KW 52 – Silvester und der Start ins neue Jahr

Manchmal ist es schon etwas komisch zur Zeit. Als ich nach dem sonntäglichen Besuch beim Testzentrum Vattern abholte und wir dann zum Mittag in ein Restaurant fuhren, hatten wir trotz Reservierung freie Platzwahl. Nungut, wir waren die ersten an diesem Sonntagmittag. Und vermutlich auch die einzigsten. Zumindest kamen in der gesamten Zeit der Speisenaufnahme keine weiteren Gäste, und nebenbei wurde nur einmal telefoniert bzgl. einer Reservierung. Ob für den gleichen oder einen anderen Tag, war lauschend leider nicht zu entnehmen. Traurig.

Lag es daran, dass noch alle sinnlos überfressen von den Feiertagen waren? Oder noch ihren Neujahrskater* verarbeiteten? Gab es zu viele “weniger Essen”-Vorsätze zum Jahreswechsel? Oder fing schon das große Geld sparen an, da bei vielen wohl der Januar der kostenintensivste Monat ist? Wir werden es nie erfahren. Es ist aber schade, dass die kulinarischen Möglichkeiten so wenig genutzt werden und so braucht sich irgendwann keiner zu wundern, wenn er/sie bei einem Reservierungswunsch für ein rundes Geburtsjubiläum nur noch an einer Dönerbude Plätze reservieren kann, da die Restaurants und Gaststätten den Bach runter gegangen sind, weil ihre Angebote auch zwischendurch nicht genutzt wurden.

Und nein, ich ignoriere nicht den von vielen als Hauptgrund angenommenen Anlass für die Leere in den Gaststätten. Aber die Bedingungen herrschen nun seit einigen Monaten und man kann sich schon längst drauf eingestellt haben. Auch ein (gemeinsamer) Besuch im Testzentrum kann schon als Event deklariert und hochsterilisiert werden.

Mecklenburger Schnitzel, Pommes, BeilageDabei gibt es in den Restaurant leckeres Essen ohne viel Arbeit, auch in Formen, wie man sie zu Hause nicht zubereiten würde. Das meine ich übrigens positiv. Manches kocht man sich nicht selber, sei es wegen des Aufwandes, wegen der Menge, wegen exotischer Zutaten oder einfach nur mangelndes eigenes Kochhandwerk.

Den Krautsalat auf dem Teller, den hätte man auch sehr ähnlich zu Hause essen können. Er erinnert stark an die auch bei Supermarkt oder Discounter erhältlichen Ware. Der grüne Salat dahinter, auf dem Foto kaum zusehen, war da schon etwas eigener. Die Pommes waren auf den Punkt und lecker gewürzt. Die Rahmpilzsoße handwerklich gut. Darauf lag übrigens kein paniertes Schnitzel – dann wäre ich sicher hier schon wieder explodiert. Es ist ein “Mecklenburger Schnitzel”, das als abgespecktes Schweinesteak á la Strindberg einherkommt: ohne die gebratenen Zwiebeln und die Senfpanade. Man könnte es auch einfach nur Steak im Eimantel nennen, als solches war es aber auch gut essbar.

Schön – ihr wisst, mein Lieblingsthema – war auch die Portionsgröße. Völlig ausreichend für normale Esser, ich hatte sogar ein wenig über ein Dessert nachgedacht, was Vattern aber vereitelte. Auf seinem Teller befand sind zu reichlich essbares, so dass ich ihm noch etwas abnahm, was den Nachtisch auf einen Cappuccino reduzierte. Die Unterschiede in der Portionsgröße lagen dabei nicht nur an der jeweiligen Auswahl (er hatte was, das mit “-Platte” aufhörte), meine oben gezeigte Portion war eine “Seniorenportion”, die ich aber gern als kleine Portion bestelle – auf der Karte angeboten, also kann ich das auch nutzen, auch wenn ich vom Seniorenalter doch noch etwas entfernt bin.

Silvesterparty

Wir haben übrigens mittlerweile 2022. Das setzt voraus, dass Silvester und Neujahr gewesen sind, dieses Duo infernale der Tierquälerei, der Umweltverschmutzung und des Alkoholmissbrauchs. Wobei ich aber sagen muss, dass so ein Feuerwerk schon richtig gut aussieht, wenn es auch eine gewisse Dichte hat, findet es auf der Fläche statt. Aber dank “Polenböller” war es diesmal kaum weniger als in den Jahren zuvor – trotz deutschem Verkaufsstopp.

