Was mit Pilzen, Speck und Birnen

Manchmal stellen sich ja – gerade auch in diesen Leerlauf-Zeiten – Fragen, die man manchmal sogar beantworten kann. Zum Beispiel: Warum habe ich eingeschweißte Einmal-Essstäbchen in meiner Besteckschublade. In welchem Zusammenhang die mal in mein Haus gekommen sind, weiß ich nicht mehr, vermute aber einen Sushi-Hintergrund und die die damit verbundene Erkenntnis, dass man Reis-Röllchen mit Stäbchen essen kann(!), aber mit einer Gabel oder den frisch gewaschenen Fingern ist es einfacher. Letzteres hat aber den momentanen Nachteil, dass alles ein wenig nach Zitrone und Rosmarin schmeckt. Meine Handwaschseife ist wirklich sehr aromatisch …

Die zweite Frage, die einem so durch den Kopf geht, ist die folgende: Warum gibt es geräucherten – hust … jaja, “geräuchert”, vermutlich mit Flüssigrauch besprüht – Bauchspeck in Plastefolie vakuumiert? Und, Doppelfrage: Warum kaufe ich das Zeug auch noch? Die letzte Frage ist eher einfach, wenn auch wenig schmeichelhaft zu beantworten: Ich hatte Pilze gekauft und wollte eine schöne Pilzpfanne mit Speck machen, war dann aber zu faul, zu meinem Lieblingsfleischer (oder überhaupt einem Fleischer) zu fahren. Da sich aber in der Plastepackung zwei Scheiben “geräucherter” Bauchspeck in – Zitat von der Packung – “Spitzenqualität” befanden, dachte ich mir, dass man mal experimentieren könnte. Und dafür war eins der Essstäbchen ganz praktisch.

So oder ähnlich hänge ich auch gern mal Mettenden, Landjäger, Knackwurst oder andere ähnliche Würstchen zum Reifen auf. Probieren wir es auch mal mit einer Speckscheibe. Was daraus wird, kann ich noch nicht sagen. Sie hängt noch. Allerdings ist das labrige Fleisch so weich, dass ich befürchte, das Stück fällt eher runter als dass es im leichten Durchzug trocknet.

Das zweite Stück sollte “frisch” den Weg in ein Essen finden. Die Konsistenz ist m.E. auch eher grenzwertig, aber auch auf Grund der Darreichung nicht verwunderlich. Ihr kennt ja sicherlich den Begriff “Dry aged”, wie er gern für Steaks u.a. angewandt wird. Es gibt auch “Wet aged”, die Steaks, die es eingeschweißt in den Frischetheken der Discounter gibt, sind beredetes Beispiel für diese Lagerungsmethode. Und ähnlich sieht es auch mit dem Bauchspeck aus.

Trotz seiner Weichheit ließ er sich doch in Stücke schneiden. Immerhin war er gut durchwachsen, sonst wäre er vermutlich streichfähig gewesen. Aber ein scharfes Messer und nur wenig Druck beim Schneiden brachten den Erfolg. Oben links seht ihr übrigens die Schwarte des Speckes. Die entsorgt man ja normalerweise, aber hier war sie so weich …

… da habe ich sie mal mit in die Pfanne gegeben. Immerhin: Das Fleischstück ist ja das gleiche, dass bei einem Schweinekrustenbraten aus Bauch die leckere Kruste ergibt. Prinzipiell. Da diese Stücke natürlich nicht die Tendenz zum aufknuspern zeigten, habe ich die restlichen Speckstücke einige Zeit später mit in die Pfanne getan.

Aber ich sprach von einer Pilzpfanne und nicht nur von ausgelassenem Speck. So folgt jetzt der Auftritt der Pilze. Ich habe sie entstielt, die Stiele aber nicht entsorgt, sondern klein geschnitten und als erstes mit in die Pfanne getan.

Die Köpfe der Champignons wurden geviertelt und folgten dem Schicksal ihrer Stiele.

Neben ein wenig Salz (der Speck brachte schon etwas mit) und Pfeffer, folgten noch zwei kleingeschredderte Knoblauchzehen.

Auch eine Zwiebel, gewürftelt, darf nicht fehlen.

Alles gut durchschwenken und bei sanfter Hitze leicht vor sich hin schmurgeln lassen. Hauptkriterium bei der Garung ist der Zustand der Zwiebeln.

Und was die Garzeit betrifft, muss man auf Spontanideen rücksicht nehmen. In meinem Fall war es noch ein Klecks Stampfkartoffel, was ich in die Mitte des Pilzpfannentellers geben wollte. Dazu verminderte ich die Hitze unter der Pfanne auf ein Minimum (das Gericht war ja eigentlich fertig) und schnibbelte zwei Kartoffeln in eine kleine Schüssel.

