In der rechten Pfanne garten zwei klein geschnittene Petersilienwurzeln und eine gewürfelte kleine Fenchelknolle in etwas Butter unter Verwendung von Salz und Pfeffer und unter einem Deckel, nachdem sie erst etwas angebraten waren. Das Grüne der Fenchelknolle ist gerade eben erst dazu gekommen.
Das Fett in der rechten Pfanne ist aus ein paar Scheiben geräucherter Schweinebacke ausgelassen. Darin liegen zwei Lachsstücke, die vorher ein paar Stunden in Teriyaki-Soße mariniert wurden.

Lachs braten

Beim Braten ist aufzupassen, dass nichts verbrennt, die Hitze unter der Pfanne ist nicht sehr groß. Schon die Schweinebackenscheiben wurden sanft ausgelassen.

Lachs auf Fenchel-/Petersilienwurzel-Gemüse

Natürlich werden die ausgelassenen Scheiben der Schweinebacke nicht entsorgt, die gibt es als ein paar Chips mit zum Essen. Ein paar Tropfen Frischkäse in der Pfanne wären sicher auch noch eine Idee gewesen, um eine etwas soßigere Konsitenz zu erreichen. Kann man machen, muss aber nicht.

Das ganze Essen wirkt durch die Petersilienwurzel und auch durch die Teriyaki-Soße etwas süßlich. Man kann zum Ausgleich ein paar Tropfen Essig oder vielleicht auch schon in früherer Phase etwas trockenen Weißwein dazu geben.

Irreführender Titel? Lachs in Schwein gebraten ist Schweinelachs. 😉

Kochen: Spontan und kreativ

Wenn man sich mal spontan an den Herd stellt und aus vorhandenen Zutaten etwas kochen will, ist es immer wieder geraten, sich erst ein paar Gedanken zu machen und dann anzufangen. Das ist bei folgender kleiner Kochgeschichte nicht passiert, aber letztendlich mit ein paar Tricks und Kniffen doch geglückt.

Nachdem der Blick in den Kühlschrank einen Fenchel und einen Chicorée offenbarte, wurden die nach dem Putzen (Chicorée: äußere Blätter entfernen, Fenchel: grünes Kraut abschneiden, aufheben(!), äußere Schicht entfernen) in nicht zu dünne Scheiben gehobelt, wobei es nicht auf die Schönheit oder Gleichmäßigkeit ankam. In einer Pfanne wurde etwas Butter in etwas Olivenöl geschmolzen und das Fenchel-Chicorée-Gemetzel dazugegeben.

Nun stellte sich die Frage: Was damit tun? Der suchende Blick streifte ein paar Cocktailtomaten und eine rohe Kartoffel. Ok, die Tomaten waren nicht das Problem: Sie wurden gewaschen, halbiert, der Strunk entfernt und mit den Schnittflächen auf den Pfannenboden gelegt. Aber die Kartoffel: die würde in der Pfanne nicht gar werden. Wenn sie gekocht wäre …

Wie das nächste Bild zeigt, hat die Kartoffel trotzdem den Weg in die Pfanne gefunden. In gekochter Form wurde sie grob gewürfelt, der bisherige Pfanneninhalt etwas an den Rand geschoben, damit der Erdapfel auch garantiert Kontakt mit dem Pfannenboden bekommt und leicht anröstet.

Der Pfanneninhalt wurde gut durchgeschwenkt, mit dem klein gehackten Fenchelgrün, etwas gehackter Petersilie sowieso Salz und Pfeffer gewürzt. Vom Chicorée hatte ich die Blattspitzen beim Hobel unversehrt gelassen, sie kamen zum Schluss auch noch mit in die Pfanne.

Kurz vorm Anrichten beim Abschmecken kam mir die Idee, dass man die Fruchtigkeit der Tomate und des Fenchels noch etwas aufwerten kann. Zwar nicht zu sehen, aber trotzdem eine gute Idee auf dem Teller: über das gebratene Gemüse habe ich noch ein paar Spritzer helle Crema di Balsamico verteilt. Die süße Fruchtigkeit tut dem Gericht sehr gut.

Guten Appetit.

Nachtrag: Der geneigte Leser wird sich fragen, wo auf einmal die gekochte Kartoffel her kam. Wenn ich die wirklich nebenbei noch zubereitet hätte, wäre der Pfanneninhalt sicher in sich zusammengefallen. Stimmt. Wobei: Ein wenig Reduzierung der Wärmezufuhr zum Brateisen spielte schon eine Rolle, aber nur für ca. 5 Minuten. In diesen habe ich die rohe Kartoffel gewaschen, gebürstet und waschfeucht in ein mikrowellengeeignetes Gefäß mit Abdeckung gelegt. Der Rest dürfte fast klar sein: Ab in den Schnellerhitzer damit und ca. 4-5 Minuten bei höchster Leistung drehend garen. Danach die Kartoffel aus der Verpackung nehmen, in Stücke schneiden und dabei die Finger nicht verbrennen. Auf die Art und Weise kommt man schnell mal zu einer gegarten Kartoffel.