Außengastro und Huhn im Wok

Obwohl wir beide eigentlich immer was recht wohlschmeckendes auf den Tisch zaubern können, haben Vattern und ich uns schon sehr über die Öffnung der Außengastronomie gefreut, Zum Start unser sonntäglichen Rundreisen gab’s Fisch, im konkreten einen schön gebratenen Bachsaibling an Bratkartoffeln mit sehr angenehmem Drumrum.

Bachsaibling leckerWunderbar. Auch oder wegen der Knoblauchzehe, die im Bauch des Fisches schlummerte. Hm. Es war zwar sehr schön und sonnig rund um die Terrasse, aber das Essen kühlte doch recht schnell aus. Da half nur schnelles Essen. zumindest der erwärmten Teile. Die Zitronenspalte kam übrigens wie immer ins begleitende Getränk. Ich will mir doch den schönen Fischgeschmack nicht verderben.

Heute Abend bin ich dann endlich dazu gekommen, mit meinen Wokvariationen zu starten. Das Grundprinzip ist ja recht einfach: Gemüse klein schneiden (Julienne), Fleisch “schnetzeln”, Pasta nebenher kochen. Fleisch schnell und heiß anbraten, an den Rand schieben, Gemüse dazu, bissfest gare, alles gut durchmischen, Gewürze dazu geben, Nudeln unterrühren und mit Sojasoße (oder anderen geeigneten Flüssigkeiten) abschmecken. Und da ich selbst auch erst wieder etwas Gefühl für diese Art der Zubereitung aufbauen muss, lief beim ersten Mal heute noch nicht alles rund.

Wenn das Nudelwasser kocht und der Wok heiß ist, gehts los.

Spaghetti kochenNudeln ins Salzwasser.

heißes Öl im WokÖl in den Wok. Idealerweise Erdnussöl, wegen der hohen Erhitzbarkeit. Aber ich hatte dann doch keins mehr im Haus. Sonnenblumenöl geht auch. Gutes, ggf. trübes Olivenöl bietet sich nicht an, weil es schneller verbrennt. Hat man raffiniertes Olivenöl zur Hand, kann man auch damit arbeiten.

Fleisch heiß und schnell anbratenIns heiße Öl kommt dann das Fleisch zum Anrösten. Wenn es mit etwas Stärke bepudert wäre, ginge das besser. Aber es geht auch ohne. Im Konkreten hatte ich den Albtraum aller Gender-“Freunde” erworben: Hähncheninnenfilets. Der Vorteil ist, dass es dankbar für jede Würzung ist. Aber man muss wirklich schnell arbeiten. Das Zeuch wird ja schon trocken, wenn man es nur zu heiß anguckt.

Hühnchen angebratenNach dem Anbraten habe ich es erstmal wieder aus dem Wok genommen. Der weiterhin geplante Lauch war dafür und es blieb auch nicht auf dem Wokrand liegen … Nächstes Mal langformatiger schneiden.

Lauch in den WokHierzu sei erwähnt, dass ich die Idee hatte, die Lauchform eher an die Spaghetti anzulehnen als an die klassischen Ringe. Meine Schneidfähigkeiten sind offenbar auch ein wenig den Bach runter gegangen. Das nächste Mal mit Lauch wirds wieder klassischer: die Stange wird in ca. 5 cm lange Abschnitte geteilt und dann in dünne Julienne geschnitten. Hier bin ich mit meiner Lebensmittelschere in den Wok gegangen.

Lauch anbratenDer Lauch zeigt schnell Bratspuren. Dann kann es auch schon weiter gehen. Wobei: der nächste Schritt ist entbehrlich.

Schinkenspeck dazugebenBei dem Schinkenspeck war das MHD gerade drüber und mahnte eine alsbaldige Verarbeitung an. Bis morgen hätte er sicher auch noch gehalten. Es wäre besser gewesen.

Hühnchen wieder zurückDas Hähnchenfleisch kommt auch wieder zurück und wird untergerührt.

Nudeln dazuGenau wie die Nudeln. Ich habe mich an die gängige Portionsregel gehalten, dass nächste mal nehme ich weniger.

Sojasoße zum Würzen und für die FarbeZum Würzen, Färben und für allerlei andere Effekte ein Schuss Sojasoße. Der kann ruhig ordentlich sein, die Nudeln nehmen allerlei auf. Aber nicht übertreiben, vor allem, wenn man den Schinkenspeck nicht weggelassen hat und dieser auch eine gute Salzquelle ist.

gut durchgerührtAlles gut vermischen, bis die Sojasoße aufgesogen oder dickflüssiger geworden ist. Dann servieren.