SilvesterpotpourriDas sind wesentliche, aber nicht alle Teile des “Silvesterbüffets” für die Party im kleinen Kreis. Mein Anteil daran war das geschnippelte Gemüse und die 5 Dipps im Vordergrund, der Nudelsalat kam vom Gastgeber und damit es eine “heiße” Party wird, kamen auch noch Nuggets und Baguette aus dem Ofen dazu.

Wie man Gemüse schnibbelt, kann sich jeder selbst denken, und dass es auch mit anderen Gemüsen geht, ist klar. Die vier weißen Dipps bestehen im wesentlichen aus Skyr. Als Einlagen – genauer: Einrührungen – gab es (von oben nach unten):

  • Tiefkühlkräutermischung und etwas Olivenöl (groß1)
  • ganz fein gehackte Fleischwurst (klein1)
  • ganz fein gehackte rote Zwiebel und Knoblauch (groß2)
  • ausgekühlte, vorher in der Pfanne angeschmorte rote Zwiebel, am Ende etwas Knoblauch mitgeschmort, beides leicht angebräunt (klein2)

Etwas Salz und Pfeffer war noch überall mit dabei, in die Pfanne kam auch eine Spur Zucker.

Der kleine Becher oben links neben den Möhren enthielt eine Art Vinaigrette-Dipp. Zu einem Teil der geschmorten Zwiebeln/Knoblauch kam ein Teelöffel Senf, etwas Apfelessig und eine Mischung aus 3 Ölen (Raps, Lein, Sonnenblume). Der Becher wurde verschraubt und dann kräftig geschüffelt. Eigentlich wollte ich eine Dipp-Konsistenz durch die nachträgliche Zugabe von etwas Xanthan erreichen, aber nach dem Schütteln dachte ich mir so: Nee, kann so bleiben. Das war dann schon dickflüssig genug.

Über den Silvesterabend und Neujahrsmorgen schnabulierte sich das so nach und nach gut weg. Wobei die beiden großen Becher am besten ankamen. Ich fand den Vinaigrette-Dipp auch nicht schlecht, er hatte aber eine gute saure Note. Grundsätzlich waren die Skyr-Dipps recht dickflüssig, ein wenig Sahne hätte sie sicher flüssiger gemacht, aber dann hätten sie auch nicht so gut an den Gemüsesticks gehaftet. Da muss dann jeder selbst sehen, wie er es mag. Ich fand die Idee mit den Schmorzwiebeln nicht schlecht. Mal was anderes. Aber grundsätzlich ist man bei dem Grundprinzip sehr frei mit der Geschmacksgestaltung.

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*) Um den Kater an Neujahr zu bändigen, hilft ein ausgiebiges Katerfrühstück: eine Dose Whiskas und eine Hand voll Brekkies. ;-)

KW 43 – Selbst ist der Mann

Kann man es eigentlich als Kritik nehmen, wenn Vattern eher was beim Essenbringdienst bestellt als selbst erkochtes (seins oder meins) zu essen? Bequemer ist es auf jeden Fall. Zumindest für ihn; da er natürlich nur eine Portion für den morgigen Sonntag bestellt hat. Ob ich die Wirsing-Roulade überhaupt möchte, weiß ich natürlich auch erst, wenn ich sie sehe und ggf. probiere. Also habe ich heute für mich vorgekocht, und weil ich nach wie vor nicht nur eine Portion kochen kann, wenn ich nicht schon beim Einkaufen entsprechend plane, gabs heute warmes Abendbrot, das dem morgigen Mittag doch sehr ähnelt, bis auf das drumrum. ;-)

Eigentlich sollte es was gaaanz anderes geben. Wobei der Unterschied nicht gar so groß ist. Ich hatte mir das folgende Gericht ursprünglich mit Rosenkohl vorgestellt, aber meine genutzte Einkaufsquelle bot keinen feil, so dass ich auf Porree/Lauch umgestiegen bin. Die andere Grundidee wird Euch vom letzten Wochenende bekannt vorkommen, aber es galt, etwas zusammenzurühren, das eine Übernachtung und eine Mikrowellenaufwärmung aushielt, ohne sich arg zu verschlechtern.

