Beiträge mit dem Stichwort ‘Joghurt’

Erfrischende Resteverwertung

14.07.2013

So, liebe Kochfachleute, eine Fachfrage: Was ist das?

Erfrischende Reste

Wie wäre es mit ein paar Details?

Details?

Bingo! Es ist püriert und demzufolge nichts mehr zu erkennen. Aber es ist als Getränk, gut gekühlt, eine erfrischende Labung für Zunge und Seele. Die Aufklärung folgt.

Es ist im wesentlichen eine Restverwertung, nur das Glas mit dem Joghurt (250 g) war noch original zu. Aber zuerst kam eine grob geschälte (es waren also noch grüne Stellen dran) und grob zerteilte halbe Salatgurke und ein halber Eisbergsalat in den Blender/Mixer/Pürierer. Wenn das klein ist, wird es mit Knoblauch, Salz und Pfeffer gewürzt und der Joghurt hinzugegeben. Alles nochmal kräftig aufmixen, abschmecken und fertig.

Prost.

Das Zwischending

1.05.2013

Manchmal stellt sich die Frage, ist das eigentlich noch ein Dipp oder doch schon ein Salat? Dieser Frage werden wir nachgehen, und zum Schluss steht dann doch ein Hauptgericht auf dem Tisch, auch wenn es bei den anfänglichen Zutaten noch nicht so aussieht.

Die Zutaten (einige fehlen)

Das sieht nach einem Gurkensalat aus, könnte aber auch ein Tzatziki werden. Lassen wir die Zwiebeln doch erstmal beiseite und nehmen nur den Rest. Da wird erstmal gehobelt, was das Zeug hält, natürlich in kleine Stifte.

Gurke gestiftelt

Die Gurkenstifte werden gesalzen und kurz ruhen gelassen. In der Zeit werden nach Gusto Knoblauchzehen geschält und klein gehackt. Das sich in der Zeit bildende Gurkenwasser wird abgeschüttet. Dann kommen Salz, Pfeffer, der Knoblauch und der Quark mit in die Schüssel. Alles wird gut umgerührt. Und da der Quark nicht gereicht hat, kam noch ein halbes Glas Joghurt dazu.

Doch ein Tzatziki

Das wird abgedeckt und kalt gestellt.

Kommen wir zu den Zwiebeln. Die werden grob zerkleinert und dann einer heißen und geölten Pfanne überantwortet.

Zwiebeln in die Pfanne

Auch hier wird gesalzen und alles gut angeschmurgelt. Später kommt noch ein walnussgroßes Stück Butter dazu und alles schmort noch weiter. Es kann auch leicht anbräunen. Auch eine kleine Prise Zucker schadet nicht.

Geschmorte Zwiebeln

Die Pfanne stellen wir beiseite und bereiten den Grill vor. Irgendwo fand sich noch ein Hüftsteak (nicht unbedingt erste Wahl, aber bis auf eine Knackwurst hatte ich nichts weiteres im Kühlschrank, die bot sich aber nicht unbedingt zur weiteren Verarbeitung an.

Steak auf dem Grill

Das wird fachgerecht zubereitet.

Steak optisch lecker

Die angeschmorten Zwiebeln werden aufgewärmt.

Zwiebeln und Steak auf dem Grill

Wo ihr jetzt noch eine gekochte oder gebackene Kartoffel her nehmt, weiß ich nicht. Irgendwie hat die sich bei meinem Kochen nebenbei auch noch zubereitet. Alles zusammen kommt dann auf einen hinreichend großen Teller.

Zwiebelrostbraten mit Backkartoffel und Tzatziki

Nennen wir es jetzt “Zwiebelrostbraten mit Backkartoffel und Tzatziki”. Guten Appetit.

Adel rotiert – Was sagt der Fürst dazu

12.06.2012

Wo wir doch gerade bei Zutatenlisten sind. Der alte Fürst Pückler – genauer: Fürst Hermann Ludwig Heinrich von Pückler-Muskau – hat das nach ihm benannte Eis zwar nicht erfunden, aber immerhin ist es nach ihm benannt. Heutzutage ist das eine geschichtete Kaltspeise aus Schokoladen- und Erdbeer- oder Himbeer- mit Vanilleeis. Soweit, so nachlesbar.

Neulich sah ich in einem Katalog ein ebenfalls aus drei Eisschichten bestehendes Eis, dass mich sehr interessierte. Leider machte mich der Preis-Menge-Quotient nicht stutzig, so dass ich es kaufte. Kulinarisch leider ein Fehler, der sich vermutlich hätte vermeiden lassen, gäbe es die Zutatenliste auch vorher zu lesen. Hier im Bild ist auch gut zu sehen, warum man sie auch gern als das Kleingedruckte bezeichnet. Viel Spaß beim Entziffern.

