Schwäbelnder Spätzle-Linsentopf (02.09.2019)

Wie heißt im schwäbischen ein weibliches Schwein, dass um Hilfe quickt? Notrufsäule.

Sorry, der musste jetzt sein. Wahrscheinlich machen die Linsen so lustig, oder die Spätzle (natürlich nicht handgeschabt), oder die Möhren oder was da auch sonst für leckere Sachen drin waren.

Ein Eintopf, den man gern isst. Und ich fürchte, diese Woche gibt’s öfters Suppe. Den Temperatursturz anerkennend gibt’s nämlich auch noch Omas Hühnersuppe und eine Kartoffel-Champignon-Creme. Das klingt auch alles lecker.

Erbseneintopf (05.08.2019)

Ein bisschen Bammel hatte ich schon, als ich mich heute der Suppenausgabestelle näherte. Würde der Erbseneintopf so sein, wie ich es gern habe, oder nicht. Vermutete ich doch mindestens zwei Varianten im Repertoire mit unterschiedlicher kulinarischer Referenz. Um es an der auch diese Woche angebotenen Kartoffelsuppe zu illustrieren: die gibt es auch in einer klaren Form mit festkochenden aber auch in sämig mit teilweise zerfallenen mehligkochenden Erdäpfeln. Diese Woche übrigens die erstere.

Auch Erbseneintopf kann man sämig kochen. Oder klar. Aber zu meiner Erleichterung war es nicht die klare Variante.

Irgendwie mag ich die sämigen lieber. Wenn der Löffel drin stehen bleibt, umso besser. Dies aber auch auf Grund der Einlagen und nicht nur wegen der Streichfähigkeit der Suppe

Und Einlagen waren drin. Kasseler, Kartoffeln, Sellerie, Möhren und anderes. Lecker.

Erbseneintopf (27.06.2019)

Nicht unbedingt ein sommerliches Gericht, die Leckerness war aber trotzdem gegeben. Viel mehr ist eigentlich nicht zu sagen.

Gehaltvoll war sie auch. Der dazugehörige Test:

Der Löffel blieb stehen. So muss ein Eintopf sein. Aber bitte aus eigener Kraft und nicht durch Bindemittel oder ähnlichem.

Der große Zweikampf – Bericht

Mit kleiner Verspätung der Bericht. Im Zweikampf standen sich gegenüber: Wrukeneintopf vs. Wrukeneintopf. Der eine aus dem Hause „Suppenkulttour“ mit Wurzelgemüse, Kartoffeln, Kasseler und „gekocht von den Wruken-Königinnen“, wie es auf der Webseite hieß. Auf der anderen Seite die Variante á la EiTV mit üppiger Fleischbrühe, Wurzelgemüsen und Kartoffeln, gekocht vom Herdnerd.

Kann man beide Suppen überhaupt miteinander vergleichen? Auf der einen Seite die heimische Varianten nach dem Motto: Geld spielt keine Rolle, andererseits die knallhart kalkulierte Form, die in größeren Mengen gekocht wurde, um in zwei Suppenmobilen verkauft zu werden. Letztere fiel durch feinere Vorarbeit aus. Das Gemüse war in kleinere Würfel geschnitten, so dass sich eine bessere Vermischung der Ingredienzien bot. Auch wenn in meiner Suppenschale die Wruken eher in er Minderheit waren, gaben sie einen guten Geschmack ab.

Die Herdnerd-Variante hat einen etwas rustikaleren Charme durch die größeren Gemüsewürfel, die in Einzelfällen sogar noch einen al dente geratenen Kern aufwiesen. Der geschmackliche Vorteil der EiTV-Suppe – den gab’s dann doch – begründet sich in der üppiger ausgestatteten Grundbrühe. Aber hier liegen auch die betriebswirtschaftlichen Grenzen, würde es diese Art der Großmengenzubereitung zu teuer, um den Preisrahmen am Suppenauto nicht zu sprengen. Leider ist eine Kasselerbrühe eben nicht so aromatisch wie eine Beinscheibe-Suppenfleisch-Bauchfleisch-Brühe, aber dafür eher bezahlbar.

Fazit: Auch mit einfachen Zutaten kann man einen sehr anständigen Wrukeneintopf, der auch noch bezahlbar ist, herstellen. Ein erhöhter Aufwand am eigenen Herd zahlt sich aber auch aus, was sich preislich für den Koch vermutlich die Waage hält, aber er muss ja auch kein Suppenmobil abbezahlen. Insofern darf man Wruken nicht mit Steckrüben vergleichen. 😉