Rippchen mit Rotkraut und Salzkartoffeln (13.03.2019)

Das Essen wird auch immer schwieriger. Gerade beim heutigen Gericht zeigen sich die Nachteile der Transportverpackung. Alles ist eng und klein und der Platz wird optimal für den Weg zum Kunden ausgenutzt, nur der müsste dann entweder alles Umfüllen (was mehrere Vorteile, aber abend auch Nachteile brächte) oder eben auf engem Raum manipulieren.

Was übrigens nicht für Abstriche beim Geschmack sorgt. Das Stückchen Schweinerippe sieht natürlich etwas unscheinbar aus, aber sie war knochenfrei, fleischig und mit einer Fettader durchzogen, die einen leichten Anflug von Trockenheit nicht ganz kompensieren konnte, Aber die Soße war so reichlich, dass sie schon den Rotkohl mit überschwemmte.

Aber frei nach dem Motto: „Im Magen kommt sowieso alles durcheinander.“ wurden die Kartoffeln in eine Mischung aus Soße und Kraut gequetscht und ein leicht seeliges Lächeln umwitterte die Mundwinkel.

P.S.: Morgen gibt es aus Gründen kein Mittagsbild, ihr und ich verpassen ein paniertes Kotelett mit Rosenkohl. Ein wenig traurig bin ich schon. Aber es muss. Ich wünsche also einen schönen Donnerstag und melde mich dann Freitag wieder. Ich bin gespannt, was ich mir bestellt habe: Fisch, Roulade oder deftiges Schweinebein.

Wirsingkohlroulade (08.03.2019)

Die Woche verabschiedet sich mit einem freundlichen „Wirsing!“ (lautmalerisch schelmisch für Wiederseh’n!). Hier in Form einer Wirsingroulade mit Salzkartoffeln und Rohkost.

Die Kartoffeln waren trotz ihres Namens nicht für die gute Mineralstoffversorgung zuständig, aber irgendein Zubereiter im Rouladenumfeld muss gerade verliebt sein. Aber es ist ja auch Frühling.

Die Rohkost, fein gehackter „rosa Salat“ (formely known as Rotkohl), war auch wieder aufgehübscht.

Offensichtlich hat der Hersteller dieses Essens noch ein paar Mandarinendosen im Vorrat. 😉

Wieder haben wir bei der gesamten Mahlzeit den Effekt, dass das Auge nicht unbedingt mitisst, Zunge und Gaumen meldeten durchaus Wohlgefallen.

Mal sehen, was die nächste Woche so bringt. Vom Namen her könnte ich es zwar schon benennen, aber die Größe der Text-Bild-Schere ist ja das spannende.

St. Martins warmer Nudelsalat

(Lau-)warm ist das heiß des Foodbloggers. Auf diese These könnte man kommen, wenn man sich die Art und Weise anschaut, wie ein Foodblogger arbeitet. Wobei? Ist es wirklich Arbeit? Machen wir es nicht doch auch eher zum Spaß oder als Hobby? Nunja, das muss jeder für sich entscheiden. Einen tiefen Einblick in die Befindlichkeiten des Foodbloggers und seiner nahen Umgebung liefert ein sehr amüsant zu lesender Artikel vom Marsmädchen, bei dem ich vor allem auf Punkt 06 orientieren möchte. Aber manchmal ist das nicht mehr heiße auch die genau richtige Genusstemperatur, wie wir hier sehen werden.

Die Idee trug ich schon einige Zeit mit mir rum, die Quellen sind eine sich im Tiefkühler befindliche Entenbrust und die Erinnerung an ein Nudelsalatrezept einer Tante, das unter anderem mit Sauerkraut zubereitet wurde und sehr schmackhaft war. Die Zutaten orientieren sich weiterhin an klassischen Zubereitungen einer Ente. Und nun mit Schwung an die neue Kombination.

