Beiträge mit dem Stichwort ‘Tomate’

Gegrilltes aus Garten, Balkon und See

26.07.2014

Grillgemüse gibt es häufiger, aber (fast) alles selbst geerntet? Naja, und irgendwas muss natürlich dazu. Das Stück Lachs ist auch gekauft.

Die Zutaten

Zucchini und Zwiebeln sind aus dem elterlichen Garten, Tomaten teilweise vom eigenen Balkon. Der Lachs kommt aus dem Tiefkühler.

Vor jedes Kochen hat der Gott der Kulinarik das Vorbereiten gestellt. Diesmal wird einiges halbiert, anderes in Ringe bzw. Scheiben geschnitten.

Hälften, Scheiben, Ringe

Alles wird mit Salz, Pfeffer gewürzt und anschließend mit Olivenöl beträufelt.

Salzen, Pfeffern, Ölen.

Nebenbei wurde die Grillpfanne erhitzt. Das geschah allerdings nicht auf volle Pulle, eher so mit halber Kraft. Da die Zucchinischeiben wohl am längsten brauchen, kamen sie als erstes in die heiße Pfanne. Der Lachs braucht laut Packung insgesamt 8 Minuten, die Grilltomaten gehen schnell, nur die Zwiebeln können etwas länger Hitze vertragen. Also kommen sie als zweites in die Pfanne, dann der Lachs und abschließend die Tomatenhälften.

Alles in die Pfanne

Nun heißt es abwarten. Der Lachs gibt den Takt vor. Nach 4 Minuten soll er umgedreht werden. Also erst der Fisch, dann das Gemüse, zum Schluss die Zucchini.

Große Wende

Hat man die Zucchini doch zu dick geschnitten und der Fisch droht, trocken zu werden, kann man ihn auch ruhig mal auf dem frisch gewendeten Gemüse zwischenlagern.

Zwischenlagerung

Nun kann aber auch schon angerichtet werden. Zuvor sei aber erwähnt, dass die Zwiebeln zwischendurch noch eine Bestäubung mit edelsüßem Paprika abbekommen haben. Irgendwann beim ersten Wenden.

Fertig.

Die Kräuter – Schnittlauch und Petersilie – stammen auch vom Balkon. Sommer ist doch was feines. Irgendwie könnte das ganze noch einen Klecks Soße vertragen, aber mir fiel nichts umsetzbares ein. Zum Lachs hätte sicher irgendwas mit Senf, Honig und Dill gepasst, zum Gemüse was auf Joghurt- oder Quarkbasis. Es schmeckte aber auch so. ;-)

Saftig und gar nicht wässrig

30.06.2014

Sowas wie heute habe ich schon mal irgendwann gemacht, wer ins Archiv dieses Blogs steigt, wird vergleichbares finden. Aber manchmal macht man doch einiges anders als früher. Und schmecken tuts immer mal wieder gut.

Gestern habe ich (mal wieder) einiges an Tomaten- und Paprika-Resten zu einer schmackhaften Soße verarbeitet. Ein Teil ruht schon im Tiefkühler, ein anderer wird die Tage verzehrt. Zwei Esslöffel (vielleicht waren es auch drei oder vier) habe ich auch hier verwendet, da ich nun keine Tomaten mehr im Hause hatte. Planung ist eben alles. ;-)

Zwei Pfannen

Wie viele andere Gerichte fängt auch dieses mit zwei Pfannen an. Im Nahhinein sei aber erwähnt, dass eine auch gereicht hätte. Aber das nur nebenher. In die beschichtete kam ein Stich Butter und eine gute halbe Salatgurke, der Länge nach halbiert und in dicke Halbscheiben geschnitten.

Gurken anbraten

Diese Gurken werden mit etwas Salz und Pfeffer gewürzt und geruhsam braten gelassen. Wer möchte, kann übrigens vorher Teile der Schale oder auch alles entfernen.

Die Gurkenstücke können in der Pfanne ruhig ein paar Bratstellen erhalten.

