Kurz, knapp und schnell

Eigentlich … 😉 Nein, ich will nicht damit anfangen, dass Planung und Wirklichkeit wieder ein wenig auseinander liefen. In dem Fall mag es an der Planung gelegen haben, die irgendwie Teile der kommenden Wirklichkeit ignorieren wollte, weil sie das gewohnte durcheinander brachte. Aber auch schön, dass man aus seinem Rhythmus mal rausgerissen wird. Und wenn dann zwei „ungeplante“/(ungewohnte) Sachen zusammenfallen … Naja. Aber beginnen wir mit der Frage, ob das Wochenende vor dem Urlaub schon zum Urlaub gehört oder nicht? Sagen wir mal so: Das nullte Wochenende direkt vor dem Urlaub verbringe ich normalerweise sehr intensiv im heimischen „Radiostudio“, um 7 Sendungen = 11 Stunden Radio zu produzieren. Da hat man ordentlich zu tun, zumal alles ja auch vor- und nachbereitet werden muss, damit es dann als „Urlaubsprogramm“ ordentlich über den Sender gehen kann. Drei Sendungen „RundumGenuss“ und drei Ausgaben „Freitag nach eins“ sowie die aktuelle „RundumGenuss“-Ausgabe vom Sonntagabend stehen auf dem Programm. Nun lud aber (schon langfristig) die Familie zu einer größeren Festivität am Samstag ein, was die Planung/Gewohnheit torpedierte. Aber es wird.

Samstagnachmittag

Zur Familienfeier gehört natürlich auch ein Kaffee- und Kuchenbüfett. Vor unsäglich langer Zeit kam in einer Korrespondenz mit einem Bloggerkollegen die These aus, dass es eine mecklenburgisch typische Regel für die Kuchenversorgung bei entsprechenden Anlässen gibt. Mit leicht ironischem Unterton war da von einem 1:1-Verhältnis die Rede: also ein Kuchen/eine Torte pro Gast.

TortenbüfettWie Blechkuchen in dem Zusammenhang zählt, weiß ich leider nicht; das Gespräch ist mehrere Jahre her. Ergänzt werden muss ein runder Kuchen, der einen besonderen Namen hatte und der rechts auf dem Büfettschrank stand. Die Frage, die im Raum steht: Wieviele Gäste hatte die Feier? 😉 12? (das Blech mal als 2 Kuchen gerechnet). Erfreulicherweise nicht. Zwar kenne ich die genaue Zahl nicht, aber irgendwo zwischen 25 und 30 waren es dann auch nur. Also (sehr salopp gerechnet): 2½ Personen pro Torte. Als sich die Feier nach der Kaffeetafel auflöste, gab es noch ein großes Festival der Vorratsdosen – zumal vom Mittagsbüfett auch noch „ein paar Kleinigkeiten“ übrig geblieben waren. 😉

Sonntagmittag

Die Urlaubsreife, die sich zum Ende der Vorwoche doch sehr deutlich ausprägte, zusammen mit einer Unlust der Essensplanung und des -einkaufens, machte das Sonntagmittag einfach, rustikal und nicht unbedingt unlecker.

Beerbster Kartoffelbrei mit SauerfleischEs ist übrigens gar nicht so einfach, ein schönes Sauerfleisch aus einem Glas zu bekommen. Vorteilhaft waren die glatten Innenseiten, die es sogar fast ermöglichten, aber dann riss das Aspik doch.

Beerbster Kartoffelbrei mit SauerfleischAls Beilage gab es ein beerbstes Kartoffelpüree, dass schön heiß war, was in dem Zusammenhang wichtig ist. Denn: Fast nichts schmeckt besser, als wenn ein schönes Aspik eines genauso schönen Sauerfleisches in den heißen Kartoffeln langsam schmilzt und seine sanft säuerliche Aromatik verbreitet. Das geht auch sehr schön mit heißen Bratkartoffeln, die man aber leider aus mehligkochenden Kartoffeln nicht wirklich gut zubereiten kann.

Beerbster Kartoffelbrei mit SauerfleischDas Sauerfleisch kam übrigens auch von einem Fleischer, der eine eigene Tierzucht hat. Und es ist nicht mein Lieblingsfleischer, kommt aber mittlerweile gleich dahinter. Vorbei man sagen muss, dass das eigentlich nicht vordergründig ein Fleischer sondern eher ein Bauernhof mit Tierzucht ist, die ihre Produkte für die Vermarktung selbst verarbeiten. Das spiegelt sich auch in der guten Qualität der Produkte wieder, ich hatte da schon einiges, diesmal war das Sauerfleisch dran.

Quatsch mit Soße, einiges Inneres in wandernden Kontext

Nachdem ich im letzten Beitrag die etwas plörrige Soße alla Hollandaise eines bekannten Herstellers bemerkt hatte, griff ich bei einem der dieswöchigen Einkäufe mal ins Regal, um eine „normale“ Hollandaise des gleichen Herstellers zu ergreifen. Die letztwöchige war wohl „für Gemüse“ und war nicht das „“Original““*. Zwei Bemerkungen zum Vorgang im Supermarkt: 1. Ich stellte das Paket nach der Lektüre der Zutatenliste wieder ins Regal. 2. 😡🤬👹💣💥🤢🤮☠️

Es ist doch sehr bedauerlich, dass „Sauce Hollandaise“ offenbar durch keinerlei halbwegs verbindliches Regelwerk auf irgendeine Art für die Industrie definiert ist. Das wird der Grund dafür sein, dass uns deswegen unter dem Namen jeder mögliche Scheiß verkauft wird. Entschuldigt den etwas ausfallenden Ausdruck, aber was sich manche Firmen erlauben, den Leuten anzudrehen, läuft unter Betrug. 5% Eigelb und 15% Öl (was in einer Hollandaise nix, aber auch gar nix zu tun hat) sind die Anteile der wertgebenden Zutaten. Hinter den beiden Zutaten kam noch einiger (mengenmäßiger Kleinkram). Davor, und demzufolge mit mehr als 15% Anteil (schätzungsweise mind. 70% (in Worten: Siebzig Prozent)) eine Zutat, die in einer Hollandaise ebenfalls nix zu tun hat: Dihydrogenmonoxid. Hydrogenlauge. Oxyhydrogensäure. Vulgo: Wasser. Ich nehme mir mal diese „“Hollandaise““ als Maßstab für die Qualität der anderen Produkte unter der gleichen Marke, was einer Aufnahme in meine Not-To-Buy-Liste gleichkommt. Pfui.

Sonntagmittag

Das o.g. und einige andere Aspekte brachten mich dann dazu, am Sonntag eine Art von Soße selbst zu ziehen. Es vereinfachte die Sache, dass ich mir doch mal wieder Stampfkartoffeln gönnte, eine Begleitung, die in meiner Welt Soße in größeren Mengen überflüssig macht. Ich hätte das Gemüse also auch grillen können, es hätte genauso gepasst. Aber die Protein- und Nährstoffquelle wurde schon gebraten, da durfte das gesunde Zeuch ein wenig aromatisch baden.

Stampfkartoffeln, Paprikagemüse, LeberLeber vom Schwein, Paprikagemüse und die 2432. Version von Stampfkartoffeln, diesmal auf eine Art, die ich so noch nie gemacht hatte, mit einem ganz neuen Ergebnis. Durchaus empfehlenswert. Wobei auch die Leber eine kleine Neuheit ist für mich, da ich sie sonst noch nie zubereitet hatte, wenngleich auch schon öfter mit Genuss gegessen.

Stampfkartoffeln, Paprikagemüse, LeberDie Scheibe Schweineleber wurde vor dem Braten ein wenig gesalzen, gepfeffert und bemehlt und dann sanft, aber nicht allzu sanft, in einer Pfanne mit Butter und Öl gebraten. Für’s nächste Mal werde ich sie vermutlich in Tranchen schneiden und dann als „Medaillons“ braten, dann sind sie wenigstens überall gleich dick. Wobei die unterschiedlichen Dicken auch ihren Vorteil haben. Während in den zentralen Regionen eine gute Saftigkeit vorhanden ist, wird es in den Außenbereichen etwas bissfester, was durchaus auch seinen kulinarischen Reiz hat.