Fein gehobeltes Rotkraut

Klassische Beilage zur Ente ist Rotkohl und damit wird dieses Kraut als „Ersatz“ für das Sauerkraut meiner Tante erkoren. Möglichst fein gehobelt sollte das Blaukraut werden. Man braucht aber nicht viel. Immerhin machen wir einen Nudel- und keinen Rotkrautsalat.

Entenbrust

Die tiefgekühlte Entenbrust ist über Stunden im Kühlschrank aufgetaut worden. Man kann natürlich auch einfach eine frische nehmen. Zubereitet wird sie eigentlich ganz klassisch.

Fettschicht eingeschnitten

Die Fettschicht wird vorsichtig eingeschnitten und alles anschließend gesalzen. Das wars.

Orangensaft auspressen

Die Orange passt sehr schön zur Ente. Deswegen wird eine Orange ausgepresst und der Saft aufgefangen.

Mit Orangenschalen vermischen

Wer eine Bioorange zur Hand hat, kann gleich noch etwas von der Orangenschale mit in den Saft reiben. Wer nicht, kann Orangenschale auch im kleinen Döschen kaufen und dazu geben.

Zwei Pfannen heiß machen

Zwei Pfannen werden erhitzt.

Entenbrust geruhsam anbraten

In die eine, nicht zu heiße, kommt die Entenbrust, mit der Fettseite nach unten (gaaaaanz klassisch).

Das Fett sammeln

In kurzer Zeit tritt das Fett sichtbar aus, das wird diesmal gleich weiter verwendet.

Entenprett in die zweite Pfanne

Ein paar Esslöffel vom Entenfett (nicht alles!) kommt in die zweite, erhitzte Pfanne.

Rotkohl dazu

Darin angeschmort wird der Rotkohl, Salz, Pfeffer, weitere Gewürze nach Gusto und ca. ein Drittel des Orangensaftes kommen noch hinzu …

Deckel drauf

… bevor alles bei nicht allzu großer Hitze und unter einem passenden Deckel der weiteren Garung überlassen wird.

Kochendes Wasser

Nebenbei fängt auch schon im Topf das Wasser an zu kochen. Was da wohl rein kommt?

Entenbrust umdrehen, wenn gut gebräunt

Wenn die Fettseite der Entenbrust eine angenehme Bräune erreicht hat, wird sie umgedreht. und fertig gegart.

Spirellis kochen

Natürlich war das kochende Wasser – gesalzen – für die Nudeln gedacht, die werden al dente nach Vorschrift gegart.

Glas mit Schraubdeckel

Jeder Salat braucht ein Dressing und für die Zubereitung braucht es ein fest schließendes Gefäß. Kann man schon mal bereit stellen.

Entenbrust aus der Pfanne und Ruhen

Die Entenbrust, per Fingerdruckmethode als fertig deklariert, wird zum Ruhen beiseite gestellt.

Bratreste in der Pfanne

Schöne Bratreste sind in der Pfanne entstanden. Die muss man nutzen.

Mit Orangensaft abgelöscht

Mit dem restlichen Orangensaft werden die Geschmacksbringer vom Pfannenboden abgelöst und für das Gericht nutzbar gemacht.

Flüssigkeit im Glas gewürzt

Der Pfanneninhalt, gern auch ein wenig reduziert, kommt in das Glas. Damit wäre eigentlich schon ein Dressing fertig (Fett und Säure sind ja schon drin). Etwas Olivenöl, etwas weißer Balsamico, ein halber Teelöffel Senf, Salz, Pfeffer, Zucker können aber auch nicht schaden. Dann den Deckel drauf und gut schütteln.

Dressing fast fertig

So könnte die Mischung dann aussehen. Da war sie aber nur ein wenig geschüttelt. Aber wir haben alles zusammen, was für den Nudelsalat gebraucht wird. Also kann er fertig gestellt werden.

Nudeln in eine Schüssel

Zuerst die noch heißen Nudeln in eine Schüssel geben.

