Tüfften mit Geschmack

Bei der Zubereitung von Kartoffeln geht es manchmal auch darum, den Erdäpfeln noch etwas zusätzlichen Geschmack mitzugeben. Die Salzkartoffel ist da wohl das einfachste Beispiel, aber auch die Garung in der Schale – als Pellkartoffel – oder das Anrösten – Bratkartoffel – oder die Zugabe von Kräutern – Petersilien- oder Rosmarinkartoffel – sind durchaus nicht unbekannt. Neulich las ich auch mal irgendwo über geräuchterte Stampfkartoffeln (die gekochten Kartoffeln wurden vor(!) dem Stampfen noch mit heimischen Möglichkeiten geräuchert). Das Dämpfen über oder auch das Garen in einer Gemüse- oder Fleischbrühe sind ebenfalls noch Beispiele der Aromatisierung.

Da mir für die folgende Zubereitungsart die Ideen erst spontan beim Kochen einfielen, gibt es keine Anfangsbilder; aber, wie man Kartoffeln in Würfel schneidet, sollte jedem hinreichend bekannt sein. Zu diesen sollte es neben den eigenen Röstaromen auch noch ein paar fleischliche geben, ohne erst eine Brühe zu ziehen. Die Idee: In einer heißen(!) Pfanne wird etwas Fleisch zusammen mit den Kartoffelwürfeln scharf angebraten, dann alles zum Garen des Fleisches in den Ofen geschoben und abschließend geschaut, was noch zu tun ist. Beim Garen im Ofen tritt ja gern auch etwas Fleischsaft aus, der dann durch die Kartoffeln aufgenommen werden kann. Essenz pur sozusagen.

Genau so wurde es dann auch gemacht. Kartoffeln klein geschnitten, Fleisch in der Pfanne angebraten, Würfel dazu gegeben, Fleisch einmal umgedreht, noch etwas weiter angebraten, alles für eine halbe Stunde bei 95°C in den Umluftherd gestellt und dann der Weltöffentlichkeit präsentiert.

Frisch aus dem Ofen

Das Fleisch wurde der Pfanne entnommen und warm gestellt. Danach wurde das Kochgeschirr wieder nachhaltig erwärmt und die Kartoffelwürfel damit fertig gegart. Dabei wurde darauf geachtet, dass sie sich mit den Fleischsaaftresten in der Pfanne verbanden.

Kartoffeln fertig braten

Dabei wird der Pfanneninhalt (später dann auch das Fleisch auf dem Teller) gesalzen und gepfeffert.

Kartoffeln sind fertig

So wird aus dem Kartoffeln auch mal was völlig anderes. Und wenn man für die Erzeugung der fleischlichen Röststoffe und Säfte nicht irgend ein Fleischstück, sondern zum Beispiel ein Entrecôte vom Fleischer seines Vertrauens nimmt, dann wird das ganze auch zu einer leckeren Mahlzeit, dem eigentlich nur etwas grünes oder der Klecks einer Soße fehlt.

Entrecôte mit Röstkartoffeln

Zart und rosa war das Innenlegen des auch als Rib-Eye-Steak bezeichneten Fleischstücks. So lass ich mir das Abendbrot schmecken. Eigentlich wollte ich ja einen Feldsalat dazu servieren, aber die Kartoffeln lagen schon einige Tage in der Küche und harrten ihrer Zubereitung, so dass sie jetzt dran waren. Der Feldsalat schmeckt morgen auch noch.

 

Salat aus gegrillten Zucchini an Rib-Eye-Steak

Ein Twitter-Koch kann nicht kochen. Also eigentlich kann er kochen, aber im Moment nicht. Da ist irgendwas mit der Schulter. Also kochen andere für ihn. Hier mein Versuch, und der beginnt mit Datteltomaten und kleinen süßen Paprika.

Zutaten Da daraus ein Dressing werden soll, kommt die Limette dazu. Außerdem Salz, Pfeffer und eine Prise Zucker.

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Alles kommt in einen püriergeeigneten Becher und wird püriert – wer hätte das gedacht? Währenddessen kommt auch noch gutes Olivenöl (konkret: aus der Toskana) hinzu. Ein guter Schuss. Es soll ja eine gute Soße werden.

Die Soße

Die wird abgeschmeckt und dann beiseite gestellt.

Fürs Grillen versetzen wir eine Zwiebel und eine Zucchini (Gurke geht auch) in einen Scheibenzustand und beölen sie etwas.

Scheiben von Zucchini und Zwiebel an Öl

Jetzt wird gegrillt. Dazu kommt das vorbereitete Fleischstück auf den Grill oder in die Grillpfanne und wird sachgerecht zubereitet.

Rib-Eye-Steak in der Grillpfanne

Fängt an, das Fett ein wenig auszulaufen, können die Zwiebelscheiben schon mit in die Pfanne, um die Aromen aufzunehmen.

Zwiebeln mit dazu

Natürlich darf nicht vergessen werden, das Fleisch zum richtigen Zeitpunkt umzudrehen.

Fleisch gewendet

Dann wird die andere Seite gegrillt, bis der gewünschte Gargrad des Fleisches erreicht ist. Dann wird es auf einen zum Entspannen aus der Pfanne entfernt und durch die Zucchinischeiben ersetzt.