Stampfkartoffeln, Paprikagemüse, LeberFür’s Paprikagemüse habe ich nur je eine rote, orange und gelbe Paprika geputzt und klein geschnitten. Im Topf kamen mit etwas Olivenöl noch zwei kleingewürftelte Schalotten zum glasig werden, dann die Paprikawürfel dazu, ein wenig Salz und Pfeffer kam auch in den Topf, alles wurde durchgerührt, gut bedeckelt und ab und zu im Topf gewendet. Ein wenig „Mehlschwitze“ kam dann auch noch dazu, um die sich bildende Flüssigkeit ein wenig zu bändigen, das Bild zeigt, dass das nicht ganz gelang. Was will man auch schon von einem Produkt, dass irgendwie nach Vogelfutter aussieht, auch schon erwarten? 😉

Bei den Stampfkartoffeln habe ich mich von einem am Vormittag gelesenen Artikel über Ofenkartoffeln inspirieren lassen. So habe ich ein paar mehligkochende Erdäpfel gut gewaschen und bei 190°C für eine dreiviertel Stunde (die Kartoffeln waren nicht so groß wie klassische Ofenkartoffeln) in den Ofen bei Umluft gelegt. So zumindest der Plan. Etwa 3 Minuten vor Ablauf der Zeit knallte es erstaunlich laut im Ofen – eine der Kartoffeln war förmlich explodiert. Die Schale lag fast völlig entleert auf dem Gitter, etwas zerzaust war ihr Inneres aber im wesentlichen zusammen geblieben. Aber nur im wesentlichen. Ein Teil hatte sich im gesamten Ofen verteilt, was eine kleine Putzorgie auslöste. Aber man soll sich eben doch daran halten, was in dem Artikel steht: „Stich rundherum ein paar Löcher in die Kartoffeln. So kann beim Backen Dampf entweichen und sie platzen nicht auf.“ Also das nächste Mal mit Löchern in der Schale.

Da die Kartoffeln aber auch gar waren, habe ich sie aus dem Ofen genommen, entpellt und dann nur mit einem Löffel mit Butter vermengt. Am Ende kam dann noch Petersilie dazu. Achja, und gesalzen habe ich sie bei der Butterzugabe auch noch. Diese doch sehr weichen und sehr trockenen Kartoffeln sogen die Butter auf wie nix und es ergab sich ein sehr, sehr feines Püree ohne Kartoffelpresse u.ä. Hilfsmittel. Allein durch das Einrühren der Butter. Milch/Sahne habe ich mal weggelassen, wären aber sich auch denkbar gewesen. Aber ich brauch ja noch Weiterentwicklungsmöglichkeiten für’s nächste Mal. Und das wirds geben!

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*) Doppelte Anführungszeichen, weil ja selbst das „Original“ nix mit dem Original zu tun hat.

Durcheinanderwochenende wegen Jubiläum

Für’s Sonntagsgericht hatte ich eine Idee, musste mich aber erstmal versichern, ob ich die Begrifflichkeit, die ich verwenden wollte, richtig in ihrer Bedeutung in Erinnerung hatte. Also gab ich die beiden Worte in die Suchmaschine (Ecosia) ein und gleich als 2. Ergebniseintrag fand ich einen Eintrag eines Kochblogs, dem ich auch so folge. Da standen die beiden Wörter im Titel, dahinter dann „Das Original-Rezept“. Also muss ich auf der richtigen Spur sein, wenn ich hier das einzig wahre und richtige Rezept gefunden habe und die Bilder dazu dem entsprachen, was ich erwartet habe. Mein Rezept ist übrigens kein Original, höchstens originell, aber ich wollte ja auch nicht das Rezept nachbauen, sondern nur die Idee.

Das Wochenende war kulinarisch etwas durcheinander, da ich Freitag eine Art Zwangsurlaub einlegte. Und das kam so: Als ich Anfang April 2001 meinen jetzigen Arbeitgeber verpflichtete, mich zu beschäftigen und dafür auch noch zu bezahlen, geschah das „nach“ bzw. „in Anlehnung an“ TV-L. Darin gibt es einen Paragrafen, der im 25. Jahr einen Tag Sonderurlaub verordnet. Den hatte ich am Freitag. Ein schöner Anlass, mein geliebtes Samstagsfrühstück auf den Freitag vorzuverlegen, was dann aber die Frage aufwarf: Was machst du (also ich) am Sonnabend? Ein Blick in die Vorräte ergab Pasta pomodoro yelli matschi. 😉

Samstagmittag

Eigentlich müsste es wohl Spaghetti pomodoro giallo e formaggio di palude heißen, wenn ich der genutzten Übersetzungsseite mein Anliegen richtig rübergebracht habe. Besitzer oder Nutzer einer italienischen Zunge mögen sich wundern, aber die Auflösung folgt sogleich.

Spaghetti, gelbe Tomatensoße, geriebener MoorkäseDie Spaghetti sind übrigens eine Mischung aus Vollkornspaghetti und so einer eher flachen Form, die vermutlich nicht Plattspaghetti heißt. Beide Sorten befinden sich in meinem Spaghettivorratsgefäß, so dass ich den Namen nicht genauer eruieren kann. Beide kamen in den Topf mit kochendem Salzwasser und wurden – nicht ganz nach Vorschrift – gekocht.

Spaghetti, gelbe Tomatensoße, geriebener Moorkäse

In einer Pfanne schmurgelte in einer Mischung aus Butter und Olivenöl (klassische Verbindung von Nord- und Süditalien) eine zerkleinerte große Schalotte mit Salz, Pfeffer und zwei ebenfalls klein geschnittenen Knoblauchzehen bei mäßiger Hitze. ‚Garen, aber nicht bräunen‘ war das Motto. Als die Zwiebel weich war, kamen eine Menge geviertelter kleiner gelber Cherrytomaten dazu, die – gut eingerührt – eine Weile auch bedeckelt vor sich hin köchelten. Zur Effektverstärkung kam dann auch noch etwas Safr… ähm … hüstel … ähm … räusper … Kurkuma dazu. Irgendwie bekam das alles auch noch eine gewisse Sämigkeit beim kurzen, unbedeckelten Einkochen. Zum Ende kam die tropfnasse Pasta dazu, wurde gut durchgeschwenkt und dann auf den Teller gebracht.

Spaghetti, gelbe Tomatensoße, geriebener Moorkäse

Der Käse ist übrigens kein Parmesan oder etwas ähnliches. Eine regionale Manufaktur bietet einen Moorkäse feil, den ich im gut gekühlten Zustand über die Parmesanreibe zog. Er erinnert ein wenig an Feta, nicht ganz so kräftig und auch nicht ganz so salzig. Dafür auch nicht so bröselig. Als er später Zimmertemperatur angenommen hatte, bemerkte man schon, dass es eigentlich ein Weichkäse ist, den man dann nicht mehr hätte reiben können. Aber er war lecker, so dass ich den Rest nach dem Essen langsam wegsnackte …

Sonntagmittag

Kommen wir also zur Neuinterpretation eines Klassikers bzw. eines Standards. Wobei es nicht mal sowas ist. Klauen wir also die Eigenart eines Gerichts und verpflanzen es auf ein anderes. Ich darf vorstellen: Hamburger Riesenfischstäbchen mit Kartoffelstampf:

Backfischfilet, Spiegelei, StampfkartoffelnDas „Hamburger Schnitzel“ ist bekannt? Einfach nur ein paniertes Schnitzel mit einem Spiegelei drüber. Das „Riesenfischstäbchen“ ist ein Ofenbackfischfilet eines bekannten Herstellers, nach Packungsaufdruck zubereitet.

Backfischfilet, Spiegelei, StampfkartoffelnDer Kartoffelstampf ist mit freundlicher Unterstützung durch meine Mikrowelle bereitet, die die Kartoffeln garte. Dann kamen Würze, Kräuter, Milch und Butter dazu.

Backfischfilet, Spiegelei, StampfkartoffelnDas Spiegelei sieht ein wenig knusprig aus, was ich so eigentlich gar nicht mag. Aber es ist nicht knusprig. Auch wenn es so aussieht. In der Pfannenvorheizphase ist mir durch eine kleine Verlängerung derselben bei sanfter Hitze die Butter ein wenig in Richtung Nussbutter entwichen, die dann den optischen Effekt des knusprigen Spiegeleis ergab. Es ist aber nur die Optik.

