KW23 – Lammrücken zum selbst Grillen nebst Blasmusik

Heißt das bei Mastodon eigentlich auch Shitstorm wie bei Twitter? Okay, auf Twitter wäre das, was passiert ist, vermutlich nicht passiert. Da ist man abgebrühter. Aber es ist ja auf Mastodon passiert. Könnte daran liegen. Muss aber auch nicht. Aber kommen wir mal zum eigentlichen Thema: Essen! Dokumentiert ist diesmal nur das sonntägliche. Irgendwie hatte ich unter der Woche nicht wirklich Lust, mir was aufwändigeres zu zaubern. Dafür hatte ich heute selbst einen Part, damit das Essen auch gut wird. So wird der Gast in die Essenszubereitung mit einbezogen. Und der Gast macht das wohl gern (ich war nicht der einzige, der eine der drei Varianten des Gerichtes im Verlaufe des Mittags vor sich hatte).
Was kam also auf den Tisch? Ein Selbstkochset. 😉 Naja, nicht wirklich. Aber fast.
Lammrücken auf einem heißen Stein mit 4 Dips, Pommes und SalatLinks sehen wir einen kleinen bunten Salat, dann kommen die großen Pommes, dann was heißes und ganz rechts 4 Dips, von denen sich einer erst im Verlauf des Essens in einen Dip verwandelte.
Lammrücken, heißer SteinJetzt kann man sich die Frage stellen, warum da Salz auf dem grauen Wasweißichdennwasdasist liegt. Wenn man davor sitzt und der Servicekraft zugehört hat, bemerkt man, dass das graue Ding seeeehr heiß ist und vermutlich auch nicht verzehrt wird, weil es doch auch hart wie Stein ist. Es ist letztendlich der Grund, warum das Gericht unter der Überschrift “Hot Stone” auf der Karte steht. Gegessen wird das Stück Fleisch, dass man sich auf diesem heißen Stein erstmal selbst garen muss. Das geht aber fix, und man kann nebenbei schon mal die Pommes oder den Salat naschen. Vermutlich sollte man sich beim anschließenden Verzehr nicht allzu viel Zeit lassen, man schneidet und isst direkt von der heißen Platte (mit Besteck natürlich), und will die letzten Happen nicht ledrig haben. Das funktionierte übrigens wunderbar. Bis zum letzten Happs wunderbar heiß und saftig. Wie lange die Messer dabei scharf bleiben, kann ich nur nichtoptimistisch einschätzen.
Lammrücken selbst gebratenWeil das Fleischstück doch etwas länger als der Stein breit war, habe ich es nach dem Wenden noch halbiert, damit auch die Enden in den Genuss der Hitze kamen. Aber alles klappte, die eigene Fleischbraterfahrung half und alles war top. Die Dips passten zwar fast besser zu den Pommes als zum Lammrücken, aber BBQ-Soße, Honig-Senf-Soße, Kräuterbutter und Aioli(?) waren schon gut gelungen. Und wisst ihr, was richtig schön feist ist? Die Pommes in die verflüssigte Kräuterbutter zutunken … Hmmm.
Das mittlere Bild hatte ich übrigens auch auf Mastodon gepostet … Offensichtlich hat’s jemand bemerkt, denn es kam ein Antwort-Tröt. Ich möge doch bitte keine Leichenteile anderen ungefragt unter die Nase halten. Es gäbe wohl einen Content-Warning-Flag, den ich doch bitte zu benutzen hätte. Zugegeben: Den kannte ich noch nicht, ich bin auch noch nicht so lange bei Mastodon. Bisher ist mir dort auch noch nichts entsprechendes unter gekommen. Aber: Ich machte mich kundig und fand eine Stelle, wo man nach dem Bild-Upload ein Kreuzchen setzen konnte mit dem Stichwort NSFW. Diese Akü bedeutet “Not Save/Suitable For Work” und kennzeichnet Medien, die man sich auf Arbeit nicht unbedingt ansehen sollte, vor allem, wenn Chef/Chefin einem über die Schulter schauen könnte (real oder dank Netzwerküberwachung). Also wird allzu freizügiges oder anderweitig grenzwertiges mit diesem Flag versehen und alles ist gut. Das wusste ich bisher nicht. Sorry.
Es ist ja auch wirklich nicht allen zuzumuten, dass ich da einfach so ungeschützt Geschlechtsteile poste, die zudem auch noch verstümmelt und frittiert wurden …
Achja, die Blasmusik hätte ich beinahe vergessen. In dem Ort, wo sich die gastliche Stätte befindet, war Dorffest angesagt. Die schöne Fläche zwischen Restaurant und Peene, die ich gern fotografiert hätte, war mit allerlei Freßbüdlichem, Aufgeblasenbehüpftem und sonstigen Jahrmarktlichem belegt. Aber ich war nicht das erste und sicher auch nicht das letzte Mal dort. Irgendwann ergibt sich schon mal ein Bild von gepflegtem Rasen, Peenewasser und Bäumen am Horizont.