Zur Würze und für den Geschmack habe ich erstmal Zwiebeln und Knoblauch zerkleinert.

Knoblauch und ZwiebelDas ergibt immer eine gute Basis. Das sieht ggf. etwas gröber aus, als es ist, da ich mit der Kamera fast in den Haufen drin gewesen bin … ;-) Andererseits ist es eh wurscht, das verkocht.

Topf wird heißApropos kochen. Ohne einen Topf, der heiß wird, geht das natürlich nicht.

Öl wird heißUnd zum Anschwitzen kommt etwas Öl in den heißen Topf.

Zwiebeln anschwitzenDie Zwiebeln haben ganz schön gedampft. Am liebsten hätte ich diese Flüssigkeit zwar aufgefangen, aber sie sollen ja nicht nur kochen, sondern wirklich ein wenig anbraten … Also ging es nicht anders.

Knoblauch dazuKnoblauch darf eigentlich nicht fehlen, ist aber bei Unwillen, ihn zu nutzen, auch entbehrlich. Wenn beides schön angeschmurgelt ist, kommt dann das Fleisch dazu, auch heute wieder in Form von Biorinderhack.

400 g BiorinderhackAuch das wird bröselig angebraten. Was tut man nicht alles für den Geschmack. Etwas Tomatenmark hätte ich vermutlich ranmachen können, aber irgendwie fielen mir nur Gründe ein, die dagegen sprachen. Der Soße hätte es ggf. gut getan, aber sie wurde auch ohne gut.

Lauchröllchen dazuDas sind jetzt 3 schöne Stangen Porree, die da auf die 400 g Rinderhack treffen. Dazu kommen noch …

Gewürze… Salz und Pfeffer und Kurkuma. Ich weiß nicht, wieso, aber irgendwie mag ich das Zeug gerade im Essen. Etwas gerebelter Majoran und ein paar Kümmelkörner fanden auch noch den Weg in den Topf.

Deckel drauf, köcheln lassenNochmal gut durchgerührt und Deckel drauf. Allerdings war ich etwas skeptisch. Wirklich viel Feuchtigkeit war nicht im Topf und wo sollte die noch herkommen? Ok, die Frage ist zu beantworten: aus dem Wasserhahn. Einen guten Kaffeepott von Dihydrogenmonoxid fand zwischendurch noch den Weg ins Kochgeschirr.

Lauch-Hack fertigNach einiger Zeit war der Lauch gar und die Soße zwar lecker, aber etwas dünn. Und wenn ich zwischendurch weniger gerührt hätte, wären auch die Porreeringe noch intakter. ;-)

"Vogelfutter" dazuEtwas “Vogelfutter” hilft, um die Soße etwas sämiger zu bekommen. Ich hatte zwar überlegt, eine Kartoffel reinzureiben, aber das Krümelzeug (“Klassische Mehlschwitze” eines großen Herstellers) muss ja auch mal weg.

Ein wenig BindungDas wird eingerührt, noch etwas nach gegeben, einmal aufgekocht und nun ist der Lauch-Hack-Topf auch schon fertig. Fehlt nur noch die 3. Komponente.

Spätzle dazuDas sind frische Fertigspätzle, etwa eine halbe Tüte. Laut Beschreibung brauchen die in Wasser nur wenige Minuten, da dachte ich mir, kann ich sie gleich so mit reinschmeißen, nachdem ich die morgige Mittagsportion schon abgezweigt und noch eine dritte für irgendwann mal abgefüllt habe. Kurz dachte ich noch an eine sich anbietende Variante: Spätzle anbraten und dann die Soße drauf, aber irgendwie … neee. Zu viel Arbeit. ;-)

Lauch-Hack-Spätzle-TopfGut durchziehen lassen und vorher gut einrühren. Und schon ist es fertig. Was will man mehr? Achja: gut Anrichten.

Hack-Lauch-SpätzleAber das habt ihr jetzt hier nicht erwartet? Immerhin hatte ich an das Grünzeug, was man noch drüber hätte streuen können, wenigstens gedacht. Aber auch nur gedacht.

Wie hieß es doch am Ende einer Tütenaufwärmerwerbung seinerzeit immer so schön: “Das kochen wir mal wieder.” Aber dann in schön. Ideen dafür hatte ich bereits erwähnt. Und nun bin ich mal gespannt, wer morgen das bessere Mittag hat. ;-)

Und das wichtigste: Ich vermute mal, dass es nächsten Sonntag endlich mal wieder ein Bild von durch Profis gekochtem Essen gibt.