Samstag und Sonntag mal wieder zwei Gerichte aus der schnellen Küche. So langsam muss ich meine Phantasie mal wieder in die etwas aufwändigere Richtung lenken. Oder mal wieder Essen gehen. 😉

 

Käffchen und ein Mittag – klassisch

Macht sowas jemand anderes auch? Durch einen Einkaufszufall und aus Neugierde habe ich gerade zwei 1-kg-Tüten Kaffeebohnen im Haus – zwei sehr unterschiedliche Marken. Unterschiedlich im Geschmack, unterschiedlich in der Herkunft, unterschiedlich in der Geschichte und unterschiedlich im Image. Lasst sie mich L(inks) und R(echts) nennen (weil die Marken auch mit den Buchstaben anfangen). Am Sonntag zum Nach-Mittags-Käffchen dachte ich mir so: Warum eigentlich nicht auch mal beide?! Also gab ich Bohnen beider Sorten in die Kaffeemühle und die Sache nahm ihren Lauf. Beides verband sich recht gut, die aromatischere und die kräftigere verschmolzen förmlich. Heißt das dann eigentlich „Blend“?

Sonntagmittag

Als ich dieser Tage durch die regional erreichbaren Shoppingmalls trabte, fiel mir ein schönes Entrecôte ins Auge. Da dachte ich mir: Nimmst es doch mal mit, hatte ich schon lange nicht mehr. Die Frage nach der Gemüsebeilage löste sich dann beim Wochenendeinkauf und alles war schick. Wobei, so ganz schick auch nicht. Ich mag nicht, wenn auf dem Geschirr Geschirr steht … Aber manchmal muss das wohl so.

Rib-Eye-Steak, Schmorgurke, KartoffelstampfDa ich noch ein kleines Stückchen richtige Butter da hatte, verarbeitete ich die Kartoffeln mal wieder zu Kartoffelstampf, etwas Milch halb bei der Konsistenz, Salz, Pfeffer, Petersilie und Muskatnuss bei Geschmack und Optik. Der kleine Klecks brauner Soße sind Reste aus der Pfanne vom Steak.

Rib-Eye-Steak, Schmorgurke, KartoffelstampfEigentlich heißt es ja: „Wenn man nach der Zubereitung von Steak in der Pfanne nicht die Küche neu renovieren muss, was die Pfanne zu kalt.“ Aber auch für die Zubereitung von Steaks gibt es viele Methoden. Neulich sah ich mal eine bei einem frankophilen Fernsehkoch aus dem englischen Fernsehen. Da wurde mit weniger Hitze gearbeitet und es war auch schön, wenngleich auch anders. Leider habe ich außer das mit der weniger Hitze nicht sehr viel mehr behalten und wollte auch keine Mediatheken durchsuchen, was schwierig geworden wäre, war das Steak nicht der Hauptakteur in der Folge. Ich habe also in meinen Erfahrungen gekramt und dann folgendes gemacht: Pfanne mit Öl (reichlich) moderat erhitzt, Steak gut abgetrocknet, gesalzen und mit Mehl bestäubt, Steak in die Pfanne gegeben. Da habe ich es in Ruhe gelassen. Nach einigen Minuten schaute ich nach, ob es sich vom Boden gelöst hatte. Da das der Fall war, habe ich mal kurz drunter geschaut, es weiter schön gebräunt und nur ein wenig in der Pfanne bewegt. Erst, als mir der Bräunungsgrad gefiel, habe ich es umgedreht und nun auch die zweite Seite gebraten. Nach einigen Minuten habe ich das Öl weitgehend aus der Pfanne entfernt und etwas Butter dazu gegeben. Pfeffer kam auch noch aufs Fleisch. Alles wurde schön zum Glänzen gebracht und beiseite gestellt.

Rib-Eye-Steak, Schmorgurke, KartoffelstampfVorher hatte ich bereits eine Salatgurke nackig gemacht und erst der Länge nach geviertelt. Anschließend wurde sie in dicke Scheiben geschnitten und einer Pfanne mit Butter, Schalotte, Knoblauch und Salz überantwortet. Eine gute Handvoll kleiner Tomaten wurde geviertelt und kam hinterher. Etwas Pfeffer und Zucker rundeten alles ab und es wurde bei geringer Hitze so lange vor sich hin geschmurgelt, bis es so aussah wie auf dem Bild (ca. 25-30 Min).

Als sich alles dem Finale näherte habe ich noch schnell eine kleine Portion Stampfkartoffeln mit besagter richtiger Butter, etwas Milch, Salz, Pfeffer, Petersilie und Muskatnuss zubereitet. Das geht ja dank Mikrowelle recht fix. Fertig war das leckere Sonntagsessen.

Kohlente

Vielleicht zum Eingang einen kleinen Schwank aus meinem Leben der letzten Woche, der nix mit Essen und Trinken zu tun hat. Dazu aber die Frage: Sagt Euch der 14.10.2025 noch was? Auch einer der sogenannten „versteckten“ „Feiertage“. 😉 Nein, nicht wirklich. Das war der Tag, als Microslop (so heißt das wohl jetzt, wenn man IN sein will, wobei ich ja noch das i durch ein a ersetzt hätte) seinen Support für Windows 10 einstellte resp. einstellen wollte. Windows 11 als Nachfolger stand ja bereit … Allerdings war ich schon soooo lange mit Win10 verbunden, dass meine Hardware (PC) sich weigerte, für Win11 bereit zu sein. Stellte sich die Frage nach einem neuen Rechner. Der alte war aber auch noch super funktional, so dass ich den Wechsel nicht wirklich einsah. Die angebotene einjährige Lizenzverlängerung wäre ja auch nur ein Aufschub des Problems gewesen. Also Plan C, genauer Plan L(inux). Und nun arbeite ich seit Mitte Oktober letzten Jahres im wesentlichen* auf Linux. Und es funktioniert super.

Nur in der letzten Woche habe ich mal einen Fehler gemacht. Wenn man sich nicht so richtig damit auskennt, sollte man „systemnah“ nicht rumpfuschen. Mein Linux ging offline. Nicht 100%-ig, aber doch funktional für Browser, Updates u.a. In mir stieg Panik auf. Müsste ich jetzt nur noch mit dem (nicht so ganz geliebten) Laptop arbeiten. Oder remote via Linux auf dem Laptop (das ging noch). Ein kundiger Mensch half in einer kleinen Nachtsitzung (danke nochmal dafür) und ich war wieder online. Da war nicht nur ein Stein, der mir vom Herzen fiel. Menschen mit ihrem gesamten Leben (Kommunikation, Banking, Shopping, …) auf dem Smartphone werden das nachvollziehen können, vor allem, wenn sie schon mal erlebt haben, dass das Ding nicht geht bzw. – schlimmer – weg ist. Aber ich bin glücklich und weiß, wovon ich die Finger zu lassen habe.

Kulinarisch war wenig los. Auf Arbeit gab es zweimal Fish’n’Chips … in Form von Pellkartoffeln mit Sahnehering und Stampfkartoffeln mit Brathering. Fish’n’Chips als Synonym für Kartoffeln und Fisch. 😉 Und am Sonntag gabs auch Stampfkartoffeln, allerdings war da dann ein Vogel vorbeistolziert …

Sonntagmittag

Die obigen Zeilen schrieb ich, als das Mittag in der Mache war. Bei „Schmorgerichten“ hat man ja die Zeit. Wobei es kein richtiges Schmorgericht war, aber auf der Packung fand ich eine Zubereitungsidee, der Rest ist auf Basis der Vorräte frei improvisiert.

Entenkeule, Stampfkartoffeln, KohlgemüseAuf der Packung der Keule (Barbarie-Ente) stand was von Anbraten, Angießen und dann Schmoren. So in der Art ist dann auch das Essen entstanden. Natrülich stand vorher das Auftauen an, an dass ich diesmal sogar rechtzeitig dachte und schon Samstagabend die Keule vom Tiefkühler in den Kühlschrank verfrachtete. Der später Sonntagvormittag sah mich dann, wie ich das Stück auspackte, ein wenig einritzte, salzte und dann in die gut gewärmte und leicht gebutterte Pfanne legte. Hautseite natürlich zuerst. Nebenbei schnibbelte ich ein paar Schalotten und ein paar Zehen Knoblauch klein, die ich dann mit anschmorte. Irgendwo im Vorratsschrank fand ich noch ein Glas Gemüsebrühe, von dem ich dann einen kleinen Teil mit angoss und danach die Pfanne zum einen bedeckelte, zum anderen die Hitze reduzierte. Glasdeckel sei dank konnte ich ohne dessen Lüften schauen konnte, dass die Flüssigkeit in der Pfanne gerade so köchelte. Nach etwa 20 Minuten (ca. 50 Minuten Schmorzeit war laut Packung vorgesehen) schnitt ich etwas Spitzkohl und ein paar Möhrenscheiben dazu und ergänzte alles mit Salz, Pfeffer und Kümmel. Etwas Wasser kam auch noch dabei. Der Pfanneninhalt wurde wieder zum Köcheln gebracht und dann auf minderer Hitze weiter gezogen. Als der Kurzzeitwecker klingelte, konnte auch schon angerichtet werden.

