Grünes Licht für gutes Essen

Die Situation könnte im Moment nicht eigentümlicher sein. Wobei, anderswo ist es völlig normal. Sehen wir uns zum Beispiel Berlin an. Um zum Beispiel von Spandau nach Schönefeld zu kommen, fährt man als erstes auf eine Bundesstraße, von dort auf eine Autobahn und dann wieder auf eine Bundesstraße, um ggf. anfangs und endlings diverse Nebenstraßen zu passieren. In einer mecklenburgischen Kleinstadt ist es zur Zeit recht ähnlich. Um zum Beispiel vom Neuen Markt zum Alten Markt zu kommen, fährt man eine Landstraße, eine Bundesstraße, eine Autobahn, wieder eine Bundesstraße und dann eine städtische Straße lang.

Aber das ist nicht das einzig besondere in diesem Ort. Touristisch recht gut erschlossen und entsprechend gut gelegen – die angesprochene städtische Straße führt praktisch über einen See – lohnt nicht nur der eine oder andere Spaziergang, auch die Einkehr lohnt durchaus. Dafür steht unter anderem ein italienisches Restaurant zur Verfügung, dass in vielerlei Hinsicht durchaus positiv aufzufallen weiß. Ein gefühlt vielköpfiges Team, vom Patrone bis zur Azubi(e)ne, kümmert sich aufmerksam und zuvorkommend um die Gäste. Das scheint sich aber schon herumgesprochen zu haben. Will man zu einer Zeit dort essen, wo andere auch gern essen gehen, empfiehlt sich eine Reservierung. Aber hier wird ermöglicht, was nur zu ermöglichen geht, und wenn der Patrone seinen Stammplatz verlassen muss, weil er – der Platz – für Gäste gebraucht wird.

In einer Zeit, wo man sich fast fragen kann, wie sie so schnell auf den Teller kam, stand die Vorspeise zusammen mit einem kleinen Gruß aus der Küche auf dem Tisch: Carpaccio. Zart und rosa, mit ebenso hauchdünn geschnittenen Champignonscheiben belegt, fand man das Rinderfilet unter einem Mount Rucola, der so hoch war, dass die Spitze beinahe vereist und beschneet aussah. Es waren dann aber doch “nur” Hobelspäne Parmesans. Das Restaurant scheint über einer Rauke-Mine errichtet worden zu sein, huschten doch während des gesamten Essens ungezählte Salatschalen mit Rucola in den Gastraum. Eine davon konnte genauer untersucht werden und siehe da, unter dem Rucola fanden sich durchaus noch andere salatwürdige und ausgewiesen frische Zutaten.

Die Hauptgerichte entsprachen den Erwartungen, was in dem Zusammenhang als Positivum zu vermerken ist. Das Steak war auf dem gewünschten Punkt, die dazu gereichte Soße lecker und der – Hatte ich ihn schon mal erwähnt? – Rucolasalat knackig. Auf der anderen Seite erwiesen sich die Spagetti frutti di mare ebenfalls als besser als der bisher erlebte Durchschnitt. Was ebenfalls positiv auffiel: Im Gegensatz zu anderen Restaurants verdurstet man hier nicht. Oben schon einmal positiv erwähntes Serviceteam hatte auch die Augen auf den Gläsern, so dass hier, als vom Einblick her der Boden sichtbar wurde, die nachfraglich bestätigte Neufüllung erfolgte. Hier deutet sich aber auch das kleine Manko des Restaurants an: Die Getränkepreise scheinen sich eher an der oberen Grenze des Üblichen zu orientieren. Durstig sollte man also nicht hingehen. Hungrig geht schon: Ich weiß nicht, ob ich es schon erwähnt hatte, aber es gibt Berge von Rucola …

Bei den hoffentlich ansteigenden Temperaturen wird die Nutzung der Terrasse des Restaurants umso interessanter, hat man doch von dort einen schönen Blick über den Malchower See. Womit das Rätsel über die Stadt auch gelöst ist: Malchow. Durch eine Baumaßnahme an einer Drehbrücke hat die Umleitung zwischen Alt- und Neustadt die oben erzählte Form. Nähert man sich der Inselstadt von Waren aus, ist der Weg antscheiden unkomplizierter. Hinter der Tankstelle in Richtung Malchow abbiegen, das Kopfsteinpflaster und dann den Damm über den See genießen und spätestens an dessen Ende einen Parkplatz suchen, das “Don Camillo” ist dann gleich das erste Haus auf der linken Seite.