Bratspuren

Die Edelstahlpfanne wird dann auch heiß gemacht. Aber anständig. Wozu nehmen wir schließlich die aus Edelstahl? Rechtshänder nehmen dann eine Flasche mit hocherhitzbarem Öl in die rechte und das Fleischstück in die andere Hand; Linkshänder entsprechend umgekehrt. Dann wird ein guter Schuss Öl in die Pfanne gegeben, der auch gleich anfangen sollte zu rauchen. Das Fleisch kommt sofort hinterher.

Fleisch in rauchender Pfanne

So wird das Fleisch von der einen Seite gut angebräunt. Beinahe sofort löst es sich übrigens von allein vom Pfannenboden. Man sollte eben nur einen Moment warten. Hat das Fleisch auf seiner Unterseite die gewünschte Bräunung erreicht, kann es umgedreht werden.

Fleisch in der Pfanne

Nun wird die andere Seite unter ebenso großer Hitze angebräunt. Nebenher darf man nicht vergessen, einen Ofen oder etwas ähnliches auf 90°C vorzuheizen. Dort drin landet dann das Fleisch zur weiteren Garung.

Damit die Bratrückstände nicht verschwendet werden, entleere ich die andere Pfanne mit den Gurken in die Edelstahlpfanne und löse mit den Gurkensäften und der zugegebenen Tomatensoße (im Notfall geht auch eine klein geschnittene Tomate oder etwas mit Wasser angerührtes Tomatenmark) den Bratensatz ab.

Gurkenstücke in der Pfanne

Da ja das Fleischstück im Ofen eine ganze Weile braucht, um den gewünschten Gargrad zu erreichen, hätte man die Gurken vermutlich an dieser Stelle auch frisch in die Pfanne schnibbeln können.

Achja, die Tomatensoße.

Tomatensoße dazu

Und schon ist der warme Gurkensalat fertig, nur noch ein paar Kräuter – hier Schnittlauch – und die Beilage ist fertig.

Beilage fertig

Alles wartet auf das Fleisch, aber da ist Geduld der wahre Gourmetkoch … Oder man isst es doch mal medium rare. Aber erst wird angerichtet.

Steak an warmem Gurkensalat mit Tomatendressing

Auf dem Fleisch machte sich noch etwas Fleur de sel und etwas “Sieben” breit. Lecker.

Medium rare

Naja, da braucht man nichts mehr zu sagen, außer den Namen des Gerichts: Steak an warmem Gurkensalat mit Tomatendressing.

Frische Tomaten, leichte Pasta

8.06.2014

Bei den Außentemperaturen isst man gern etwas leichter. Die Anregung zu nachfolgendem Gericht habe ich mal irgendwo im Fernsehen gesehen. Ich hatte allerdings nur noch das Grundprinzip im Hinterkopf, die Würzung kam frei Schnauze hinzu.

Tomatenmix mit Paprika

So eine bunte Tomatenmischung findet man gelegentlich mal im Supermarkt. Die beiden kleinen Paprika ebenso. Und ein paar der roten Tomätchen stammen schon von meiner Pflanze auf dem Balkon.

Bunte Tomaten mit Paprika

Sieht doch so schon richtig lecker aus. Aber wir wollen ja kochen. Wobei diese Früchte nicht mal wirklich erhitzt werden. Nur ein wenig. Erst einmal wird alles schön klein geschnitten. Es empfiehlt sich die Verwendung eines möglichst scharfen Messers, damit man die Tomaten nicht auspresst, sondern wirklich klein schneidet.

Alles fein gewürfelt

Dazu kommt auch noch eine ebenso fein gewürfelte Schalotte.

Schalotte dabei

Alles wird auf dem Teller gut vermischt und dann mit Salz, Pfeffer, Olivenöl, ein paar Tropfen Crema di Balsamico (oder Balsamico-Essig und etwas Zucker) gewürzt. Ich habe auch noch etwas Chayenne-Pfeffer dazu gegeben.

Mischen und würzen.

Nun wird die Pasta gekocht. Dazu setzen wir pro Portion 1 l Wasser auf.

