KW14 – Saibling, Apfel drunter und drüber, Sushi, u.a.

Vermutlich bin ich gerade etwas übersaibt. Oder müsste es übersaiblingt heißen? Aber so ein Bachsaibling ist auch einfach zu lecker. Man muss ihn natürlich richtig zubereiten! Aber das war er bzw. waren sie. Das darf ich ruhig sagen. Ich habe es schließlich nicht selbst gemacht. Wobei die Frage erlaubt ist: Könnte man Saibling eigentlich auch als Sushi verarbeiten? Vermutlich, da er ja zu den Lachsartigen Fischen gehört und Lachs im Sushi – vor allem außerhalb Japans – doch sehr beliebt ist. Na, ich werde mal lieber nicht weiter rumspekulieren, landet man dabei doch gern mal im Fettnäpfchen. Oder im Sojasoßenschüsselchen. ;-)

Sushi für 6,50 €Der Freitagabend war mal wieder sehr sushilastig. Ich muss endlich auch mal die anderen zur Verfügung stehenden Einkaufsquellen nutzen, damit ich nicht wieder an dieser Packung “Sushi” vorbeikomme – bzw. nicht vorbeikomme. Ausgepackt und nett angerichtet sieht das doch gar nicht so schlecht aus. Was mich immer nur wundert, dass da immer zwei Paar Stäbchen in der Packung liegen … Ich verstehe das nicht! ;-)

Sushi für 6,50 €Rogen, Nori-Alge, Dill- oder Sesammantel, Gurke, Surimi, Lachs geräuchert, Lachs gegart, Shrimp, Frischkäse(?) und natürlich Klebreis, dazu eingelegter Ingwer, Sojasoße und Wasabi. Ich weiß nicht, aber irgendwie mag ich das Zeug.

Der Samstag verlief “standartisiert”, also schönes Frühstück und Abendbrot, aber nichts weltbewegendes. Da war der Sonntag schon überraschender. Also für mich. Ich wusste nämlich nicht, wo es hingehen sollte. Aber es war eine gute Wahl, was Vattern da ausgesucht hatte.

Bachsaibling, Bratkartoffeln, Beilage, leckerHmmm. Die rustikale Fischgaststätte hat nach ihrer Winterpause wieder geöffnet. Und so gönnte ich mir meinen ersten Saibling 2022. Sehr schön gebraten mit wunderbaren Bratkartoffeln dazu, Krautsalat, Gurkensalat, Meerrettich und Kräuterbutter. NEBEN DEM FISCH!!! Es geht also! Der Fisch hatte eine zarte knusprige Haut, die man wunderbar genießen konnte. Einfach, aber gut.

Und weil’s so schön war, abends dann gleich nochmal. Jetzt aber in der geräucherten Version. Dazwischen aber noch die amSonntaggönneichsiemir Kaffee- und Kuchenpause. Leider ist meine geliebte Himbeer-Buttermilchcreme-Schnitte nicht verfügbar. Und ich habe bisher ja auch kein Bild von ihr gemacht, so dass ich ihrer auch nicht mal angemessen gedenken kann. Dafür gab es heute ein Apfel drunter und drüber.

Apfel drüber und drunter, MilchkaffeeEs geht doch nichts über einen gedeckten Apfelkuchen (“drunter”), schön mit Apfelkompott (also mit Stückchen) zwischen den Teigplatten. Aber auch der Apfel-Rosinen-Kuchen (“drüber”) war nicht zu verachten. Dazu einen selbstgesiebten Milchkaffee mit Schaum. Lecker. So lasse ich mir den Sonntagnachmittag gefallen. Aber auch nur den Sonntagnachmittag.

Apfel drüber und drunter, MilchkaffeeHmmm. Jetzt musste ich doch erstmal gucken, ob sich im Kaffeeglas nicht irgendetwas verräterisches spiegelt. Ich erinnere mich dunkel an einen Edelstahltopfdeckel, der auf einem aaaalten Bild mal verräterisches zeigte, gut, dass ich das Bild gerade nicht wiederfinde, obwohl ich das damals doch nochmal richtig ausgetreten hatte …

Zum Abendbrot wurde es dann nochmal einfach, aber gut. Ein Fisch, ein Brötchen, ein Getränk (leicht sprudelig), fertig. Ein perfekter Abend.

Saibling an der WandDas Bild hing übrigens in der Gaststätte an der Wand, durch Zufall saß ich genau drunter. Und dann kam der Fisch auch noch auf meine Teller.

Saibling, Brötchen, SchorleEin Prachtstück. Schön geräuchert. Das Brötchen ist dafür da, das wertvolle Fischfett von den Fingern zu bekommen – gut, dass man zu Hause auch mehr mit den Fingern essen kann – und sich auch noch einzuverleiben, statt in einer Serviette zu entsorgen.