Entenkeule, Stampfkartoffeln, KohlgemüseNebenbei habe ich natürlich noch die Stampfkartoffeln zubereitet. „Grünzeug“ ist diesmal Schnittlauch (Tk). Ich bin mir ehrlicherweise nicht ganz sicher, ob ich mir nochmal Entenkeulen kaufen werde (wobei: eine hab ich noch im Tiefkühler). Zumindest so geschmort war sie nicht so mein Ding. Vielleicht war ich auch einfach nur zu zaghaft in der Würzung. Oder hätte sie länger bei kleinerer Hitze garen müssen. Wobei sie – technisch gesehen – vermutlich gar nicht mal so schlecht war. Noch saftig, aber durch, gut im Biss, aber ein wenig Kauen musste man schon. Mit der anderen Keule werde ich anders verfahren, mal sehen, was da passiert.

Entenkeule, Stampfkartoffeln, KohlgemüseLänger garen wäre in diesem Fall nicht so einfach gegangen. Der Kohl war weich, die Möhre al dente. Das wäre matschig geworden, bei weiterer Garung. Alles in allem nörgel‘ ich aber gerade auf hohem Niveau. Es war alles schon lecker, schlechter gegessen hatte ich auch schon. Also: Was will ich eigentlich mehr?

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*) im wesentlichen: Ich habe noch einen Laptop mit Win11, der ist aber meist eher Second Screen, und mein Win10 hat die Lizenzverlängerung bekommen. Und eine Leerräumung. Er läuft jetzt noch besser als vorher. Linux habe ich auf einem kleinen Behelfsrechner – Notlösungen halten am längsten. Es gibt noch eine – gelegentlich genutzte – Aufgabe, die ich noch nicht auf Linux habe, ansonsten alles.

Rosa Fisch, rosa DVD-Hülle, bunte Party und nochmal Karpfen

Das komische an Silvesterpartys ist, dass sie immer so spät anfangen. Weil sie ja auch so spät aufhören. Wobei wir da unlängst aus Gründen recht „zivil“ waren. Ich erinnere mich an ein tagesrhythmusverändernden Ende der Veranstaltung, ich glaube, da wurde es schon leicht wieder hell … Diesmal nicht. Und die Vorbereitungen waren auch recht einfach, die Idee für den kulinarischen Teil war einfach, wenn auch testweise. So blieb am Nachmittag des 31.12. noch ein wenig Zeit, sich selbst zu unterhalten. Meine Gedanke schweifte zu einem Bestandteil meiner DVD-Kollektion, allein, ich fand die Scheibe nicht. Bei der Suche stellte ich nur fest, was ich da alles habe … Und kurz blitzte die Frage nach dem „Wozu?“ auf. Dafür fiel mir ein anderer Silberling in die Hand und mit ihm die Frage, um welchen es sich wohl gehandelt haben könnte. Hier die Innenansicht der DVD-Hülle:

Pinke DVD-Hülle von innenDas ist natürlich auch schon ein kleiner Tipp. Ein zweiter: Auf der DVD befinden sich alle „17 Episoden“ und – dritter Tipp – die Farbe Blau spielt auch eine gewisse Hauptrolle. Die Auflösung gibt es nach den Silvestersnacks.

Silvester

Eine kleine Tradition zu Silvester ist, irgendwas partytaugliches kulinarisches auszuprobieren. Letztes Jahr haben wir „Tortillas gefüllt“, einmal gab es kleine Burger, ich erinnere mich an individuell belegte Minipizzen und genau so befüllte Bulettchen oder auch Gemüsesticks mit allerlei Dips.  Diesmal haben wir ein Idee aufgegriffen, die mir bei einer Weihnachtsfeier untergekommen ist.

Blätterteighappen mit Tomate, Salami, PaprikaAus einer Bahn Blätterteig wurden kleine Vierecke ausgeschnitten und auf Backpapier und das Papier auf einem Backblech gebettet. Im Vorfeld hatte ich ein wenig Butter leicht angeschmolzen und mit (fast) der gleichen Menge klein gehackten und teilweise geriebenem Knoblauch sowie einer Spur Salz vermischt. Davon kam dann ein wenig auf so ein Blätterteigviereck und dan eine Scheibe Tomate oben drauf. Ein wenig Pfeffer ergänzte das Teil. In Varianten kam auch Paprika und Salami drauf. Im hier nicht abgebildeten Teil wurde statt der Knoblauchbutter (oder des Butterknoblauchs) Kräuterfrischkäse verwendet. Geht auch, vertreibt aber keine Vampire im neuen Jahr.

Blätterteighappen mit Tomate, Salami, PaprikaNach der Backzeit und den sonstigen Vorschriften von der Blätterteigverpackung bzgl. Temperatur und „mittlerer Schiene“ (von 4) kamen diese lecker aussehenden und auch schmeckenden Häppchen aus dem Ofen. In der zweiten Runde wurden wir dann etwas experimenteller.

Blätterteighappen mit Tomate, Salami, Paprika, Gewürzgurke, Käse, FalafelNeben der sichtbaren Ergänzung mit etwas Streukäse und der Gewürzgurchenscheibe (oben) kam auch eine halbe Falafel mit dazu. Letzteres War nicht so der Bringer, was u.a. am Produkt selber gelegen haben könnte. Da gibts sicher andere, die besser schmecken.

Blätterteighappen mit Tomate, Salami, Paprika, Falafel, Gewürzgurke, KäseMit am besten war noch die Kombination aus Butterknoblauch, Tomate, Salami, Gewürzgurke. Mit der dritten Runde rollten wir dann ins neue Jahr.

Blätterteighappen mit Tomate, Salami, Paprika, Gewürzgurke, KäseDie einfache Form (Blätterteig, Knoblauch, Tomate, ggf. mit ein wenig Käse) ist die reinste, schönste Form und ohne den Käse auch das Vorbild von der Weihnachtsfeier. Die anderen speziell mit der Gewürzgurke sind aber auch toll. Der Paprika neigte gelegentlich zu ein wenig Bitterness. Aber unterm Käse oder/und unter der Salami gings.

Damit endete das alte und begann das neue Jahr. Der Jahreswechsel sah uns in der Küche, die letzte Runde belegend, das neue Jahr bemerkten wir dann, als alles im Ofen war – 6 Minuten zu spät.

Übrigens: Wusstet ihr, dass es eine DVD gibt, wo alle 17 Folgen der blauen Elise aus der Cartoonserie Pink Panther drauf sind? Jetzt wisst ihr es. Und habt auch gleich die Auflösung für die obige DVD-Frage.

Neujahr

Eingeplant war ein Katerfrühstück. Als ich neulich meinen verspäteten Weihnachtskarpfen kaufte, kamen auch gleich zwei lukullische Köstlichkeiten mit, denen ich die Lösung der Aufgaben eines 1. Januars zutraute.

Stampfkartoffeln an Forellenfilets nach MatjesartWo wir oben doch schon mal bei der Farbe Pink waren. 😉 Ein wenig Stampfkartoffel und dazu zwei Forellenfilets, die nach Matjesart behandelt wurden (vom Fischhändler/-züchter). Sie tauchen hier im Blog immer mal wieder auf und ich finde sie immer mal wieder sehr lecker.

Stampfkartoffeln an Forellenfilets nach MatjesartÜbrigens: Das zweite käuflich erworbene gibts dann vermutlich am Sonntag, der spezielle Bestandteil ist hier im Blog aber auch schon mal rund um irgendein Silvester aufgetaucht … Lasst Euch überraschen.