Bratnudeln mit allereiUnd am Anrichten arbeite ich noch. ;-) Aber im Magen ist es dunkel und man sieht es spätestens dort nicht mehr.

Der obige Fisch und die Bratnudeln haben etwas gemeinsam: Sie förderten beide ein wenig den Getränkeumsatz. Sie waren nicht wirklich versalzen, aber doch intensiv gewürzt. Für mein Gericht war’s wohl der Schinkenspeck.

Spaghetti frutti di mare (ostdeutsch)

Wenn ich mal ein Restaurant mit italienischer Küche besuche, nehme ich als Pastagericht gern Spaghetti mit Meeresfrüchten. Irgendwie mag ich das Zeuch. ;-) Vermutlich habe ich es aber auch noch nicht in richtig gut gegesden. Aber egal.

Eine Dose Fischgehäckseltes brachte mich auf die Idee, dieses doch mal mit Pasta zu verschmelzen. Etwas aufgehübscht sollte das doch eine gute Soße bilden. Fangen wir also an mit den Spaghetti an.

Pasta kochenKlassiker 1-10-100: In 1 Liter kochendes Wasser kommen 10 g Salz und 100g Spaghetti (alles pro Person). Der Topf sollte dabei immer die doppelte Menge fassen, damit man die Pasta wirklich in sprudelnd kochendem Wasser kochen kann. Dann wird das Kochgerät für die Soße vorbereitet.

Öl im WokJa, ihr seht richtig. Ich habe meinen alten Wok mal wieder aus den Tiefen der Küchenutensilienschränke herausgekramt. Er ist schon seit Anfang/Mitte der 1990er Jahre in meinem Besitz und der eigentliche Grund, warum ich eine Induktionskochplatte besitze. Nachdem ich 2006 in meine jetzige Wohnung gezogen bin und dann endlich eine Cerankochfläche mein eigen nannte, landere er vorübergehend im Schrank. Ceran und der Wok vertrugen sich nicht. Seine Unterseite ist nicht eben, er ist ja nur ein gezogenes und auf rund getrimmtes Stück Stahlblech mit Griff. Irgendwann sah ich dann mal im Fernsehen, dass man Eisenwoks auch gut mit Induktionsplatten heiß bekommt, der Rest ist Geschichte. Auch, weil man ihn imer gut pflegen muss, wenn man ihn benutzt hat, und er nicht spülmaschinenfest ist, geriet er in der letzten Zeit wieder etwas in den Hintergrund. Andererseits muss ich mich die nächsten zweieinhalb Wochen täglich mit warmen Essen versorgen, da will ich ihn öfter mal nutzen.

Und ich musste feststellen, dass ich doch etwas außer Übung bin.

Schalotte und Knoblauch in heißem ÖlWenn man mit einem Wok arbeitet, muss alles, was da hinein soll, vorher vorbereitet, sprich meistens kleingeschnibbelt sein. Das war zwar beim Knoblauch und der Schalotte der Fall, nicht aber bei den nachfolgend geplanten Tomaten.

Tomatenstücke dazuDa ist der Erstbesatz des Woks doch etwas heftig angebräunt. Aber nachdem ich die Hitze runtergeregel hatte, gings. Leider habe ich dann auch noch die Reihenfolge durcheinander gebracht. Eigentlich wollte ich vor den Tomaten erst etwas Tomatenmark mit anrösten … Planung ist eben alles. Ich hab’s aber hinterher mit rangegeben.

Etwas Tomatenmark schadet nieAlles wird wok-typisch gut durchgerührt und schnell gegart.

Das MakrelendurcheinanderDieses Makrelendurcheinander ist der Auslöser für diese Rezeptidee: zerkleinerte Makrelenfilets, Paprika, Gurken, Tomatenmark Abschmeck- und Binde-Zeug sind da drin.

Doseninhalt in die PfanneDen Doseninhalt habe ich in den Wokinhalt gegeben und alles gut durchgerührt. Mittlerweile waren dann auch die Spaghetti al dente, so dass sie tropfnass dazu kamen.

Spaghetti oben draufNochmal alles gut durchrühren und fertig.

alles gut durchrührenDie Flüssigkeit ummantelt super die Pasta, es ist quasi keine freie Flüssigkeit mehr im Wok. Also schnell auf dem Teller damit und dann essen.