KW21 – Die schöne Zeit ist vorbei, ab morgen wieder Alltagskulinarik

Tja, die schöne Zeit ist vorbei. Mein Urlaub neigt sich seinem Ende entgegen, morgen heißt es wieder, zumindest unter der Woche einen regelmäßigen Tagesablauf zu haben. 😉 Kulinarisch waren die letzten drei Wochen etwas weniger ergiebig als ursprünglich angedacht, aber wer weiß, was in der Zeit im arbeitsstellennahen Einkaufscenter so an Neuigkeiten entstanden ist.  *starrguckenlangsamrotanlaufenunddannlosprustenvorLachen*
Dafür gab’s heute mal wieder einen Besuch in meinem momentanen Lieblingsrestaurant. Dort habe ich dann, weil einer allein ja nicht reicht, einfach zwei unterschiedliche Salatteller bestellt und mit Genuss verzehrt.
CarpaccioSpinat-Ricotta-Gnocchi auf Ratatouille-GemüseEine Frage: Ist das ein hiesiges Phänomen oder gibts das anderswo auch: Ohne kalte Grilltomate ist ein Teller nicht vollständig? Oder hatte die hiesige DEHOGA eine Grilltomatendirektive ausgegeben? Oder ist das ein Zeichen für die Mitglieder eines geheimnisumwitterten kulinarischen Geheimnetzwerks? Die Kuliminaten? Die Freikochenden?
Sorry, ich krieg mich schon wieder ein. Zumal das wirklich ein – eigentlich kein – Jammern auf hohem Niveau ist. Außerdem soll es von meiner Fotografierunfähigkeit ablenken, da ich es offensichtlich nicht fertigbringe, leckere Speise, die übrigens keine Salatteller sind, adäquat abzubilden.
Wer genau hinsieht, wird feststellen, dass auf dem oberen Bild ein Carpaccio abgebildet ist. Verziert wurde mit Rucola, Parmesan, Oliven, scharfen Sprossen. Der große Vorteil gegenüber anderen, die ich aß: Das zarte Rindfleisch wurde nicht in Öl, Essig, Zitronensaft u.ä. ertränkt. Das gab es in einer kleinen Menage zum Selberversauen, worauf ich natürlich verzichtete. Dafür gab es am Schluss auch nix zum Aufstippen für’s Brot. Ist eben nix perfekt, aber selbst schuld. 😉
Auf dem unteren “Salatteller” befinden sich übrigens zarte Spinat-Ricotta-Gnocchi auf Ratatouille-Gemüse. Ich habe da mal etwas von dem Grünzeug oben beiseite geräumt.
Ratatouille-Gemüse unten drunterLecker. Kann man wirklich gut essen, stammt aus dem “leichten” Teil der Karte und war genau das richtige nach der Vorspeise. Ich verließ die gastliche Stätte jedenfalls genauso gut genährt wie gelaunt und sehr zufrieden. Und wenn man wirklich etwas kritisches anmerken möchte, dann vielleicht die leichten Diskrepanzen, die es immer mal zwischen der Menükarte im Haus und der im Internet gibt. Dabei ist das Ändern der Papierversion doch aufwendiger als die im Netz. Eigentlich.
Schauen wir mal, wo es am nächsten Sonntag hingeht …
Unter der Woche bin ich mal der Frage nachgegangen, warum die Teewurst eigentlich Teewurst heißt. Und voller Erstaunen, es ist der gleiche Grund, warum Bierwurst Bierwurst und Bockwurst Bockwurst heißt. Und mit den jeweiligen Inhaltsstoffen hat es nix zu tun, ähnlich wie beim Babyöl.
Teatime mit TeewurstEin anderer Blog (werbung) kam mir zwar mit seiner Veröffentlichung zum Thema zuvor, aber so kann ich mir die Detailrecherche sparen. Im Gegensatz zum dortigen Artikel, der die feine Version der Teewurst feiert, bin ich eher Verfechter der groben Fassung und bin damit vermutlich auch nicht allein. Wenn ich mir mal wieder welche kaufen will, gibt es in den regionalen Supermärkten und Discounter immer nur die feine (oder die mit grünem Pfeffer – brrrr *schüttel*). Da muss man schon Glück haben oder eben verzichten. Was in dem anderen Artikel (werbung) als “herrlich cremig” beschrieben wird, empfinde ich im allgemeinen als eklig schleimig. Aber so hat eben jeder seins. Wenn ich mal auf die dort erwähnte vegane Variante stoße, werde ich die gern auch mal probieren, fürchte aber auch hier einen verstärkten Schleim-Effekt.
Teatime mit TeewurstIm Trinkglas ist übrigens wirklich Tee, genauer ein Darjeeling Earl Grey mit einem Schuss Milch. Ich mag das so. Die Teewursthappen kann man übrigens wirklich gut dazu essen, auch zur klassischen Teatime. Wer im Besitz eines Toasters ist, kann die senkrecht aufgeschnittenen Brötchenscheiben auch gern noch etwas aufknuspern. Es muss nicht immer Kuchen sein.