Immer dem grünen Leuchten des Rucolas nach …

Mit der flotten Biene ins Ausflugslokal

Das klassische Ausflugslokal scheint doch eher ein Auslaufmodell zu sein. Das wundert nicht, ist doch das Geschäft mit dem Ausflug eher ein Saisongeschäft, von dem es sich schlecht leben lässt. Außerdem ist der Ausflug selbst auch nicht mehr das, was er mal war, was das Betreiben dazugehöriger Lokale auch wieder unwahrscheinlich werden lässt. Tuckerte man mit einem Dampfer zum Beispiel über den Tollensesee oder schwang sich auf den Drahtesel, war man in ein bis zwei Stunden in Nonnenhof, trank seine Brause, aß sein lauwarmes Würstchen, nahm einen Kaffee zu sich oder inhalierte noch ein Stück Kuchen. Man genoss noch ein wenig die Natur und machte sich wieder auf den Heimweg.

Heutzutage schwingt man sich eher mal in sein Auto, fährt ein bis zwei Stunden durch die Gegend und landet auch wieder am Wasser. Man stellt das Auto ab, vertritt sich ein wenig die Füße am sandigen Strand oder der Seebrücke, erkundet vielleicht auch noch den Ort, wo man dort ist, und kehrt dann in eine Gaststätte oder in ein Restaurant ein, dass einen in seinen Bann gelockt hat. Das hat dann mit “Ausflugslokal” nichts mehr zu tun, auch die Zeit von Bockwurst mit Limo sind erfreulicherweise vorbei.

In angenehmer Atmosphäre wird man sehr freundlich empfangen, Tische stehen bereit, Stühle ebenso. Von den meisten kann man durch die großen Glasfenster auch wunderbar aufs Meer schauen. Die Speisekarte wird gereicht, und auch auf die Tagesgerichte – zwei Menüs und eine Suppe – wird verwiesen. Trotz angenehmer Übersichtlichkeit ist die Karte vielfältig, so findet man sicher was. Der Tipp: Als Vorspeise mal die Tagessuppe probieren. Ihr Vorteil scheint zu sein, dass sie frisch zubereitet wird. Im konkreten Fall war es eine Soljanka, deren Fleisch durch die fehlende Tiefkühllagerung nicht fasrig zerfroren war und dessen Gemüse noch Substanz hatte. Der zerkaute Piment enthielt seine geballte Würzigkeit.

Was die Vorsuppe andeutete, wurde im Hauptgericht bestätigt. Natürlich sind Nudeln mit Tomatensoße und Einlage oder Ofen-Lachs mit Stampfkartoffeln keine hohe Küche, aber auch sie wollen handwerklich korrekt zubereitet werden, was auf das vorzüglichste gelang. Nudeln al dente, Stampfkartoffeln lecker, das richtige Maß Soße mit dem richtigen Maß Würze, Garnelen weich ohne Anflug von Gummi, Lachs saftig und Service immer aufmerksam aber nicht aufdringlich. Was will man mehr?

Ein Wort auch noch zu den Portionen: Wenn der Gast nach Vorspeise und Hauptgericht ohne schlechtes Gewissen über ein Dessert nachdenkt, weil dies den guten Eindruck eigentlich nur noch abrunden kann, dann hat die Crew in der Küche ihre Aufgabe perfekt erledigt. Hier werden nicht unnötig mittelprächtige Voll- oder Halbconveniencen auf den Teller gehäuft, sondern gute Produkte zu einer angenehmen Mahlzeit vereint. Eigentlich hat das Restaurant des Hotels Seebrücke in Lubmin nur einen wesentlichen Nachteil: Man kann nicht pointiert drüber lästern.