Spagetti scomberJa, ich weiß, das Anrichten muss ich noch üben. Aber ich hatte – das sei entschuldigend erwähnt – Hunger. Deswegen gab’s auch kein Grünzeug oben drüber. Und über die Verwendung von Parmesan bei Fischgerichten möchte ich nicht diskutieren.

Vermutlich ist dies ein Gericht, dass jedem Studenten gut zu Gesicht gestanden hätte. Damals hatte ich aber noch keinen Wok (okay, in der Pfanne gehts auch). Und ich möchte aber auch behaupten, dass das nicht nur mit dem Makrelendurcheinander geht. Und es war ein sehr schnelles Gericht. Am längsten hat noch gedauert, bis ich den Wok wiedergefunden hatte. ;-) Aber Das Wasser aufkochen und Spaghetti-Fertigmachen war genau das Zeitmaß, dass ich auch für die Soße brauchte.

Was wir noch lernen: Letztendlich kann man aus jedem Dosenfisch in Tomatensoße ein Pastagericht machen. Und wenn der Fisch nur in Öl ist, gehts auch. Wie klein man ihn dabei haut, ist jedem selbst überlassen. Aber ein Spaghetti aglio e olio e sardina ist doch sicher auch lecker.

So, ich muss jetzt den Wok putzen und wieder einölen. Sonst rostet der mir noch weg …

Pasta auf Schonung

So ein bisschen Hochachtung habe ich schon vor … ja, vor wem? Vermutlich dem virtuellen Team aus Lebensmitteltechnologen und Großküchenköchen. An Zufälle glaube ich nicht, denn beides sind Profis. Und vielleicht haben Industriedesigner auch noch ihren Anteil dabei.

Heute Mittag gab es Spaghetti, und die sind für den ambitionierten Hobbykoch oder im Restaurant doch etwas heikel. Wir erinnern uns alle an Tipps wie: “Die Soße wartet auf die Pasta und nicht umgekehrt”, damit dann alles perfekt gegart auf den Teller und in den Genießer kommt. Die Mittagsversorgung in einem Krankenhaus ist nun aber das Gegenteil von derartigem Mikrotiming, da ist alles etwas größer. Trotzdem will und soll der Patient ein gutes Mahl bekommen, denn schließlich hält gutes Essen Leib und Seele zusammen und hebt die Stimmung.

Sicher kennt der Profikoch den einen oder anderen Trick, um Fehler und Unwägbarkeiten bei der Zubereitung ausgleichen zu können. Aber im Krankenhaus geht es um hunderte Essen, die gleichzeitig ausgeliefert werden, dann aber noch Wege zurückzulegen haben, um bei den Patienten anzukommen und sicher auch ein paar Pufferzeiten mit einzuplanen sind. Was das grundsätzliche Halten der Temperatur betrifft, habe ich den “Trick” schon rausbekommen: Die Teller und Suppenschalen sind schwer, richtig schwer und halten allein durch ihr Material viel Wärme, wenn man sie vor dem Befüllen erstmal gut vorgeheizt hat. Vielleicht ist auch noch besonders wärmespeicherndes Matarial in den Böden mit eingearbeitet, aber der dicke Teller macht’s, verbunden mit der reflektierenden Metallschale drunter und einer Isolierhaube drüber.

Und dann kamen die Spaghetti. Wer schon mal eine richtig gute Pasta beim Italiener gegessen hat, der würde das jetzt nicht damit vergleichen. Aber, immerhin: Wer ganz genau hinein gespürt hat, konnte noch einen Hauch Al-dente-igkeit erahnen. Und wenn man alles, was sich da auf dem Teller befand, nochmal gut durchgemischt hat, ergab sich ein gut gegartes Pastagericht mit einer Teigware, die alles andere als matschig war, und einer würzigen Möhren-Buttersoße. Dem Wurzelgemüse ging natürlich jedwede Knackigkeit ab, aber dafür hatte sich die Küche eine kleine Schale Feldsalat mit einem Senfdressing einfallen lassen, die für Frische sorgte.

Der Industriedesigner, der Geschirr entwarf, das Essen lange temperierte, der Lebensmitteltechnologe, der Zutaten schuf, die unter den Bedingungen einer Großküche gute Ergebnisse liefern und der Koch, der dies alles kunstvoll miteinander verbindet und aus den Zutaten schönes Essen bereitet, das ist das virtuelle Team, dem Patienten einiges zu verdanken haben.

