Gulasch mit Kartoffeln (12.03.2018)

Eigentlich ziehe ich zum Gulasch Klöße oder Nudeln vor, aber die Variabilität hatte ich nicht. Bzw. hatte sie der Lieferant nicht.

Wie das Bild zeigt, war das Gulasch recht flüssig. Am Nebenplatz gab’s auch welches, allerdings selbst erkocht und mitgebracht, dass etwas fleischiger und aromatischer wirkte, mal am Geruch festgemacht. Dafür war meins mit frisch gegarten Paprikaringen oder -schnipseln aufgepeppt, die vermutlich beim Einfüllen noch roh waren. Ein Prinzip, das der Essenslieferhandel öfter mal nutzen könnte: zubereitet auf dem Weg zum Kunden.

Auch wenn das leicht ironisch klingen mag, die Paprikastücke hinterließen einen frischen Eindruck im Gulasch, der ansonsten auch gar nicht verkehrt schmeckte. Für ein Schweinegulasch war es recht lecker.

Spirellis mit Tomatensoße und Jagdwurstwürfel (11.03.2019)

Da hätte ich doch heute beinahe verpasst, das Essen zu fotografieren. Deswegen sieht es doch schon etwas angeknabbert aus. 😉

Es handelt sich um eine Variation des Kantinenklassikers Nudeln mit Jägerschnitzel (Ost) und gefiel mit einer tomatenfruchtigen Soße und unpanierter Jagdwurst in Würfelform. Die klassische Variante hatte den warmgehaltenen Transport bei weitem nicht so gut überstanden: Die Panade aufgeweicht und die Nudeln zu einem Pudding verschmolzen.

Aber durch die getrennten Fächer kam alles in besserem Zustand an als man hätte befürchten können. Die Nudeln trennten sich einfach bei der Berührung mit der Soße, nur dass etwas wenig Rangierplatz in der Packung war. Aber langsam kommt man in Übung und bräuchte nicht mehr diese überdimensionierten Teller mancher Restaurants. 😉

Ideen, Pläne und wenn man sich nicht dran hält

Nicht nur, um auch mal wieder etwas Selbsterkochtes abbilden zu können, heute ein kleiner Beitrag. Es war Zeit und Muße und Dinge, die verarbeitet werden mussten. Und so fand mich der Samstagvormittag bei einem guten Radioprogramm auf dem Sofa sitzend, drei Schüsseln um mich herum verteilt, ein kleines Messer in der Hand und eine Abfalltüte zwischen den Beinen … Rosenkohl putzen. Und Kartoffeln schneiden. Es war sehr erheiternd, was weniger am Putzen und Schneiden lag, sondern am Radioprogramm (WDR5, Satire Deluxe).

Die Idee war, meinen beheizbaren Mixbecher mal wieder zu nutzen. Erst in Brühe die Kartoffeln anzugaren und später den Rosenkohl dazuzugeben, da der vermutlich nicht so lange zum Garen braucht. Hätte ich das mal gemacht. Angefangen hat das Ganze aber ganz woanders und im Ansatz besonders gesund: mit Fett in Öl.

Ja, ihr seht richtig. In etwas gutem Rapsöl lasse ich etwas guten fetten Speck aus. Er hätte ruhig etwas durchwachsener sein können. Aber diesen Edelspeck verarbeite ich schon so lange, der muss endlich mal weg.

So lange dauert es nicht, bis die Speckwürfel leicht angebräunt sind. Man sollte schon etwas aufpassen und immer etwas umrühren. Dann bräunt alles schön gleichmäßig und die zwar gewürfelten, aber doch sehr eng aneinander haftenden Speckstücke gehen schön auseinander.

Fett und Würfel kommt zu den Kartoffeln in den Kocher. Es stellte sich heraus, dass der Rosenkohl etwas früh in die Zubereitung involviert wurde, aber jetzt ist das so und wird auch so beschrieben.

Mit einer schönen Gemüse- oder Geflügelbrühe wird alles aufgegossen und dann die Maschinerie in Betrieb gesetzt. 35 Minuten kochen und nur umrühren, ggf. auch in Gegenrichtung stehen auf dem Plan. Nach Geschmack bzw. für den Geschmack kommen auch noch etwas getrockneter Majoran, etwas gemörserter Kümmel (wer mag, auch ganzer), natürlich Pfeffer und andere Aromate hinzu.

Kurz vor dem Ende kommt noch etwas Frischkäse in die Suppe. Hier eine Sorte mit eingearbeitetem Merrettich. Abschmecken mit Salz wäre jetzt auch eine Idee, sollten Speck und Brühe noch nicht genug davon mitgebracht haben. Kartoffeln ziehen ja viel davon.

Trotz nur geringer Drehbewegungen haben sich sowohl die Kartoffeln (das war noch nach Plan) als auch der Rosenkohl (das sollte so eigentlich nicht) fast vollständig aufgelöst.

Zum Schluss (nicht nur für’s Auge) kommt noch etwas Grün auf die Suppe. Lecker. Wer ein paar Speckwürfel vom Anfang aufgehoben hat, kann auch die noch drüberstreuen.

Das Rezept ist natürlich auch in einem Topf möglich. Die Speckwürfel waren sowieso schon in einem, da hätte ich die Kartoffeln und die Brühe auch gleich hineingeben können. Der einzige wirkliche Nachteil der Topfgarung: Man muss selber umrühren. Der Vorteil: Man hat alles besser unter Kontrolle.

Wirsingkohlroulade (08.03.2019)

Die Woche verabschiedet sich mit einem freundlichen „Wirsing!“ (lautmalerisch schelmisch für Wiederseh’n!). Hier in Form einer Wirsingroulade mit Salzkartoffeln und Rohkost.

Die Kartoffeln waren trotz ihres Namens nicht für die gute Mineralstoffversorgung zuständig, aber irgendein Zubereiter im Rouladenumfeld muss gerade verliebt sein. Aber es ist ja auch Frühling.

Die Rohkost, fein gehackter „rosa Salat“ (formely known as Rotkohl), war auch wieder aufgehübscht.

Offensichtlich hat der Hersteller dieses Essens noch ein paar Mandarinendosen im Vorrat. 😉

Wieder haben wir bei der gesamten Mahlzeit den Effekt, dass das Auge nicht unbedingt mitisst, Zunge und Gaumen meldeten durchaus Wohlgefallen.

Mal sehen, was die nächste Woche so bringt. Vom Namen her könnte ich es zwar schon benennen, aber die Größe der Text-Bild-Schere ist ja das spannende.

Becheressen ohne Zimt

Außer der Reihe gibt’s heute mal Essen aus einem Becher. Das wird öfter passieren, wenn der Essenslieferant wieder out ist, da es einige Anbieter im nebenstehenden EKZ gibt, die Essen in der Form verkaufen.

Kleingehacktes als Topping, irgendwas mit Tomaten, Kürbiskernen, Weißkäse u.a. Darunter exotisches. Ich rühre mal um:

Bulgur mit irgendwas soßigem und Curry und Hähnchenbrocken und Obst und Gemüse. Ich hab’s mir mitbringen lassen, und lasse da dem Mitbringer gern etwas freie Hand.

Nun bin ich nicht so der große Curryfreund, aber es war lecker. Fruchtig, deutliche Currynote aber nicht scharf. Der Bulgur war gut, das Topping frisch. Ich hab’s das erste Mal gegessen und es wird nicht das letzte Mal gewesen sein.