Apropos Katerfrühstück: Neulich gab es schon mal ein Katerfrühstück, aber ein echtes. Das gab hinterher richtig Ärger, die Nachbarn hingen doch sehr an dem Tier … 😀

Sonntagmittag

Da wir Stampftüften gerade hatten, gab es zum Mittag diesmal Brattüften. Die besten sind ja die, wo man die Kartoffeln am Vortag gekocht, dann gelagert, gepellt und anschließend in Scheiben geschnitten hat. Manchmal macht man das mit dem Pellen und Schneiden auch noch, wenn sie noch heiß sind. Geht auch. Wenn man sich die Fingerspitzen verbrühen will. Ich habe meine Kartoffeln im kalten, rohen Zustand geschält und in Scheiben geschnitten. Das geht immer am besten. Dann kamen sie in ein mikrowellengeeignetes Gefäß mit luftlochhabendem Deckel und ab in die Mikrowellengarung. In der Zeit wird die Pfanne gut erhitzt, mit gutem Bratfett versehen und gesalzen. Sind die Kartoffelscheiben gar, kommen sie vereinzelt (also nicht aneinanderpappend) in die Pfanne. Sind sie fast fertig, kommen noch ein paar Schalottenwürfel dazu. Sind die auch gar, kann angerichtet werden.

Karpfen in Aspik mit BratkartoffelnDazu gab es Fisch in Aspik. Aber nicht irgendeinen Fisch. Kurz nach dem letzten Karpfen des alten Jahres, gab es den ersten des neuen. Der Fischhändler meines Vertrauens hat sowas auch.

Karpfen in Aspik mit BratkartoffelnAm besten finde ich ja immer, wenn die heißen Bratkartoffeln das Aspik ein wenig zum Schmelzen bringen. Das geht zwar auf die Knusprigkeit, aber lecker ist es trotzdem.

Karpfen in Aspik mit BratkartoffelnDas schöne am Karpfen in Aspik ist, dass man praktisch keine Gräten mehr drin hat. Also eine Variante für alle, die sauren Fisch eigentlich mögen, ihn aber wegen der Gräten nicht essen. In dem Becher, den ich erworben habe, war jedenfalls nix grätiges. Nur lecker.

Kram, Reste, Hack, Enttäuschung, Glück und andere Fragmente

Manchmal sollte man doch bei den Prinzipien bleiben, wenn man schon mal welche hat. Durchbricht man sie, kann es zwar positive  Überraschungen geben, aber eben auch Pleiten, die mit ursprünglichen Prinzip-Schaffung nix zu tun haben, sie dann aber künftig verstärkt. So kaufe ich aus Gründen keine Produkte der Marke m*****, aber unlängst winkte dann doch mal ein Becher Grießpudding mit Kirschsoße. Ja, ich weiß, das sind wieder Aromastoffe und Bindemittel pur, aber irgendwie lockte es mehr als die Marke Ablehnung hervorrief. Dass das Produkt auch noch ungekühlt im Discounter rumstand, hätte Warnung genug sein können, aber manchmal ist man aller Warnungen taub.

Was in dem Produkt alles drin ist, kann ich nicht sagen. Die Zutatenliste war bzgl. ihrer Unleserlichkeit eine pure Frechheit. Magermilch und Sahne waren wegen ihres allergiebedingtem Fettdruck lesbar, der Rest der 2-mm-Schrift auf strukturiertem Untergrund war selbst mit Vergrößerung nicht entzifferbar. Geschmeckt hat es nach Alkohol, dem üblichen Kirscharoma und süß. Vom Grieß war kaum etwas zu spüren. Also noch weniger als bei den anderen erhältlichen Grießpuddings der Mitbewerber, wo auch mehr Grieß verbessernd denkbar wäre.

Der Alkoholgeschmack kam übrigens eher aus dem Pudding als aus der Soße. Dafür sah der auch etwas heruntergekommen aus. Während man sonst ein hellgelbes Produkt erwarten kann, kam hier nach dem Öffnen ein beigegraues Etwas zum Vorschein, dem bis auf die Süße eigentlich alles Gute eines industriellen Grießpuddings abgingen. Nie wieder.

Handwerkersushi

Urlaubsbedingt kam ich schon wieder bei meinem Lieblingsfleischer vorbei. Eine neue Leberwurst (grob), von der ich neulich nur ein Probierstück kaufte, kam jetzt in Abendbrotmenge mit nach Hause. Nebenbei kam dann noch eine Verknüpfung unterschiedlicher Sinne zum Tragen: vom nebenstehenden Bäckerstand duftete es nach frischen Brötchen und ins Auge fiel der frische Hackepeter beim Fleischer. Wohin das führte, ist klar. So eilte ich nicht nur wegen des gekauften Tk-Produktes zügig nach Hause. Salz, Pfeffer und eine kleingehackte Schalotte eingearbeitet und lecker auf dem frischen Brötchen. Glücklich und kulinarisch besser als jedes Ersatzprodukt (inkl. „Zwiebelmett“). 

Zum Abend gab’s dann einen kleinen Auflauf. Neulich hatte ich mal eine Rezept zu Shepherd’s Pie gelesen und dachte mir noch: ‚Sowas in der Art, das wäre mal was‘. Da ich noch etwas Kartoffel-Wruken-Stampf hatte und ein paar Erbsen im Tiefkühler und vom Lieblingsfleischer eine fertige Boulette und ein Ei und ein Schuss Milch und etwas Parmesan … 

Auflauf aus Erbsen, Boulette und Kartoffel-Wruken-StampfNur jetzt im Herbst sollte ich nichts mehr am Abend essen, was ich fotografieren möchte. Da ich doch bei den Bildern sehr viel mit Tageslicht arbeite, wird das schwierig. Und eine separate Fotobeleuchtung besitze ich nicht. Naja, und Blitzlicht geht ja gar nicht. Deswegen sieht das Bild so ein bisschen anders aus … Aber irgendwie auch lecker. 

Auflauf aus Erbsen, Boulette und Kartoffel-Wruken-StampfDie Boulette hatte ich groß zerbröselt und mit den angetauten Erbsen vermischt. Das bildete den Boden des Auflaufs. Darüber schüttete ich eine Mischung aus einem Ei und einem Schuss Milch, was auch noch mit ein wenig Salz und Pfeffer gewürzt und ordentlich verkleppert war. Dann kam der kalte Stampf oben als Aufstrich drauf und wurde mit Parmesan gekrönt. Alles kam in den Heißluftofen und mit dem Bilden der Kruste war es dann auch fertig (1/2 h +x).

Auflauf aus Erbsen, Boulette und Kartoffel-Wruken-StampfVielleicht war der Schuss Milch doch ein zu großer Schuss … Das hinderte mich aber nicht daran, alles recht lecker zu finden und den Plan zu fassen, dass man das auch mal öfters machen könnte. 

Übrigens: Eine gute Boulette war schon ein wenig essentiell für dieses Gericht. Beim zerbröseln brach sie an ihren innen Strukturen, was bei den fertigen Industriebouletten nicht zu erwarten ist, da sie kaum noch Struktur haben. Sicher, man könnte es auch mit dem Messer würfeln, aber als „Resteverwertung“ kann man auch eine selbst gemachte Boulette vom Vortag verwenden. 

Sonntagmittag

Nachdem ich neulich mal etwas ähnliches gemacht habe, jetzt das gleiche in pur und wenig verfälscht. Denn wie bei jedem guten Pastagericht braucht es eigentlich nicht viel, um es wirklich gut zu machen. Eine gute Nudel, ein paar Tomaten, ein paar Gewürze und dann stören selbst die Shrimps nicht mehr. 

Spaghetti mit Tomaten und Knoblauch-ShrimpsLetztere waren in Knoblauch und Kräutern mariniert und brachten dadurch eine gewisse Würze mit. Als die Spaghetti vor sich hin köchelten, kam Olivenöl und eine Handvoll klein geschnittener Cocktailtomaten in die Pfanne, Salz, Pfeffer und Knoblauch begleiteten den Vorgang. Dann folgten die rohen, marinierten Shrimps und als die gar waren (was ja nicht so lange dauert), wechselten die Spaghetti vom Topf in die Pfanne. Alles einmal gut durchschwenken und dann servieren. 

Spaghetti mit Tomaten und Knoblauch-ShrimpsWie immer bei Meeresfrüchten gibt es keinen Parmesan dazu. Durch den Knoblauch und das Salz war aber auch Würze genug drin. 

Spaghetti mit Tomaten und Knoblauch-ShrimpsOrdentliche Proteinnahrung. Immerhin sind da 200g Shrimps drin. Mhhh, lecker. Und so schnell fertig. Das Essen hat – gefühlt – länger gedauert als das Kochen. 

Feister Nachmittag

Da ich neulich mal so von „Bratstulle“ schwärmte und wir doch auch kurz vor Weihnachten sind und ich neulich so einen kleinen Vertreter seiner Art mit nach Hause genommen hatte … Kam irgendwie alles ein wenig zusammen. Inkl. etwas gute Butter in der Pfanne. 

