Wochenzusammenfassung (09.-14.12.2019)

Das war eine Woche. Drei Weihnachtsfeiern machten es schwer, im Rhythmus zu bleiben und die Routine zu behalten. Im Großen und Ganzen ist es wohl auch gelungen, wenn man nicht zu genau hinguckt. Aber auch das Protokoll macht gerade Pause, was heißt, dass ich mich wahrscheinlich öfter mal am Schlüppi reißen muss, um in Fahrtrichtung zu bleiben.

Gekocht habe ich aber trotzdem. Eine bunte Mischung aus Rumfort und Reste.

Diese Suppe, die eher an einer Gulaschsuppe angelehnt war, aber eigentlich auch wieder nicht, bestand aus Teilreisen der ersten Weihnachtsfeier. Da hab es u.a. Ententeile nebst Rosen- und Rotkohl und Klößen sowie Salzkartoffeln als Beilage. In den Topf fanden Rosenkohl und Entenbratensoße den Weg. Ich hatte auch noch auf etwas Entenbrustfleisch gehofft, aber das war am Ende der Veranstaltung aufgegessen. Nur ein paar Keulen blieben übrig, die aber andere Verzehrenswege fanden. So bildeten eine ausgelöste Beinscheibe und etwas Kasslerkamm die Basis für die Brühe, eine Schale brauner Champignons mussten ebenfalls verwertet werden.

Nun ist die Kombination Champignon-Rosenkohl nicht allgegenwärtig. Aber es ging. Nachgewürzt wurde natürlich auch noch. Durch den Brühenansatz (das angebratene Rindfleisch bekam mit einem Wasseraufguss etwas Vorlauf, bevor dann alles andere hinzu kam) fehlte die Würze, selbst das Kassler erwies sich als recht salzarm. Das hatte ich auch schon ganz anders erlebt.

Die zweite Weihnachtsfeier bot eher Kaffee und Kuchen, so dass ich mich kulinarisch und physisch sehr zurückhielt. Aber die dritte bot die Chance, bereits durchgeführte eher theoretische Recherchen praktisch zu überprüfen. Normalerweise wird diese Weihnachtsfeier traditionell mit einem Entenessen in einer hiesigen Gaststätte begangen, die Umstände zwangen uns, auf die hiesigen Lieferdienste zurückzugreifen. Dabei wurde einer derjenigen ausgewählt, die eines der drei für mich nach Richtlinie essbaren Gerichte auf der Menükarte hatte.

Das sieht doch schon mal ganz gut aus. Und endlich mal wieder ein Essen aus dem Pappkarton. ;-) Wie seinerzeit häufiger beim werktäglichen Mittag, als ich mich noch mainstreamig ernährte. Auch, wenn der Karton wirklich ein eckiger Karton war und kein runder Becher wie seinerzeit. Aber auch hier half zur genaueren Bewertung umrühren.

Die Basis war ein Pastagericht mit Vollkornpenne sowie mit Spinat, Champignons und Rindfleischstreifen, oben drauf kamen noch zusätzlich bestellte frische Tomaten und frischer Frühlingslauch. Das sollte den Richtlinien genügen.

Trotzdem möchte ich auch nochmal meiner Verwunderung Ausdruck geben, wie wenig Gerichte es in Gaststätten und von Lieferdiensten gibt, die einen maßgeblichen Gemüseanteil und wenig Kohlenhydrate als Beilage bieten. Morgen Mittag bin ich mit Vattern wieder essen. Es wird etwas schicker diesmal. Ich bin gespannt. Bisher war ich erst einmal in der Gaststätte, damals noch ohne Richtlinie. Ich erwarte als Bericht morgen hier euphorische Beschreibungen, ich fürchte aber aus der bisherigen Erfahrung und aus zugetragenen Erfahrungen anderer eher einen Verriss …

Grillabend 2 4 2

“Tu for tu” soll die Zahlenkombi heißen. Zwei marinierte Nackensteaks vom Schwein und zwei Spieße mit Rindfleisch und Paprika. Alles schon mariniert gekauft.

Fleisch ist auch nicht mehr das, was es mal war! Kaum lagen die beiden Fleischscheiben in der Pfanne, war diese voll. Nun nicht gleich neidisch werden! Es war eine 20-cm-Pfanne. Also übersichtlich viel Bratfläche. Aber das Fleisch schrumpft ja noch, dann passen die Spieße mit rein.

Von wegen! Selbst beim Umdrehen wird kein Platz frei:

Mist. So mussten dann die Spieße warten, bis die Nacken fertig wurden.


Lav libido opstår, når en person føler, at han ikke kan give eller modtage seksuelt ophidsende adfærd med piller. Mennesker, der lider af lav libido, bliver ængstelige, irritable og kan miste interessen for ting og mennesker omkring dem.

Auf nix ist mehr Verlass. Es könnte am Braten in der gut erhitzten schweren Gusspfanne liegen. Es könnte daran liegen, dass ich das Fleisch nur einmal umgedreht habe (wie immer beim kurzgebratenen).