Zucchini in die Pfanne

Die werden jetzt al dente oder auch garer gegrillt, wie es gewünscht ist, ggf. sollte man aber die Zwiebeln schon mal in eine Schüssel geben, bevor sie verbrennen.

Zucchini mit Grillspuren

Sind die Zucchini so, wie ihr sie mögt, kommen sie zu den Zwiebelringen in die Schüssel.

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Dann kommt das Tomatensoßendressing dazu und alles wird gut mariniert.

Soße dazu

Dazu hilft es, wenn man den Schüsselinhalt gut durchrührt.

Umgerührt

Dann wäre alles so weit und es kann angerichtet werden.

Fertig

Lauwarmer Salat aus frisch gegrillten Zucchini mit Tomaten-Limetten-Olivenöl-Dressing an Entrecôte. Guten Appetit.

Das Dressing könnte etwas dickflüssiger sein. Etwas Salz tat dem Gericht beim Verspeisen auch ganz gut. Aber sonst: Gute Besserung Ponte.

Frisches und Reste

Heute habe ich nur ein Bild für Euch, aber es wurde auch nur aufgewärmt und gegrillt, was hier im Blog nicht das erste mal passiert.

Steak an Bohnen-Tomaten-Kartoffel-Gemüse

Das Steak kam frisch vom Grill (also meiner Induktionsplatte/Grillplatte-Kombination, das Gemüse ist das, nur aufgewärmt. Kräuter wurden gerade vom Gewitterschauer bewässert und waren unerreichbar. Mahlzeit.

Ein Auge auf den frischen Salat geworfen

Die einfachsten Gerichte bedingen die besten Ausgangszutaten, lebt doch der Geschmack und der nachfolgende Genuss nur von ihnen. Das gilt vor allem bei den ganz einfachen Gerichten, aber wo soll schließlich der Geschmack kommen, wenn er in den Ausgangsmaterialien nicht schon drin ist. Die sind im konkreten Fall denkbar einfach: Pflückfrischer Salat aus dem elterlichen Garten, ein Rib-Eye-Steak, Salz und Pfeffer. Das Ergebnis kann sich sehen lassen und bedarf keiner weiteren Erläuterung:

Rib-Eye-Steak auf Salat

Einfach. Natürlich. Lecker.

Ein Auge auf der Sieben

Na, dann wollen wir mal sehen, ob ich es noch kann: Kochen, fotografieren, essen und schreiben. 😉

Der Frühling kommt, also ist es Zeit, mal wieder den Grill anzuwerfen. Dem grauen Wetter des heutigen Tages geschuldet, steht der aber nach wie vor in der heimischen Küche und ist eine Kombination aus Grill- und Induktionsplatte. Aber das ist ja nichts neues.

Übrigens ist die Überschrift, wie meistens hier, nicht ganz richtig. Besser wäre gewesen: Eine Sieben auf dem Auge. Das hätte aber vermutlich noch mehr verwirrt. Die Auflösung ist aber – wie immer – ganz einfach:

Steak und Gewürz

Wir sehen die Gewürzmischung „Sieben“, die sich hervorragend unter anderem für Gegrilltes eignet, und ein Rib-Eye-Steak, laut Verpackung mindestens 15 Tage gereift, schön durchwachsen und lecker anzusehen. Dies entdeckte ich beim samstäglichen Einkauf in einem Supermarktregal und musste es gleich mal testen. Bisher lag der Laden nicht unbedingt auf meiner Einkaufsroute … das könnte sich ändern.

Das Stück Fleisch erwärmte sich nach dem Einkauf in aller Ruhe auf Zimmertemperatur, um dann ganz entspannt etwas plattiert und dann gewürzt zu werden. Die Grillplatte wird entsprechend der Dicke des Fleischstücks vorgeheizt. Weder Fleisch noch Platte werden geölt.

Angrillen

Nun heißt es abwarten. Diese Zeit kann natürlich auch sinnvoll genutzt werden. Etwas Romanasalat wird auseinandergenommen und zwei Tomaten werden geviertelt. Aus Balsamico-Essig, Olivenöl, Salz, Pfeffer, Zucker, Senf und einem kleinen Schuss Orangensaft wird ein Dressing zusammen gerührt. Dabei haben wir natürlich immer das Fleisch im Auge, genauer gesagt eine der Außenkanten. Ist es hier bis auf halber Höhe grau, wird gewendet.

umgedreht auf dem Grill, aber nur einmal

Jetzt heißt es wieder warten und ab und an die Fingerprobe zu machen, wie weit das Fleisch ist. Aus den vorbereiteten Beilagen kann man auch schon mal einen schicken Teller fertig stellen. Hat das Fleisch die gewünschte Durchigkeit (=Garstufe) erreicht, kann angerichtet werden.

klassisch: Steak mit Salat

Nicht sofort rauf stürzen! Zum einen soll sich das Fleisch noch entspannen, außerdem soll das Meersalz, mit dem man das Stück noch bestreut hat, auch wirken. Aber dann kann angeschnitten werden.

rosa - die Modefarbe für Fleisch

Guten Appetit. Das Fleisch war butterzart und selbst das Auge war köstlich, was bei Rinderfett nicht immer der Fall ist.

Übrigens: Wer „Sieben“ nicht sein eigen nennt, kann es gern im Internet kaufen. Steakpfeffer einer Marke Eurer Wahl oder eigener Mischung tut es aber sicher auch.