Mein erstes Hefeweizen

Wer mich sieht, wird es nicht ahnen, wer mich kennt, weiß es: Ich trinke kein Bier. Das passiert aber nicht aus irgendwelchen abstrakten Gründen, die Biere, die ich bisher probierte, schmeckten mir einfach nicht.

Nun habe ich mir mal ein Hefeweizen, natürtrüb, gegönnt, schön kalt gestellt, in ein passendes Glas eingefüllt und bin es am wegnippen. Dran gewöhnen werde ich mich (noch) nicht, aber ich könnte mir vorstellen, gelegentlich mal ein weiteres davon zu nehmen. Prost.

Im Supermarkt habe ich auch dunkles Hefeweizen gesehen. Mal die Kenner gefragt: Wo liegt denn da der geschmackliche Unterschied?

Topf sauber, Ehec tot, Pasta (irgendwann) lecker

Was macht man, wenn man Cocktail-Tomaten unbekannter Herkunft und einen leicht angelaufenen Topf hat? Man versucht, beide Probleme mit einmal zu lösen. Der Ablauf in Stichpunkten:

  • Topf erhitzen
  • eine große Schalotte oder eine kleine Zwiebel würfeln
  • 4 EL Olivenöl in den Topf
  • Zwiebelwürfel dazu und leicht anschwitzen
  • gewaschene Tomaten vierteln und in den Topf geben
  • alles gut durchköcheln lassen, immer wieder umrühren
  • mit Salz, Pfeffer, Zucker, ggf. ein paar Spritzer Balsamico-Essig oder Crema di Balsamico würzen
  • bei kleiner Hitze 10 Minuten köcheln lassen, gelegentlich durchrühren
  • den Topfinhalt pürierstabmixern
  • nochmal aufkochen lassen
  • in gefriergeeignete Gefäße portionsweise abfüllen, abkühlen lassen, einfrieren
  • Topf ausspülen

image

Der angenehme Nebeneffekt ist, dass der Topf hinterher sauberer ist als vorher. Das ist mir beim Kochen von Tomatensoße aber schon öfter aufgefallen.

Wer mag, kann auch eine (getrocknete) Chilischote mit kochen, sollte sie aber der Auffindbarkeit wegen vor dem Stabmixern herausnehmen. Dann wirds eben Sugo arrabiata.

Die Soße kann man einfach so über gekochte Pasta, auch Tortellini o. ä., geben; diverse Einlagen sind natürlich ebenfalls denkbar, von Paprikasalami über angebratene Hackbrösel bis zu diversen Kräutern.

Deutsche Grillbeilage trifft indischen Subkontinent

Spontane Kochexperimente sollten besser geplant sein. Oder zumindest bei entsprechendem Entschluss besser protokolliert werden. Deswegen wird es mal wieder etwas schwierig mit der Zutatenliste, vor allem, was die Mengen betrifft.

image

Auf dem Bild zu sehen ist, man erkennt es sicher auf den ersten Blick, Kartoffelsalat. Dazu wurden gekochte Pellkartoffeln gepellt, in Scheiben geschnitten und in eine Schüssel gegeben. Als nächstes kam in eine Pfanne mit etwas Öl eine klein geschnittene Schalotte (ich ließ sie in Ringe, aber letztendlich ist es wohl irrelevant) und als diese glasig angeschmurgelt war noch das gewürfelte (5-10 mm) Fruchtfleisch von zwei Nektarinen. Als diese auch leicht karamellisiert waren, wurde der Pfanneninhalt mit 2 bis 3 guten Esslöffeln gelber Currypaste verrührt und ein paar Minuten gut durchgekocht. Die Pfanne wurde dann vom Herd genommen, die Masse mit ca. 100 g Naturjoghurt vermengt und anschließend über die Kartoffeln gegeben, wo alles vorsichtig, aber wirksam verrührt wurde (die Kartoffelscheiben sollten schon erkennbar bleiben). Zum Schluss wurde noch, weil das ganze eine leicht säuerliche Note hatte, mit etwas Zucker abgeschmeckt.

Dieser Kartoffelsalat schmeckt sowohl warm als auch kalt. In der letzteren Form wurde er u.a. einem Praktikanten als Versuchskaninchen angeboten, der Wohlgeschmack bestätigte. Allerdings ist er auch ein großer Curryfan.

Vorsicht vor dem Pommernteufel

Bei einer von mir normalerweise gemiedenen Fleischerei erstand ich unlängst ein paar “feurig scharfe Pommernteufel”, in der Proportion einer Bockwurst, aber nur gut fingerlange Würstchen, deren Bissfläche ein wenig an leckere Krakauer in Naturdarm erinnert, aber sonst nichts mit ihnen gemein hat.

Unter der Voraussetzung, dass diese Pommernteufel entweder unge- oder gekocht verzehrt werden, waren die getesteten Exemplare einfach nur bäh.

  • feurig: nein
  • scharf: nein
  • lecker: nein
  • schleimig: ja
  • knorplig: ja (unvorsichtigen schwungvollen Kauern könnte es eine Krone kosten)

Ich habe auch noch nie ein so getrübtes und verflocktes Würstchenkochwasser gesehen wie diesmal (zumindest nicht bei der gleichen Anzahl der Würstchen). Zu schade um den Senf, der das Verkosten begleitete.

Die Anti-Kater-Suppe ohne Katze

Wo ist der Fotoapparat, wenn man ihn mal braucht? Natürlich nicht da. Aber manche Sachen sind doch zu ungewöhnlich, als dass man nicht doch wenigstens über sie schreiben sollte. Wer hat schon mal eine Salzgurkensuppe gegessen?

Ich! So kann ich ab sofort antworten. Anderswo schrieb ich schon mal über die Quelle von vielfältigen Suppen, die es in Neubrandenburg seit einiger Zeit gibt. Heute wurde als Tagessuppe eine Salzgurkensuppe kredenzt: Gemüsebrühe mit Karotten, Kartoffeln, Spinat und eben überwiegend Salzgurken. Die sind aber etwas früh in die Brühe gekommen, durch die Säure garten die Kartoffeln nicht weiter und waren noch ein wenig al dente.

Für den, der Salzgurken mag (oder zur Fütterung eines Katers braucht), ist die Suppe eine leckere Angelegenheit. Der Spinat darin ist ggf. verzichtbar, kommt er weder optisch und geschmacklich gegen die übrigen Bestandteile an. Eine bindende Einlage, vielleicht Reis, Graupen, Buchweizen oder auch Polenta, wäre auch eine Idee gewesen.