KW17 – Klein und (beinahe) vergessen

Da hätte ich es doch fast versäumt, meine kulinarischen Wochenbericht abzuliefern. Wobei: viel gibt es nicht zu erwähnen. In der Causa Kaffeemaschine gab es eine Entwicklung, in der betrieblichen Teeküche wurde improvisiert und es gab Fisch am Sonntag.
Saibling, Bratkartoffeln, SalatZwei schöne Stücke Saibling kamen am Sonntag auf den Teller, begleitet von leckeren Bratkartoffeln, einem kleinen Salat und einer Schwarzen Johannesbeerschorle. Nicht, dass einer denkt, ich trinke schon wieder Cola. 😉 Auf den ersten Blick sah der Fisch nicht besonders aus, aber es gibt ja so Sachen, die dann besonders gut schmecken, wenn sie nicht aussehen. So war es hier auch. Ganz anders die Bratkartoffeln: Die sahen gut aus und schmeckten auch so. Der Salat sah auf den ersten Blick auch ein wenig drüber und braun aus; wie sich herausstellte, war das aber nur das Dressing, der Salat selber dafür knackig und frisch. Und die Zitrone lag neben dem Fisch!!! ×××
Auf Arbeit versorgten wir uns die letzte Woche zweimal selbst: Unsere Teeküche bietet zwei Platten, Töpfe und Pfannen an, so dass Kartoffeln gekocht sowie Zucchini, Paprika, Knacker gewürfelt und gebraten wurden. Beides wurde auf dem Teller durch weißen Käse (unmögliche Bezeichnung: Kuhmilchfeta) ergänzt. Davon blieb etwas übrig, so dass am nachfolgenden Tag vom Suppenauto eine Portion Soljanka geholt und mit dem Resten vom Vortag vermischt aufgewärmt wurde. War noch leckerer.
Und, zwischendurch erwarb ich dann auch noch eine neue Siebträgermaschine für meinen heimischen Kaffeegenuss. Die fahre ich alledings noch spazieren. Was aber abzusehen ist: Meine Zubereitung muss ich umstellen: Die großen Bechertassen passen nicht mehr unter den Siebträger. Dafür gibt es aber eine Milchaufschäumdüse, an die ich mich auch noch gewöhnen muss. Das Handling wird also neu, ich werde berichten.

