KW 42 – Die Antwort auf alles

Die letzte Zeit war doch etwas wuselig. Und letzten Sonntag – ihr werdet den fehlenden Essensbericht bemerkt haben – fiel dann sogar spontan das Essen – also das geplante – aus, nachdem es am Sonntag davor planmäßig wegfiel. Schöne Gelegenheit für meine Halbjahrespizza. Einen großen Eindruck kann sie – erwartbar – nicht hinterlassen haben, mir fällt gerade nicht mal ein, was ich auf dem Teigfladen hatte …

Hackfleisch, Lauch, Käsesoße. Das war auf der Pizza. Aber mit Hackfleisch machen wir heute auch weiter. Der Lauch wird durch Zwiebeln ersetzt und die Käsesoße durch allerlei anderes. Und wir lernen, wie wichtig Deckel sind. Aber den Gedanken hatte ich ja schon öfter.

Für die Komplettierung hatte ich eine 2in1-Idee: gute und schlechte Idee in einem, wobei sich das schlechte erst morgen herausstellen wird. Die gute Idee war, dass ich Vollkornnudeln als Beilage auswählte. Da freut sich meine Ernährungsberaterin und meine Verdauung. Die schlechte Idee: Ich habe Vollkornnudeln auch in dem Teil mit eingebaut, den ich für morgen zum Aufwärmen vorbereitet habe. Und wie mir wohlmeinende Menschen in meinem Umfeld schon erzählt haben, eignen sich Vollkornnudeln nicht zum Aufwärmen. Na, ich werde morgen sehen und updaten.

Wie jedes gute Essen fängt auch dieses mit einem Topf an, der heiß wird.

Topf heiß machen In den Topf kommt etwas Bratöl, das langsam auch heiß wird.Heißes Öl in heißem TopfSoweit, so standard der Ansatz. Knoblauch und Zwiebel anschwitzenDieses Bild verdeutlicht, dass ich noch kein Chili verwendet habe. Die anzuschwitzenden Zwiebeln und der Knoblauch, beides zerkleinert,  sind noch nicht scharf. ;-)Knoblauch und Zwiebel angeschwitztIm heißen Fett bräunt es sehr schnell, da muss man gut aufpassen.  Hackfleisch anbratenMit einem Schwung Rinderhack (400 g) wird das weitere Bräunen von Zwiebel und Knoblauch verhindert. Es soll auch gut anrösten.  Tomatenmark für Bindung, Geschmack und FarbeFür Farbe, Geschmack und Bindung kommt noch ein Klecks Tomatenmark dazu und wird anschließend untergerührt.  Paprika, klein geschnittenEine gelbe und eine rote Paprika wurde grob gewürfelt und kamen mit in den Topf. Auch hier wurde anschließend rührend geröstet.  Tomaten gewürfelt5 Strauchtomaten, ebenfalls nicht ganz grob zerteilt, ergänzen den Topfinhalt. Mit allem, was sie zu bieten haben, außer den Strünken.  Salz, Pfeffer, Zucker, Paprika, Kurkuma, ...Auch die Tomaten wurden untergerührt. Der Topfinhalt wurde noch ergänzt durch Salz, Pfeffer, Paprika (edelsüß, rosenscharf), etwas Zucker, Kurkuma. Die Dosierung erfolgte nach Gusto. Schnell unterrühren und …  Deckel drauf… Deckel drauf und Hitze runter. Wie ihr sicher ganz bestimmt bemerkt habt, ist da weder Wasser noch Brühe noch Fond noch ähnliches drangekommen. Einzig ein kleines Becherlein Sweet-Chili-Soße fand noch plastikbefreit den Weg in den Topf, sie war beim Pizza-Essen (okay, es gab noch Wings dazu) übrig geblieben.  Soße zwischendurchAlle 5-10 min. kann man mal prüfen und umrühren.  Soße fertigSalz und Verbindung mit Gemüse und ein wenig Hitze ergibt Soße. Einfache Regel. Zum Schluss wird noch abgeschmeckt. Weil fertig.  Soße auf PastaNebenbei hatte ich etwas Vollkornpasta gekocht. Empfehlung meiner Ernährungsberaterin. Die Sorte war nicht ihre Empfehlung und ich bin froh, dass die Tüte jetzt leer ist. Es gibt bessere. Nicht jeder Hersteller hat das mit dem Vollkornmehl in der Pasta drauf.