Die Schüssel wurde dann noch mit einem locker sitzenden Deckel versehen.

Hintergrund dafür war, dass alles für dreieinhalb Minuten (hängt sehr von der Menge der Kartoffeln ab) in die Mikrowelle wanderte.

währenddessten ruhte der Pfanneninhalt in aller Ruhe bei kleinster “Flamme”.

 

Die gegarten Kartoffeln wurden mit einem Schuss Milch und ein wenig Butter versehen und nochmal für 30 Sekunden in die Mikrowelle gestellt. Vorsicht und Aufmerksamkeit hier bitte, dass die Milch nicht überkocht!

Danach sieht es dann so aus, wird mit Salz und Pfeffer gewürzt und mit einer Gabel zerquetscht.

Etwas grob, aber wer Stampfkartoffeln mit festkochenden Kartoffeln macht, muss sich nicht wundern.

Da das Auge auch mitisst, habe ich mal wieder den Garnierring hervorgekramt, ihn auf einen Teller gestellt und den Pfanneninhalt nach dem Abschmecken drumrum verteilt.

In den Ring kommt der Kartoffelbrei und alles noch eine Bestreuung mit Schnittlauch. Vor dem Servieren darf nicht vergessen werden, dass der Ring nicht mit dazu gehört. Also raus damit.

Sieht doch ganz ansprechend aus. Und schmeckt auch sehr gut. Im Nachhinein geht mir noch ein Gedanke durch den Kopf: Eine Knoblauchzehe hätte es auch getan. Aber so bin ich heute Abend vampirsicher, was ja auch nicht schlecht ist.

Bei so viel Leckerness darf auch ein kleines Dessert nicht fehlen. Zugegeben, das Vanilleeis ist gekauft, aber hochwertig. War auch so direkt aus dem Tiefkühler nicht so einfach aus dem Becher zu bekommen.

Unten drunter befindet sich selbsterkochtes Fruchtmus, dass sich ein wenig an Apfelmus orientierte, aber nur zu einem Viertel wirklich aus Äpfeln besteht. Es entstand in meinem beheizbaren Mixbecher nach dem Motto “Pürieren, Durchkochen, fertig”. Neben den schon erwähnten Äpfeln sind auch noch Birnen (die aus der Überschrift) (ca. ein Drittel) und eine Mandarine mit dabei. Die war eine Notlösung, da mir Zitrone fehlte. Sonst wäre die Farbe des Muses noch etwas heller gewesen. Hauptbestandteil waren übrigens 3 Bananen, die weg mussten. Das ergab eine interessante Mischung (die Banane kam bei der Zubereitung nicht gleich zum Anfang mit dazu, sondern erst nach dem ersten Aufkochen, nach der Zugabe wurde nochmal püriert und fertig).

Das gleiche in grün (07.01.2020)

Morgens Quark mit Haferflocken und Erdbeer-Himbeer-Mischung, mittags die Blumenkohlsuppe von gestern, abends Vollkornknäcke mit Schinken und Weintrauben. Zwar kein Gemüse, aber wenigstens Obst. Und das Vorkochen für morgen: das gleiche in grün.

Die Zutaten sind quasi die gleichen wie bei der Blumenkohlsuppe, nur ohne Blumenkohl und dafür mit Rosenkohl.

Und wer sich jetzt wundert, wo die Farbe herkommt, dem sei gesagt, dass ich diesmal die Muskatnuss nicht vergessen habe. Und etwas Knoblauch ist auch dran. Und ein Pellet TK-Blattspinat. ;-) Ohne hätte die Überschrift nicht gestimmt. Viel Geschmack gibt er nicht hinzu, dafür ist der Rosenkohl zu kräftig, aber eben die Farbe.

Diesmal habe ich alle Zutaten bis auf den Spinat in den beheizbaren Mixer gegeben, unter Rühren aufgekocht und knapp 20 Minuten köcheln lassen. Dann habe ich 5 Minuten vor Schluss den Spinat dazu gegeben und am Ende den Mixer noch hochgedreht, damit die Konsistenz entsteht. Muskatnuss zum Schluss hineinreiben und gewürfelten Schinken dazu geben – fertig.