KW13 – Sushi, geschmolzenes und …

Kulinarisch ein beinahe vollendetes Wochenende. Das fing am Freitagabend schon an. Oder fast schon am Freitagmittag. Doch, eigentlich am Freitagmittag. Noch im Dienst, aber auch dort wird gegessen. Das Ereignis nennt sich Mittagspause und passiert bei mir im Moment spätestens eine Viertelstunde nach Arbeitsbeginn. Das mag sich komisch anhören, aber da ich auf dem Weg zur Arbeit, der am späten Vormittag absolviert wird, oft das Mittag für die Kollegenden mitbringe, gibt es eben kurz nach dem Arbeitsbeginn (für mich) gleich die Mittagspause. 😉
Am Freitag wurde Altdeutsche Kartoffelsuppe geboten (eigentlich schon die ganze Woche, aber ich hatte es erst am Freitag entdeckt). Sie war richtig schön sämig, der Löffel blieb drin stehen. So muss das sein. Der Übergang zwischen Kartoffelsuppe und Kartoffelstampf (mit Einlagen) ist manchmal fließend. Im konkreten Fall war die Suppe aber nicht komplett püriert, was sie sehr lecker machte.
Auf dem Heimweg schaute ich beim Fischimbiss vorbei und erblickte erfreut noch einen schon mal sehr vermissten frischen Salat mit Garnelen, so dass ich hier sofort zuschlug und ihn mir einpacken ließ. Auf dem Heimweg war ich dann für einige Ergänzungkäufe noch bei einem Discounter, der Kaltreisröllchen – auch in einer veganen Version – bereithielt. Der Abend war – kulinarisch – gerettet.
"Veganes Sushi"Die Kaltreisröllchen präsentierten sich übersichtlich mit Sojasoße, eingelegtem Ingwer und “Wasabi”-Paste. Beim Genuss drängte sich allerdings eine Frage auf, die ich mal pauschal formuliere, was sie angreifbarer macht: “Warum sind die veganen Gerichte eigentlich immer so überwürzt?” Welche Fehlaromen will man damit überdecken? Was mich allerdings am meisten erstaunte, war die Schärfe, die der grünen Paste mitgegeben wurde. Ich kenne die nichtveganen Kaltreisröllchen vom gleichen Discounter auch. Da ist die Paste auch recht pikant, aber wenigstens noch gefahrlos essbar. Hier, im vegetarischen, brennt sie einem doch eher den Rachen aus.
Der Samstagvormittag versöhnte mich mittels eines schönen Samstagsfrühstücks mit Brötchen, Marmelade und Frühstücksei mit der Welt, auch wenn diese mich nach dem Aufwachen und dem Öffnen des Schlafzimmerfensters erstmal erschreckte. Draußen ging gerade ein Schneeschauer runter. Hatte es das winterliche Frühlingswetter also doch noch in den hohen Nordosten geschafft. Nach dem zeitlich ausgiebigen Frühstück Frühstück war der Schnee aber auch schon wieder weg.
Zum Abend machte ich mich an ein Gericht, dass mir schon einige Tage vorschwebte und wo ich die Zutaten auch schon einige Zeit im Hause hatte. Passend zum Wintereinbruch ein eher sommerliches Essen. Je nachdem, wie lange man es kocht.
Tomaten und SchalottenDreh- und Angelpunkt war eine Packung kleiner, bunter Tomaten und ein paar Schalotten. Die wurden zu einem kleinen Tomatensalat verarbeitet, wenngleich auch etwas feiner dafür geschnitten als es eigentlich nötig gewesen wäre.
Tomaten und Schalotten, zerkleinertHinzu kamen noch Salz und Pfeffer und etwas Ziehzeit nach dem Unterrühren, so dass sich die Säfte bilden konnten. Dabei hätte man es auch belassen können, aber vielleicht soll er ja auch nur eine Beilage werden …?
Olivenöl in heißer PfanneIn einer Pfanne erhitzte ich etwas Olivenöl und gabe eine Tüte “Bratgnocchi” hinein. Was es nicht alles gibt!?
Bratgnocchi anbratenDie wurden in wenigen Minuten etwas angebraten und waren dann eigentlich nach Packungsbeilage auch schon fertig.
Bratgnocchi angebratenAber nicht bei mir! 😉
Tomatensalat dazugebenIch schüttete den durchgezogenen Tomatensalat darüber. Das Mengenverhältnis Gnocchi – Tomaten war nicht optimal. Aber es gab beides nur in den entsprechenden Verpackungsgrößen. Etwas weniger Tomaten hätten es ruhig sein können. Aber so bleibt der Gemüseanteil hoch!
Bratgnocchi in geschmolzenem TomatensalatDer Pfanneninhalt wurde gut durchgeschwenkt, die Soße bildete sich von allen. Da fiel mir spontan noch ein, dass ich eine Kugel Mozzarella im Kühlschrank hatte …
Zerzupfter Mozzarella dazuVielleicht hätte man auch Feta hineinbröseln können … Egal. Umrühren, abschmecken, Teller füllen, Kräuter drüber, fertig.
Bratgnocchi an geschmolzenem Tomatensalt und MozzarellaJe länger man die Tomaten köcheln lässt, desto weiter entfernt sich das Gericht vom Sommer. Noch sommerlicher geht’s nur so.
Der Sonntag endete mit einem kleinen Trauerspiel. Der sonntagsoffene Aufbäcker hat meinen Lieblingssonntagskuchen nicht mehr im Sortiment, da sein Lieferant es auch nicht mehr hat. 🙁 Es gab schon mal eine längere Pause, dann kam er wieder. Ich setze meine gesamte Hoffnung in diese Erinnerung. Möge sich Geschichte doch mal wiederholen. Immerhin hat er auch noch andere Kuchen, so dass ich sicher immer mal wieder vorbeischauen werde, ob meine “Himbeerbuttermilchschnitte” doch mal wieder da ist …
Das Mittag lief dafür umso schöner ab. Vattern hatte etwas außerhalb reserviert und ich muss sagen: da stimmte eigentlich alles. Das Gemüse war auf den Punkt (Gar- und Würzpunkt), die Soße war sehr angenehm, das Fleisch zart und saftig und die Twister waren eben die Twister.
Entrecote auf Wurzelgemüse/Meerrettichsoße, TwisterSowas rundes an Meerettichsoße habe ich auch noch nicht erlebt. Der Meerrettichliebhaber wird ein wenig den intensiven Meerrettichgeschmack vermissen, aber sie war schön würzig, nicht scharf, und passte wundervoll zum Fleisch und zum Gemüse. Das letztere war auch sowas von auf den Punkt; nicht weich gekocht, aber auch nicht al dente, dass es noch knacken würden. Es hatte angenehmen Biss und war wunderbar gewürzt. Manchmal ist es doch immer wieder erstaunlich, wie gut “simples” Wurzelgemüse doch schmecken kann. Der weiße Klecks auf dem Entrecôte ist übrigens keine Butter, es zerfloss wunderbar würzig und war leichter als das sonst übliche vollfette Milchkonzentrat, das meist so tiefgekühlt ist, dass es während der gesamten Speisenaufnahme nicht auftaut.  😉 Hier schmolz es sehr schön dahin und verlieh dem sowieso schon saftigen und zarten Steak eine geschmackliche Abrundung. Wenn ich mich da an mein letztes Filetsteak erinnere … Aber für derartig fleischliche Genüsse gibt es eben doch die Fachrestaurants mit der entsprechenden Produkterfahrung.
Und immerhin, jetzt, wo ich das niederschreibe, umspielt mein Gesicht ein wohliges Grinsen in Erinnerung an das wundere Mittagsmahl …

KW9 – Das ist doch alles zu viel

Vielleicht hätte ich den heutigen Beitrag in mehrere aufteilen sollen. Es ist doch einiges passiert und wenn ich noch herausbekomme, wie man in WordPress Ankerlinks auf Zwischenüberschriften macht, ohne im Quelltext rumzuwerkeln, sollte ich zumindest das machen. Die Themen:

  • Schnelles Abendbrot mit Röhre vor der Röhre
  • Knappertest mit Polizeianekdote
  • Überschätztes am Sonntagmittag

Fangen wir vorne an. Bei einem kleinen Zwischeneinkauf unter der Woche fiel mir ein lange nicht mehr gegessenes Fleisch in die Hände, das ich natürlich gleich mal mitnahm, um mir ein schönes Abendbrot daraus zu bauen.
Lammbeinscheibe an Kartoffelsalat (süd)Der Schwerpunkt liegt hier auf der Lammkeulenscheibe, die man wunderbar kurzbraten oder grillen kann und dann sehr lecker daherkommt. Und da ich mein Abendbrot zumeist in Anwesenheit eines Fernsehers zu mir nehme, blieb am Ende auf dem Teller nur die Röhre (Knochen) vor der Röhre (TV). Und nein, ich habe bereits ein TV-Gerät, dessem Flachheit die Qualität vieler Programme widerspiegelt.

