Das gleiche in grün (07.01.2020)

Morgens Quark mit Haferflocken und Erdbeer-Himbeer-Mischung, mittags die Blumenkohlsuppe von gestern, abends Vollkornknäcke mit Schinken und Weintrauben. Zwar kein Gemüse, aber wenigstens Obst. Und das Vorkochen für morgen: das gleiche in grün.

Die Zutaten sind quasi die gleichen wie bei der Blumenkohlsuppe, nur ohne Blumenkohl und dafür mit Rosenkohl.

Und wer sich jetzt wundert, wo die Farbe herkommt, dem sei gesagt, dass ich diesmal die Muskatnuss nicht vergessen habe. Und etwas Knoblauch ist auch dran. Und ein Pellet TK-Blattspinat. ;-) Ohne hätte die Überschrift nicht gestimmt. Viel Geschmack gibt er nicht hinzu, dafür ist der Rosenkohl zu kräftig, aber eben die Farbe.

Diesmal habe ich alle Zutaten bis auf den Spinat in den beheizbaren Mixer gegeben, unter Rühren aufgekocht und knapp 20 Minuten köcheln lassen. Dann habe ich 5 Minuten vor Schluss den Spinat dazu gegeben und am Ende den Mixer noch hochgedreht, damit die Konsistenz entsteht. Muskatnuss zum Schluss hineinreiben und gewürfelten Schinken dazu geben – fertig.

Auf dem Rückweg zur Routine (02.01. bis 05.01.2020)

Die letzten Tage waren auch wieder eine Mischung aus Richtlinientreue und Ausnahmen. Während das Frühstück noch im Rahmen war (Skyr/Quark, TK-Erdbeeren, Haferflocken) und selbst am Sonnabend (bisher unüblich) durchgezogen wurde, kam am Donnerstag und Freitag das Mittag jeweils etwas früh (schon 4 Stunden nach dem Frühstück, war aber inhaltlich noch richtliniennahe (Dürüm und Cesarsalat)). Den freien Freitagfrühabend nutze ich für einen kleinen Wochenendeinkauf, der leider ein paar kleine Sünden mit in den Einkaufswagen packte. An den kalten Milchmischgetränken kam ich noch gut vorbei, aber die angebotenen Krabbenchips mussten es dann doch sein. Zum Ausgleich waren aber auch ein Blumenkohl, ein paar Datteltomaten, zwei Sharon, drei gelbe Paprika u.ä mit im Beutekorb.

Der Konsumweg führte mich auch an meinem Lieblingsfleischer vorbei, von dem auf jeden Fall die Bockwurst mit in den Warenkorb gehört. Leider sprang mich von der frischfleischigen Seite nicht wirklich was an (wobei sie wieder schöne Dry-aged-Steaks da hatten, aber Steak hatte ich gerade erst) und eigentlich suchte ich eher was, dass ich als eine Art Geschnetzeltes zum Gemüse in die Pfanne hauen konnte. Da ich aber auch noch nicht wusste, wann ich am Herd stehen würde, schied auch das wundervoll aussehende Hackfleisch aus und so nahm ich doch nur noch drei (frisch) befüllte Becher mit, davon eine Neuheit. Später mehr dazu.

Sonnabend kam es dann zu einer Art Resteverwertung, zumindest, wenn man die eine Bowu, die ich mich hart zurückgenommen hatte zu essen, auch schon als Rest bezeichnen möchte. Auslöser war aber der (ehemals) frische Rosenkohl, den ich seit vor Weihnachten hütete und nun endlich verbrauchen wollte. Ein halber Becher saure Sahne (auch schon seit dem 1. Weihnachtstag offen) bereicherte das Essen.

Der Rosenkohl. wurde in ein wenig Salzwasser al dente vorgekocht. Dann zerfloss in der mäßig heißen Pfanne ein wenig Butter mit Rapsöl, in dem eine kleingescheibelte Schalotte ihr Wesen trieb. Die Bockwurst hatte ich ein wenig zerschnitten (Kinderbesitzer werden die „Tatzen“ erkennen). Sie wurden ebenfalls angebraten. In den Pfanneninhalt aus geschmolzenen Schalotten und Tatzen rührte ich die saure Sahne und ergänzte alles mit dem noch warmen Rosenkohl. Alles etwas durchschwenken und miteinander Aromen austauschen lassen. Fertig. Natürlich wurden sowohl der Rosenkohl wie auch die in Butter gegarten Zwiebeln mit Pfeffer und Salz gewürzt. Soll ja auch schmecken.