Das gibt’s jetzt am morgigen Sonntag nochmal. Vattern ist gerade nicht so gut drauf, aber das wird schon wieder. Ich hoffe mal, dass wir nächsten Sonntag wieder essen gehen können. Er hat sich bei einem “Essen auf Rädern”-Dienst für morgen schon was bestellt, da bin ich mal gespannt, was das wird. Er mit seinem zwar frisch gelieferten, aber aufgewärmten Conveniencefraß (ich weiß, wo er bestellt hat, und kenne die Qualität) oder ich mit meiner leckeren Paprika-Tomaten-Hackfleisch-Soße mit Vollkornmehlpastakrümeln. Naja, er war wohl mit der Bestellung etwas voreilig und ich hoffe, er lernt daraus. ;-)

Viele F und viele a

Aus unserer Reihe “Erkochte Wortspiele” heute mal wieder ein neues Rezept. Angefangen hatte es mal mit einem anderen Wortspiel, dass mit dem Rezept in diesem Beitrag aber sowas von gar nichts zu tun hat. Außer eben, dass es auch ein Wortspiel ist. Das Wortspiel ist primär erstmal was für alle Deo-Fanatiker: Was hat man, wenn man gegen ein Minimum an Aluminium immun ist?
Antwort: Eine Aluminiumminimumimmunität.

Der Begriff ist natürlich um Klassen besser, als das Wort, dass ich hier jetzt kreieren möchte, zumal meins nur aus zwei Teilen besteht. Die Soße selbst habe ich leider irgendwie nicht mit untergebracht, der Begriff passt leider auch nicht zu den anderen beiden, die Zutat aber hoffentlich schon. Und, um die Spannung nicht auf die Spitze zu treiben, sei erwähnt, was es heute gibt: Falafelfarfalle.

Wie jedes gute Essen fängt auch dieses mit einer heißen Pfanne mit etwas Öl an.

Heiße Pfanne mit ÖlIn das erhitzte Öl kommen ein paar fein geschnittene Frühlingszwiebeln zum anschwitzen, gern auch leicht anrösten. Zwiebeln anschwitzenZeigen sich erste Bratspuren, kommt der fein zerteilte Knoblauch dazu.  Knoblauch dazu Was auf dem nachfolgenden Bild wie kleine Boulettchen aussieht, ist ein Convienence-Produkt, dass unter dem Namen Falafel verkauft wird. Das wird auch in der Pfanne mit angebraten.Falafel anbratenDie angebratenen Zwiebeln werden mit Hummus versetzt, hier habe ich eine pikante Version mit Pfiff ausgewählt. War nicht die schlechteste Wahl.  Hummus zugeben Der(?) Hummus wird mit den Zwiebeln und dem Knoblauch vermischt, während er sich erwärmt. Hummus mit erwärmen Mit etwas Kochwasser aus dem Nudeltopf, der nebenbei vor sich hin köchelt, wird der Pfanneninhalt zur Soße gemacht. Pfanneninhalt mit Nudelwasser schlotzig verrührenDas nebenbei Nudeln köchelten, hatte  ich schon erwähnt. Die kommen jetzt mit in die Pfanne. Gern auch tropfnass. Farfalle zugebenAlles wird in der Pfanne gut vermengt und kann dann schon serviert werden. Mit etwas fein geschnittenem Grün der Frühlingszwiebeln.  Falafelfarfalle mit HummussoßeHummus als Soße zu verarbeiten ist keine so schlechte Idee. Was ich aber mit den Falafel anstellen muss, damit die ein angenehmes, schönes Mundgefühl erzeugen, weiß ich noch nicht. Vermutlich muss ich erstmal irgendwo richtige, handgemachte probieren, damit ich das Maß der Dinge kennenlernen kann.

Zwei Nachträge

Ich bin ja nicht nachtragend, aber das merk’ ich mir.

Achja, wer kennt solche Sprüche nicht?! In konkreten sind es aber zwei Essensbilder, die noch fehlen.

Nachdem ich gestern die letzte Roulade aus der Kochsession vom vergangenen Wochenende verzehrte, fiel mir ein, dass ich das versprochene Bild vom Montag Mittag noch gar nicht verposted hatte, das sei hiermit nachgereicht:

Roulade mit Rosenkohl und SalzkartoffelnUnd heute Mittag gab es dann die gestern erstellte Soße in Kombination mit Hörnchennudeln.

DDR-Tomatensoße deluxe

Damit wäre das dann auch abgearbeitet. War beides übrigens sehr lecker.

Vollkornpasta sommerlich

Offensichtlich habe ich den Zwang, Tomaten zu kaufen. Ich weiß auch nicht, warum. Die Folge ist, dass ich gerade wieder einige Packungen zu Hause horte. Grund genug, ein paar zu verarbeiten.