Von allem ein bißchen zu viel (aktualisiert)

Die Story ist einfach und schnell erzählt: Wir fuhren in die andere Stadt, um gleich am Ortseingang griechisch essen zu gehen. Dort angekommen stellte sich heraus, dass es das Restaurant gar nicht mehr gab. Plan B lag aber auch schon bereit, und wurde eigentlich schon auf der Fahrt zu Plan A. Aber der Laden war, wie wir beim Ankommen enttäuscht feststellten, wegen Betriebsferien geschlossen. “Januar in Mecklenburgs Touristenhochburgen” … so könnte man als Titel darüber schreiben.

Aber selbst in den sommerlichsten Zentren ist auch im Winter etwas Betrieb. So landeten wir letztendlich beinahe auf dem Allerwertesten, weil es am Eingang zum Steakhaus der letzten Wahl höllisch glatt war. Aber drinnen war es warm, trocken, nicht allzu voll, gemütlich und später auch beinahe sommerlich, als die Sonne über den Haussee durch die wintergartenartigen Fenster schien und die Gäste innerlich wie auch äußerlich erwärmte.

Wobei, so ganz ungetrübt war der Blick durchs Fenster nicht. Man sah die Rückseite eines bereits besuchten Restaurants. Das hätte ein Zeichen sein können. Wurde es aber nicht, zumindest nicht in den Sinne. Der Service im Restaurant war zuvorkommend, ging auf Kundenwünsche ein, bemerkte aber auch nicht jede “Unachtsamkeit”. Wenn ihr auch mal wieder essen seid und bestellt einen Salat als Vorspeise, lasst beim Abräumen die Gabel auf dem Teller und wartet, ob man euch zum Hauptgericht eine neue bringt. Im konkreten Fall sei gesagt: Gut, dass wir zu zweit an einem für vier Leute eingedeckten Tisch saßen.

Apropos Salat: Kommen wir zur Überschrift dieses kleinen Artikels. Bestellt ein Gast einen Salat und ein Hauptgericht, sollte doch davon ausgegangen werden können, dass er auch beides zu essen beabsichtigt. Aber nein: Der Teller, der auch gut als Unterlage für eine Familienpizza ausgereicht hätte, wurde berghoch mit – durchaus leckerem – Salat behäuft. Das vielzitierte afrikanische Eingeborenen-Dorf hätte davon sicher wieder wochenlang leben können. Dafür waren die dazugehörigen Fleischstreifen (=Fitzel) schön entwässend angewärmt worden. Knusprig wäre bei dem vielen Fleischwasser auch nicht möglich gewesen.

Es gab natürlich auch Suppen als Vorspeise. Damit man das nicht durcheinander bringt, stand auf der Tasse auch noch Suppe drauf, was mich an einen alten Witz erinnert.

Fragt der Tierladeninhaber die Kunden: “Soll auf den Napf noch ‘für den Hund’ oder der Name des Hundes graviert werden?”
Meint die Kundin: “Nicht nötig. Mein Mann trinkt kein Wasser und der Hund kann nicht lesen.”

Die Suppe, obwohl recht wohlschmeckend, hätte so in den USA vermutlich nicht serviert werden können. Oder das Restaurant wäre wegen Körperverletzung zu Millionenentschädigungen verklagt worden (“Heissssssssssssssss!”). Die weitere Qualität der Tasse war übrigens, diese Hitze längstmöglich zu halten.

Wenn man in ein Steakhaus geht, kann man ja auch mal Steak essen. Das taten wir, und so landeten ein Rip Eye- sowie ein Filetsteak auf den Tellern, begleitet von einer Backkartoffel mit SourCream und etwas Garnitur. HIer setzte sich das schon im Titel beschriebene Konzept vom “zu viel” weiter fort: SourCream gab es reichlich (was allerdings positiv zu bewerten ist), das Rib Eye-Steak hatte zwei Augen und beim Filetsteak waren die Augen wohl größer als der Magen. Bis auf die Besonderlichkeiten war das Fleisch aber in Ordnung und handwerklich gut zubereitet. Zum Filetsteak sollte es zusätzlich ein paar angebratene Zwiebeln geben. Bei Verzehr der angebotenen Menge – und ich zitiere den Esser aus einem Facebook-Kommentar – hätte es hinterher “durchaus zur Vernichtung weiter Teile der Warener Innenstadt hätten führen können. Stichwort: Methangasexplosion”. Wenn man sich ein paar Röstzwiebeln auf ein Steak legt, sollte man es darunter doch noch sehen können.