Diese Bockwurst liebe ich ja. Am liebsten pur. Aber man kann sie auch gut verarbeiten. Und wenn man sie eben wie hier der Länge nach drittelt, dann quer halbiert und an jedem Ende der Stücke mit zwei Einschnitten versieht.

Die saure Sahne wäre entbehrlich gewesen. Aber sie musste weg. Normale Sahne wäre eher eine Idee, aber die ist ja auch fettiger. Gibt dann aber die bessere Soße. Außerdem mal wieder gelernt: Saure Sahne vor dem Einrühren erstmal kräftig durchrühren, sonst wird’s flockig. Das bekommt man zwar durch viel rühren auch wieder weg, aber vorher macht’s einfacher.

Als ich am Freitagspätnachmittag einkaufte, fiel mir eine schöne Leckerei ins Auge, die ich bei meinem Fleischer noch gar nicht kannte. Bereits in seinen Plasteschalen abgefüllt lag da was in der Auslage und warf Fragen auf. Auf dem Deckel prankte nämlich die Werbung des Hauses:

Da konnte ich mir doch die Frage nicht verkneifen, in welchem Stall denn der Inhalt aufgezogen worden ist.

Schöne Riesengarnelen in einer leckeren Cocktailsauce … Da konnte ich nicht widerstehen und musste mir eine Packung kaufen. Und sie waren köstlich. Wenn ich bei einem der nächsten Besuche feststelle, dass sie die Dinger auch in einer Aioli oder zumindest in einer Knoblauchmajonäse (nicht unbedingt nur in Knoblauchöl) anbieten, gehe ich nicht wieder aus dem Laden raus, bevor ich alle aufgegessen habe. ;-)

Bei den Garnelen versündigte ich mich noch gleich ein zweites Mal, da ich mir doch ein Brötchen dafür kaufte. In der Kombination sind sie einfach nicht zu schlagen. Zu Hause angekommen, Einkäufe weggeräumt und dann Abendbrot gemacht. Ich sach ma so: Eine gute dreiviertel Stunde nach dem Einkauf saß ich selig lächelnd (oder vermutlich eher grenzdebil grinsend) und dem Geschmack nachspürend auf meiner Couch und freute mich …

Für einen zweiten Becher (nicht mit Garnelen) erwarb ich natürlich noch ein selbstmarketingfreies Vollkornbrot (also eins ohne Körner), auch, um mich wieder den Ernährungsrichtlinien zu nähern. Diesmal wurde natürlich auch hinter- aber vor allem vorher gegrinst. Überlegte ich doch, ob der Eiersalat nun schon in der Pfanne war, oder ob ich ihn noch anbraten müsse. ;-)

Der hatte natürlich den gleichen Deckel. Den dritten Becher (mit ebendiesem Deckelaufdruck) leere ich dann heute Abend. Da passt es wenigstens ein bisschen: Fleischbrät ist nunmal wesentlicher Bestandteil des Fleischsalates. Da werde ich aber viel Gemüse noch dazu knabbern müssen, um die Sünde wieder auszugleichen. Und: Ja, ich weiß, dass das „brät“ in Fleischbrät nichts mit Braten zu tun hat.

Oben Bockwurst, eben Fleischbrät, dann die Eier und die Garnelen in Soßen unbekannter Zusammensetzung … Da gibt’s einen bösen Blick von der Ernährungsberatung. Wurst und Brät wegen des hohen Gehaltes ungünstiger Fette, die Soßen auch deswegen, aber auch wegen eines meist recht hohen Anteils an Zucker. Aber ein wenig Sünde muss auch sein.

Apropos Sünde. Wenn sie – nicht die Sünde, sondern die Ernährungsberatung – den Teller des Sonntagmittags sieht, kollabiert sie. ;-) Nein, so schlimm nicht, aber zum bösen Blick kommen dann noch rollende Augäpfel dazu. Und das völlig ohne Grund! Naja, fast.