Mal schnell was wärmendes zwischendurch (06.01.2020)

Nachdem die übrigen Mahlzeiten des Tages bisher kalt waren, wenn man mal den begleitenden Kaffee ignoriert, kam zum Abendbrot was warmes auf den Tisch. Bevor es aber ins Detail geht, seien als Mittag die bereits schon mal verspeiste Orient Bowl des Bäckerimbisses erwähnt. Alles schön klein geschnibbelt. Irgendwo findet sich sicher auch noch ein Bild dazu (z.Bsp. hier).

Am Morgen ging’s mit dem Erdbeerquark auch ins Detail. Auf manche gute Idee kommt man nicht, oder eben erst etwas spät. Bisher hatte ich immer versucht, die Früchte durch kräftiges Umrühren der Quark-Haferflocken-Erdbeer-Mischung klein zu bekommen, aber die angetauten Früchte vor der Berührung mit Flocken und Milchprodukt schon mal kleiner zu schneiden … Aber lassen wir das. Spätestens übermorgen gibt es wieder Himbeeren, die zerfallen von alleine.

Aus gegebenem Anlass gab es am Abend was mit Blumenkohl. Ich hatte – zugegeben etwas besserwisserisch, wie es so meine Art ist – auf einem anderen Blog eine dortige Blumenkohlsuppe kommentiert und eine steile These aufgestellt. Nun muss ich also auch liefern. Leider kam mir die Idee für diese Antwort erst auf den letzten Heimwegmetern vor der Haustür, so dass ich an zwei Stellen mangels vorhandener Zutaten – oder wegen nicht vorhandener – etwas improvisieren musste. Aber für eine Spontanidee war ich zufällig recht gut ausgestattet.

Viele gute Suppen fangen mit Zwiebeln an, die in etwas Fett leicht anschmurgeln. Hier ist es eine dicke Schalotte, die in Butter badet.

Zwei Kartoffeln, nicht allzu groß, habe ich gewürfelt und mit dazu gegeben, als die Schalotte etwas glasig wurde.

Dann kam ein in seine Röschen zerteilter kleiner Blumenkohl dazu. Nur den Strunk habe ich weggelassen. Eigentlich hätte ich den sogar mitverarbeiten können, dazu hätte er aber als erstes und sehr klein geschnitten mit in den Topf gemusst.

300 ml Wasser löschen zügig den Topfinhalt ein wenig ab, schließlich sollen weder die Kartoffeln noch der Blumenkohl braten.

Salz, Pfeffer, ein paar Kümmelkörner ergänzen den Topfinhalt.

Dann wird alles einmal zum Kochen gebracht. Und wenn einem dann noch einfällt, dass man ja auch noch eine Petersilienwurzel rumliegen hat …

… dann wird diese noch sehr klein geschnitten …

… und mit in den Topf geschmissen. Wenn es gekocht hat, wird die Hitze runter gestellt, dass es gerade noch unter dem Deckel so vor sich hin köchelt. Kleinste Stufe ist es meistens, oder kurz drüber.

Nach ca. 20 Minuten und einmal kurz vorher kräftig umgerüht sieht der Topfinhalt so aus. Ich fürchtete schon, zu viel Wasser genommen zu haben, und legte eine weitere Kartoffel zum Hineinreiben bereit. Es erwies sich als nicht notwendig. Im Gegenteil.

Dann kam der Pürierstab zum Einsatz. Da alles gut weichgekocht war, eher ein Kinderspiel für ihn.

Der pürierte Topfinhalt erwies sich als etwas pampig, so dass ich mit etwas Milch (im Original wäre es Sahne gewesen, aber die hatte ich nicht) aufgoss, gut umrührte und noch einen zweiten Schuss Milch dazu gab.

Nochmal mit etwas Salz abgeschmeckt. Beim Schreiben dieser Zeilen fällt mir gerade ein, dass ich den Muskatnussabrieb vergessen habe. Aber beim Essen fehlte mir aromatisch gesehen nichts.

Leider kommen mir auch keine industriellen Röstzwiebeln ins Haus. Ich habe mich mit ein paar Schinkenwürfeln beholfen. Das Grünzeug ist Schnittlauch.

Das Ergebnis: Eine einfache, schnelle, schmackhafte Suppe, die wunderbar nach Blumenkohl schmeckte. Und das ganze ohne Instantbrühe (und deren industriellen Glutamate und Aromate), ohne becherweise Sahne, die das feine Blumenkohlaroma eher dämpft als unterstützt, ohne Mehl zur Bindung (dafür mit mehligkochenden Kartoffeln, wobei Kartoffeln auch im Originalrezept mit drin waren). Und ohne Trauersingspiel, dass Suppekochen im Topf sooooooo aufwendig ist, man dafür aber beheizte Mixbecher mit Dämpfaufsatz nimmt (und einsetzt), was die Sache soooooo vereinfacht. Leser/innen dieses Blogs, die schön länger dabei sind, wissen, dass ich auch so einen beheizbaren Mixbecher (das Original) habe. Man kann ihn natürlich auch für dieses Gericht nutzen, es geht aber auch ohne. Und wer es nicht ganz so fein möchte, nimmt keinen Pürierstab, sondern einen Kartoffelstampfer oder bemüht sich etwas intensiver mit dem Rührbesen.