Essen KW 39 – Neuseeland, DEHOGA, Portionen

Nächsten Sonntag fällt das Essen übrigens aus. Ich arbeite an dem Tag ausnahmesweise mal und weiß noch nicht, wann das wirklich absolviert ist. Und bei so viel Unwägbakeit … Ich könnte mich mal schön selber bekochen, dafür fehlte in der letzten Zeit ein wenig die Muße. Aber an einem Sonntag, an dem ich auch noch extra früh aufstehen muss … Die Chance ist gering. Ich hatte lange kein Pizzaservice mehr. Na, mal sehen.

Heute gab es Lamm. Grundsätzlich erstmal nicht schlecht. Es war auch gut zubereitet, schön rosa, leckere Soße, schöne Pommes. Von der Seite alles prima.

Neuseeländische Lammfilets, mediterranes Pfannengemüse, PommesWas da auf dem Teller einherkam, was schon lecker. Handwerklich gut zubereitet. Filets auf den Punkt, das Gemüse schön angebraten, die Pommes gut gewürzt und knusprig.

Relativ unabhängig vom aktuellen Essen, aber von einer auch hier wiedergefundenen Grundtendenz, habe ich vor längerer Zeit mein schönes Sonntagsfrühstück auf den Samstag-“morgen” verlegt. Da habe ich Zeit und Gemütlichkeit und keiner “zwingt” mich, ein paar Stunden später schon wieder Mittag zu essen. Rein mengenmäßig wäre das doch sehr ungesund.

Dagegen ist das heutige Mittag doch eher meinen Ernährungsrichtlinien entsprechend, viel Gemüse (unter den Filets), mageres Fleisch, Möhren, Weißkraut, Bohnen als Salatbeilage obendrauf, Glas Wasser dazu. Nur die Pommes waren dann eher was für die Seele. ;-) Aber: Auch wenn es auf dem Bild nicht so aussieht: Warum sind da 5 (in Worten: fünf) Filets auf dem Teller? (Unter dem zweiten Filet von links liegt noch ein zweites.)

Warum müsste man eine “Seniorenportion” oder “Damenportion” bestellen, wenn man ein Mittag in vernünftiger Quantität haben möchte? Ich bin weder Senior noch Dame, was soll ich da bestellen? Wir sind alles keine schwer arbeitenden Menschen mehr, die 2000 kcal allein mit einer Mahlzeit aufnehmen müssen! Bei uns sind 2000 kcal das Tagessoll! Zugegeben, das Essen oben hat vermutlich keine 2000 kcal. Aber knapp 4-stellig wäre die Zahl schon?

Liebe DEHOGA,

als gute Fee, die Ihr ja für das Gastgewerbe seid, kann ich doch mal drei Wünsche an Euch äußern:

  1. Schulungen für Eure Mitgliedsunternehmen, damit sie der Verantwortung an der Gesundheit Ihrer Gäste nachkommen können. Nicht umsonst warnt schon die DLG, nicht zu oft Essen zu gehen. Gebt ihnen Werkzeuge und Wissen an die Hand, ihre Kreativität in der Entwicklung von Gerichten in Richtung “sinnvoll” zu schwenken.
  2. Dreht doch bitte das Prinzip “Seniorenportion” um. Ich wäre eher für einen Großen-Hunger-Aufschlag. Also nicht für 2-3 Euro weniger eine kleinere Portion, sondern für 2-3 Euro mehr eine größere.
  3. Grundsätzlich kleinere Portionen haben auch noch mehr Vorteile, auch für die Wirtsleute: Mehr Umsatz durch mehr verkaufte Vorspeisen und Desserts. Allerdings, wenn ich mir manche Karten so ansehe: Bitte noch eine Schulung für schöne Desserts. Bei den unterentwickelten Dessertkarten kein Wunder, dass sich nicht mehr Gäste kleinere Hauptgerichte Wünschen, weil die möglichen Desserts nicht locken.

Das diese Wünsche erfüllbar sind, zeigen bereits einige, wenige Gaststätten. Es geht also. Und gesunde Gäste sind auch gute Gäste. Mastgäste sterben früher und bescheren langfristig keinen Umsatz.