Lammbeinscheibe an Kartoffelsalat (süd)

Für den beiliegenden Kartoffelsalat hätte ich eine größere länglichere oder eben zwei kleine, nicht so lange Kartoffeln geschält, in Scheiben geschnitten und in der Mikrowelle schnell gegart. Nebenbei hätte ich eine Vinaigrette aus Essig, Öl, etwas Wasser/Brühe, Salz, Pfeffer, Senf, und kleiner Schalotte und ein paar Kräutern erschüttelt (im dichtschließenden! Glas) und dann über die noch warmen Kartoffeln gegeben, dass diese sich schön vollsaugen. Heißt, ein wenig ziehen lassen.
An dieser Stelle lernen wir mal wieder, dass es wichtig ist, Texte richtig zu lesen und zu schreiben. Manchmal ist es nur ein Komma, ein Punkt, ein falscher Buchstabe, oder eben – wie hier – zwei Punkte, die den Unterschied machen. Oder zweimal zwei Punkte. Beide sind je über einem “hätte” im vorherigen Absatz und machen deutlich, wenn man es richtig liest, dass ich den Kartoffelsalat nicht selbst bereitet habe. Aber nach dem beschriebenen Prinzip wäre etwas sehr ähnliches herausgekommen.
Knabbertest mit Polizeianekdote
Ein Bekannter erzählte mal von einem Strafzettel, den er – aus mir nicht mehr erinnerlichen Grund – von der hiesigen Polizei erhalten hat. Diese Dokumente sind namentlich unterzeichnet und das konkrete kam von einem Polizeiobermeister Bär, den es wohl seinerzeit hier auf dem Revier gab. Nun ist “Polizeiobermeister” ein bei öfterer Anwendung doch auffallend langes Wort, so dass nicht nur aus diesem Grund die Ränge bei der Polizei auch gern mal abgekürzt werden. Damit wird der Polizeiobermeister zum POM, was beim Lesen des Knöllchens doch zu ein wenig Heiterkeit führte.
Wir kennen sie alle: Erdnussflips, Käsebällchen, Zwiebelringe, u.ä. Diese luftig leichten Knappersnacks aus aufgeblasenem Mais in den unterschiedlichen Geschmacksrichtungen bzw. mit unterschiedlichen Beimengungen. Seit einiger Zeit sind mir aber derartige Maissnacks schon aufgefallen, die ohne jedwede Aromatik einherkommen. Eine Tüte davon fand unlängst auch den Weg an mein Fernsehsofa und so probierte ich das mal. Welchen Sinn das Zeuch hat, erschließt sich mir nicht wirklich, nichtssagend im Geschmack, sofort auflösende Konsistenz im Mund. Meine Skepsis gegenüber dem Produkt hat sich doch mal wieder bestätigt und so wird das neutrale Produkt nicht wieder mit zu mir nach Hause finden (höchstens als Füllmaterial in Versandpäckchen). Flips oder Käsebällchen aber schon, die haben schließlich einen Geschmack.
Das Sonntagsgericht
Kennt ihr sowas auch? Restaurant, die ob ihrer Lage oder Geschichte kulinarisch überbewertet sind? Ich kenne natürlich nicht die Gründe dafür, dass die Speisekarte gefühlt auf ein Viertel eingedampft wurde, dabei bin ich ja eigentlich Verfechter kurzer Karten, aber dann sollte sich der Eigenanteil an der Zubereitung der Speisen auch erhöhen. Und Tk-Pommes in die Friteuse hauen zählt nicht zum Eigenanteil. Genauso wie Tk-Gemüse aufwärmen. Soweit die allgemeine Bemerkung. Ergänzt sei auch nur, dass nicht immer das teuerste Fleisch auch das beste sein muss. Klassisches Beispiel ist hier das Filetsteak, das ich völlig überbewertet finde. Ein Rumpsteak oder – noch besser – ein Rib-Eye-Steak sind kulinarisch immer vorzuziehen. Wenn man die Wahl hat.
Filetsteak mit frischen Champignons und PommesUnd da ich mich erdreistete, das Bild schon zu machen, als noch nicht mal alles auf dem Tisch stand, gibt’s das Essen in zwei Bildern.
... und SalatDer Salatteller gehört mit dazu. Eine Scheibe Bauernbrot und eine gebratene Hühnerbrust, und er wäre allein schon eine vollwertige Mahlzeit. Wenn es da nicht noch den anderen Teller gäbe.
Filetsteak mit frischen Champignons und PommesLaut Speisekarte frische Champignons, 200 g Filetsteak und Pommes. In Summe gut durch und ausgewogen, in der Gesamtheit einfach nur schrecklich. Was den Pilzen an Würze fehlte – sie waren praktisch ungewürzt – waren die Pommes versalzen. Das Filetsteak – von Natur aus sowieso nicht sehr saftig, war gut trocken gebraten und fast durch, nur ein sehr sanfter rosa Schimmer zeigte sich auf einer Seite.
Medium ist andersBestellt hatte ich übrigens medium. Gut, dass wenigstens noch etwas Bratenfond auf dem Teller war.
Zusammenfassend kann man sagen, dass das Beste an dem Mittag der Salatteller war, und dass obwohl das Dressing schmeckte wie es in hunderten anderen gaststätten schmeckt. Aber die Mischung aus Frisee, Lollo Rosso, Eissalat, Gurken, Tomaten, Paprika- und Möhrenwürfel war wirklich gut. Ein wirklich netter Service konnte es leider dann auch nicht rausreißen. Den schönen Ausblick beim Mittag werde ich wohl eine Weile sehr vermissen.

