Kalt und gut

Den Rest der Woche erfolgt die Mittagsversorgung über einen kantinösen Bringversorger. Also: Essen in Alu.

Auch wenn das gewollt kalte Spiegelei etwas verunglückt aussieht, war das Essen überraschend nett angerichtet. Der Kartoffelsalat (o. l.) war frisch und kräuterig, er schwamm zwar ein wenig, aber es war keine schwere Mayo.

Der Weißkrautsalat war mit Ananasstücken aufgepeppt, passte also ins Essenskonzept des Lieferanten, der Möhrensalat (frühere Erfahrung) bspw. mit Mandarinen ergänzt.

Das Schnitzel war ein Industrieschnitzel. Aber was habe ich auch anderes erwartet.

4 Gedanken zu „Kalt und gut“

  1. Moin, Dirk, das, was Du hier in den letzten Postings veröffentlicht hast, habe ich vor etwa 5 Jahren zu mir genommen. Da hatte ich sehr oft bei Lieferservices bestellt, aber auch mein Foodblog nicht so oft gepflegt mit Blogbeiträgen. Nun, das habe ich mittlerweile geändert, seit bestimmt 5 Jahren nichts mehr beim Lieferservice bestellt und stattdessen fast jeden Tag etwas Frisches zubereitet und Rezept und Foodfotos im Foodblog veröffentlicht. Ich hätte mittlerweile auch gar keinen Appetit mehr auf das Essen, das ich vom Lieferservice erhalte. Denn diese strotzen ja nur so von Conveniece-Produkten und -Zutaten, Konservierungsstoffen, Geschmacksverstärkern usw. Das würde mir, der ich immer frisch koche, gar nicht mehr schmecken. Und, auch Geld gespart habe ich dadurch.

    1. Na, da hoffe ich mal, dass mein Essen nicht die Reste von dem sind, was Du vor 5 Jahren gegessen hattest. Es schmeckte eigentlich recht frisch und hatte keinen Gefrierbrand. 😉
      Bei Lieferservices unterscheide ich zwei Arten. Das eine sind die Pizzadienste und ihre Abkömmlinge … darauf greife ich auch nur im äußersten Notfall zurück. Interessant wären für mich nur die Dienste, die ein Essen direkt aus einem guten Restaurant bringen, aber die gibt es hier nicht. Die andere Art sind Kantinen mit Bringdienst. Für die Senioren läuft das unter „Essen auf Rädern“, das gibts aber auch für kleine Unternehmen ohne eigene Kantine. Zwei/drei warme Gerichte pro Tag zur Auswahl, meist noch was kaltes oder salatiges. Selbst die Schulspeisungen werden über diese Art von Essensversorgung abgewickelt. Und genau so ein Essensanbieter nutze ich zur Zeit für meine Mittagspause. Es ist ein Test. Ein Teil der Kollegen sind nach einer Woche auch schon wieder abgesprungen, wir sind jetzt in der zweiten. So viele Anbieter gibt es davon nämlich hier auch nicht. Und der beste hat vor einiger Zeit wegen Überarbeitung dicht gemacht. Der (vermutlich) größte kommt aber nicht mehr ins Haus. Einerseits hatten wir den vor längerer Zeit schon mal (vieles war grottig), andererseits haben die Kinder einer Kollegin ihn als Schulessenlieferant und beklagen sich fast täglich. Das ist nur aufgewärmte Industrierohware. Die brauchen vermutlich keine Köche sondern nur Erhitzer. 😉 Was der jetztige bringt, wird sich zeigen. Spätestens, wenn ich der letzte bin, der bestellen würde, kehren wir vermutlich zu den jahrelang gepflegten Traditionen zurück und versorgen uns an einem der Imbissstände des benachbarten Einkaufszentrums. Auch keine echte Alternative.
      Im Moment habe ich den Eindruck, dass der Convenience-Anteil beim jetzigen Lieferanten annehmbar ist. Es gibt – wie geschrieben – schlimmeres. Selbst kochen käme für mich nicht in Frage, ich müsste eine Stunde (im Schnitt) früher aufstehen, um das Essen vorzubereiten (bzw. abends eine Stunde Zeit dafür einräumen), vom erhöhten Einkaufsaufwand ganz zu schweigen. Und ich liebe Einkaufen! Nicht. Wenn man das alles berücksichtigt, schwindet der Preisvorteil des selbst gemachten massiv zusammen. Trotzdem hast Du nicht unrecht.
      Aber – wie gesagt – es ist ein Test. Mal sehen, wann es mir aus dem Hals hängt.

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