Eigentlich passt nichts

Angefangen hat alles vor ca. einem halben Jahr. Winterzeit ist eigentlich Erkältungszeit, zumindest bei mir. Und zu einer richtig guten Erkältung gehört eine richtig gute Hühnerbrühe. Ein Beispiel ist bei EiTV dokumentiert. Dieser Genuss wurde mir aber nun mangels winterlicher Erkältung entzogen. So steigerte sich die Lust darauf mit der Zeit immer mehr an und beim letzten Einkauf landete ein richtig tolles Suppenhuhn in meinem Einkaufswagen.

Sowas will dann natürlich auch verarbeitet werden. Das ist heute passiert und dabei stellte sich der zweite Nachteil des winterlichen Entzugs der Hühnerbrühe heraus: In der kalten Jahreszeit ist das Entfetten der Brühe ein Kinderspiel. Einfach nachts den ganzen Topf auf den Balkon stellen. Am nächsten Morgen ist die Fettschicht fest, ggf. sogar gefroren, und man kann sie wunderbar abheben. Bei den augenblicklichen Temperaturen ist dies aber unmöglich.

Wie sie schmeckt, kann ich dann erst morgen berichten. Am zweiten Tag ist sie immer am besten. Das Problem ist die Kühlung bis morgen. Der Kühlschrank hat nicht die Kapazität, der Gefrierschrank ist zwar leer, soll aber abgetaut werden. Dafür wirkt sie im Moment etwas mediterran. Das wird an den Tomaten liegen, die ich am Anfang des Kochens mit hineingeworfen habe.

chicken for two up Karnickelfutter

Wenn man schon mal Hühnerbeine im Haus hat, kann man ja auch mal was anderes machen. Möhre, Porree, Sellerie und Petersilie wurden juliennisiert und bildeten die Grundlage in zwei Auflaufformen.

Nun mischen wir aus Öl, Salz, Pfeffer, Paprika, etwas Honig und anderen Gewürzen nach Wünsche eine pinselfähige Masse, die die Hühnerbeine aromatisch aufwerten soll. Die kommen erst auf das Gemüse und werden anschließend eingepinselt.

So kommen die beiden Formen in den Ofen und haben da bei ca. 180°C ca. 20 bis 25 Minuten Zeit zu garen und Farbe anzunehmen. Gegebenenfalls kann zwischendurch mit etwas Würzmasse weiter bepinselt werden. Auch die Variante, abschließend die Grillstufe zu benutzen, liegt als Variantion auf der Hand.

Entweder, man serviert das ganze gleich in der Auflaufform, oder es wird auch noch angerichtet. Bei beiden Varianten sollte aber irgendwie versucht werden, das Gemüse gut durchzurühren.

Wer das Gemüse nicht knackig mag, dem sei außerdem noch empfohlen, es vor der Verwendung in diesem Gericht zu blanchieren oder anderweitig leicht vorzugaren. Auch ist eine finale Salzung durchaus anzuraten, wenn das das Abschmecken verlangt.

Hühnerbein, fernöstlich angehaucht

Wenn die Antwort nicht schon in der Überschrift stehen würde, könnte ich mal die Frage stellen, was man mit dieser Menagerie so alles anstellen könnte:

Wir sehen: Honig, Teriyaki-Soße, Sherry-Essig, scharfen und edelsüßen Paprika, Knoblauch, getrockneten Chili, Olivenöl und Pfeffer. Die Chilischote wurde gehackt, der Knoblauch auch, dann alles mit Pfeffer und den Paprika vermischt. Maßgeblichen Anteil bekam dann die Teriyaki-Soße, die mit etwas Sherry-Essig und Honig abgerundet wurde. Alles das fand unter Rühr- und Mixwerkzeughilfe in der Tasse statt. Das Öl kam schlussendlich auch noch darunter. Stellt sich anschließend die Frage, wo jetzt hin mit der Soße. Natürlich in eine Plastetüte. Hä? Naja, in einen Gefrierbeutel, in dem sich allerdings schon zwei Hähnchenkeulen befanden:

Da kam dann der Tasseninhalt als Marinade dazu.

Weil das etwas dauert, wird der Beutel gut verschlossen.

Anschließend kommt alles in den Kühlschrank und wird immer mal wieder umgedreht, damit auch alle Seiten schön was von der Marinade abbekommen.

Am nächsten Tag zur gleichen Zeit befreit man die Keulen aus dem Beutel und verbringt sie in eine vorgezeizte Pfanne.

Rechtzeitiges Umdrehen erspart Anbrenngerüche.

Nun kommt in die Pfanne auch noch die Marinade aus der Tüte.

Alles wird mit einem Deckel verschlossen. Nun haben die Keulen Zeit zur Garwerdung.

Ist das der Fall, kommt der Deckel wieder runter.

Zwischendurch wurden die Keulen ein oder zweimal gewendet, damit sie sich schön mit der Marinade ummanteln.

Jetzt kann angerichtet werden. Auf dem Bild seht ihr, was ich angerichtet habe.

Ich lasse es mal unter dem Label „uninspiriert“ laufen. 😉 Das braune auf den Chicorée-Blättern ist die Soße aus der Pfanne, der ein wenig Salz nicht geschadet hätte.

Feuer frei, gelöscht und genossen

Beim Durchwühlen meines Vorratsschrankes fiel mir heute eine Tüte Currypaste rot (= scharf) in die Hand. Wie es der Zufall wollte fanden sich noch zwei Hühnerbrüste, etwas Wurzelwerk, zwei Spitzpaprika und eine beschichtete Pfanne mit Deckel in Kühl- und Küchenschrank.

Die Möhre und die Petersilienwurzel werden fein gewürfelt, die Hühnerbrust in mundgerechte Stücke zerteilt und die Paprikaschoten in kleine Stücke geschnitten. Mit einem Hauch Öl werden die Fleischstücke schnell und heiß angebraten. Dann kommen die Wurzelwürfel dazu. Die Currypaste wird ebenfalls mit in die Pfanne gegeben und mitgeröstet. Dann wird nach Bedarf etwas Wasser dazu gegeben, bis alles die gewünschte Konsistenz erreicht. Jetzt kommen die Paprikastücke dazu, alles wird nochmal gut durchgerührt und dann bei kleiner Hitze ein paar Minuten ziehen gelassen.

Die Zeit nutzen wir, um endlich den Fotoapparat herauszuholen und das Endprodukt zu fotografieren.

Die Verkostung brachte doch eine feurige Schärfe, die dann mit einem guten Löffel untergerührtem Frischkäse etwas gemildert wurde. Auf dem Teller kamen dann noch ein paar Schnittlauchröllchen dazu.

Wer eine Beilage braucht, isst Baguette oder Reis dazu. Guten Appetit.

P.S.: Die Gemüseauswahl ist natürlich variabel. Zwiebel, Tomaten, Lauch, Kohl, … alles klein geschnitten, sind ebenfalls möglich. Vielleicht nicht alles, aber jedes für sich oder in passender Kombination.