Es liegt in der Natur der Sache, dass die Liste relativ lang ist, immerhin sind drei Eissorten in der Packung vereinigt: Joghurt-Eis pur, Joghurt-Eis Waldfrucht und Joghurt-Eis Pfirsich. Nehmen wir mal die Liste auseinander.

Grundlage des Eises scheint eine Masse aus Milch (entrahmt und eingedickt), Joghurt (fettarm), Zucker, pflanzlichem Fett, Zuckersirup und weiteren Hilfsstoffen zu sein. Interessant ist hier vor allem das pflanzliche Fett, ersetzt es doch das wertvollere Milchfett und fügt vor allem dem puren Joghurteis seine Aromen bei. Apropos: Bei den anderen beiden Schichten war dank des Fruchtgehaltes und den Aromen (immerhin mehr Aroma als Waldfrüchte) wenig von diesem pflanzlichen Fett zu spüren, aber eben das pure Joghurteis war deswegen eher kulinarisch ungenießbar. Da half auch nicht die beigeführte Säuerung.

Aber da sieht man es mal wieder. Die wertvollen Stoffe werden entzogen und anderswo teurer verkauft. Andere, vor allem billigere Ersatzstoffe sollen sie ersetzen, was aber immer auf die Qualität schlägt. Das ursprüngliche Fürst-Pückler-Eis war ein Sahneeis mit zugesetzten Früchten oder Konfitüren, eher ein sogenanntes Halbgefrorenes, was am Sahneanteil lag. Das, was die Industrie heute anbietet, ist z.T. einfach nur Schund. Dabei gibt es auch Alternativen. Von einem bekannten internationalen Eishersteller las ich mal, dass er ein Eis herausgebracht hat, das aus genau 5 Zutaten besteht. Die Serie sollte diese fünf auch irgendwie im Namen tragen. Wenn man sich dann überlegt, dass ein gutes Grundeis schon aus 4 Zutaten besteht (Sahne, Milch, Ei, Zucker), darf man gespannt sein. Ich habe es allerdings noch nirgends gesehen.

So ein Käse, so ein Salat

11.06.2012

Das Wort “Fruchtzubereitung” findet der kundige Verbraucher immer mal wieder. Meist hat er dann einen Pudding oder einen Joghurt vor sich. und liest sich die Zutatenliste durch. Schaut man genauer hin, findet man, dass diese Fruchtzubereitung im allgemeinen aus ein paar Früchten, dazu wesentliche Teile Zucker und anderen Aromaten besteht. Verdickungsmittel geben der Masse n och eine passende Konsistenz, Farbstoffe ein passendes Aussehen.

Salopp formuliert könnte man es als Fruchtkonfitüre bezeichnen, die da in den Joghurt gerührt werden, wenn nicht diverse Eigenversuche ergeben hätten, dass man mit der Menge, die auf den Verpackungen steht, dann aber unter Verwendung eigener Fruchtaufstriche, nicht diese Aromastärke erreicht wird. Aber das nur nebenbei.

Interessant wird das Prinzip “Fruchtzubereitung” bei einer kleinen Salatschale, die ich unlängst in der Hand hielt. Laut frontaler Bedruckung handelte es sich um einen herzhaften Käsesalat, der aber augenscheinlich nach den gleichen Grundsätzen wie die Milcherzeugnisse hergestellt wurden. Käse war wohl nur marginal enthalten, dafür etwas anderes: (mehr…)

Erfrischend anders

4.06.2012

Der Begriff “Frozen Yoghurt” geisterte schon mehrfach durch von mir gelesene kulinarische Artikel, als neuster Modetrend auf dem Food-Markt aus den U.S.A. Da ich nun seit ein paar Tagen auch ein kleine Eismaschine mein Eigen nenne, probiere ich sie doch einfach mal aus.

Das Rezept ist denkbar einfach. Die Eismaschine sollte nach Vorschrift vorbereitet sein.

Kalt ist es in dem Behälter. Der Joghurt ist auch kalt und wird einfach hinein gegeben. Es ist ein 1,8%-iger.

Und dann heißt es rühren, rühren, rühren. Gut, dass so eine Eismaschine ein Rührwerk dafür hat.

Irgendwann wird die Joghurtmasse fest. Oder fester. Wie man auch will. Es sieht jedenfalls schon wie Eis aus.

Ein kleine fruchtige Note dazu kann nicht schaden. Himbeeren oder Brombeeren kann man gut zwischendurch direkt hinein geben, man kann aber auch ein paar Preiselbeeren zum Schluss oben rauf die Sache krönen lassen.

Hm. Erfrischend, säuerlich, fruchtig. Dieses Eis in den Tiefkühler zu stellen zum Nachkühlen, ist keine gute Idee; es wird dann ein Block. Frisch aus der Eismaschine und dann schnell verzehrt ist viel besser. Wer es doch süßen möchte, sollte es mit Läuterzucker probieren (Wasser und Zucker 1:1 mischen, aufkochen und abkühlen lassen) oder vielleicht mit einem Fruchtsirup.