Wasser aufsetzen

Wenn das Wasser kocht, kommt ebenfalls pro Person 10 g Salz dazu.

Salzen

100 g Pasta, im aktuellen Fall Muschelnudeln, kommen auch noch hinzu.

Nudeln dazu

Jetzt stellt man den Teller auf den Topf als eine Art Deckel, muss aber ein wenig aufpassen, dass a) die Nudeln durchaus etwas sprudeln, aber b) nicht überkochen.

Teller auf den Topf

Der Tellerinhalt wird auch etwas durchmengt, während er sich langsam erwärmt. Irgendwann (Packungsbeschriftung und Garprobe) sind die Nudeln al dente.

Pasta ist fertig.

Das Wasser wird abgeschüttet.

Wasser abgeschüttet

Nun geben wir den Tellerinhalt kurz mit in den Topf und mengen alles gut, aber schonend durch.

Alles gut mischen

Dann kann auch schon angerichtet werden.

Hmmm

Etwas Schnittlauch ergänzen das Gericht sehr gut. Man könnte es vermutlich auch mit Parmesan probieren. Erfrischend, lecker, würzig. Guten Appetit.

Fertige Halbzeuge vereint

7.06.2014

Gibt es eigentlich etwas, was man nicht mit Käse überbacken kann und es dann lecker ist? Ok, Schwarzwälder Kirschtorte. Aber sonst? ;-) Manchmal hat man nicht wirklich Lust, etwas aufwändiges zu kochen, dann schaut man in den Kühlschrank oder in den Tiefkühler und hofft, ein paar Sachen zu finden, die irgendwie zusammen passen. Als Basis dient eine Auflaufform.

Auflaufform

In diese füllen wir etwas des neulich gekochten Tomaten-Paprika-Sugos (Zwiebel in Öl anschwitzen, Tomaten, Tomatenmark, Paprika (die Früchte zerkleinert), Salz, Pfeffer, Zucker dazu geben, alles bei geschlossenen Deckel eine halbe Stunde köcheln lassen und dann noch pürieren – oder auch nicht – oder auch nur die Hälfte … Abschmecken nicht vergessen).

Mit Tomaten/Paprika-Sugo füllen

Darauf kommen ein paar frische Tortelloni, hier mit Spinat-Ricotta-Füllung, aber die mit Käse sind auch lecker.

Tortellini hinzu

Noch ein paar Tomatenhälften (Cocktailtomaten oder was anderes kleines) als Geschmackshighlights dazwischen.

Frische Tomaten als Highlights

Dann noch etwas Soße oben drauf.

Soße drauf

Beim Käse hat man wieder eine freie Wahl. Er sollte natürlich im Ofen schmelzen, ggf. etwas bräunen und auch geschmacklich etwas beitragen. Ich fand einen geräucherten Schnittkäse im Kühlschrank.

Käse oben drauf

Und nun muss das ganze nur noch in den Ofen. 200°C, 20 bis 30 Minuten, je nachdem, wie heiß man die Tomatenhälften und wie braun man den Käse mag.

Noch etwas blond

Der Auflauf war letztendlich doch noch etwas blond, da ich vergessen hatten, bei der Zeit die Aufheizzeit zu berücksichtigen. Nachdem ich innen noch eine gewisse kühle bemerkte, kam dieser wieder in den Ofen. Das fertige, wenn auch schon angeknabberte Essen habe ich dann nicht mehr fotografiert. Die o.g. Zeit berücksichtig dies schon. Guten Appetit.

Im 7. Himmel

31.05.2014

Man kann auf kulinarischem Gebiet immer mal wieder experimentieren, aber dass die Fachleute doch meist recht mit dem haben, was sie sagen, vor allem, wenn es durch andere auch noch bestätigt wird, darauf sollten man sich gelegentlich mal besinnen. Schwarmintelligenz ist wohl das dazugehörige Modewort. Ich sehe diese Eigenschaft größerer Massen eher skeptisch und halte es da eher mit Heiner Müller, der mal gesagt haben soll: “Zehn Deutsche sind natürlich dümmer als fünf Deutsche.” Vermutlich ist dies nicht auf einzelne Länder beschränkt.