So, jetzt stelle ich den Besserwisser wieder in den Schrank und gehe Küche putzen. Nach dem Pürieren war die Suppe wirklich so pampig, dass sie auf der heißen Platte einmal schön “blubb” machte … Kleine Sünden …

P.S.: Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Beitrages ist mein erwähnter Kommentar noch nicht freigeschaltet. Also habe ich mich ggf. fast umsonst um Ausführlichkeit bemüht … Na, mal sehen.

Wochenrückblick (16.12. bis 20.12.2019)

Die Woche lief routiniert ab, was im wesentlichen bedeutet, dass ich planmäßig und mit guten Vorsätzen in den jeweiligen Tag startete, tagsüber aber auch gern mal die Grenzen der neuen Richtlinien austestete. Vorweihnachtszeit ist, wenn man Weißmehl und süße Kohlenhydrate meiden will, eine schwierige Zeit. Hinzu kommt die jahreszeitlich bedingte kleine Auswahl an kaufbaren Gemüsen, auf die man dann auch noch Lust und Appetit haben sollte. So habe ich mein Soll an Vollkorn-Kohlenhydraten und Eiweißträgern zwar mit Leichtigkeit erfüllt, beim Gemüse hänge ich weit zurück.

Aber man kommt dann doch mal dazu, neue Kombinationen auszubrobieren. Wobei auch hier – zumindest auf den ersten Blick – der Eiweißträger etwas überrepräsentiert ist. Aber eine der beiden Hähnchenbrüste wurde nach der Garung eingelagert und kam kalt als Beilage auf einen Salat.

Das Experiment: Chickenchicorée

Im Kühlschrank lagen zwei Hähnchenbrüste und drei Chicorée. Warum nicht mal zusammenführen. Der Einfachheit halber in der Pfanne. Zuerste wurden die Brüste in der heißen Pfanne schnell angebraten. Eine leichte Bestäubung mit Kartoffelstärke sicherte das Bräunungsergebnis (und vielleicht auch etwas Bindung). Von allen Seiten angebraten wurde die Hitze reduziert und der Chicorée (halbiert) mit in die Pfanne gegeben und leicht angebraten. Dann kam etwas Brühe dazu und ein Deckel drauf.

An der Stelle hätte man nach einer geeigneten Abschmeckung auch aufhören können. Mir fiel aber eine kleine Flasche mit Crema de Balsamico ins Auge und ich dachte mir, dass die Süße und die Säure zum leicht bitteren des Chicorée passen könnte.

Allerdings schmeckte die Crema irgendwie komisch … Das lag im wesentlichen daran, dass – ein genauer Blick aufs Etikett klärte da auf – es Sojasoße mit einer Spur Wasabi war. Warum wird das in den gleiche Flaschen abgefüllt wie die Balsamico-Cremé?? Da aber sowieso nur wenig Salz bisher in der Pfanne war, störte es auch nicht, und so wurde schnell von “südeuropäisch” auf “fernost” umgeschaltet.

Da das Essem auf dem Teller etwas einfarbig aussah, dachte ich mir: ‘Machste doch was frisches oben drauf.’ Es müssen ja nicht immer Kräuter sein. Das ewige Grün. Also habe ich eine rote Spitzpaprikaschote in eine grobe Käsereibe gespannt und das Ergebnis ist zu sehen. Mal was anderes. Für Leute mit Rot-Grün-Blindheit. ;-)

Käffchen

Da die kalten Milchmischgetränke auch wegen ihres hohen Zuckeranteils verpönt sind, bin ich seit einiger Zeit dazu übergegangen, sie selber herzustellen. Ich arbeite noch an der Mischung, aber die Kombination aus neuerworbener Kaffeemaschine (füllt Kaffee aus frisch gemahlenen Bohnen direkt in einen Mitnehmebecher) und ebenfalls neuem Milchschäumer schafft einige Möglichkeiten. Auch bei nicht sachgerechter Bedienung.

