Sauerfleisch mit Bratkartoffeln (06.07.2019)

Einem geschenkten Gaul soll man ja sprichwörtlich nicht ins Maul schauen, aber zum einen habe ich was zurück geschenkt und zum anderen war auch kein Pferd anwesend.

Aus Anlass eines Anlasses war ich zum Mittag eingeladen und wählte mir von der Karte das Sauerfleisch mit Bratkartoffeln. Etwas Remoulade und Bohnensalat waren auch noch anwesend.

Die Bohnen waren auf den Punkt gegart und quietschten auch nicht beim Essen. Das Sauerfleisch war richtig gut und die Bratkartoffeln noch viel besser. Fast perfekt möchte man meinen, wenn nicht das sprudelige Begleitgetränk nicht aus einer schon länger geöffneten Flasche gewesen wäre. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau. Ich soll ja eigentlich auch keine Cola trinken, meint meine Hausärztin. 😉

Dazu gab’s einen schönen Blick über den rauen See und interessante Gespräche mit den entfernten Anverwandten. Ein schöner Samstag Mittag.

Fischsemmel (21.06.2019)

Tradition kann ich auch. Und so gab’s heute Fisch. Von wegen Freitag und so. Etwas gelöst vom Gruppenzwang* habe ich mich frei nach Lust und Laune entscheiden können.

Es gab Küstenkruste mit paniertem Seelachs und Remoulade. Lecker.

Die Küstenkruste finde ich schon recht gut, die hole ich mir ab und an auch mal so zum selber Belegen beim Abendbrot.

Das Seelachs-Filet kommt von Frosta. Muss man auch nix zu sage

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*) Gruppenzwang: Wenn die Kolleg/inn/en ihre Essensbestellung durchgegeben haben, steht im allgemeinen der Laden fest, wo ich mir auch was hole. Und vom Bäcker wollen sie sehr selten was. Heute erreichte mich die Bestellung relativ spät, da hatte ich schon gekauft.

Nordseefisch in Panade (17.06.2019)

Da hätte ich doch beinahe vergessen, das heutige Mittag zu dokumentieren: ein knusprig frittiertes Stück Fisch, dass extra für mich ins heiße Fett glitt und so frisch zubereitet selbst den geschlossenen Transport überstandt.

Die Bratkartoffeln folgtem dem Filet nicht und sie waren labsch. Dafür gab’s endlich den typischen Standard vom Fleischerimbiss dazu.

Egal, ob’s passt oder nicht: Krautsalat als Beilage. Aber ich mag ihn ganz gern. Also störte er nicht. Die Remoulade war auch nicht schlecht, und so fügte sich alles zu einem stimmigen Bild.

Selbst der Spritzer Zitronensaft konnte der knackig frischen Panade nix anhaben. Das erste Mal, dass ich zum Fischessen Gabel UND Messer brauchte.

Mixbox (08.04.2019)

Manchmal muss es auch mal was aus der Fritteuse sein. Und dabei denke ich nicht unbedingt an Pommes frites. Wobei: paniertes aus der Fritteuse ist ja noch schlimmer.

Kartoffelspalten (natürlich unpaniert), Shrimps, Fisch, dazu ein Dip. Das ist auch mal was zum Mittag.

Zum Feierabend hängt der Magen dann aber doch wieder etwas durch. 6 Stunden hält das also nicht vor.

Unverhofft lecker – Ein Klassiker neu interpretiert

Eigentlich wollte ich mir nur was schnelles zu Essen machen. Und da ich gleiches oder ähnliches schon hier im Blog hatte, dachte ich mir, geht es auch ohne Kamera. Aber dann kam die Erkenntnis, dass einige Zutaten nicht im Haus waren und andere sich aufdrängten. Also wird mal versucht, wie das schmeckt, die Bilder kann man ja auch wieder löschen und niemand würde je erfahren, dass da mal was schief gegangen ist …

Konrad Beikircher hat mal ein Programm unter dem Namen „Himmel un Ääd“ auf CD pressen lassen. Da gehts zwar im wesentliche ums rheinische, aber „Himmel und Erde“ gibt es in der einen oder anderen Form in vielen Regionen; normalerweise versteht man darunter eine eher breiige Masse aus Kartoffeln und Äpfeln bis hin zu Stampfkartoffeln und Apfelmus. Aber warum nicht auch mal Braten?

Bratkartoffeln und Apfelstücke

Da die Kartoffeln vor der Zubereitung noch roh waren, kamen sie etwas früher in die Pfanne und wurden unter dem Deckel und in ein wenig Rapsöl vorgegart und -gebräunt. Unterdessen schnitt ich einen sehr säuerlichen Apfel (in dem Fall einen sehr grünen Granny Smith) in Viertel, verleibte mir davon eins direkt ein und ein anderes teilte ich in kleinere Stücke. Es hätte auch ruhig ein halber Apfel sein können. Die gab ich dann mit in die Pfanne. Alles wurde noch mit Salz und Pfeffer gewürzt.

Alles bräunt

Nun werden die Kartoffeln weiter gebräunt (ohne Deckel) und auch die Apfelstücke können etwas Farbe nehmen. EIne Spur Butter schadet der Pfanne ebenfalls nicht, desgleichen eine Spur Chili oder Rosenpaprika. Sind die Kartoffeln gar, die Äpfel leicht angebräunt, wird abgeschmeckt und angerichtet.

Brat-Himmel-und-Erde mit Schweinskopfsülze und Remoulade

Dazu gibt es etwas Schweinskopfsülze mit ein paar Klecksen Remoulade. Und es ist wirklich erstaunlich, wie gut das alles zusammen schmeckt. Am besten übrigens wenn man versucht, gleichzeitig von allem etwas auf die Gabel zu bekommen. Da hilft ein wenig Architektur und die Burger-Idee.

So schmeckt es am besten

Und wenn dann durch die Hitze der Kartoffel die Sülze leicht ins Schmelzen kommt, die cremige Remoulade mit der fruchtigen Säure des Apfels sich vereinen und alles zusammen den Mund passiert, bekommen die Geschmackspapillen einen Orgasmus. Guten Appetit.

P.S.: Eigentlich hat nicht wirklich was gefehlt an dem Gericht. Aber ein paar Zwiebelwürfel, gern auch von der Schalotte, die zu den Kartoffelscheiben und den Apfelstücken mit in die Pfanne gekommen wären, hätten allem vielleicht noch eine weitere Stufe nach oben geben können. Ich hatte nur keine mehr im Hause …