KW38 – Wahlen, Inneres, Überhang

Einige meinen, die Woche fängt mit Sonntag an, spätestens Montag ist es dann aber soweit. Mein kulinarisches Wochenstarthighlight hat seine Anregung aber noch vom Sonntag, insofern schließt die letzte Woche den dieswöchigen Montag mal mit ein.
Tomatensalat
Schöne Tomaten, einfach nur klein geschnitten, dazu gehackte Zwiebel sowie etwas Salz, Pfeffer und Zeit – mehr braucht es eigentlich nicht für einen leckeren Salat. Natürlich darf’s auch etwas mehr sein: wenig Zucker, ein Spritzer Balsamico, etwas Olivenöl und ein frischer Mozzarella werten etwas auf, inkl. der Würfelung der Kugel, die 3D-Version der Quadratur des Kreises. In kulinarisch.
Tomatensalat, Brötchen.Hier zeigt sich mal wieder: Gerade bei einfachen Gerichten kommt es sehr auf die Qualität der Zutaten an. Das galt übrigens auch für’s Sonntagsgericht, wo die Idee mit dem Tomatensalat her kam.
Kartoffelstampf, Geflügelleber, Zwiebel, Apfel, TomatensalatSaftige Geflügelleber, tolles Kartoffelstampf und … ein wunderschöner Ausblick.
Krüseliner SeeAuch andere Gegenden haben schöne Seen, an denen man gut speisen kann. Nach der Pleite vom letzten Sonntag eine sehr angenehme Abwechslung.
Käffchen in der Krüseliner SeeschänkeUnd ein lecker Käffchen gab es auch. Es lohnt dann doch manchmal, über den Tellerrand zu schauen. Die Terrasse, auf der ich da saß, war zwar noch im Mecklenburgischen, das gegenüberliegende Seeufer (s.o.) ist schon Brandenburg. Es ist der perfekte Ausflugsort für Radler und Wassersportler, eine Gesellschaft mit Pferdeanhänger war diesmal auch mit dabei. Für Pkws stellen die beiden Zufahrtswege eine kleine Herausforderung dar, der brandenburgische etwas mehr, der mecklenburgische etwas weniger, aber doch auch.

Fisch-Sonntag

An der Güte der Bratkartoffeln kann man die Kochkunst des Kochs messen. So oder so ähnlich gibt es eine kulinarische Weisheit. Ich würde die Güte noch mit “und Menge” ergänzen. Wobei Güte direkt und Menge indirekt proportional zur Kochkunst steht.
Bratkartoffeln (1)Wir erinnern uns: Vor zwei Wochen ging diese Bratkartoffelportion nach dem Essen wieder zurück in die Küche. Ursprünglich war sie mindestens doppelt so groß und offensichtlich warm gehalten; irgendeine Knusprigkeit ging ihnen völlig ab.
Bratkartoffeln (2)Diese Bratkartoffeln gab es heute, knusprig, frisch aus der Pfanne auf den Teller und von vornherein in einer angenehmen, verzehrfähigen Menge. Es geht also doch, Gaststätten-Essen nicht in Übergrößen. Wobei …
Aber lasst uns den ganzen Teller ansehen:
Forelle nach Matjesart mit BratkartoffelnAuf einem Teller vernünftiger Größe tummelten sich neben den Bratkartoffeln ein Klecks Gurkensalat, etwas Gemüsesalat, ein Soßendipp, dessen Namen ich vergessen habe, mir zu merken (irgendwas mit Zwiebeln und Sahne), und zwei Forellenfilets, die nach Matjesart hergestellt wurden. Kräuterbutter, Zitronenspalte und Meerrettich ergänzten das Bouquet.
Zugegeben, ein schon im Ansatz einfaches Gericht. Aber gerade die sind es, die man auch sehr gut machen können kann. Wie hier. Einfach nur lecker. Der Sinn von Meerrettich und Kräuterbutter erschloss sich mir zwar nicht und die Zitronenspalte habe ich auch ins begleitende Getränk gepresst, aber das ist Jammern auf sehr hohem Niveau. Bis auf die Dipsoße ist der obere Teil auf jedem Teller, der die Küche verlässt, und es mag Gerichte und Gäste geben, die das gern kombinieren. Mir langten die knackigen Salate und der Dip.
Achja, einer noch: Was soll ich denn mit dem kleinen Tortenheber anfangen?
FischbesteckGenau so, wie es Fischgerichte gibt, zu denen man besser Rotwein trinkt, gibt es auch Fischgerichte, da ist das Fischmesser die falsche Wahl. Es dient schwerpunktmäßig zum Abheben des Fischfilets von der Hauptgräte, evtl. auch vorher noch zum Entfernen der Haut. Der Fisch selber ist meist so zart, dass er förmlich zerfällt. Man muss nix schneiden oder abtrennen. Da ist das Fischmesser ideal. Und dann gibt es Fischzubereitungen, die eine knusprige Haut haben oder vom Fleisch her zwar zart aber fest sind, wo eine scharfe Schneide durchaus hilfreich wäre.
Fischmesser wäre beispielsweise hier eine gute Idee gewesen:
Saibling geräuchertDarf ich vorstellen: Saibling. Geräucherter Saibling. Da wäre ein klingenloses Messer schon eine Idee. Erst zum Abziehen der Haut:
Saibling geräuchert enthäutetUnd dann zum Herauslösen von leckerem Essen.
Saibling geräuchert angebissenHmmm. Kam übrigens aus dem gleichen Haus wie das Mittag. Dazu ein trockenes Brötchen, um das Fischfett sinnvoll von den Fingern zu bekommen und dann mittels Brötchen dem Körper zuzuführen. Es mit Servietten in den Müll zu entsorgen, wäre wirklich zu schade gewesen. Und einfach nur Finger ablecken … Ich bin ja keine 12 mehr. 😉