Es hat eine Weile gedauert, bis ich diesmal etwas passendes aus der Karte herausgefunden habe. Offensichtlich waren wir in einem Restaurant, bei dem Gemüse keinen sehr hohen Stellenwert hat. Dass ein Gericht mal irgendwo zu Hälfte aus Gemüse besteht, wage ich kaum noch zu hoffen (vegetarische Gerichte mal außen vor gelassen, denen mangelt es meist am Eiweißanteil, dafür umso mehr Kohlenhydrate). Aber so, wie das Gericht auf den Tisch kam, sah es wirklich sehr sündig aus. Wobei der leckere Klecks Stampfkartoffeln eine sehr angenehme Übersichtlichkeit hatte.

Die gesamte Fläche unter dem in Eihülle gebratenen Kap-Seehecht-Filet war mit Grillgemüse belegt, das erst sichtbar wurde, nachdem man etwas vom Fisch gegessen hatte. Surprise, Surprise. Alles kam heiß und wohlschmeckend auf den Tisch. Mit einer Ausnahme: Der Teller war nur heiß, gekostet habe ich ihn nicht, was die Beurteilung seines Wohlgeschmacks verhinderte.

Aber am Ende saß ich doch wieder selig grinsend auf meinem Stuhl, genoss noch meinen Cappuccino und erfreute mich daran, gut gegessen zu haben.

Weihnachtsfeiertage (24.-26.12.2019)

Ja, ich weiß, dass der Tag des Heiligabends kein Weihnachtsfeiertag ist, irgendwo hörte ich mehrfach den Begriff „Heiligtag“, was ich für hanebüchenen Unsinn halte. Aber was weiß ich schon.

Der kulinarische Weihnachtsessenstaffellauf begann traditionell am 24.12. mittags mit …

… Spinat und Spiegelei. Für den naturalistischen Blattspinat habe ich noch vorher ein paar Würfelchen weißen Speck ausgelassen und ihn final mit Salz, Pfeffer, Muskat und etwas Knoblauch abgeschmeckt. Die Eier bekamen sofort nach dem Eintreffen in der Pfanne auch etwas Salz und Pfeffer mit, nachdem sich vorher etwas Butter im Kochgeschirr breitgemacht hatte.

Ach so, nicht wundern, dass die Küche plötzlich so anders aussieht, aber die nächsten Gerichte kommen aus Vatterns Küche.

Der heilige Abend

Botaniker werden es erkannt haben: Ein Weihnachtskarpfen. Frisch geschuppt und ausgenommen, gesalzen, gepfeffert, mit einer halbierten Zwiebel im Bauch und etwas Butter oben drüber und unten drunter. Das reicht. Zumindest für die Vorbereitung. Dann noch eine gute halbe Stunde in den Backofen.

So sieht der Fisch nach 35 Minuten aus. Das Baguette-Brot kam 10 Minuten vor Schluss mit hinein und hätte vielleicht noch etwas Hitze vertragen können. Aber der Fisch: zart und saftig! Und so einfach! Das sollte man öfter mal essen, auch unterm Jahr und nicht nur am Ende.

Der 1. Weihnachtsfeiertag

Über dem ersten Feiertag schwebte – vermutlich letztmalig – eine Jahresendflügelfigur in Form einer „kleinen“ Ente. Am Vorabend haben wir sie geleert (es waren noch einige Innereien drin), geputzt, gesalzen, gepfeffert und wieder gefüllt, diesmal aber mit einem Boskop (geviertelt), einer Apfelsine (gedrittelt) und 3 kleinen Zwiebeln. Damit sie unten nicht ansetzt, habe ich auf dem Bräterboden drei der Länge nach halbierte Möhren gelegt, auf die dann die Ente kam. Die Innereien ergänzten den Topfinhalt und ein drittel Liter Wasser. Deckel drauf und wieder auf den kalten Balkon. Am nächsten Morgen gegen 8 Uhr kam dann die ganze Chose in den Ofen bei 100°C. Als ich dann gegen 11 Uhr dazu kam, stellte sich die Ente als fast gar, aber noch etwas blass heraus, also Deckel runter und den Grill angeschmissen. Nebenbei wurden die Semmelknödel (Convenience) und der Rosenkohl sehr naturalistisch zubereitet. Letztendlich kamen beide in eigene gesalzene Wässer zum Erhitzen und Garen. Für den Kohl wurden auch noch ein paar weiße Speckwürfel ausgelassen und sie letztendlich drin final geschwenkt. Daher die leichten Bratspuren.

Die Soße besteht im wesentlichen aus der teilentfetteten Flüssigkeit aus dem Entenbräter, etwas Rosenkohlkochwasser und einen großen Löffel Schmand. Etwas Zauberpulver half bei der Bindung.