Pasta, tomatisiert und sardiniert

Zeit, sich doch mal mit den Bildern zu befassen, die jetzt schon ein paar Tage rumliegen. Wenn die zu lange im Posteingang liegen, werden sie ja auch nicht besser. Ich hatte mal wieder Lust auf Pasta, und da das dann im Idealfall Vollkornnudeln sein sollen, kommt eine ordentlich aromatische Soße dazu, die dem doch recht kräftigen Eigengeschmack dieser Nudelart etwas entgegensetzen kann. Außerdem fiel mir neulich eine Dose Sardinen in die Hand und jetzt musste alles irgendwie zusammenpassen. Und da in der mediterranen Küche gern auch Tomaten verwandt werden …

Zwiebeln/Knoblauch anschmorenAber der klassische gute Soßenansatz sind wie immer Zwiebeln und Knoblauch, die in einer Pfanne leicht angeschwitzt werden. Soweit zumindest der Plan. Wer genau hinsieht, bemerkt vielleicht auch die Bräune … Die Pfanne war wohl doch etwas sehr heiß, sollte sie eigentlich gar nicht.

Tomate in die PfanneAber die Tomate in der Pfanne behob schnell das Hitzeproblem. Und wer hätte schon etwas gegen Röstaromen … ?

Spaghetti in den TopfNebenbei darf man aber auch die Pasta nicht vergessen. Die kommt – ganz klassisch – ins kochende Salzwasser.

Tomaten schmelzen in Zwiebel/KnoblauchZur Sicherheit und zur Hebung des Flüssigkeitsspiegels habe ich auch noch eine zweite Tomate mit in die Pfanne getan.

DosensardinenAls ich dann die Dosenfischdose öffnete, fiel mir ein, dass ich das darin befindliche Öl zum Anbraten nutzen wollte … 2L8. Aber da hatte ich auch noch die Idee eher einer “Spaghetti aglio e olio”-Variante mit dem Fisch, die Tomate war da noch nicht mit im Plan.

Sardine mit in die PfanneDer Fisch kam mit in die Pfanne …

Tomaten-Sardinen-Sugo… und wurde mit in die Soße eingearbeitet. Die dann auch noch mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt wurde.

Pasta in die PfanneDann waren auch die Spaghetti fertig und kamen direkt aus dem Kochtopf in die Pfanne. “Tropfnass”, wie es immer so schön heißt.

Pasta in der Pfanne gut gerührtDen Pfanneninhalt zu vermengen war dann noch eine der leichteten Übungen. Gut, wenn man eine relativ tiefe Pfanne hat.

Spaghetti Tomate SardineAuf dem Teller kam noch Parmesan und Petersilie mit dazu.

Irgendwann mache ich nochmal eine etwas dekonstruierte Version dieses Gerichtes. Dabei gibts dann die Tomate als Salat nebenher. Dann brate ich die Sardine in ihrem eigenen Öl mit etwas Knoblauch an und gebe die Spaghetti dazu. So in der Art war die ursprüngliche Idee. Aber die Tomaten hier waren nicht mehr salat- sondern nur noch soßentauglich.

Tage 79 bis 83 (08.01. bis 12.01.2020)

Italien – Das Land der frischen Küche und der Minestrone, wo die Zitronen, die Tomaten, die Oliven, Zucchini, Auberginen, der Paprika, Artischocken, Knoblauch, Zwiebeln, Spinat, Bohnen, Brokkoli, Romanescu, aber auch Sellerie und Möhren wachsen. Begleitet wird das Ensemble von Lollo Rosso, Lollo Bianco, Rucola, aber auch Basilikum und Salbei sind nicht zu vergessen.

All das gab es in dem italienischen Restaurant, dass Vattern und ich heute besuchten nicht. Wobei das nicht ganz stimmt. Rucola gab es natürlich. Und auch Spinat war vertreten und die unvermeidliche Tomatensoße auf den Pizzen und bei einigen Pastagerichten. Aber ansonsten gab es nur zwei Gerichte, bei denen nach der Menükarte ein nennenswerter Anteil Gemüse erwartet werden könnte. Ein Fisch (kein Lachs), der an Spinat gereicht werden sollte, und ein Entrecôte, zu dem es Gemüse gab. Irgendwo war noch etwas weiterer Spinat in der Gorgonzola-Soße verkocht, aber ansonsten: Still ruhte der See. Achso, die vegetarische Pizza darf ich nicht vergessen. Immerhin. Aber es geht mir ja nicht darum vegeratisch zu essen, es geht um einen maßgeblichen Gemüseanteil.

Um wenigstens etwas Grünzeug zu bekommen, musste ich mir dann als Vorspeise ein Carpaccio bestellen (natürlich nur deswegen.