Scheiben von Ministollen mit etwas Butter in der Pfanne gebratenVor Jahren hatte ich mal einen Beitrag über Stollen und seine Traditionen gesehen und dabei war eine kleine Passage, dass manche sich noch Butter auf den Stollen schmieren. Was bei einem sowieso schon mit viel Butter zubereiteten Gebäck etwas dekadent ist. Was hindert mich also, die Scheiben á la Bratstulle ein wenig in Butter zu braten. 

Scheiben von Ministollen mit etwas Butter in der Pfanne gebratenNungut, die Scheiben gingen ihrer Puderzuckerbelegung flöten, er könnte aber ein wenig zur Karamelisierung beigetragen haben. Man muss ein wenig aufpassen, dass nix anbrennt und die Hitze auch nicht so sehr hoch wählen. Die Scheiben wurden beim Vorgang eher weicher als knuspriger, was an der sowieso schon eingelagerten Butter (bzw. anderen Fetten) gelegen haben könnte. Naja, es war eine Idee. Muss man nicht nochmal machen. War aber kulinarisch nicht sooo schlecht. 😉 

Urlaubs-Ende-Fazit-Bemerkung-Fragmente

In der letzten Zeit habe ich mal wieder einiges über Abnehmspritzen bzw. über Diabetishelferspritzen („Antidiabetikum“) gelesen. Hier im Blog habe ich auch schon am Rande thematisiert, dass mir das auch verschrieben wurde und ich es mit einigem Erfolg anwende. Schwerpunkt ist die Funktion des Antidiabetikums, aber mittlerweile sind (unter Einfluss der Medikamente) meine Werte (v.a. der Langzeitzuckerwert) im wesentlichen im grünen bzw. grüngelben Bereich. Das ist erstmal der Schwerpunkt. Das nebenbei auch noch ein paar Kilos purzeln, wird dankend angenommen. Nun wird aber in den Artikeln, die ich las, über Nebenwirkungen der Medikamente und Klagen gegen die Hersteller geschrieben. Wobei die Sache mit den Nebenwirkungen mich ab und an mal intensiv lächeln ließ. Wer sich solche Substanzen ohne ärztliche Begleitung und mit völlig überzogenen Erwartungen reinpfeift, muss sich eigentlich auch nicht wundern. Außerdem darf man nicht Wirkungen und Nebenwirkungen verwechseln und ggf. die Begleiterscheinungen der Wirkungen als Nebenwirkung fehlinterpretieren. Und es hilft, sich auf die Wirkungen einzulassen, was im sozialen Kontext manchmal nicht so einfach ist. 

Gerade jetzt im Urlaub habe ich die Chance genutzt und mich den Wirkungen des Mittels hingegeben. Das klingt aufregender als es ist, aber immerhin. Verbunden habe ich es mit der Möglichkeit, selbst zu kochen (ein paar Ergebnisse habe ich dokumentiert), und dem Hinweis einer Ernährungsberaterin, dass vor dem Essen ein wenig Hunger haben nicht schadet. Unter der Berücksichtigung, dass sich im Urlaub meine Tagesablauf gern etwas nach hinten verschiebt, führte das zu einem auf den ersten Blick eigentümlichen Essverhalten. Genauer: Esszeitpunkt. Dazu muss man berücksichtigen, wie die Antidiabetika, um die es hier geht, wirken. Grob vereinfacht ausgedrückt verlangsamen sie die Verdauung. Man ist sehr viel länger „voll“. Zusammengefasst heißt das, dass meine erste „richtige“ Mahlzeit zu einem Zeitpunkt stattfand, bei der normalerweise ein Teewurstschnittchen zum Earl Grey oder ein Karamell-Keks zum Milchkaffee genossen wird. Oder man das leichte Abendbrot plant. Nach dem spätvormittäglichen Erwachen hatte es nur etwas Milchkaffee (ggf. gesüßt) gegeben und bis zur Mahlzeit nur was zum Trinken gegeben. Und das, ohne dass ich das Gefühl hatte, dass mir irgendwas fehlt.

Später gab es dann noch etwas Obst, Snack-Gemüse oder andere, mehr oder weniger gesunde, Kleinigkeiten, bis es dann einige Zeit nach Mitternacht wieder ins Bett ging. Bei sowas geht natürlich eine Essensplanung, die sich eher am normalen Tagesablauf orientiert, ein wenig den Bach runter. So trug ich einige Ideen mit mir für Gerichte, die ich hier auch vorstellen wollte, die aber alle dem „eigentümlichen“ Essverhalten geopfert wurden. Letztendlich gab es auch Tage, wo ich mich quasi nur durchsnackte. So erinnere ich mich mit Freuden an einen Spieß mit gefüllter Entenbrust (da war Trockenpflaume drin) oder ein Lamm-Spieß mit Pilzen, die ich beide beim Lieblingsfleischer erstand, mit Genuss verspeiste und den Tag dann nur mit weiteren Kleinigkeiten verbrachte. Nichts wirklich blogwürdiges. Dazu stehen auch noch ein oder zwei Reste von verblogtem Essen im Kühlschrank, aber teils auch schon ein paar Tage zu viel, als dass ich beim Öffnen der Aufbewahrungsdose nicht doch skeptisch wäre. Irgendwann ist’s schade um die Dose … 😉 

Zwischenmahlzeit – aus Gründen

Urlaubsbedingt bin ich aufs Selberkochen zum Mittag – egal, wie spät es gerade ist – umgestiegen. Montag gab es Fisch, in dem Fall Matjes, etwas hinter dem MHD. Aber ich habe es offensichtlich überlebt.

Matjes, Hausfrauensoße, KartoffelbreiDen Fisch gab es mit Hausfrauensoße zu kaufen. Den Kartoffelbrei habe ich natürlich selbst gemacht. Seit ich weiß, wie man das schnell und einfach aus der rohen Kartoffel mittels Mikrowelle beschleunigt, bin ich damit schneller als jedes Tütenpüree. Vom besseren Geschmack ganz zu schweigen.

Matjes, Hausfrauensoße, KartoffelbreiSo eine richtige „Hausfrauensoße“ war das in der Packung natürlich nicht. Die kenne ich anderswo anders, vor allem mit sehr viel mehr Einlage. Aber was will man von Kaufkram auch schon besseres erwarten.

„Aufgewärmt schmeckt es doch am besten.“ Wer kennt diesen Satz nicht. Viele Eintöpfe, aber auch Gulasch und andere Schmorgerichte leben vom Aufwärmen und dann besser Sein. Aber ein Pastagericht aufwärmen? Das geht auch!

Spaghetti mit Bohnen-Tomatensoße, aufgepeppt mit Garnelen und KnoblauchZumal, wenn man nur die Soße (ja, es ist die vom letzten Sonntag) aufwärmt und dann noch etwas verbessert. Als die Spaghettis dezent vor sich hin köchelten, kam etwas kleingeschnittener Knoblauch in eine dezent beölte Pfanne und röstete ein wenig an. Dann kamen ein paar „Partygarnelen“ dazu. Die waren schon gar und sollten nur dezent angewärmt werden. Wenn sich Knoblauch und Garnelen ein wenig verbunden haben, kommen der Soßenrest vom Sonntag dazu und – sobald der leicht blubbert – die Spaghetti.

Spaghetti mit Bohnen-Tomatensoße, aufgepeppt mit Garnelen und KnoblauchSchön durchschwenken und servieren. Durch die Meeresfrüchteeinlage kam natürlich kein Parmesan oben drauf. Oder auch, weil ich den im Verlaufe des Sonntags sowieso weggesnackt hatte … So ein bisschen ist das Mittag auch eine Surf’n’Turf-Variante. Immerhin ist ja auch noch Speck in der Soße.

Um mal ein wenig Öl ins Feuer der Diskussion über Vollkornpasta zu schütten: Das auf dem Bild sind Vollkornspaghetti. Seit ein paar Jahren habe ich mich komplett auf Vollkornpasta umgestellt und finde, sie schmeckt besser als die weißmehlhaltige und damit charakterlose „normale“ Pasta. Die Vollkornvariante hat Geschmack und Konsistenz, mit der offenbar eine Reihe von Leuten, die eher 08/15 vorziehen als die wirklich guten Sachen, nichts anfangen können. 😉 Man muss natürlich die richtigen nehmen.

