Königsberger Klopse mit Salzkartoffeln (19.03.2019)

In memoriam des Essenslieferanten der letzten Wochen habe ich heute die Königsberger Klopse entdeckt. Die hätte es diese Woche nämlich auch gegeben, wenn auch nicht heute.

Spätestens der Krautsalat ist ein deutliches Zeichen für die Quelle dieses Essens, gibt es den doch bei fast jeder Speise dazu. Hier war ich nur froh, dass sie ihn nicht in der Soße sondern an den Kartoffeln platziert hatten. Ich erinnere mich da an ein Hühnerfrikassee mit Reis, das den Krautsalat als Frikasseeeinlage hatte.

Die beiden Klopse waren lecker und auch die Soße war nicht ganz so 08/15, wie man sie manchmal in ähnlichen Situationen erwarten kann. Es schwammen auch ein paar Kapern in ihr rum, was geschmacklich durchaus Wirkung zeigte.

Klassisch passt wohl Rote Bete in irgendeiner Form dazu, wobei ich nicht sehr traurig darüber bin, dass die hier fehlte. Krautsalat passt auch.

Gebratenes Fischfilet mit Spinat und Salzkartoffeln (15.03.2019)

Heute gab es eine kleine unschöne Szene mit dem Essenslieferanten, wobei wirklich der Mensch, der das Essen brachte, gemeint ist. Der Auslöser lag zwar bei uns, trotzdem war sein Verhalten unakzeptabel, und das nicht das erste Mal. Tja, wieder ein Kunde weniger. Ab Montag gibt’s hier also Essen aus dem Einkaufszentrum.

Spinat satt am Freitag. Nicht nur die sichtbare Menge gilt es anzurechnen sondern auch noch ein Hauch unter der Panade des Fischs. Oder muss es Panierung heißen?

Der Fisch war nicht so prickelnd, panierte Sachen in dicht schließenden Transportverpackungen sind schon vom Ansatz her einfach suboptimal. Der Spinat war lecker, schön rund im Geschmack ohne hervorstechende Einzelgewürze. Ich mag’s so. Gerade eine dominante Muskatnote ist nicht so meins.

Abends gab es noch ein kantinöses Stroganoff (nein, kein Rinderfilet) auf Tütentrockenspätzle. Natürlich dann gekocht. Das war insgesamt besser, allerdings auch doppelt so teuer.

Rippchen mit Rotkraut und Salzkartoffeln (13.03.2019)

Das Essen wird auch immer schwieriger. Gerade beim heutigen Gericht zeigen sich die Nachteile der Transportverpackung. Alles ist eng und klein und der Platz wird optimal für den Weg zum Kunden ausgenutzt, nur der müsste dann entweder alles Umfüllen (was mehrere Vorteile, aber abend auch Nachteile brächte) oder eben auf engem Raum manipulieren.

Was übrigens nicht für Abstriche beim Geschmack sorgt. Das Stückchen Schweinerippe sieht natürlich etwas unscheinbar aus, aber sie war knochenfrei, fleischig und mit einer Fettader durchzogen, die einen leichten Anflug von Trockenheit nicht ganz kompensieren konnte, Aber die Soße war so reichlich, dass sie schon den Rotkohl mit überschwemmte.

Aber frei nach dem Motto: „Im Magen kommt sowieso alles durcheinander.“ wurden die Kartoffeln in eine Mischung aus Soße und Kraut gequetscht und ein leicht seeliges Lächeln umwitterte die Mundwinkel.

P.S.: Morgen gibt es aus Gründen kein Mittagsbild, ihr und ich verpassen ein paniertes Kotelett mit Rosenkohl. Ein wenig traurig bin ich schon. Aber es muss. Ich wünsche also einen schönen Donnerstag und melde mich dann Freitag wieder. Ich bin gespannt, was ich mir bestellt habe: Fisch, Roulade oder deftiges Schweinebein.

Gulasch mit Kartoffeln (12.03.2018)

Eigentlich ziehe ich zum Gulasch Klöße oder Nudeln vor, aber die Variabilität hatte ich nicht. Bzw. hatte sie der Lieferant nicht.

Wie das Bild zeigt, war das Gulasch recht flüssig. Am Nebenplatz gab’s auch welches, allerdings selbst erkocht und mitgebracht, dass etwas fleischiger und aromatischer wirkte, mal am Geruch festgemacht. Dafür war meins mit frisch gegarten Paprikaringen oder -schnipseln aufgepeppt, die vermutlich beim Einfüllen noch roh waren. Ein Prinzip, das der Essenslieferhandel öfter mal nutzen könnte: zubereitet auf dem Weg zum Kunden.

Auch wenn das leicht ironisch klingen mag, die Paprikastücke hinterließen einen frischen Eindruck im Gulasch, der ansonsten auch gar nicht verkehrt schmeckte. Für ein Schweinegulasch war es recht lecker.

Wirsingkohlroulade (08.03.2019)

Die Woche verabschiedet sich mit einem freundlichen „Wirsing!“ (lautmalerisch schelmisch für Wiederseh’n!). Hier in Form einer Wirsingroulade mit Salzkartoffeln und Rohkost.

Die Kartoffeln waren trotz ihres Namens nicht für die gute Mineralstoffversorgung zuständig, aber irgendein Zubereiter im Rouladenumfeld muss gerade verliebt sein. Aber es ist ja auch Frühling.

Die Rohkost, fein gehackter „rosa Salat“ (formely known as Rotkohl), war auch wieder aufgehübscht.

Offensichtlich hat der Hersteller dieses Essens noch ein paar Mandarinendosen im Vorrat. 😉

Wieder haben wir bei der gesamten Mahlzeit den Effekt, dass das Auge nicht unbedingt mitisst, Zunge und Gaumen meldeten durchaus Wohlgefallen.

Mal sehen, was die nächste Woche so bringt. Vom Namen her könnte ich es zwar schon benennen, aber die Größe der Text-Bild-Schere ist ja das spannende.