Handwerklich gut zubereitet war übrigens auch die Getränkekarte, die als laminiertes Exemplar den Tischen und Gästen als Platzsets diente. WeinkartePassend vor allem die Symbolbilder. So festen Rotwein hatte ich lange nicht gesehen. Aber man lernt ja nie aus. Aber so passte die Getränkekarte vermutlich auch besser zum Speisenexemplar dieses argentinischen Steakhauses, dass neben passenden Gerichten auch Pizza u.ä.. feilbot. Aber man soll ja auch multikulturell eingestellt sein und so wollen wir es tolerieren, zumal die Bedienung sich m.E. herkunftstechnisch aus dem arabischen Raum in dieses Gesamtkunstwerk einreihte. So fehlte auf der Karte nur noch Chop Suey oder eine vergleichbare Gerichtspalette, wie ich es in einem anderen Steakhaus schon mal sah (oder war es ein Italiener mit argentinischen Steaks und Chop Suey auf der Karte? Ich weiß es nicht mehr.

Zurück zum aktuellen Fall. Ein zuviel war auch die Zeit danach, denn ich vergaß, mir den Namen der Einrichtung zu merken. Aber ich denke, die Warener Strandstraße hat wenige Steakhäuser mit Blick auf die Binnenmüritz. Das Steakhaus Mendoza in der Warener Strandstraße ist vor allem für ausgehungerte Gäste sehr zu empfehlen. Eine strapazierfähige Verdauung oder eine gute Auswahl der Speisen darf auch angeraten werden.

Mit dem Gyro(s)kop(ter) unterwegs

Der Name Gyroskop kommt als Wort ja aus dem griechischen (γύρος “Drehung” und σκοπεῖν “sehen”). Gyrokopter sind sogenannte Drehflügler, die im Gegensatz zum Hubschrauber zwar einen Rotor oben haben, der Antrieb erfolgt aber durch einen Propeller oder etwas ähnliches. Der Rotor hat keinen Motor. Aber die flugtechnischen Gedanken führen etwas vom Thema ab. Setzen wir uns also in das Fluggerät, mit dem Gyroskop am Auge, also mit dem Drehfleischsucher, und entdecken griechische Speise.

Das ist, wenn man gewisse Qualitätsansprüche unterstellt, gar nicht so einfach. Zweimal luden in der letzten Zeit entsprechend gastliche Stätten zur Einkehr ein, und, um das Ergebnis vorweg zu nehmen, es wird bei den jeweils einmaligen Besuchen wohl auch bleiben, wenn auch aus völlig verschiedenen Gründen. Vernünftiges Gyros ist in der Region augenscheinlich Mangelware, wo bei es, wäre es wirklich durch eine Mangel geraten, Dönerfleisch nicht unähnlich geworden wäre.

Verkehrsgünstig gelegen ist das griechische Restaurant in Prenzlau: Es hat seinen eigenen Bahnhof. Ob es daran lag, dass das Gyros ein bisschen so aussah, als ob es mehrfach überfahren, war nicht nachzuprüfen. Gut gesprengt war es jedenfalls. Während die Aromen durchaus anzunehmen waren und die herzliche Atmosphäre fast schon ins Intime ging (Ringelpitz mit Anfassen), war die Konsistenz des griechischen Fleischgerichtes entweder völlig vom Weglassen eines Drehspießes bestimmt, oder man hat sich große Mühe gegeben, das im nachhinein zu kaschieren.

Völlig anders zeigte sich das Gyros im griechischen Restaurant in Weisdin. Die Struktur erinnerte schon eher an das, was man erwarten kann. Erfreulich war auch zu nennen, dass die manchmal doch etwas sperrigen Gemüsezwiebelringe fehlten, die anderswo wohl zur Standardausstattung gehören. Auch war das gesamte Gericht sehr ausgewogen gewürzt: Was den Pommes an Salz fehlte, war dafür im Fleisch überreichlich vorhanden. Vielleicht machte es auch dadurch einen etwas angetrockneten Eindruck, hat Salz doch eine hygroskopische Wirkung.