Am Mittwoch wurde es klassisch. Reich an Proteinen und Gemüse. Und ich war endlich mal wieder beim Lieblingsfleischer und habe eingekauft. Und dort darf man eine bekannte Warnung gern in den Wind schießen. Ich meine die vor fertig eingelegtem Grillfleisch. Was sogar manchmal an Baumarktkassen mit verhökert wird, ist natürlich unterirdisch. Aber bei einem Fleischer, wo auch die Tieraufzucht und die Futtermittelerzeugung zur Firma gehören, kommt eben am Ende auch was qualitativ gutes heraus. Da kann man auch mariniertes Fleisch kaufen. Wobei, manchmal sind die Würzungen schon individuell … 😉 Aber so sind die Menschen eben: Jeder hat einen eigenen Geschmack.

Nackensteak mit SalatGanz reduziert aufs wesentliche. Das Nackensteak war in einer roten, leicht scharfen Paprika-Marinade. Es gab auch auch eine mit Kräutern, die auch recht lecker ist (undokumentiert). Das Salatdressing hatte sich nach unten in die Schüssel verzogen, deswegen sieht der ein wenig trocken aus. War aber was dran!

Nackensteak mit SalatZart, saftig, würzig und in der Pfanne kaum geschrumpft. Man muss es natürlich trotzdem richtig zubereiten. Ich habe erstmal die Pfanne eine ganze Weile leer und trocken aufgeheizt. Die ist aus Aluguss und braucht da schon ein wenig. Als sie schön heiß war, kam ich mit der Flasche Öl in der einen und dem Steak in der anderen Hand dazu. Erst das Öl in die Pfanne – man sah ihm sofort an, dass es blitzschnell heiß wurde – und dann gleich das Fleisch rein. Und dann die Finger davon lassen. Höchstens ein bisschen die Pfanne hin und her rütteln. Erst, wenn sich unten eine schöne Kruste gebildet hat (das ist übrigens die Seite, die ihr auf dem Bild seht), wird das Fleischstück umgedreht und dann weitergebruzelt, ggf. mit leicht zurückgenommener Temperatur. Das brät dann auch schön an und man tastet regelmäßig das Fleisch an, wie weit es ist. Das braucht ein wenig Übung/Erfahrung, aber irgendwann kommt dann das Steak mit einem gaaaaaanz zartrosa Inneren auf den Teller. Dann darf dort der Saft ein wenig rauströpfeln. Der wird dann mit ein wenig Brot aufgetunkt. Ohne Brot und ohne Gesellschaft nimmt man einfach den Teller und leckt ihn ab.

Luft, ein Name und ein Steak

Männer kennen das:
„Da kannste noch so viel schütteln und kloppen,
in die Hose geht doch der letzte Troppen.“

Bei Pfifferlingsgerichten ist es ähnlich:
„Du kannst putzend noch so viel Sauberkeit wähnen,
beim Essen knirscht Sand trotzdem zwischen den Zähnen.“

Mehr dazu weiter unten. 

Beim Discounter des Tages* lagen im „Brötchenknast“ nicht nur genannte Backwerke, sondern auch Käse-Schinken-Croissants. Nun sind diese Blätterteigskrümelteile nicht unbedingt was für mich, aber irgendwie löste ihr Anblick irgendwas in mir aus und so landete ein so’n Ding (und eine Kontrollprobe) im Einkaufskorb, sanft eingetütet. Kurz gefasstes Resümee: extrem verzichtbar. Viel Luft am Stück; wenn’s frisch gebacken und dementsprechend noch warm wäre, hätte es einiges mit Politikern gemein. Ansprechende Hülle, aber innen nur heiße Luft und Käse. Die Teighülle hatte mit einem Croissant auch wenig zu tun. Die Käse und Schinkenmenge war eher übersichtlich und von zweifelhafter Qualität. 

Dazu gab es dann einen Kakao mit Karamell-Geschmack. Eine bekannte Schokoladenmarke hat einer ebenfalls bekannten Molkerei die Verwendung ihres Namens lizensiert. Ob das immer zu schönen Produkten führt, bleibt dahingestellt, zumal die Schokoladenmarke in meinen Augen nicht unbedingt für gute Qualität steht: viel Zucker und so wenig Schokoladenanteil wie rechtlich möglich. Wie man dann also zwei Aromen (Schokolade und Karamell), die beide unter der Überschrift „süß“ stehen, auch noch miteinander vereinen kann? Zugegeben, das Milchprodukt war nicht so süß wie erwartet. Und das Aroma war sehr ausgewogen: weder Schokolade noch Karamell hatten einen hervorragenden Anteil. Läuft also auch unter verzichtbar. 

Sonntagmittag

Irgendwie wollte ich mir mal wieder ein Steak gönnen und bei einem anderen Discounter des Tages* fiel mein Blick auf ein recht ansehnliches Stück Rumpsteak, das fein marmoriert war und sehr entfernt an Waygu erinnerte. Blieb die Frage nach der Beilage. Während das Steak zu Hause schon wetagete**, kamen beim Einkaufen Pfifferlinge ins Blickfeld, ich hatte sie eingangs bereits erwähnt. Der Gedanke kam nach dem aufwendigen Putzen der wohl wirklich aus freier Natur stammenden Pilze, jedenfalls war noch sehr viel Natur an ihnen dran. Nachher beim Braten ergänzten noch Schalotte und Knoblauch den Pfanneninhalt, Salz und Pfeffer waren auch anwesend. Die Pfanne selber war bereits vorher einmal benutzt worden: In ihr krustete sich das Fleisch schön, dass zuvor nur gesalzen und leicht eingeölt war. Das Steak landete zum Nachgaren in dezenter Heißluft und die Pfanne war frei für die Pilze. Die beiliegenden Kartoffeln nahmen den üblichen Weg über die Mikrowelle.

Rumpsteak, Stampfkartoffel, Pfifferlinge und GarnierringAlter Genießertipp: „Schnecken munden knackiger, wenn man vor dem Verzehr den schleimigen Inhalt entfernt.“ Pfifferlinge sind übrigens auch bekömmlicher, wenn man vor dem Verzehr den Servierring entfernt. Das fiel mir wirklich erst nach dem Knipsen des Bildes auf. 

Rumpsteak, Stampfkartoffel, PfifferlingeAlso nochmal, aber diesmal ohne das Metall. Das Steak bekam noch etwas Bestreu durch frisch gemahlenem Pfeffer, in den Stampfkartoffeln waren neben Milch und Butter auch noch Salz, Pfeffer, Muskatnuss und Petersilie enthalten.

Rumpsteak, Stampfkartoffel, PfifferlingeSo ganz typisch Rumpsteak war das Rumpsteak irgendwie nicht. Spätestens dieses sehr kurze Stück Fettrand könnte stutzig machen. Aber die feine Marmorierung sah im rohen Zustand so gut aus … Das Fleisch war auch in Ordnung, aber ich stellte – mal wieder – fest, das Rumpsteak nicht mein Lieblingssteak vom Rind ist. 

Rumpsteak, Stampfkartoffel, PfifferlingeAnsonsten kann ich mich nicht beklagen. Vielleicht hätte ich noch etwas Soße an die Pilze machen können, so ein Klecks Sahne oder so. Dann hätte ich das Fleisch als „Jägersteak“ (West) verkaufen können; als Variante des „Jägerschnitzels“ (West), das ein paniertes Schnitzel mit einer Jägersoße (Pilzsoße) vereint. Das „Jägerschnitzel“ (Ost) ist dann ja etwas völlig anderes und zeigt sich als gebratene Jagdwurstscheibe, gern auch paniert, in Begleitung von Tomatensoße (gebunden) und Nudeln (keine Pasta!!!). 😉 

Sonntagnachmittag

Es hätte auch ein Dessert werden können, aber es wurde Bestandteil der Kaffeepause am Sonntagnachmittag: Zitroneneis. Die Orangen-Variante hatte ich euch schonmal gezeigt. Hier löse ich also das damalige Versprechen zur Präsentation der Zitronen-Variante ein:

Kaffeegedeck mit Zitroneneis in einer ZitroneEine ausgehöhlte Zitrone wurde mit einem Zitroneneis gefüllt. Das war übrigens gar nicht mal so schlecht, nicht einfach nur sauer, sondern schön zitronenaromatisch. Ein wenig Luft muss auch mit dringewesen sein: Irgendwie wirkte die Frucht leichter als eine entsprechende in frisch und unverarbeitet. 