Mit freundlichen Grüßen

Der Herdnerd

P.S.: Bitte kommt jetzt nicht mit dem Argument, dass die Gäste doch bei zu großen Portionen die Reste drauflassen können, damit die Wirtsleute auch mal siehen, dass die Portionen zu groß sind. So viele Rückläufer gibt es nicht. Das funktioniert auch so nicht. Ihr kennt doch die Menschen: Das bezahlen wir, das wird alles hinein geschaufelt, auch wenn es uns hinterher schlecht geht.

Das heutige Mittagsgericht hätte ich auch gut gefunden, wenn da nur zwei Filets, etwas weniger Gemüse und ein Hauch weniger Pommes auf dem Teller gewesen wären. Aber warum muss das nur immer alles so üppig sein?!

Achja. Eins noch. Offensichtlich gibt es in Mecklenburg-Vorpommern keine Schaf- oder Ziegenzucht. Demzufolge gibt es auch keine hiesigen Lammfilets. Und Torfrock hat uns seinerzeit auch belogen, denn offensichtlich gibt es bspw. in Ostfriesland auch keine Schafe, die die Dämme “verzieren”. Das nächstgelegene Land für Lammfilets ist, wie ich heute gelernt habe, Neuseeland …

 

 

Viele F und viele a

Aus unserer Reihe “Erkochte Wortspiele” heute mal wieder ein neues Rezept. Angefangen hatte es mal mit einem anderen Wortspiel, dass mit dem Rezept in diesem Beitrag aber sowas von gar nichts zu tun hat. Außer eben, dass es auch ein Wortspiel ist. Das Wortspiel ist primär erstmal was für alle Deo-Fanatiker: Was hat man, wenn man gegen ein Minimum an Aluminium immun ist?
Antwort: Eine Aluminiumminimumimmunität.

Der Begriff ist natürlich um Klassen besser, als das Wort, dass ich hier jetzt kreieren möchte, zumal meins nur aus zwei Teilen besteht. Die Soße selbst habe ich leider irgendwie nicht mit untergebracht, der Begriff passt leider auch nicht zu den anderen beiden, die Zutat aber hoffentlich schon. Und, um die Spannung nicht auf die Spitze zu treiben, sei erwähnt, was es heute gibt: Falafelfarfalle.

Wie jedes gute Essen fängt auch dieses mit einer heißen Pfanne mit etwas Öl an.

Heiße Pfanne mit ÖlIn das erhitzte Öl kommen ein paar fein geschnittene Frühlingszwiebeln zum anschwitzen, gern auch leicht anrösten. Zwiebeln anschwitzenZeigen sich erste Bratspuren, kommt der fein zerteilte Knoblauch dazu.  Knoblauch dazu Was auf dem nachfolgenden Bild wie kleine Boulettchen aussieht, ist ein Convienence-Produkt, dass unter dem Namen Falafel verkauft wird. Das wird auch in der Pfanne mit angebraten.Falafel anbratenDie angebratenen Zwiebeln werden mit Hummus versetzt, hier habe ich eine pikante Version mit Pfiff ausgewählt. War nicht die schlechteste Wahl.  Hummus zugeben Der(?) Hummus wird mit den Zwiebeln und dem Knoblauch vermischt, während er sich erwärmt. Hummus mit erwärmen Mit etwas Kochwasser aus dem Nudeltopf, der nebenbei vor sich hin köchelt, wird der Pfanneninhalt zur Soße gemacht. Pfanneninhalt mit Nudelwasser schlotzig verrührenDas nebenbei Nudeln köchelten, hatte  ich schon erwähnt. Die kommen jetzt mit in die Pfanne. Gern auch tropfnass. Farfalle zugebenAlles wird in der Pfanne gut vermengt und kann dann schon serviert werden. Mit etwas fein geschnittenem Grün der Frühlingszwiebeln.  Falafelfarfalle mit HummussoßeHummus als Soße zu verarbeiten ist keine so schlechte Idee. Was ich aber mit den Falafel anstellen muss, damit die ein angenehmes, schönes Mundgefühl erzeugen, weiß ich noch nicht. Vermutlich muss ich erstmal irgendwo richtige, handgemachte probieren, damit ich das Maß der Dinge kennenlernen kann.

