Teste die Variation

Der Fleischer meines Nichtvertrauens bot neulich Kalbsmedaillons an, da konnte ich trotz aller Vorbehalte nicht nein sagen. Heute kamen sie in die Pfanne, dazu nur … ja was? Mir war nach einem einfachen und schnellen Sößchen. Nur: Wie macht man sowas und vor allem auch woraus?

Das Prinzip ist einfach: Fleisch heiß und kurz in der Pfanne anbraten, dann warmstellen. Und aus dem, was dann noch in der Pfanne ist, muss man etwas zaubern. In dem Fall habe ich, kurz bevor ich die Medaillons gut angebräunt aus der Pfanne nehmen wollte, schon einen ordentlichen Stich Butter hinein gegeben. Damit überzog sich das Fleisch, was natürlich gesalzen und gepfeffert war.

Das Fleisch stellte ich warm und löste mit der restlichen Butter in der Pfanne den Bratensatz auf. Eine klein gewürfelte Schalotte, die mit in die Pfanne kam, gibt Würze. Dann wurde alles mit ein bißchen Wasser abgelöscht und mit einem Esslöffel Konfitüre  verrührt. Alles bei starker Hitze und ständigem Rühren einkochen lassen, bis die gewünschte Konsistenz und der Geschmack erreicht ist. Mit allerlei Gewürzen (Cayennepfeffer/Chili ist da eine gute Idee) und/oder etwas Stärke kann man lenkend eingreifen.

Zum Servieren kommt dann die Soße übers Fleisch und lecker ist’s. Die Frage, die sich hierbei nun stellt, ist die Frage, welcher Art Konfitüre ich genommen habe. Klassisch sind Preiselbeeren oder auch Kirschen oder Johannisbeeren, die meist als Gelee, aber immerhin. Durch einen Zufall hatte ich aber keine davon im Hause. Aber die Sanddornkonfitüre war doch auch mal eine interessante Idee.

Luft – süß umhüllt

Zutaten: Glukose-Fruktose-Sirup, Zucker, Wasser, Gelatine, Aroma, Milcheiweiß, Kurkumin und Echtes Karmin (letzteres beides sind Farbstoffe – Der Herdnerd). Gekauft habe ich das Produkt in einem regionalen Bauernladen, der teils durch konventionell hergestellte Produkte ein Bio-Image hat. Handgeklöppelt, mundgeblasen – eben so richtig imagegerecht. Nun stellt sich die Frage, was ich da wohl gekauft habe, dass diese Zutatenliste trägt. Ein Tipp noch: 100 g kosten 3,50 Euro.

Als ich neulich mal in einem Restaurant in Lubmin war, trank ich zum Abschluss eine sehr interessante Mischung aus Sanddornsaft und Vanilleeis. Die Erinnerung verweigert die dritte Zutat heruaszurücken, die m.E. noch mit dabei war. Aber es war lecker. In einem anderen Restaurant, es war auf der Insel Rügen und erinnerte an Captain Nemo, ließ ich mir als Essenbegleitgetränk eine Sanddornschorle kommen, erfrischend und doch mal was anderes im Geschmack. Da kann man sich dran gewöhnen.

Detail Kuss

Wie komme ich jetzt darauf? Achja! Auf dem oben beschriebenen Produkt stand zumindest vorn auch was mit Sanddorn. Das machte es interessant. „Sanddorn-Küsse Softies“, nach Art von Marshmallows. Nur eben doch ein Fehlgriff, fehlte der Sanddorn dann doch im Produkt. 🙁

Ein Teil der Küsse

Schade, dass man in so einem Laden dann doch irgendwie an der Nase herumgeführt wird. Das geht doch auch besser und mit echtem Sanddorn.