Schnitzel mit Pommes und Rahmchampignons (08.09.2019)

Heute mal was rustikales. Dafür wirds kommenden Sonntag dann wieder feiner … Das Rustikale bezieht sich nicht nur auf das Gericht (Schnitzel, Pommes, Rahmchampignons) sondern auch auf die Größe der Portion. Der Berg war ganz schön hoch, ein Drittel der Pommes auf dem Teller sind nicht sichtbar, da sie sich unter dem Schnitzel befinden, dass sich unter den Champignons befindet. Wenigstens war der Teller an sich nicht übergroß, sonst wäre das alles erst recht nicht zu bewältigen gewesen. Ein wesentlicher Teil der Pommes ging sowieso wieder zurück in die Küche. Der Menge wegen. Sie waren auch recht gut gewürzt. Der Getränkeumsatz sollte wohl auch steigen.

Aber wohin mit dem getrunkenen, wenn der Magen vom Essen schon so voll ist. Der Blick von oben auf den Teller verrät leider nicht die Höhe der Tellerbeladung.

Wenn man ein Schnitzel bestellt und kurze Zeit später hört man aus Richtung Küche ein schnitzelklopfendes Geräusch, darf man sich Hoffnung auf was frisch zubereitetes machen. Schaut man sich das Fleischstück auf dem Teller an, fängt man wieder an zu zweifeln. Die geschlossene Panade und ihr einheitlicher Farbton sprechen eher für industrielle Beteiligung. Die Saftigkeit des Schnitzels aber auch. Denken wir positiv und hoffen auf folgendes Szenario: das frisch geklopfte Schnitzel wird durch eine fertige Flüssigpanade gezogen und dann in der Friteuse gegart. Voilà. Dort warten dann auch schon die fertigen Pommes; fehlt nur noch *pling* das Gemüse, wobei es dem Leser überlassen bleibt, das Pling mit dem Dampfgarer oder einer Mikrowelle zu verbinden. In einem erweiterten Bäckerimbiss. Mit Bäckereigerätehandel gleich anbei.

4 Gedanken zu „Schnitzel mit Pommes und Rahmchampignons (08.09.2019)“

  1. LOL, Du kannst hören, wie ein Essen zubereitet wird, ich kann wenn ich mittags oder Abends durch das Dorf gehe, genau riechen welches Essen es in jedem Haus zu Mittag oder Abend gibt. Gerichte raten, ein beliebtes Hobby von mir. Beim abendlichen Hundegassigang ein netter Zeitvertreib. na ja, ein Friteusenschnitzel kann man natürlich immer gut erkennen, wobei ich hier weniger was gegen die Garmethode habe, als gegen das Fett das verwendet wird. In Butter gebraten schmeckt ein Schnitzel halt schon feiner. Aber wo bekommt man das schon noch ? Die Gaststätten die Schnitzel in der Pfanne, in Butterschmalz und Butter braten kann man meist pro Stadt an einer Hand abzählen. Und zu guter Letzt, lustig ist wieder die obligatorische Deko- Orange. Isst Du die?? ich schon, aber das tun die wenigsten. Meistens landet sie im Müll, eine traurige und völlig unnötige Verschwendung.

    1. Man soll doch mit allen Sinnen genießen, warum nicht auch mit dem Gehör? 😉
      Vor einiger Zeit hatte ich mal ein gebratenes(!) echtes Schnitzel, klassisch paniert, von einer Imbissbude zu einem erschreckend niedrigem Preis. Ich hatte es sogar verblockt (https://herdnerd.de/5579/schnitzel-mit-pommes-01-08-2019/). Der Laden wird sich nicht lange halten. Es gibt’s also.
      Die Orangenscheibe finde ich jetzt nicht so schlimm. Mitessen tue ich sie aber nur in Ausnahmefällen. Als gelernter DDR-Bürger vertrage ich Orangen nicht so gut. 😉

  2. Oh naja, so ein Schnitzel meinte ich dann doch nicht, da hilft auch das Braten in der Pfanne nix mehr. Brrrschüttel…
    Und in Butter wurde das sicher nicht geschwenkt.
    Ich bleibe jedenfalls bei der Meinung: Gute in der Pfanne gebratene Schnitzel gibt es heutzutage leider selten.

    Wegen der Orange rege ich mich nur auf weil ich eben ein Mensch bin der nix wegwerfen kann, das kommt von meiner Nachkriegs- Oma- Erziehung. Oma konnte keinen Kanten Brot wegwerfen, auch wenn er noch so hart und schimmlig war. Das prägt einen.

    1. Gut ist wirklich was anderes, was das Schnitzel betrifft. Und wirklich gute sind selten. Und gar nicht so billig. Man kann eigentlich davon ausgehen, dass bei einem Preis unter 15 € für ein Wiener Schnitzel mit Beilage irgendwas nicht stimmt. Aber wenn man ein bisschen sucht, findet man auch manchmal welche. Mein nächster Gutes-Schnitzel-Dealer liegt etwa 40 Autominuten weit weg.
      Vor längerer Zeit habe ich mal ein Schweineschnitzel „Wiener Art“ bei einem Pizzaservice bestellt. Das Ergebnis überraschte. Geliefert wurden drei Behälter: eine ganz kleine Plasteschale (Zitronenspalte), eine Polystorol-Schale mit der Sättigungsbeilage mit der Grundfläche einer CD und ein kleiner Pizzakarton, in dem das Schnitzel frei beweglich lag … 😉

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