Huhn im Wok, 2

Das Gemüse ist wohl zunehmend in aller Munde, und es wird nicht nur drüber geredet. Ich finde ihn auch nicht schlecht zum Essen und hatte ihn einige Male dabei: Pak Choi. Und was so fernöstlich klingt, hat in der konkreten Erzeugung sogar hiesige Wurzeln (was ja passt bei Pflanzen), habe ich doch gerade erst irgendwo gelesen, dass der Pak Choi Anbau in Deutschland immer weiter voranschreitet. Aber es ist ja auch ein dankbares und schnell zu verarbeitendes Gemüse.

2 Pak ChoiDarf ich vorstellen: Pak Choi. Genauer: Baby oder Mini Pak Choi. Aber in der Größe sind sie schön handhabbar. Man muss nur wissen, dass sie eigentlich aus zwei Teilen bestehen, die unterschiedlich schnell garen.

Pak Choi, geköpftDas Grünzeug muss man nur einmal zu heiß angucken, dann ist es je nach Hitze welk oder gar, deswegen habe ich es erstmal von der hellen Basis abgetrennt. Die wird dann noch weiter zerkleiniert.

geschnibbelter heller Teil vom Pak ChoiWer ein normales Pfannengericht daraus zaubern will, muss nicht so fein schneiden, aber ich mache ja gerade Wok-Wochen, da bietet sich der feinere Schnitt an.

etwas KnoblauchUnd weil im Wok alles so schnell geht, habe ich mal schon etwas Knoblauch mit vorbereitet. Dann kann es eigentlich auch schon los gehen.

Wok, heiß, mit ÖlHeißer Wok mit Öl. Damit fängt es immer an. Dort hinein kommt dann das helle Gemüse.

Weißanteil anbratenDas ist nur der Weißanteil vom Pak Choi. Auch der Knoblauch ist noch nicht drin, da er u.U. verbrennen könnte. Mit sanftem, aber ständigen Rühren wird das Gemüse angegart und mit Bratspuren versehen. Kurz vor dem Grünzeug wird der Knoblauch untergerührt.

der Grünanteil dazuDie Blätter habe ich noch einmal durchgerissen. Beim Anbraten verhalten sie sich ein wenig wie Spinat und fallen noch etwas zusammen. Aber eigentlich sollen sie nur warm werden.

Pak Choi fertigDabei natürlich das Rühren nicht vergessen.

Pak Choi fertig, auf'm TellerDen Wokinhalt deponiere ich auf einem Teller. Achso, noch im Wok beim Rühren kamen auch noch etwas Salz und Pfeffer dazu. Standardwürzung also. Reicht, da kommt noch was.

Gestern hatte ich ja Hähncheninnenfilets, aber keine ganze Packung. Eine Hälfte habe ich gleich abgesondert und mit etwas gepfefferter Sojasoße und einem Schuss Olivenöl mariniert im dichtschließenden Gefäß im Kühlschrank deponiert und immer, wenn ich an den Kühlschrank ging, etwas geschüttelt. Diese marinierten Filets kamen jetzt in den Wok.

Hähncheninnenfilets anbratenIch hätte sie vermutlich vor dem Marinieren schon kleinschneiden sollen. Jetzt kamen sie direkt aus dem Becher in den Wok.

Angebratene HähncheninnenfiletsUnd da ging alles sehr schnell. Ein paar Mal umgerührt und schon waren sie fertig.

Kennt ihr das: Ihr stoßt beim Einkaufen auf eine exotische Zutat und kauft die, um damit irgendwann mal was zu machen … und dann schmeißt ihr sie irgendwann weg, da das MHD seit Monaten abgelaufen ist. Diesmal fand ich eine Soße noch rechtzeitig, bevor das passiert und wollte sie eigentlich noch verwenden. Beim Öffnungsversuch ging allerdings der Mechanismus kaputt. Und da das Wokkochen so schnell geht, dass jetzt keine Zeit zum Reparieren war, griff ich zu einer anderen Würzsoße.

Süße Chilisoße dazuKlassiker: Sweet Chili Soße. Ich glaube, das, was dann passierte, nennt man wohl glasieren.

Hähncheninnenfilets auf Pak ChoiDie Innenfilets kamen, nachdem sie ein paar Runden in der Chilisoße gedreht haben, auf den Pak Choi. Fertig. Schön würzig, die Soße tropfte noch ein wenig auf das Gemüse und alles war recht lecker. Und, um mal ein Kochstudio zu zitieren: “Das machen wir mal wieder.”

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