Früher war mehr Eier – Ein Text, der nichts mit Ostern zu tun hat. Fast nichts.

Klischees bzw. Standards über die Küchenausstattung gibt es viele. So besteht wohl mainstreamige Einigkeit, was unbedingt in eine Küche gehört, vor allem, wenn man an die Vorräte denkt. Salz, Pfeffer, Zucker, Milch und Butter im Kühlschrank, Öl noch irgendwo. Nudeln, Reis, ein paar Notfallkonserven, … Und nicht zu vergessen: Mehl und Eier.

Vor längerer Zeit kochte ich mal zusammen mit jemandem ein Rezept, wo irgendwie Mehl mit ran gehörte. Gut, dass mein Besucher noch einen Rest in seinem Küchenschrank hatte. Den brachte er mit und wir konnten die ein oder zwei Löffel, die das Rezept verlangte, entnehmen. Der Rest steht immer noch im Schrank. Ansonsten habe ich kein Mehl im Haus. Und ich brauche es auch nicht. Komisch.

Bei Eiern ist es ähnlich. Spontan gesehen habe ich nie welche im Haus. Außer, ich hatte mal wieder Lust drauf und habe mir welche gekauft. Nicht, dass ich sie nicht möglichen würde. So ein schönes Frühstücksei mit einem ofenwarmen Brötchen, auf dem kalte Butter anfängt zu verlaufen und dann eine Spur Senf dazu … Himmlisch. Aber ehrlich: Das Gericht, wenn man es so bezeichnen möchte, ist mir zu aufwendig, wenn es meinem Anspruch genügen soll. Außerdem sind die Brötchen nicht mehr so wie früher. Und die Butter und der Senf auch nicht …

Ab und an überkommt mich dann aber doch mal die Lust nach Eiern. Ich weiß nicht, ob es an der Jahreszeit liegt, aber ich könnte mal wieder welche kaufen. Es ist noch nicht dringend, aber man guckt schon mal. Vermutlich liegt es an Ostern, aber was der Einzelhandel im Moment feilbietet, ist unter aller Würde. Wenn überhaupt, dann nur 2-er Eier und die liegen teilweise schon mindestens eine oder zwei Wochen irgendwo rum.

Und alles nur M-Eier. Irgendwie waren die Eier früher größer. Ab und an finde ich auch mal L-Eier, aber irgendwie war früher mehr Platz zwischen Löffelrand und Eischale. Es war eben nicht alles schlecht … Naja, falscher Spruch. Dennoch: Der Gedanke bleibt. Und damit auch der Grund, weswegen ich kaum Eier im Hause habe.

Vielleicht ist es ja eine Grundphilosophie in mir: Produkte, die nicht mehr so gut sind, zu meiden. Offenbar bin ich da nicht sehr konsequent, von irgendwas muss man ja leben. 😉 Aber ein paar Sachen gibt es da mittlerweile schon.

Weizenbrot vs. Weißbrot

Schön, wenn „Fachleute“ auch mal Ahnung haben. Oder eben auch nicht. Die Anführungszeichen sind da schon mal nicht ganz unberechtigt.

Eine bekannte Publikation für „Männergesundheit“ – zumindest, wenn man dem Klischee trauen darf – gibt Tipps, wie man am besten Muskeln aufbauen und halten kann. Light-Produkte sind da übrigens tabu, genauso wie Iso-Drinks. Fertigprodukte gehen gar nicht und auch Alkohol sollte man meiden. Schokoriegel und der ganze andere Süßkram sind ebenso verboten, liefern sie nur leere Energie, davon aber reichlich, was sich in einem gewissen Fettfilm über den Muskeln niederschlägt.

Soweit, so gut. Etwas plakativ, aber durchaus mit Sinn, was ganz allgemein eine stressfreie Ernährung angeht. Ich versuche mich schon länger mehr oder weniger an diese Regeln zu halten, aber mit dem Muskelaufbau klappt das irgendwie nicht. 😉 Vermutlich sollte ich nicht auch noch auf Sport verzichten.

Weizenmehl ist übrigens auch verboten. Man soll lieber Vollkornprodukte nehmen. Da bin ich nun aber in einem Dilemma. Wie sieht es mit Produkten aus Weizenvollkornmehl aus? Oder hat da mal wieder jemand Weizenmehl mit Weißmehl verwechselt? Weizenmehl ist ja doch eher ein Oberbegriff, Weizenauszugsmehl (vulgo: Weißmehl) ist dank hauptsächlich leerer Kalorien und sonstiger Nährmittelfreiheit eher wirklich zu verdammen. Aber es gibt eben auch noch Weizenvollkornmehl. Also bitte etwas differenzierter recherchieren.

Die Zeitschrift propagiert ja auch ein Schönheitsideal (mal ganz populistisch formuliert). Irgendwer hat mal gewarnt: In schönen Häusern ist das obere Stockwerk manchmal schlecht möbliert.