Natürlich war die Ente viel zu groß für zwei. Deswegen wurde die Idee aufgebracht, nächstes Jahr zwei Entenbrüste zu braten. Mal sehen, wie sich die Gedanken entwickeln.

Am 2. Weihnachtsfeiertag gab’s dann traditionell Kochfisch, im aktuellen Fall wie meist Zander. Am Vorabend kochte ich schon allerlei Gemüse (Sellerie, Staudensellerie, Petersilienwurzel, Lauch, Möhre, …) aus, die sollten dann die Basis für eine gemüsige Soße werden. In der wurde dann der Fisch gegart. Abgeschmeckt und mit etwas Schmand gebunden diente sie als Beilage zu einigen Salzkartoffeln.

Zugegeben, die Soße macht mir immer noch ein wenig Probleme. Die kriege ich noch hin wie früher. Aber ich spüre, dass ich auf einem guten Weg bin (wobei die Vorlage gar nicht mit einer großartig ausgekochten Gemüsebrühe begann). Dafür war es ein ganzer Zander und das Kochwasser wurde dann als Basis genommen. Vielleicht ist die Verwendung von Fischfond eine Idee. Aber wenn ich mir die fertigen so ansehe, schüttelt es mich ein wenig (zumal sie wenig mit Zander zu tun haben). Naja, mal überlegen und weiter entwickeln.

Wochenzusammenfassung (09.-14.12.2019)

Das war eine Woche. Drei Weihnachtsfeiern machten es schwer, im Rhythmus zu bleiben und die Routine zu behalten. Im Großen und Ganzen ist es wohl auch gelungen, wenn man nicht zu genau hinguckt. Aber auch das Protokoll macht gerade Pause, was heißt, dass ich mich wahrscheinlich öfter mal am Schlüppi reißen muss, um in Fahrtrichtung zu bleiben.

Gekocht habe ich aber trotzdem. Eine bunte Mischung aus Rumfort und Reste.

Diese Suppe, die eher an einer Gulaschsuppe angelehnt war, aber eigentlich auch wieder nicht, bestand aus Teilreisen der ersten Weihnachtsfeier. Da hab es u.a. Ententeile nebst Rosen- und Rotkohl und Klößen sowie Salzkartoffeln als Beilage. In den Topf fanden Rosenkohl und Entenbratensoße den Weg. Ich hatte auch noch auf etwas Entenbrustfleisch gehofft, aber das war am Ende der Veranstaltung aufgegessen. Nur ein paar Keulen blieben übrig, die aber andere Verzehrenswege fanden. So bildeten eine ausgelöste Beinscheibe und etwas Kasslerkamm die Basis für die Brühe, eine Schale brauner Champignons mussten ebenfalls verwertet werden.

Nun ist die Kombination Champignon-Rosenkohl nicht allgegenwärtig. Aber es ging. Nachgewürzt wurde natürlich auch noch. Durch den Brühenansatz (das angebratene Rindfleisch bekam mit einem Wasseraufguss etwas Vorlauf, bevor dann alles andere hinzu kam) fehlte die Würze, selbst das Kassler erwies sich als recht salzarm. Das hatte ich auch schon ganz anders erlebt.

Die zweite Weihnachtsfeier bot eher Kaffee und Kuchen, so dass ich mich kulinarisch und physisch sehr zurückhielt. Aber die dritte bot die Chance, bereits durchgeführte eher theoretische Recherchen praktisch zu überprüfen. Normalerweise wird diese Weihnachtsfeier traditionell mit einem Entenessen in einer hiesigen Gaststätte begangen, die Umstände zwangen uns, auf die hiesigen Lieferdienste zurückzugreifen. Dabei wurde einer derjenigen ausgewählt, die eines der drei für mich nach Richtlinie essbaren Gerichte auf der Menükarte hatte.

Das sieht doch schon mal ganz gut aus. Und endlich mal wieder ein Essen aus dem Pappkarton. ;-) Wie seinerzeit häufiger beim werktäglichen Mittag, als ich mich noch mainstreamig ernährte. Auch, wenn der Karton wirklich ein eckiger Karton war und kein runder Becher wie seinerzeit. Aber auch hier half zur genaueren Bewertung umrühren.

Die Basis war ein Pastagericht mit Vollkornpenne sowie mit Spinat, Champignons und Rindfleischstreifen, oben drauf kamen noch zusätzlich bestellte frische Tomaten und frischer Frühlingslauch. Das sollte den Richtlinien genügen.