Es könnte aber auch daran liegen, dass das Fleisch von sehr guter Qualität war, vom Fleischer meines Vertrauens, mit eigener Tierzucht. Und das merkt man nicht nur in der Pfanne sondern auch im Mund. Nicht wie diese eingeschweißten Grillfleischimitate aus Discounter, von der Tanke oder sonstiger zweifelhafter Quelle, zumindest was Fleisch betrifft.

Rote-Bete-Power-Topf (16.05.2019)

Eigentlich mag ich Rote Bete nicht besonders, aber diese Suppe hat durchaus ihre Vorteile, so dass ich sie ganz gern esse.

Der eine Vorteil ist der weiße Klecks Meerrettich, der passt da wunderbar dazu. Der zweite ist das nur dezente Rote-Bete-Aroma der Suppe.

Natürlich ist nicht nur Rote Bete in der Suppe. Rindfleisch ist auch drin. Und Weißkohl. Und anderes.

Wenn Kohl in den Kopf steigt

Nun spinnt er völlig. Suppe in der Pfanne.

Die Idee dahinter ist vermutlich noch verquerer: Kurz hatte ich darüber nachgedacht, aus der Suppe eine Frittata zu machen. Die zunehmende Erhitzung mit der einhergehenden Verflüssigung der Suppe ließ die Idee dann aber wieder in den Hintergrund treten.

Als ich die Suppe dem Kühlschrank entnahm und in ihrer Plasteummantelung betrachtete, war von der Flüssigkeit wenig zu sehen. Vermutlich lag eine gewisse Gelierung zugrunde, die offensichtlich der Qualität der Brühe zuzurechnen ist. Und das kam so:

Nachdem ich auf Wunsch eines einzelnen Herrn Schichtkohl zubereitet hatte, lag noch ein angefangener Kohlkopf in der Gegend rum, der auch irgendwie verarbeitet werden wollte. Kurz dachte ich auch hier schon an die Frittata-Idee, der aber die Kohlreste nicht komplett zum Opfer gefallen wären. Also musste noch eine zweite Idee her, die dann aber die erste wurde.

Suppe machen ist recht einfach, dauert nur immer ein wenig. Aber wenn man einen TV-Abend plant oder etwas ähnliches, wohnungsgebundenes vorhat, kann man nebenher die Suppe kochen. Und nach dem nachfolgenden Prinzip kann man viele Arten von Suppe kochen: Kohlsuppe, Wrukensuppe, Kartoffelsuppe, … Und das gute: Man kann sich bis ca. 45 Minuten vor dem geplanten Verzehr noch entscheiden, was es für eine Suppe werden soll. Entsprechende Lagerbestände vorausgesetzt.

Basis ist ein Stück Suppenfleisch (300-500g, Rind) und etwas (leicht) geräucherter und gepökelter Bauchspeck (100-200g, Schwein). Andere Einlagen kann man nach Belieben dazu tun: Schweinepfote oder -ohr, Schweineschwanz,  Kalbsfuß, Markknochen, Mettenden, … Das Suppenfleisch wird in mundgerechte Würfel geteilt, vor allem Sehnen u.a. sollten dabei zerschnitten, aber nicht unbedingt abgeschnitten werden. Ob man das Fleisch anbrät oder nicht, ist Geschmackssache und hängt vom Ziel der Suppe ab. Anbraten bringt die kräftigere, aber auch dunklere Brühe. Den Speck könnte man auch etwas anbraten, da gilt das gleiche.

Fleisch und Speck sind also im Topf, darüber kommen gewürfelt oder anderweitig klein(!) geschnitten die üblichen Verdächtigen: Zwiebel (bei dunkleren Suppen gern mit Schale), Möhre, Lauch, Sellerie. Darüber dann das kalte Wasser und ein erster Schub Gewürze: ein wenig Salz, Pfefferkörner, Piment, Lorbeerblatt. Das Wasser sollte den Topfinhalt großzügig bedecken (immerhin kommen noch die namensgebenden Zutaten hinzu). Dann gebe ich ordentlich Feuer drunter und lasse alles einmal aufkochen. Dann wird die Hitze reduziert. Meist wird von einem leichten Simmern gesprochen, wenn es um die richtige Einstellung der Temperatur geht. Ich habe es die letzten Male so gemacht, dass der Topfinhalt gerade so nicht mehr gesimmert hat. Ich vermute da eine Temperatur unter 100°C, eher so 80-90°C. Wer das einstellen kann, sollte es mal probieren. Die Bereitung der Grundbrühe – darum handelt es sich hierbei – dauert zwar dadurch noch länger, aber es wirkt sich positiv auf die Verzehrbarkeit des Fleisches aus.

Wenn man die Temperatur eingestellt hat, fängt der gemütliche Teil des TV-Abends an. Chips und geistiges Getränk sowie eine gute Programmauswahl machen daraus einen schönen Abend. Wer ganz sicher gehen will. sollte sich einen Film im Privatfernsehen anschauen und die Werbepausen zur Suppenkontrolle nutzen. Zwei oder drei Stunden kann das ganze jetzt gut dauern. Kriterium ist der Garzustand des Suppenfleischs. Sollte eine der anderen Einlagen gefahr laufen zu verfallen, kann man sie aus der Brühe fischen und später wieder mit dazu geben. Der Speck zerfällt aber planmäßig.