Bratsalat für’n Bauch und (mein) Senf dazu

Beim Wochenendeinkauf am letzten Freitag kam ich bei meinem Lieblingsfleischer vorbei und sackte … naja, “becherte” ist als Begriff anderweitig vergeben … auch erstmals etwas Nudelsalat mit ein. Der von mir doch gern mal genommene Fleischsalat war leider schon aus. Was gehe ich auch kurz vor Geschäftsschluss einkaufen? Achso, ich hatte nicht früher Feierabend. Okay, also nochmal von vorn.
Es geht doch nichts über eingängige Firmenslogans, auch wenn sie manchmal doch grübeln lassen, ob dass wirklich so gemeint ist. In der Hoffnung, dass der Nudelsalat in dem Becher nicht aus dem Stall kommt, habe ich ihn auch nicht in der Pfanne angebraten. Ich überlege gerade, ob es überhaupt ein Produkt bei dem Fleischer gibt, dass in einem solchen Becher verkauft wird, und das dann in die Pfanne kommt. Geschnetzeltes vielleicht. Nudelsalat - vom Stall in die Pfanne?Wobei ich gerade auf sehr hohem Niveau nörgele. Die Produkte aus dem Hause sind schon sehr in Ordnung, auch wenn der Nudelsalat – um mal beim konkreten zu bleiben – ein wenig Pfiff gebrauchen könnte. Aber der hiesige Aborigines an sich ist vermutlich auch geschmacklich gern konservativ eingestellt, was Nudelsalat mit Geschmack fast ausschließt. Als konservativer Nudelsalat ist das Produkt toll und handwerklich perfekt zubereitet.
Grillbauch, NudelsalatMich begleitet(e) auch etwas Bauch. Seither ich darauf geeicht bin, versteckte Fette – zum Beispiel in Wurst – zu vermeiden, esse ich ja keine Bratwurst* mehr, sondern bin auf Grillbauch umgestiegen. Da ist wenigstens nichts versteckt! 😉
An dem Stück sieht man übrigens wieder die hervorragende Qualität des Fleisches meines Lieblingsmetzgers. Das Stück kam quasi in der Größe aus der Grillspfanne, wie es hinein kam, im Gegensatz zu den plastikverschweißten Grillprodukten unbekannter Herkunft aus Discounter, Baumarkt oder Tankstelle, die beim Erhitzen gern mal ein Drittel ihres Volumens verlieren.
Zur besseren Fettverdauung und auch wegen des Geschmacks gabs ein Klecks Senf zum Fleisch.
Nudelsalat, Grillbauch, SenfDas ist übrigens nicht irgendein Senf. Regionale Leser/innen dieses Blogs haben sicher auch schon von der Neuheit von der Insel gehört/gelesen.
SenfNach einer Meerrettich-Version gibt es den Senf jetzt auch ohne die scharfe Wurzel. Eine Frage drängt sich in dem Zusammenhang aber auch hier auf: Wenn das das “Tutower ORIGINAL” ist, was wurde in den letzten Jahren in den orangen Bechern mit dem roten (oder grünen) Deckeln verkauft?
Wobei: Der Senf ist gut, hat auch ordentlich Pfiff, fast ein bisschen viel. Bei der Kombination mit dem Grillbauch oben habe ich die Dosis nach den ersten Bissen deutlich reduziert. Vom Fleisch wollte ich ja auch noch was schmecken. Die Konsistenz und der Geschmack erinnern leicht an das plastebebecherte Vorbild, mal sehen, wie sich der Geschmack entwickelt im Laufe der Zeit. Senf reift ja nach, er hat das Zeug dazu, der bessere Nachfolger des Vorgängers zu werden.
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*) Seit ich halbwegs bewusst selbst esse, bin ich sowieso nicht der ganz große Freund von Bratwurst: Sie hat zugegeben die positive Eigenheit, Grillfehlern sehr tolerant gegenüber zu stehen; da ist Fleisch schon eher ein Sensibelchen, aber wenn’s gut gemacht ist, ziehe ich es einer Bratwurst immer vor, vor allem, wenn ich direkten Zugriff auf den Grill habe (oder den Grillchef kenne) und mir das Steak selbst vom Grill nehmen kann. Wow, watt für’n Satz.

