So ein Käse, so ein Salat

Das Wort „Fruchtzubereitung“ findet der kundige Verbraucher immer mal wieder. Meist hat er dann einen Pudding oder einen Joghurt vor sich. und liest sich die Zutatenliste durch. Schaut man genauer hin, findet man, dass diese Fruchtzubereitung im allgemeinen aus ein paar Früchten, dazu wesentliche Teile Zucker und anderen Aromaten besteht. Verdickungsmittel geben der Masse n och eine passende Konsistenz, Farbstoffe ein passendes Aussehen.

Salopp formuliert könnte man es als Fruchtkonfitüre bezeichnen, die da in den Joghurt gerührt werden, wenn nicht diverse Eigenversuche ergeben hätten, dass man mit der Menge, die auf den Verpackungen steht, dann aber unter Verwendung eigener Fruchtaufstriche, nicht diese Aromastärke erreicht wird. Aber das nur nebenbei.

Interessant wird das Prinzip „Fruchtzubereitung“ bei einer kleinen Salatschale, die ich unlängst in der Hand hielt. Laut frontaler Bedruckung handelte es sich um einen herzhaften Käsesalat, der aber augenscheinlich nach den gleichen Grundsätzen wie die Milcherzeugnisse hergestellt wurden. Käse war wohl nur marginal enthalten, dafür etwas anderes:

„Käsezubereitung“ – so so. Wer weiß. Immerhin sind 22% davon drin. Welche Anteile an dieser Mischung die Käsesorten haben, bleibt fraglich. Interessant an dieser Liste ist übrigens die versteckte Menge Majonäse. Fertige Salate aus dem Supermarkt oder Discounter sind meist doch sehr reich damit gesegnet. Teilt man sie aber in ihre Bestandteile auf, fallen pflanzliches Öl, Eigelb, Branntweinessig und etwas Stabilisator doch etwas nach hinten. Wenn ich mir aber ansehe, dass das Öl schon zweithäufigste Zutat ist, könnte mehr Majonäse drin gewesen sein als Käse.

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