Die Tasse gehört nicht dazu. Eigentlich. Aber immerhin scheint man auch sowas wie einen Latte Macchiatto hinzubekommen, wenn man den Becher wegnimmt und durch eine Tasse ersetzt, in der Milch und Milchschaum ist. Leider kam nicht mehr genug Kaffee aus der Maschine (der Becher hatte vorher schon einiges aufgenommen), so dass der Schuss aus diesem ins Glas die Schichtung leider etwas zerstörte.

Aber lecker war’s trotzdem. Was mich in dem Zusammenhang wundert, ist die relativ gute Qualität der Bilder. Aber mein ebenfalls neues Handy scheint aus der Dunkelheit meiner neuen kleinen Kaffeeecke in der Küche doch noch einiges herausholen zu können.

Morgen dann zwei Highlights. Zum Mittag mit Vattern fordere ich eine weitere Gaststätte heraus. Sie ist stadtbekannt und hat einen guten Ruf. Wenn ich mich aber richtig erinnere, gibt es keine Gerichte zum selber zusammenbauen. Auf der Weihnachtskarte kommt relativ oft das Wort Gemüse vor.
Und zum Abend erwartet mich eine kleine Premiere, etwas, was ich noch nie zubereitet habe. Es wird auch wieder “nur” ein Pfannengericht. Ich bin gespannt.

Käffchen?! Gern, aber kalt und mit Milch

Zwischendurch mal was anderes: Ich mag ja diese “Milchmischgetränke mit Kaffee” in jeder Variation. Latte Macchiatto, Latte Espresso, Latte Cappuccino, Intenso, Black&White, Eiskaffee Milkshake, … die Vielfalt ist groß. Jede Supermarkt- und jede Discounterkette hat meist eine Eigenmarke davon im Angebot, aber auch bekannte Marken vertreiben entsprechende Getränke. Die Herstellervielfalt ist nicht ganz so groß wie die (Eigen-)Markenvielfalt, was aber auch nicht weiter verwundert; die bei mir gängigen Discounter- und eine der Supermarkteigenmarken kommen alle samt aus der gleichen Molkerei. Das heißt übrigens nicht, dass gleich benamste Getränke auch gleich schmecken, aber schon ähnlich.

Bei einem Discounter entdeckte ich unlängst eine für mich neue Variante, was natürlich zu einem Kauf führte. Ein Ereignis – wenn ich das mal vorweg nehmen darf -, das sich nicht wiederholen wird. Es zeigte sich mal wieder, dass es einen Zusammenhang zwischen der Länge der Zutatenliste und der Ungenießbarkeit des Trunks gibt. Ein Effekt, den ich auch schon bei den Markengetränken beobachtet hatte, vor allem, wenn die Marke für hochwertigen Kaffeegenuss stand.

12 Zutaten. Und es schmeckt überaromatisiert, fehlaromatisiert und hat ebenfalls ein komisches Mundgefühl. Ich vermute mal, dass speziell auch die zusätzliche Aromatisierung “Aroma”, die ich ebenfalls bei den “hochwertigen” Marken fand, der Quell allen Übels ist. Dass hier auch noch Süßstoffe statt Zucker verwendet wurden, macht die Sache nicht besser. Dabei geht es auch viel einfacher:

6 Zutaten. Kein Aroma, kein Kaffeeextrakt. Und dass es sechs Zutaten sind, liegt auch nur daran, dass ich als “Fotomodel” eine Cappuccino-Variante erwischt habe, die mit etwas Kakao zubereitet wird. Der Latte Espresso aus der gleichen Reihe kommt mit 5 Zutaten aus. Es geht also. Warum immer kompliziert machen, wenn es auch einfach geht?!

Könnte man noch die Frage stellen, wie die mit den wenigen Zutaten die ganze Produktvielfalt hinbekommen. Aber die Antwort ist einfach. Während beim Cappuccino fettarme Milch und Kakao verwendet werden, hat der Espresso keinen Kakao und der Latte Macchiatto Vollmilch und einen Schuss Sahne. Bei der Black&White Variante ist es noch einfacher: Milch, Kaffee, Stabilisator, sonst nix. Die anderen Varianten müsst ihr selber mal nachschauen, die habe ich gerade nicht griffbereit. Die Bissingener Molkerei, die unter anderem hinter vielen Handelsmarken steht, hat’s offensichtlich raus.

Die Milchmischgetränke aus Bissingen gibt es eigentlich auch bei dem von mir besuchten Stavenhagener Discounter und ich hoffe, dass das auch so bleibt. Das neue Produkt war mit einer früher mal ebenfalls aus Stavenhagen kommenden und mittlerweile hessischen Milchmarke gelabelt und weist nach, dass die Produkte mittlerweile nicht mehr immer gut sind.