Schwester! Pinzette, Kanüle, Spritze!

Ich gebe zu, die Überschrift ist für einen Kochblog nicht wirklich eindeutig. Aber mit eindeutigen Überschriften habe ich es ja nicht so. Das erste Bild bringt aber auch nicht mehr Aufklärung. Auf dem Teller liegen ein Milchaufschäumer und eine Spritze …

Als Beilagen finden sich im OP dann noch Ananassaft, Salz, Pfeffer, Olivenöl, Paprika und ganz weit rechts im Hintergrund Sweet-Chili-Soße.

So erklärt sich zumindest der Milchaufschäumer. Mit dem wird alles in dem Glas gut durchgemixt.

Anschließend wird es in die Spritze gefüllt oder aufgesogen. Das wichtige Ergebnis ist, dass es irgendwann innen drin ist.

Aber keine Angst. Der Koch haut sich das jetzt nicht in den Allerwertesten oder wo man es noch gern haben kann. Im konkreten Fall kommt es eher in den Schweinenacken, der eher so aussieht wie ein zu dick geschnittenes Nackenkotelett.

Mit etwas Feingefühl bekommt man einen Großteil des Spritzeninhalts intramuskulär ins Innere des Fleischstücks, etwas geht natürlich immer daneben. Wichtig ist, nicht mit zu großem Druck zu arbeiten, da sonst die Flüssigkeit unkontrolliert irgendwo herausspritzen kann.

Damit wäre dann fast alles vorbereitet. Von außen wird das Fleischstück noch mit Salz, Pfeffer, Öl und Paprika gewürzt.

Danach kommt es bei ca. 150°C Umluft in den Ofen.

Nicht wundern, dass meiner wie eine Mikrowelle aus sieht. Das ist eine, allerdings mit Heißluftfunktion, die ich hier nutzte.

Nach rund 30 Minuten sieht das Stück so aus.

Jetzt wird es noch mit etwas Honig bepinselt und nochmal gesalzen.

Dann gehts für ein Paar Minuten noch ab untern Grill.

Danach etwas Nachruhe und dann der Anschnitt.

Sehr saftig, auch innen würzig und sowas von saftig und zart. Das macht der Ananassaft. Guten Appetit.

Schmurgel, zisch, Farbe, mmmh

Ein armes Würstchen, das immer nur in Senf oder Ketchup getaucht wird. Noch ärmer dran scheint zu sein, wer Opfer eines Gemetzels geworden ist. Aber gerade in der Form sind wichtige Aufgaben besser zu erfüllen.

Das gemetzelte Würstchen, ein wenig geräuchtert kann sie gut sein (alternativ durchwachsener gewürfelter Speck), ist die Basis für ein buntes, sommerliches Gemüseintermezzo.

Die Gemüse werden mundgerecht gewürfelt und in die Pfanne gegeben, wenn die Scheibchen etwas Farbe genommen haben.

Rote Tomate, orange Paprika, gelbe Zucchini und grüne Gurke geben ihr Stelldichein. Salz, Pfeffer, etwas Tomatenmark und Paprikapulver kommen mit dazu, dann wird alles gut umgerührt.

Dann den Deckel drauf und alles so lange leise vor sich hin köcheln lassen, bis die Gemüse die gewünschte Konsistenz haben. 20 Minuten sind ein gute Ansatz. Danach sieht das dann so aus:

Ein paar Schnittlauchröllchen geben noch einen aromatischen Grünton, ein Spritzer Zitronensaft etwas Frische, nachdem mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt wurde.

Das Tellerbild ist nicht ganz so farbenfreudig gelungen, wie das Essen eigentlich aus sah. Petersilie hätte vermutlich auch besser dazu gepasst als Basilikum, deswegen ist der hier nur zur Deko und wurde vor dem Verzehr entfernt. Petersilie war leider nicht im Hause auffindbar.

Pollo pomodoro cipolla

Es ist doch immer wieder erstaunlich, was man mit dem Google-Übersetzungstool alles machen kann. Man gebe die drei Hauptzutaten ein, wähle eine Sprache, aus der das Gericht kommen könnte, und schon hat man einen Namen.

Das Gericht selber gehört zu den Zweipfannengerichten. Deswegen heizen wir schon mal beide vor.

In die runde kommt etwas Öl, aber erst, nachdem die Tomaten geviertelt und die Zwiebel gewürfelt ist. Die beiden Gemüse folgen dem Öl in die heiße Pfanne.

Das ganze wird etwas angeschmort, mit Salz, Pfeffer, Paprika (nach Wunsch) und etwas Zucker gewürzt.

Das Huhn, hier Innenfilets, wird gesalzen und gepfeffert. Dann kommt alles in eine sehr heiße Grillpfanne, da das Fleisch sehr schnell gart.

Umdrehen darf dabei natürlich nicht vergessen werden.

Dem Gemüse wird noch ein Spritzer Balsamicoessig beigegeben.

Wer die Pfanne heißer macht, kriegt auch eine schöne Kruste hin. Aber so wenig wie möglich umdrehen!

Dann kann auch schon serviert werden.

Etwas Basilikum oben drauf und etwas Creme Di Balsamico drumrum. Jetzt kochen wir mal schick. Guten Appetit.

Lust

Gerade habe ich richtig Appetit auf einen dünn geschabten gegrillten Lammhackbraten, veredelt mit einer Sauce Aioli, ergänzt durch eine Komposition fein gehobelter Rot- und Weißkohle auf knackigem Salat mit je einer Gurken- und einer Tomatenscheibe. Dazu ein Stück türkischen Brotes.

Die Frage ist: Welcher Dönerstand hat in einer Stunde noch auf …