So hatte ich dann mein Portion Rucola schon mal dabei. Der Hauptgang war dann Sünde pur, zumal in dem Hause die Spaghetti Frutti Di Mare nicht mit einer Tomatensoße gereicht werden.

Immerhin gab es aber zwei halbierte Cocktail-Tomaten und ein Sträußchen Petersilie. Die Soße, obwohl eben nicht die Tomatensoße, war aber trotzdem irgendwie genial und passte wunderbar zum Gericht. Der aromatische Schwerpunkt lag bei Knoblauch und Dill. Nur der hohe (kostendrückende) Anteil Surimi an den Meeresfrüchten störte ein wenig, hatte dieses gepresste und gefärbte Fischeiweiß doch in der Zubereitung eine fast streichfähige Konsistenz, die einen ungewohnten Kontrast zu den wunderbaren aldenten Spaghetti war.

Dies ist ja nicht die erste Restaurantkarte, die durch einen gewissen Gemüsemangel auffällt. So überlege ich gerade, ob es nicht von einem der bekannten Dosenvertreiber sowas wie ein Zigarrenetui gibt, dass man sich in die Innentasche der Jacke stecken kann und in dem einige Notfallmöhren mitgeführt werden können. Nur mal so als Idee.

Achja, da fällt mir doch noch was anderes ein. Das italienische Restaurant war nicht die erste Wahl für diesen Sonntag. Eigentlich solltes es woanders hingehen. Nur leider … WENN EIN RESTAURANT SCHON EIN KONTAKTFORMULAR MIT RESERVIERUNGSMÖGLICHKEIT INS NETZ STELLT, DANN SOLLTE MAN DIE E-MAIL-ADRESSE, WO DAS DANN AUFLÄUFT, AUCH MAL ABFRAGEN BZW. DARAUF REAGIEREN!

Heute Abend wird noch experimentell vorgekocht, davon dann sicher die nächsten Tage mehr. Die letzten Tage waren wieder geprägt vom Willen, sich an die Richtlinien zu halten und von einzelnen Missetaten. Letztere sind vor allem nach dem Wochenendeinkauf zu verzeichnen, der natürlich die Möglichkeit bot, weniger sinnvolle Speisen zu erwerben. Zur Erklärung sei aber erwähnt, dass dies meist Produkte sind, die ich in der angebotenen Form noch nicht kenne und gern mal ausprobieren möchte (siehe EKW). Meist stellt sich aber heraus, dass ich sie nicht nochmal einkaufen werde, es also einmalige Sünden bleiben.

So hatte der Fleischer meines Vertrauens eine – zumindest für mich – neue Leberwurst, die einen gewissen groben Eindruck machte. Und ich liebe grobe Leberwurst. Der Test verlief dann weniger erfreulich, da sie weniger grob war als erwartet. Auch fand ich die Würzung nicht so gelungen. Die gab es eines Abends auf zwei Scheiben Dinkelvollkornbrot. Hinterher knabberte ich noch zwei Möhren, wenigstens etwas Gemüse.

Durch die TV-Werbung schon einige Zeit in meinem Bewusstsein, aber immer doch wieder nach hinten geschoben, war ein Sauermilchkäse. Das ist die Kategorie, in die auch Harzer Käse gehören. In besagter Werbung kam er mir immer etwas quarkig rüber, sprich: er hatte einen weißen Kern, der – lt. Werbung – typisch zu sein schien und den ich aber nicht mag. Aber offensichtlich reift auch der Käse noch nach; der, den ich in meinem Kühlschrank hatte, war durch (also voll gereift und null quarkig). Und man kann ihn auch essen. Nur schmecken diese Käse dann besonders gut, wenn sie auf einem weißen Brötchen mit Guterbutter liegen, was den eigentlich sündenfreien Genuss stark versündigt. Zella Wie.

Ansonsten gab es noch gebackenen Rotbarsch mit einem leckeren Kohlrabi-Romanescu-Gemüse und Salzkartoffeln, einen Sauerkrauttopf mit Gemüse, wenigen Kartoffel stücken und magerem Eisbeinfleisch (Vattern hatte gekocht und abgegeben) und das übliche Skyr-Himbeer-Haferflocken als Frühstück. Alles mit Vor- und Nachteilen: der Rotbarsch war in einer dicken Panade, ein Frühstück fiel wegen Havariemorgen aus und am Sonnabend kam der Zeit plan auch völlig durcheinander. So heißt es, sich wieder am Schlüppi zu reißen und sich wieder mehr den Richtlinien zu nähern. Immerhin ist morgen abend wieder Treff mit der Ernährungsberatung.