Rotkraut dazu

Danach kommt das fein zerpflückte Rotkraut aus der Pfanne dazu, mit einem Salatbesteck wird alles gut durchgemischt.

Dressing dazu

Das Dressing wird nochmal kräftig geschüttelt und wird dann über dem Schüsselinhalt verteilt.

Gut durchmischt

Alles wieder gut durchmischen. Die Nudeln werden dabei eine gewisse rosane Färbung annehmen. Aber das ist normal.

Entenbrust in Scheiben schneiden

Nun gilt es, die Entenbrust anzuschneiden. Sie wird in nach Möglichkeit nicht zu dicke Scheiben geschnitten.

auf dem Salat drappieren

Die Tranchen der Brust kommen dann oben auf die Schüssel. Etwas grobes Salz finalisiert die Präsentation.

Der Salat in der Schüssel

So kann es dann aussehen, wenn man mal die ganze Schüssel in den Blicjkwinkel holt. Das Anrichten auf dem Teller ist sicher besser.

auf dem Teller

Sicherlich kann man die Entenbrust auch noch kleiner schneiden und direkt unter den Salat mischen, hier bietet sich vielleicht auch, vor allem in einer kalten Version, geräucherte Enten- oder Gänsebrust an.

St. Martins Nudelsalat (lau-)warm

Achja, apropos Dressing: Der Fleischsaft, der sich auf dem Teller und beim Aufschneiden gesammelt hatte, fand natürlich auch noch seinen Weg in die Schüssel und wurde gut unter gehoben.

Beim Essen hatte ich den Eindruck, dass dieser Salat mit langsam fallender Temperatur (aber immer noch spürbarer Restwärme) immer besser wurde. Er muss also nicht heiß serviert werden. Guten Appetit.

Lust

Gerade habe ich richtig Appetit auf einen dünn geschabten gegrillten Lammhackbraten, veredelt mit einer Sauce Aioli, ergänzt durch eine Komposition fein gehobelter Rot- und Weißkohle auf knackigem Salat mit je einer Gurken- und einer Tomatenscheibe. Dazu ein Stück türkischen Brotes.

Die Frage ist: Welcher Dönerstand hat in einer Stunde noch auf …

Leckere Resteverwertung

Von vor einiger Zeit gekochten Gerichten lagen noch ein paar Sachen rum, hinzu kam, was sonst auch so rumliegt. Die Aufgabe ist gestellt: Was machen wir aus folgendem:

Etwas Rotkohl, ein paar Tomaten, Weißkohl und eine Paprikawurst. Zuerst packen wir alles mal in die Pfanne, angefangen mit der in Scheiben geschnittenen Wurst.

Der Kohl wird klein geschnitten, die Tomate halbiert, geviertelt oder gesechstelt, je nach Größe. Anschließend kommt alles zum Anbraten mit in die Pfanne.

Schön umrühren, mit Kümmel, Salz, Pfeffer und Kräutern nach Wunsch würzen, dann die Hitze runter drehen und einen Deckel auflegen, damit der Kohl gar ziehen kann. Das dauert gern mal halbe Stunde. Zwischendurch wird gelegentlich mal umgerührt.

Zum Abschluss wird alles mit etwas Paprika oder Cayenne-Pfeffer abgeschmeckt.

Dann verrühren wir einen großen gehäuften Esslöffel Frischkäse mit etwas Zucker und dem Saft einer halben Limette und rühren alles als Dressing unten drunter.

Dann kann der warme Krautsalat mit Tomaten und Paprikawurst auch schon angerichtet werden.

Guten Appetit.

P.S.: Wer das ganze etwas suppiger oder soßiger möchte, lässt das Dressing weg, gibt aber nach der Würzung etwas Wasser oder Brühe dazu und kann abschließend alles mit einer geriebenen mehlig kochenden rohen Kartoffel binden.