Wie lange darf die Zubereitung eines Salates dauern?

Salat

Natürlich darf er in der Zeit der Zubereitung nicht verwelken. Aber da gibt es Sorten, die für diesen Vorgang schon eine Weile brauchen. Stellt sich also die Frage nach einem anderen Orientierungspunkt zur Beantwortung. Und es ist so einfach: Die Zubereitung darf nur so lange dauern, bis das Steak aus der Pfanne kommt. 😉

Steak in der Pfanne

Die Zeit läuft. Salat waschen, trocknen, Paprika klein schneiden. Dabei natürlich auch nicht das Fleisch in der Pfanne aus den Augen verlieren. Dressingzutaten zusammensuchen.

Fleisch in Pfanne, einmal gedreht

Jetzt wird es eng … Das Fleisch ist gedreht und sieht lecker aus. Also schnell das Dressing. Der Saft einer Limette wird mit Salz, Zucker und Pfeffer versetzt. In Anwesenheit von etwas Senf wird alles gut verrührt. Und wo wir gerade beim Rühren sind: Etwas Olivenöl kommt, wenn alles andere aufgelöst ist, auch noch hinzu, bis eine leicht cremige Soße entstanden ist. Noch etwas Pepp? Ein paar geröstete Paprikaflocken kommt auch noch mit hinzu. Rühren, rühren, rühren. Dann kommt auch gleich der Salat auf den Teller, garniert mit dem Paprikaringen.

Salat vorbereitet

Da fehlt jetzt nur noch das Steak drauf.

Steak auf Salat

Auf das Fleisch kommt noch etwas Fleur de Sel und das Dressing auf den Salat.

Fertig.

Die einfachsten Sachen sind meistens doch die besten, wenn man etwas Wert auf gute Zutaten legt. Guten Appetit.

Beinahe nordisch gewordener Südeuropäer

Ihr kennt die Situation: Es ist Sonntagabend, aus irgendeinem sehr angenehmen Grund wart ihr Sonnabend nicht einkaufen und der letzte davor Einkauf ist schon etwas her. Da erfolgt der innere Hilfeschrei: „Ich muss verhungern!“ Nach dem der verklungen war, setzte die Inventur ein. Denn meist erfolgt bei mir dieser Schrei schon zu einem Zeitpunkt, wo der gelassene Betrachter der Szenerie noch mindestens eine vierköpfige Familie mit einem mehrgängigen Menü hätte versorgen können. Aber man hat ja auch nicht immer Lust, die eine oder andere Zutat zu verarbeiten, auch wenn man sie im Haus hat.

Eine kleine Packung mecklenburgischer Paprika (sowas gibt es wirklich), ein paar genauso mecklenburgische Tomaten und ein Eisbergsalatkopf aus dem elterlichen Garten (mithin auch mecklenburgisch) wanderten neben einer Limette (sinnloserweise) und zwei Schalotten ins Abwaschbecken.

Gemüse in der Wäsche

Allerdings stand mir nicht unbedingt nach Salat der Sinn. Stellt sich also die Frage nach dem Ziel. Aber ich hatte eine Idee. So landete alles im Mixbecher.

Gemüse im Mixbecher

Der kundige Kocher wird feststellen, dass das fast die Zutaten für eine Gazpacho sind. Das dachte ich mir auch so, nur dass eben statt der Gurke der Salat drin war. Das sollte gehen. Also versah ich alles noch mit Salz, Pfeffer, Knoblauch, einen ordentlichen Schuss Olivenöl, Balsamico-Essig, Zucker, Tomatenmark und ein paar Flöckchen Chili. Der Deckel wurde fest verschlossen, der Motor angeworfen.

Alles püriert

Nun nochmal mit den Gewürzen abschmecken, ggf. ein paar Eiswürfel mit hinein geben. Natürlich kann man das Endprodukt auch eine Weile im Kühlschrank vor sich hin ziehen und abkühlen lassen.

Normalerweise gehört in ein Gazpacho noch (Weiß-)Brot, gern auch vom Vortag. Da es daran ebenso mangelte und mir nur eine Packung Knäckebrot ins Auge fiel, beließ ich es dabei und kredenzte es unbebrotet.

Gazpacho mit Salat

Wer weiß, welche Wirkung das Knäcke in der Masse gehabt hätte.

Leckere Resteverwertung

Von vor einiger Zeit gekochten Gerichten lagen noch ein paar Sachen rum, hinzu kam, was sonst auch so rumliegt. Die Aufgabe ist gestellt: Was machen wir aus folgendem:

Etwas Rotkohl, ein paar Tomaten, Weißkohl und eine Paprikawurst. Zuerst packen wir alles mal in die Pfanne, angefangen mit der in Scheiben geschnittenen Wurst.

Der Kohl wird klein geschnitten, die Tomate halbiert, geviertelt oder gesechstelt, je nach Größe. Anschließend kommt alles zum Anbraten mit in die Pfanne.

Schön umrühren, mit Kümmel, Salz, Pfeffer und Kräutern nach Wunsch würzen, dann die Hitze runter drehen und einen Deckel auflegen, damit der Kohl gar ziehen kann. Das dauert gern mal halbe Stunde. Zwischendurch wird gelegentlich mal umgerührt.

Zum Abschluss wird alles mit etwas Paprika oder Cayenne-Pfeffer abgeschmeckt.

Dann verrühren wir einen großen gehäuften Esslöffel Frischkäse mit etwas Zucker und dem Saft einer halben Limette und rühren alles als Dressing unten drunter.

Dann kann der warme Krautsalat mit Tomaten und Paprikawurst auch schon angerichtet werden.

Guten Appetit.

P.S.: Wer das ganze etwas suppiger oder soßiger möchte, lässt das Dressing weg, gibt aber nach der Würzung etwas Wasser oder Brühe dazu und kann abschließend alles mit einer geriebenen mehlig kochenden rohen Kartoffel binden.