Sonntag, 04.10.2020

Beim heutigen Mittag musste ich ein wenig an diesen einen Tweet denken, den ich neulich mal auf Twitter sah:

Mit einer derartigen Maske liefen ein Teil der Servicekräfte rum. Beim Sprechen kondensierte ein wenig von der Feuchtigkeit des Atems an der Plastikscheibe, vermutlich sammelt sich das dann und tropft irgendwann runter. Gut, dass wir kurz nach der Beginn der Öffnungszeiten da waren, bis zum Servieren des Essens konnte sich hoffentlich noch keine tropfenfähige Menge ansammeln.
Sauerfleisch mit BratkartoffelnHeute ging ich meinen fleischlichen Gelüsten nach. Nachdem der gestrige Tag eher kurzkettigkohlenhydratlastig war, war die angenehme Säure des Sauerfleisches eine willkommende Abwechslung. Verbunden mit der relativen Fettarmut waren die Bratkartoffeln auch nicht so schlimm. Im Gegenteil: Trotz fehlender sichtbarer Bratspuren waren sie knusprig und sehr wohlschmeckend, was auch an der angenehmen Butternote lag, die ihnen mitschwang. Auch der kleine Gurkensalat erwies sich als knackig und lecker. Neulich hatte ich da mal einen fertig gekauften probiert, da war der heute Mittag aber besser (ausgewählt).
Der Service war wie immer super, die Getränke kalt, wenn sie kalt zu sein hatten und heiß bei Heißgetränken. Von unabhängiger dritter Seite* wurde mir auch noch das Rumpsteak sehr empfohlen, da es aber in den nächsten Stunden/Tagen noch ein Rib-Eye-Steak gibt (reift schon im Kühlschrank), habe ich es diesmal noch nicht probiert. Aber der nächste Besuch mit dem schönen Ausblick kommt bestimmt.
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*) heutige, saugkompressenverklebende Schwester des Pflegedienstes

Sonntag (20.09.2020)

Das war doch schon mal ein schöner Sonntag. Das Wetter war prächtig, sonnig, aber nicht zu warm. Die Leute sind nett und höflich, manchmal wirken sie nur etwas überfordert. Und das, obwohl die Gaststätte noch nicht mal richtig voll war. Ich habe sie schon voller erlebt bei nicht ganz so überfordertem Personal. Wer aber die alte Serviceregel nicht beachtet, keine unnötigen oder leeren Gänge zu machen, bringt sich selber Mehrarbeit oder zumindest mehr Laufweg, wenn er/sie auf dem Rückweg vom Servieren nicht von anderen Tischen schon das leere Geschirr mitnimmt.
Pfiffig, wie ich ja manchmal bin, nehme ich in der Pfifferlingszeit gern mal ein Gericht mit Pfifferlingen. Frisch aus der Pfanne mit etwas Zwiebelchen und einer Spur Knofi sind die Pilze immer wieder ein Genuss. Dazu vielleicht ein paar knusprige Bratkartoffeln, ein leckeres Schnitzel und fürs gute Gewissen noch etwas frischen Salat. Es ist Spätsommer, da strotzen die Gärten doch voll Grünzeug.
Schnitzel mit Pfifferlingen und Bratkartoffeln (soll es sein)Leider kam dann das auf den Tisch. Das beste war dabei noch das Schnitzel und das Salatdressing aus dem 5-Liter-Kanister. Ich möchte nicht sagen, dass die Kartoffelscheiben nicht in der Pfanne aufgewärmt wurden, mehr aber auch nicht. Und dafür dann in einer Menge, die für 3 Gäste gereicht hätte.
In der Pfanne aufgewärmte KartoffelscheibenImmerhin waren frisch aussehende Frühlingszwiebeln drauf. Knackig, aber es machte die Kartoffeln nicht knuspriger.
Der Salat sah auch so aus, als ob er bereits vor längerer Zeit frisch geschnitten wurde.
Vor längerer Zeit frisch geschnittener SalatDie braunen Kanten drängten sich sogar durchs Dressing. Und apropos braun: braune Pfifferlinge? Sind die nicht eigentlich eher orange? Selbst in anderen Gaststätten kamen sie so auf den Teller. Und kommenden Sonntag macht die Gaststätte großes Pfifferlingsessen. Eine Werbung dafür war der heutige Mittagsteller definitiv nicht.