Zitroneneis in einer ZitroneUnd alles vom Discounter aus der Tk-Abteilung. Es gibt da wirklich manchmal gute Produkte. Einzelne. Gerade auch bei Läden, die mit ihrer Qualität werben, ist es meistens nicht so weit her, wenn man mal genauer hinsieht und -schmeckt. 

Zitroneneis in einer ZitroneIm Gegensatz zur Orange brauchte die Zitrone aber eine kleine Standhilfe. Die Orange tat das von allein. Aber so hat eben jeder seins.

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*) Der Laden, wo es mich nach Feierabend auf dem Heimweg beinahe zufällig hin verschlagen hat.
**) Wet Age ist das feuchte Gegenstück zum bekannten Dry Age, meist reift das Fleisch dabei vakuumiert in Folie.

Rot, grün, weiß, gelb, …

WARUM??? Die ersten Absätze entstanden übrigens unter Mitwirkung meines inneren Duracell-Hasen. Und, bevor jemand fragt: Ja, ich habe schon wieder einen Energy Drink getrunken. Und das schon wieder eher unter kulinarischer Sicht. Was man nicht tun soll. Aber immerhin gibt’s die Drinks in Geschmacksrichtungen, die man bei Limonaden eher nicht findet. Bei meiner Blauäugigkeit unterstelle ich eine gewisse Natürlichkeit, ohje, bin ich naiv.

Ein bekannter österreichischer Getränkedosenabfüller hat sein Ursprungsprodukt, das es bisher nur mit künstlich nachgeahmtem Gummibärchengeschmack gab, in weiteren Aromatisierungen herausgebracht. Die Formulierung war übrigens bewusst so gewählt, ich weiß, dass auch Gummibären selbst nicht aus eigener Kraft so schmecken, wie sie schmecken. Beim Einkauf vergriff ich mich aber bei den roten Dosen und so hatte ich zu Hause nicht die Variante White Peach, sondern Wassermelone im Kühlschrank. Erstere hatte ich mittels eines gespendeten halben Schlucks schon mal auf der Zunge, da wollte ich mal die volle Dosis. Aber pink ist eben nicht rot. Genauer hinschauen hätte geholfen.

Das anglophile Pink entspricht wohl dem deutschen Rosa, was voiceoverübersetzte Dokus nahelegen. Bleibt die Aufgabe, die folgenden Worte aus dem deutschen Sprachschatz differenzierend zu definieren: rosa, pink, violett, magenta, lila. Und das auf Basis der Grundfarben, wobei grün bzw. gelb (je nach Mischsystem) vermutlich keine Rolle spielen. Bei meinem Versuch werde ich mal beide Systeme wild durcheinander werfen. Violett ist rot und blau, rosa ist rot und weiß, pink ist violett und weiß, lila ist violett, im Malkastensystem. Magenta definiert die Deutsche Telekom. 😉

Aber zum Getränk. Red Bull Red Edition "Wassermelone"Es schmeckte eben wie JEDES andere Produkt, das mit Wassermelonengeschmack hergestellt wird; ein Geschmack, der mit einer echten Wassermelone genauso viel zu tun hat wie der Geschmack von grünem Wackelpudding mit Waldmeister: Absolut nichts. Zusätzlich hatte der Doseninhalt mehr Kalorien als der in der letzten Woche getestete Rockstar-Drink, und das, obwohl die Rockstar-Dose doppelt so viel Inhalt hatte. Der Grund dafür macht das Getränk aber nicht besser. Für Leute, die das Zeuch aus kulinarischen Gründen zu sich nehmen wollen: Es lohnt nicht. Und für alle anderen: Überdenkt mal Eure Einstellung zur Gesundheit eures Körpers. 

Freitagmittag

Apropos gesund: Wichtig bei der gesunden Bewältigung des Arbeitsaltags ist ein vernünftiges Mittagessen. Wenn man denn über Mittag arbeitet. Und dass man da auch in einer kleinen Teeküche einiges zaubern kann, hatte ich neulich schon mal angedeutet (siehe auch hier und hier). Selbst auf einer einzelnen, leistungsschwachen Kochplatte geht einiges. 

Nudelpfanne mit Spinat, Tomate, Zucchini, Hirtenkäse, KnoblauchVom Vortag (da gab es etwas ähnliches) waren noch eine Zucchini und ein paar kleine Tomaten übrig geblieben. Auch der Hirtenkäse war ein Rest, und die Vollkornfarfalle lagerten schon längere Zeit. Die wurden in kochendes Salzwasser geworfen, nochmal aufgekocht und bedeckelt beiseite gestellt. In der Pfanne gaben etwas Öl, Knoblauch der klein geschnittenen Zucchini etwas Anfangsaroma mit. Salz und Pfeffer waren auch anwesend. Dann kamen noch ein Rest Tk-Spinat und die klein geschnittenen Tomaten dazu. Nachdem alles gut angeschmurgelt war, kamen die abgetropften Farfalle und der gebröselte Hirtenkäse dazu. Abschmecken, fertig. 

Nudelpfanne mit Spinat, Tomate, Zucchini, Hirtenkäse, KnoblauchEin wenig Parmesan ergänzte das Ganze noch. Die Gemüse waren von einer Variante übrig geblieben, als gare Kartoffelwürfel in der Pfanne die Basis bildeten und nach dem Anbräunen mit Zucchini, Tomate und später mit Hirtenkäse ergänzt wurden. War auch lecker. Der Spinat stammte von einer klassischen Spinat-Salzkartoffel-Ei-Mahlzeit in der Vorwoche.

Sonntagmittag

Als ich mich Freitag nach Feierabend auf dem Weg zum Einkaufen machte, hatte ich noch keine Ahnung, was es am Sonntag geben sollte. Manchmal soll ja ein Plan helfen, der bildete sich dann aber im Supermarkt. Die Gurke (bloß nicht schon wieder Zucchini!!!) sah ganz gut aus, Tomaten hatte ich noch im Haus, dazu etwas durchwachsenen Speck und ein paar Kartoffeln. 

Schmorgurken mit Tomaten und einer Zwiebel-Speck-Basis, dazu KartoffelbreiIn einer Pfanne habe ich etwas durchwachsenen Speck ausgelassen und bald auch die drei kleingeschnittenen roten Zwiebeln dazu gegeben. Als diese weich waren, kamen die Gurkenscheiben und die Tomatenstücke dazu, alles wurde durch durchgerührt, noch etwas gepfeffert und wenig gesalzen (Speck!) und dann bei sanfter Hitze bedeckelt schmurgeln gelassen. Ab und zu wurde umgerührt. Nebenher habe ich den Kartoffelbrei klassisch hergestellt mit Milch und Butter und Salz und Muskat (und ein wenig Rosmarin). 

Schmorgurken mit Tomaten und einer Zwiebel-Speck-Basis, dazu KartoffelbreiDas sieht zwar alles wie das Gegenstück eines klassichen „Geschmorte Gurken“-Gerichts aus, dass eher hellgrün, fast weiß daherkommt, aber die Kombination mit Tomaten mag ich sowieso lieber. Der Rote-Zwiebel-Speck-Ansatz hätte nicht wirklich sein müssen, ist aber mal eine Idee. Vielleicht hätte ich den noch etwas paprizieren sollen, dann wäre es fast mein Gulasch-Ansatz geworden. 

Schmorgurken mit Tomaten und einer Zwiebel-Speck-Basis, dazu KartoffelbreiDie Gurke hatte ich vor dem Schneiden in Scheiben nochin Längststreifen geschält. Man kann das auch vollständig machen, oder gar nicht. Je nach gewünschtem Grünton. Es war auch keine richtige Schmorgurke, eigentlich eine Bio-Salatgurke, die aber ein wenig dezente Stachligkeit aufwies und entfernt auch in der Form an eine Schmorgurke erinnerte. Wer mag (Ich! – Ich! – Ich!) kann auch noch etwas Dill ans Gemüse machen. Mmmmhhh. 

Und weil die Gurke die Portionsgröße vorgab, blieb auch noch was für Montagmittag auf Arbeit … 

Getränkeupdate

Ein regionaler Getränkeabfüller aus Bad Doberan hat eine Limo mit „Wassermelonen Geschmack“ im Sortiment. Da sind wenigstens noch Auszüge aus Zitrusfrüchten drin, die Melone lief nur in sehr großem Abstand an vorbei. Die Farbe wirkte etwas natürlicher als bei o.g. Getränk. Nur mit Wassermelone (natur) hat das alles geschmacklich nix zu tun.