Norwegische Kartoffelsuppe (14.10.2019)

Manchmal ist man doch versucht, sich einige Sachen schön zu denken. Das könnte auf die Suppe im doppelten Sinne zutreffen. Allein der erste Blick…

Nehmen wir aber den Löffel zu Hilfe, kommen doch die guten Sachen zum Vorschein. Und mit etwas geänderten Gewichtsanteilen käme sie auch meiner aktuellen Ernährungsrichtlinie näher, müsste dann aber sicher teurer verkauft werden.

Die Kartoffelsuppe prägten nicht nur eine passende Dillnote sondern auch ein paar Shrimps und einige Fischwürfel unterschiedlicher Herkunftssorten. Sellerie und Möhren und vermutlich noch einiges andere Gemüse ergänzten die Suppe auf leckere Art.

Box 3 (08.10.2019)

Auf der Abschiedstournee der unbeschwerten Essensauswahl war ich diesmal bei der Nudelbraterei. Aber: So ein bisschen flossen schon die neuen Richtlinien inhaltlich ein. Immerhin hat diese Box einen merklichen Gemüseanteil.

Bohnen, Sprossen, Möhren, Pilze, Kraut, etwas Hühnerfleisch ohne Haut. Alles top!

Nur der Pasta-Anteil ist etwas hoch. Und die falsche Pasta. Wenn das Vollkornnudeln wären, würde die Box auf dem Speiseplan bleiben. Aber lecker war’s.

Soupe au Pistou (10.09.2019)

Gestern – das sei heute nachgetragen – gab es provinzielle Bohnensuppe. … Ähm … Provencelle … Also aus der Provence. Mit allerlei Bohnen und anderen Gemüsen wie Zucchini,
Kartoffel, Lauch, Tomate und Ruccolapesto.

Letzteres ist im wahrsten Wortsinn untergegangen. Aber grüne Kräuter hübschten das Bild trotzdem in gewohnter Weise auf.

Ein grünbuntes und wohlschmeckendes durcheinander, da das Pesto auch geschmacklich untergi … ähm … sich geschmacklich einbrachte und nicht dominierte. Ihr kennt ja meine „Vorliebe“ für Rucola.

Wels mit Sonderwunsch (25.08.2019)

Heute gab es mal wieder Fisch, und damit dabei trotzdem etwas Abwechslung auf den Teller kommt, kann man nur froh darüber sein, dass es dafür einige spezialisierte Anbieter in der Region gibt. Nun sind wir aber auch Flächenland, so dass der Weg doch ein Stück hinaus aus der Stadt führte, aber das geht ja auch – dank eigenem Pkw. Wer auf den ÖPNV angewiesen wäre, den sei ein Besuch nur während der Schulzeit anzuraten. Es gibt zwar eine Haltestelle fast direkt vor der Gaststätte, die wird aber entschieden schlechter bedient als die Gäste in der Gaststätte. Und dabei hat diese eine Größe, die verträgt auch Busladungen Hungriger. Wie schrieb ich es doch auf Twitter: „Großbeköstigungsanstalt“, was jetzt keine Kritik, sondern nur eine sachliche, wenn auch pointierte Feststellung ist. Unterstellt: da weiß man, was man tut.

Da man sich für die Salatbeilage am entsprechenden Büfett selber bedient, wirkt der Teller etwas aufgeräumter. etwas Grünzeug schmeichelt aber nicht nur dem Auge. Noch etwas verdeckt findet sich aber auch noch „geschwenkter Spitzkohl-Mangold-Salat“, was ich zuvor nicht uninteressant und hinterher recht lecker fand; leicht angegartes Gemüse wurde mit etwas Sahne besoßt. Dazu im Original Salzkartoffeln. Da meine Bindung zur Erdfrucht weniger intensiv ist als anderswo behauptet, fragte ich nach der Abwahlmöglichkeit. Das ging, und so wählte ich Stampfkartoffeln, was sich beim Anblick des Tellers und die nachfolgende Vergaumung als gute Wahl herausstellte: die Mischung aus geschmorten und Röstzwiebeln passten wunderbar dazu, genau wie das sahnierte Gemüse.

Aber fällt Euch was auf? Ich habe es mal etwas weiter in den Fokus gerückt: Der Fisch ist wunderbar gebraten , aber warum liegt er wieder mal mit der Hautseite nach unten auf dem Teller??? Schade um deren schöne Knusprigkeit!

Und dabei sieht die Hautseite auch sehr schön aus. Natürlich hat man dann das Problem, wie man die Zitronenspalte richtig anwenden soll. Auf der Hautseite nutzt der Saft auch nichts (wenn überhaupt). Unter dem Aspekt der sauren Südfrucht ist das Servieren mit Haut unten also durchaus sinnvoll. Aber da die Anwendung der Zitrone auf Fisch grundsätzlich diskussionswürdig ist, nehme ich beispielsweise zum Fisch immer Cola, da habe ich eine sinnvolle Verwendung der Zitronenspalte und der Fisch kommt unverfälscht und mit knuspriger Haut oben in die Futterluke.

Alles in allem jammere ich aber gerade mal wieder auf hohem Niveau. Wer mal ein paar mehr Spezialitäten vom Wels probieren möchte (der Fisch auf den Bildern ist übrigens auch einer), dem sei ein kleiner Ausflug empfohlen. Es gibt ihn auch als Gyros, als Schnitzel, geräuchert, sauer eingelegt oder als „au four“. Natürlich finden sich auch Klassiker wie Zander, Aal, Hecht oder die Forelle auf der Speisekarte. Und vermutlich hilft eine vorherige Reservierung, falls doch mal ein Bus Hungriger vor der Tür steht …