Trotzdem möchte ich auch nochmal meiner Verwunderung Ausdruck geben, wie wenig Gerichte es in Gaststätten und von Lieferdiensten gibt, die einen maßgeblichen Gemüseanteil und wenig Kohlenhydrate als Beilage bieten. Morgen Mittag bin ich mit Vattern wieder essen. Es wird etwas schicker diesmal. Ich bin gespannt. Bisher war ich erst einmal in der Gaststätte, damals noch ohne Richtlinie. Ich erwarte als Bericht morgen hier euphorische Beschreibungen, ich fürchte aber aus der bisherigen Erfahrung und aus zugetragenen Erfahrungen anderer eher einen Verriss …

Tag 34 und 35 (23.11. und 24.11.2019)

An dieser Stelle bereue ich so ein wenig, dass ich „Tagesberichte“ mache und die dann auch noch durchnummeriere. Okay, manchmal fasse ich zwei Tage zusammen, aber sie sind eben trotzdem so transparent, dass man sieht, ob ein Tag fehlt. Den gestrigen Sonnabend würde ich nämlich gern unter den Tisch fallen lassen. Nicht, dass ich großartig gesündigt hätte. Weißmehlbrötchen mit grober Leberwurst, Kartoffelstampf mit Schnitzel „Wiener Art“ und zum Abendbrot eine Tüte Chips mit Rotwein aus dem Tetrapak. Nein, das habe ich alles nicht gemacht. Was diese Phantasie aber mit der Wirklichkeit zu tun hatte, war ihr Gehalt an Gemüse. Da hing ich ja schon am Freitag etwas in den Seilen, behalf mich aber mit einem krautsalatüberladenen Dürüm. Das Frühstück am Sonnabend ging auch noch (Vollkornbrot mit Eiersalat und etwas Obst danach), über den Rest schweigen wir. Und das, obwohl ich auch noch groß einkaufen war und zum Abend wenigstens hinreichend viel Auswahl beim Gemüse im Haus hatte. Eigentlich sogar zu viel. Das schlechte Gewissen hat sie wohl in den Einkaufskorb gelegt. Nun muss ich sehen, wie ich derer Herr werde.

Der Sonntagmittag erwies sich als sehr erfreuliches Ereignis. Ich konnte mir beim Genießen des abschließenden Cappuccinos ein wohliges Wohlfühlgrinsen nicht verkneifen. Ich war so zufrieden, dass ich über kleine Mängel sehr wohlwollend hinweg sah; das wäre ein Jammern wirklich auf sehr hohem Niveau gewesen.

Die leckere Gänsebrust lag auf einem üppigen Rosenkohlbett und begleitet wurde diese durch einen nussigen Kartoffelstampf (eben Kartoffelstampf mit ein paar Nüssen drin) und einer kleinen „Fruchtschnitte“ – sehr apfelig, die wunderbar zur Gänsebrust passte. Den beigestellten Backpflaumenju hätte ich beinahe völlig ignoriert, aber er verfeinerte den Kartoffelbrei aufs angenehmste.

Der Rosenkohl war fast noch die Krönung des ganzen Gerichtes. Frisch, wunderbar gewürzt, auf den Punkt gegart und so leuchtend grün … Da aßen Auge und Gaumen gleichzeitig mit allen Freuden.

Schwer, das Niveau über den Tag zu halten. Aber wer es nicht versucht … ;-) Ein Lammlachs harrte meiner, den ich in der Pfanne schnell und heiß und kräftig anbriet. Anschließend kam er in Ruheposition auf einen Teller. In den Bratensatz kam etwas Butter, eine kleingeschnittene Schalotte, eine Zehe Knoblauch und vorblanchierte Stangenbohnen, grob geschnippelt. Als das sich wunderbar verband, kam auch noch kleingeschnittener roter Paprika dazu. Alles gut durchschwenken und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Das Fleischstück kam zum Nachwärmen wieder oben rauf und dann war das Abendbrot eigentlich schon fertig.

So muss ein Abendbrot aussehen, dann klappt’s auch mit dem Abnehmen. Hoffentlich. ;-) Nicht dokumentiert, da ungünstig im Licht am Esstisch, ist der wunderbare Garpunkt des Fleisches. Rosa war es, wie aus dem Lehrbuch. Manchmal klappt’s eben doch. ;-)