Sollte man die Brühe wirklich am Vorabend gemacht haben, wird die Hitzequelle unter dem Topf dann abgestellt und alles langsam abkühlen gelassen. Am nächsten Tag werden dann die Hauptzutaten vorbereitet. Für mich hieß das, den Kohl klein zu schneiden und ein paar Kartoffeln zu schälen und zu würfeln. Beides kommt in die Brühe, die dann wieder aufgekocht und dann leicht köcheln gelassen wird, bis die Kartoffeln gar sind. Wenn das passiert ist, steht einem Suppengenuss nichts mehr im Wege (abschmecken sollte man übrigens auch noch, so habe ich zusammen mit dem Kohl auch Kümmel mit an die Suppe getan, die übliche Verknüpfung).

Oben – in der Pfanne – befand sich übrigens der letzte Rest der Suppe, nachdem 4-5 Portionen bereits vertilgt worden sind. Tut man statt des Kohls gewürfelte Steckrübe und ggf. frische Möhrenwürfel und die Kartoffeln hinzu, gibt es einen schönen Wrukeneintopf. Man könnte auch nur Kartoffelwürfel nehmen (dann natürlich mehr). Bei festkochenden gibt es eine eher klare Kartoffelsuppe, bei mehlig kochenden (und etwas Rührenthusiasmus) kommt eine gebundene Tüftensuppe dabei heraus. Man kann sich aber auch einen Teil der Brühe abfüllen und einfrieren. Gute Brühe kann man immer gebrauchen.

Fast Food mit Wurst

Es gibt da ein paar Aspekte der mediterranen Küche, die eine schnelle Zubereitung ermöglichen und dabei doch noch so gesund sein kann (inwiefern gesunde Ernährung irgendwie definiert werden könnte – mit Belegen). Und meist braucht man auch nicht viel an Kochgeschirr und die Portionsgröße und -zahl ist auch noch variabel; was will man mehr?!

Sicher: Sowas in der Art findet man immer mal wieder in Kochblogs, selbst hier findet man das. Aber es ist immer mal wieder eine Anregung: zum Kochen, zum Kreieren, zum Genießen. Und es ist so variabel, … achso, das hatte ich schon. Und schnell. Eigentlich braucht man nicht mehr Zeit, als das die Pasta al dente ist und vorher das Wasser kocht. Ein Topf (für die Pasta) und eine Pfanne (für die Beilage), das ist schon alles.

Früher gab es das doch noch nicht: Rindsknacker. Also Knacker aus Rindfleisch. Ich habe sie schon in verschiedensten Supermärkten gesehen. Man kann sie so essen, ggf. auch erwärmen, oder eben zu einer Soßenbasis machen. Dazu habe ich versucht, die Wurst so klein wie möglich zu bekommen. Teilweise habe ich sie auch der Länge nach halbiert und versucht, das innere heraus zu kratzen, was nur so semi gelang. Der Schredder kam dann zu etwas Fett in die Pfanne zum weiter auslassen.

Nebenbei kochte das Nudelwasser auf und wurde gesalzen.

Die Spaghetti kamen dann auch dazu, aber das brauche ich ja eigentlich keinem zu erzählen.

Während die Pasta langsam im Kochwasser versank und die Wurst immer ausgelassener wurde, habe ich eine Handvoll Cocktailtomaten geviertelt. Die kamen dann zur Wurst in die Pfanne.

Endlich: Die Spaghetti werden vom Wasser umschlossen.

Jetzt heißt es warten, ab und zu mal umrühren (Spaghetti und Pfanneninhalt) und warten.

Zeit ist schon immer eine gute Zutat gewesen. Die Tomaten zerfallen und gehen mit den übrigen Zutaten in der Pfanne eine Verbindung ein. Gewürzt werden kann auch, aber vorher kosten, die Wurst liefert eigentlich genug Geschmack.

Grabbeln wir uns doch mal ein paar Spaghetti aus dem Topf zur Garprobe.

Sind die Nudeln al dente, werden sie tropfnass in die Pfanne gehoben.

Da kann ruhig etwas vom Nudelwasser mitkommen, das ist völlig in Ordnung und meist auch sinnvoll.

Einen kleinen Frischekick gönnen wir uns auch noch: Frühlingszwiebelröllchen. Die sind beim warten (s.o.) entstanden.

Dann wird alles gut durchgeschwenkt, man kann natürlich auch die Pinzette nehmen, und alles gut vermengen.

Die Pinzette hilft auch, den Pfanneninhalt auf den Teller zu verbringen.

Nur beim Parmesanreiben hilft die Pinzette gar nicht. Da sind eine Reibe oder ein Sparschäler sinnvoller.

Und dann: Guten Appetit. Und mit dem satten Elan, den der nachfolgende Cappuccino entfachte, probieren wir mal, etwas typisch deutsches auf diese Art zuzubereiten und genießbar auf einen Teller zu bringen.