Heute mal wieder ein richtiges Stück Rind auf den Teller, genauer: Erstmal in die Pfanne. Diesmal sollte es ganz fachkundig zubereitet werden. Also erstmal die Pfanne richtig heiß machen.

Pfanne erhitzen - aber richtig

Das Öl sollte hoch erhitzbar sein. Auch gegen Butterschmalz wäre nichts einzuwenden, im konkreten Fall war es dann aber doch Erdnussöl. In dieses kommt dann das Fleischstück und wird schnell und heiß angebräunt.

T-Bone in der Pfanne

Wichtig bei dieser Art der Zubereitung sind folgende Punkte:

- sehr heiße Pfanne
- Fettrand eingeschnitten (sonst wölbt sich das Stück)
- nebenbei den Ofen auf 80-100°C vorheizen.

Wenn die Unterseite gut gebräunt ist, darf das Fleischstück umgedreht werden.

Zweite Seite anbraten

Dabei darf es ruhig aus der Pfanne etwas rauchen. Alles ist nämlich so heiß, dass dieses Anbräunen nicht sehr viel mehr als 2-3 Minuten gedauert hat.

Der Ofen ist vorgeheizt, es sollen aber noch weitere Vorbereitungen folgen.

Rosmarin

Ein Zweiglein Rosmarin lege ich auf den Rost. Darauf kommt das Fleischstück.

Fleischstück im Ofen zuende garen

Damit der Zeitpunkt der richtigen Garung nicht verpasst wird, wird das Steak noch mit einem Thermometer gespickt.

Messsonde einführen

Dabei sollte man aufpassen, dass die Spitze wirklich irgendwo mitten im Fleisch steckt und keine Berührungen mit dem Knochen hat.

Nun heißt es warten, bis die richtige Fleischtemperatur erreicht ist.

Messfühler einführen

Die linke Zahl ist die relevante. Nun bleibt Zeit, sich um die Beilagen zu kümmen. In der Pfanne befindet sich neben überflüssigem Bratfett auch noch etwas Bratensatz, den man seiner kulinarischen Bestimmung zuführen könnte. Da es keine Soße geben soll, halbiere ich einige Cocktailtomaten und lege sie mit den Schnittflächen auf den Bratensatz.

Tomaten lösen Bratensatz

Und da ich noch ein wenig von dem Sauerkraut von neulich hatte, nahm auch dieses noch seine Aufgabe wahr.

Sauerkraut auch in die Pfanne

Das ganze schiebt man ein wenig durch die Pfanne, bis die Tomaten schöne Röstspuren an der Schnittfläche haben und das Kraut auch wieder etwas gebräunter aussieht.

Zieltemperatur erreicht

Ist die Zieltemperatur erreicht (es hätten auch ruhig nur 54°C sein können), ist das Steak fast fertig. In der Ruhe des Anrichtens kann es noch etwas ruhen.

Teller anwärmen

Der Teller steht übrigens nicht zufällig auf der zwar ausgeschalteten, aber noch warmen Herdstelle, wo vorher die Pfanne stand. Dadurch wird auch er noch etwas angewärmt. So, wie es sein soll.

Fleisch fertig

Das T-Bone-Steak wird dem Ofen entnommen und von der Messsonde befreit. Es kann während des Anrichtens noch etwas ruhen.

Anrichten

Auf dem Teller werden neben dem Fleisch die Tomatenhälften und das Kraut verteilt.

Salzen und Pfeffern

Fleisch und Tomaten werden noch mit etwas Salz und Pfeffer gewürzt. Das Kraut kam verzehrfertig aus dem Glas. Man hätte vor dem Anrichten auch das Rinderfett noch abschneiden können, man kann es aber auch dem Esser überlassen.

Rosa

Rosa, saftig und unheimlich gut. Auch die Filetseite sah so schön rosa aus. Herrlich.