Was kleines zum Knabbern

Sicher, man kann sie sich auch aufs Brot legen, aber wie jede gute Salami schmeckt sie in der größten Not auch ohne. Nachfolgende fand ich in den Auslagen eines hiesigen regionalen Fleischers, der sie auch selber hergestellt hatte. Vielleicht tat ihr auch gut, dass sie ein wenig schon rumlag und dadurch leicht luftgetrocknet war. So sei zu empfehlen: Rindersalami.

Rindersalami von Torney

Sie sieht etwas unscheinbar aus, auf dem Bild erst recht, waren die Lichtverhältnisse beim Fotografieren eher suboptimal. Aber gibt es nicht viel unscheinbare Würste deutschlandweit, die dafür umso leckerer sind. Hier ist das der Fall.

Ein Tipp an den Fleischer: So lassen und vorsichtig lufttrocknen. Nachkaufprognose: Sicher.

Da biste Vlad

Oft verfilmt, oft beschrieben, noch öfter persifliert: Die Legende vom Grafen Dracula. Wobei es nicht nur eine Legende ist. Man könnte es auch anders sagen: Jeden gute Legende hat auch einen wahren Hintergrund. Basis aller Dracula-Geschichten ist wohl ein gleichnamiges Buch von Bram Stroker. Seinem Stammbaum entsprangen dann eine ganze Reihe von Vampirgeschichten, -serien und -filme. Das ehemals lebende Vorbild und Inspirationsquelle ist Vlad III. Drăculea, ein walachischer Fürst aus dem 15. Jahrhundert.

Silberkugeln, ein Pflock durchs Herz oder Knoblauch – so sehen die Kryptonite aus, die selbst Graf Duckula vertreiben bzw. in seine Schranken weisen. Früher war es auch noch helles Sonnenlicht, das scheint aber heutzutage eher zu Identifikation durch Glitzereffekt zu dienen als wirklich den Blutsauger zu vernichten.

Auch der Knoblauch scheint seine Wirkung ins Gegenteil gewandelt zu haben, glaubt man einem bekannten Wursthersteller. Bei einem Discounter ist im Moment eine Wurst im Angebot, die mit dem Dracula-Sujet für sich wirbt. Wer jetzt hinter dem Slogan „weckt den Vampir in dir“ eine Blutwurst oder etwas vergleichbares vermutet, wird allerdings bitter enttäuscht. Das literarisch-cineastische Vorbild förmlich negierend, soll hier doch eine Knoblauch-Salami unters Volk gebracht werden. weiter lesen

Was es nicht alles gibt – heute: Würstchen

Es ist doch immer wieder erstaunlich, was sich die Nahrungsmittelindustrie so alles einfallen lässt, um ihre Umsätze zu halten bzw. zu steigern. Diese kleinen Salamis zum Snacken sind ja schon eine Weile auf dem Markt, meist aber kamen sie gerade auf denselben. Immer wieder mal was neues, habe ich jetzt sowas entdeckt:

Sie sehen zwar evtl. lustig aus, aber Preis und Leistung stehen in keinerlei Verhältnis zueinander. Diese 175 g kosteten 5,76 €, sehen zwar recht fettarm aus, enthalten aber den Farbstoff der roten Beete, mit dem man auch aus Fettzellen optisch Fleischzellen machen kann. Nicht umsonst stehen keine genauen Nährwerte auf der Verpackung. Aber auch geschmacklich sind die Dinger nicht der Bringer. Vermutlich gibt es einen Vertrag mit der Getränke herstellenden Industrie …

Ich warte jetzt darauf, das irgendwer kleine Salamis als Kringel mit kleinem Zipfel in der Mitte nach oben herausbringt. Wenn der Hersteller dann noch etwas von dem Nitratpökelsalz vergisst, sehen die Dinger dann genauso Scheiße aus wie sie schmecken.

Aufgabe kommt nicht von Aufgeben

Wer kennt sie nicht, diese Aufgaben: Sie haben ein Thermometer und eine Stoppuhr, bestimmen Sie die Höhe des Raumes! Eine vergleichbare Aufgabe stellte sich heute:

Kartoffeln und Lauch wollten verarbeitet sein. Die Aufgabe wurde analysiert (in Scheiben bzw. Würfelform) und mit einem Hilfsstoff versehen, hier in Form einer rumhängenden Paprikasalami:

Die Untersuchungsapparatur wird eingeheizt und in Olivenöl etwas Butter angebraten:

Dazu kommen, wenn die Butter schön schmurgelt, die Kartoffelwürfel:

Sind die leicht angebräunt, werden die Salamiwürfel und die Porreescheiben ergänzt:

Alles durchrühren:

… und den Deckel drauf:

Sind die Kartoffeln gar und der Lauch al dente, kann mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt und angerichtet werden:

Zum Schluss wurde noch etwas kalter Edamer darüber gehobelt:

Guten Appetit.