Das scharfe Auge des Lesenden wird bemerkt haben, dass auch zwei kleingeschnittene rote Sitzpaprikas mit unter den Tomatenwürfeln verschwinden. 2 Cocktailtomaten und 2 Strauchtomaten ergaben das Tomatengemetzel.

Ein rote Zwiebel und zwei Knoblauchzehen wurden auch zerkleinert. Schließlich ist Quarantäne und Homeoffice. ;-)

Unter dieser Schaumkrone köcheln knapp 200 g Vollkornnudeln vor sich hin. Natürlich in Salzwasser. Die werden al dente.

Das Schälchen enthält eine Mischung aus Rapsöl, Olivenöl, Balsamico-Essig und eine Spur Senf. Als ob man einen Salat machen wollte…

Die Tomaten- und Paprikastücke würzte ich mit Salz und Pfeffer.

Die Zwiebelwürfel und die gehackte Knoblauchzehen mischte ich mit unter.

Und sicherheitshalber kam auch noch etwas Tomatenmark mit in die Gemüsemischung. Sicher ist sicher.

Die Pasta nach dem Abgießen. Es gibt aber noch etwas Hitze unterm Topf.

Dann kam die Gemüsemischung oben drauf und wurde gut untergerührt.

Das gleiche gilt für das Dressing. Gut unterrühren.

Schwungvoll, aber vorsichtig und ausdauernd alles gut miteinander verrühren. Die Nudeln sollen ja nicht zerstört werden, das Gemüse kann ruhig etwas Wärme annehmen und noch etwas zerfallen.

Schnittlauch und Parmesanhobel kommen auch noch in den Topf und werden untergerührt.

Sieht das nicht gut aus. Und es ist soooo lecker. Warmer Nudel-Tomaten-Paprika-Salat. Auf dem Teller befindet sich übrigens nur die Hälfte des Topfinhaltes. Der Rest kühlt noch aus, ihn gibt es heute Abend dann kalt. Mal sehen, wie er dann schmeckt.

So schmecken selbst Vollkornnudeln. ;-)

Hähnchensuppe mit Herz und Rauch

Solche Hühnersuppe hatte ich auch noch nicht, wobei sie mit dem Klassiker wirklich wenig gemein hatte. Suppengemüse und irgendwas vom Huhn machen eben noch nicht die richtige Brühe. Aber anderswo hatte ich neulich mal was über Hähnchenherzen und ihre Festigkeit gelesen … Die Herausforderung war angenommen. ;-)

Der nachfolgende Topf ist übrigens nicht leer. Auf des Topfes Boden herzitzt sich schon mal etwas Öl.

Bevor ich aber den Topf samt Öl erwärmte, habe ich schon mal geschnibbelt. Es sind die üblichen Verdächtigen: Zwiebel, Lauch, Möhre, Sellerie, … Das alles kommt zum Anrösten ins heiße Öl.

Gewürze dürfen natürlich auch nicht vergessen werden: Lorbeer, Piment, Senfsaat, Pfeffer, Kümmel, Fenchelsaat, Salz, …

Die Hähnchenherzen kamen dann auch noch mit hinein. Im Nachhinein würde ich mal den Tipp mitgeben: Herzen halbieren. Beim späteren Essen stellte sich heraus, dass das innere der Herzen besser als das drumrum schmeckte, da gilt es also, den Austausch zu fördern.

Die Hühnerbeine ist eigentlich quasi verzehrfertig. Es sind Kasslerhähnchenschlegel.

Alles wird mit Wasser aufgegossen, gerade so, dass alles bedeckt ist. Zum Zwecke des zügigen Aufkochens wird ein Deckel auf den Topf gegeben.

Wenns kocht, kann alles auf niedrigste Hitze heruntergeregelt werden. So ein kleines bisschen sollte alles aber durchaus noch simmern …

nach 45 Minuten sah dann die Suppe so aus.

Die Hälfte habe ich weggeschöpft und zum Rest dann …

… ein paar Muschelnudeln gegeben. Alles nochmal aufkochen.

Und dann 10 Minuten sanft köcheln lassen (Garzeit der Muschelnudeln).

Fertig ist die Hühnernudelsuppe mal ganz anders: mit viel Herz und Rauch.

Das Raucharoma von den Keulen ist doch recht deutlich. Könnte aber auch am leichten Anbrennen des Gemüses beim Anbraten gelegen haben. ;-) War aber durchaus genießbar und auf jeden Fall mal was anderes.

Die Herzen übrigens wurden durch die lange sanfte Garzeit butterweich und verloren eigentlich alles ihrer sonstigen kurzgebratenen Knubbeligkeit.

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