Herrlich, dieser SaiblingDas schöne beim Saibling ist ja auch, dass er einfach von der Gräte lässt und demzufolge die Gefahr eines Erstickungsanfalls gering ist. Wenn man ihn mit Plötz oder Blei oder den anderen Boulettenfischen (am besten zu Fischbouletten zu verarbeiten, weil Grätenziehen zu aufwendig) vergleicht, ist der Saibling zumindest grätenarm. Dem einzigen, dem meine fischige Lobhudelei offenbar nicht gefällt, ist dem Fisch selber:

Saibling, grimmig guckendIrgendwie guckt er grimmig … ;-) Aber es ändert nichts an der Leckerness.

4 Gedanken zu „KW14 – Saibling, Apfel drunter und drüber, Sushi, u.a.“

  1. Sieht gut aus dein Sushi und scheint auch was die Menge angeht recht ordentlich zu sein. Mehr als genug um Satt zu werden.
    Und auch der Saibling aus dem Restaurant hat was. Der Fisch schaut ein wenig hochnäsig drein, aber vielleicht ist er auch nur einfach Stolz auf seine “Leckerness”. 😁 (BTW: Netter denglisch-Begriff)
    Geräucherten Saibling habe ich zugegebenermaßen noch nie probiert, aber bei geräuchertem Fisch kann man glaube ich wenig falsch machen. Ich denke da nur an Räucherlachs oder Schillerlocken. Die habe ich früher geliebt, aber hier in München sind sie, wenn sie überhaupt mal angeboten werden, leider mit 10-12 Euro für 250g sehr teuer. Was mich noch interessieren würde wäre, ob du den geräucherten Saibling heiß gemacht oder kalt gegessen hast. Aber da du davon schreibst dass du ihn mit den Fingern gegessen hast gehe ich mal davon aus dass er nicht vorher in der Mikrowelle warm gemacht wurde 😇

    1. Als ich ihn nach dem Mittag am Verkaufstresen der Gaststätte (oder ist es ein Gastraum in einem Fischladen?) erstand, war er natürlich kühl, aber offen gelagert. Zu hause habe ich ihn dann nicht mehr kalt gestellt, so dass ich ihn am Abend dann mit Zimmertemperatur und viel Vergnügen verspeist habe. Auf die Idee, ihn weiter zu erwärmen, bin ich erstmal gar nicht gekommen. Eine Idee wäre es gewesen, erinnere ich mich doch mit noch größerem Vergnügen an eine frisch gefangene und frisch geräucherte und demzufolge noch rauchwarme Forelle, die ich mal verspeisen durfte. Hmmmmm. Beim nächsten Mal werde ich wohl auch mal den Räuchersaibling noch ein wenig mehr erwärmen, allerdings wäre der Fisch auch zu lang für meine Mikrowelle gewesen. Da hätte ich ihn erst halbieren müssen.
      Er erinnert ein wenig an Forelle, genauer an Lachsforelle. Aber nicht sowas trockenes, wie man so trocken geräuchert hat, dass sie im LEH langfristig haltbar sind. Eben eher was frisches. Was sie ja auch war. Etwas über 8 € hat der geräucherte Fisch, so wie er da liegt, gekostet. Auf’s Gewicht habe ich da nicht geachtet (weder das vom Fisch noch meins). Der gebratene mit Beilagen lag bei etwas über 16 €.

  2. Genau deswegen räuchert man ja Fisch, nämlich um ihn auch bei Raumtemperatur länger haltbar zu machen. Wenn man ihn gleich isst, ist das auch kein Problem, aber bei längerer Aufbewahrung schadet die zusätzliche Lagerung im Kühlschrank auch nichts. 😊
    Der Preis erscheint mir bei einem Räucherfisch dieser Größe absolut gerechtfertigt – wenn die Fleischausbeute stimmt. Leider gibt es ja auch Fische, die fast nur auf Gräten bestehen und kaum essenstechnisch verwertbares Fleisch abwerfen bzw. es ist aufwendig es von den Gräten zu trennen. Ich selbst hatte mal eine Flunder oder (irgend einen anderen flachen Fisch) wo unzählige winzige Gräten in allen möglichen und unmöglichen Teilen des Körpers steckten. Das Fleisch ware lecker, aber der Aufwand es zu essen verbrauchte fast so viel Kalorien wie es einbrachte. 😋

    1. Ja, da muss man aufpassen. Die Fische sollten nicht zu klein sein, damit auch ordentlich was dran ist. Zur Not isst man eben zweimal davon.
      Es gibt eine Reihe von Fischen, die ich gern unter dem Begriff “Boulettenfische” zusammenfasse. Ihre wesentliche Gemeinsamkeit sind die fiesen kleinen und großen Gräten, die, wenn man sie aus dem Filet entfernen wollte, dieses hinterher wie nach einem Massaker aussehen lassen. Deswegen sind sie ideal, um Fischbouletten daraus zu machen. Wenn man Plötze, Blei und die anderen zweimal durch den Fleischwolf lässt, nachdem man die große Hauptgräte und den Kopf entfernt hat, ist vond en Gräten auch nicht mehr viel zu spüren. Für den guten Biss kommen noch ein paar Edelfischfiletwürfel mit rein un die gewolfte Masse und die Boulette ist perfekt.

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