So bleibe ich weiter auf der Suche nach einem Laden – mittlerweile muss es auch kein Imbiss mehr sein – der ein geschmackvolles, leckeres Gyros anbietet. Mit der Frage nach einem entsprechenden Laden hat ja mal der Blog “RundumGenuss” beinahe angefangen … Es war der 4. Artikel überhaupt.

Gourmand-Wellness

Was gehört eigentlich zu einem schönen Urlaubstag? Entspannung, Erholung, etwas Aufregung, genussvolle Momente, Meditation, schöne Gespräche, lecker Essen und Zeit. Dafür steht man auch schon mal gern etwas früher auf. ;-) So passierte es mir heute, auch wenn das Wetter eigentlich nicht dazu einlud, es als schönen Urlaubstag zu definieren. Grau, Regen, wenn auch nicht unbedingt zu kalt.

Wer mal schön entschleunigt Auto fahren möchte, mache sich relaxt auf den Weg in die Hauptstadt. Berlin über die B96 zu erreichen sorgt für Entspannung, beinahe Meditation und gemütliche Stimmung. Hat man die Landesgrenze zu Brandenburg hinter sich gelassen, bringt das Autoradio meist garantiert irgendeinen Sender mit der persönlichen Lieblingsauswahl der Musik. Dann die große Tempo-80-Zone, die bis zum  Autobahnring reicht. Das erholt. Vor allem, wenn man a) weiß, dass man Zeit hat und b) ausreichend Lkws unterwegs sind, die zur weiteren Verlangsamung der Fahrt führen.

Der Berliner Stadtverkehr ist dann doch schon etwas aufregender, vor allem, wenn man bemerkt, dass die Google Navigation nicht nur ständigen Funkempfang bevorzugt, sondern auch freie Sicht nach oben für die GPS-Satelliten. Die Tunnelführung der A100 und der A111 reizen zum navigatorischen Blindflug. Erstaunlich: Das erste Mal habe ich den Übergang zwischen den beiden Autobahnen fehlerfrei und ohne Probleme erwischt, auch wenn mir das erst hinterher auffiel. ;-)

Kennt ihr die Situation: Die Oma greift dem Enkel mit einem kneifenden Griff in die Wange. Was passiert eigentlich, wenn man das zu oft macht. Oder zumindest öfter als üblich? Was passiert dann mit der Wange? Ich weiß es nicht. Was mit einer Ochsenwange passiert, wenn man sie aufs feinste schmort, mit handgeschabten Spätzle und einer aromatischen Rotweinsoße versieht und den Teller mit Scheiben violetter Möhren und Feigen ergänzt, durfte ich im Essen fassen erleben. Dabei war die Entscheidung für dieses Gericht nicht einfach, wird da doch noch viel mehr leckeres Angeboten. Auf der täglich aktualisierten Speisekarte (je nach Verfügbarkeit der immer frisch zubereiteten Zutaten) fand sich auch ein 4 Stunden gegarter, ergänzend gebratener und mit Teriyaki-Soße veredelter Schweinebauch, der an Linsengemüse eine Versuchung wert wäre. Leckere Suppen, salatige Vorspeisen und edle Desserts ergänzen die übersichtliche Karte.

Solltet ihr diesen Ausflug auch mal machen wollen: Tut das! Erwartet aber nicht das gleiche Essen, was ich eben beschrieben habe, es wird was anderes geben. Das wird aber auch lecker sein. Interessant für mich war übrigens eine kleine individuelle Verkostung, der ich beiwohnen durfte. Chefkoch Norbert experimentierte mit einem Fischgericht, das keinen Fisch enthielt. Verbrauchertäuschung stand dabei natürlich nicht auf dem Programm. Erstaunlich: Geschmack und Mundgefühl entsprachen einem wohlschmeckendem Bratfisch (ohne, dass ich die genaue Sorte benennen könnte, es müsste ein größerer Fisch gewesen sein), was sich auf dem Teller befand war aber so absolut grätenfrei, weil aus Nori-Algen (das Grüne, was bei Sushi gern mal drumrum ist), Tofu und Champignons nunmal keine Gräten erwachsen, auch nicht bei der Verwendung von Teriyaki-Soße. Hmm. Vielleicht sollte man da mal eine Folge EiTV draus machen, um den Nichtfischessern ihre Fischangst zu nehmen.