Macht sowas jemand anderes auch? Durch einen Einkaufszufall und aus Neugierde habe ich gerade zwei 1-kg-Tüten Kaffeebohnen im Haus – zwei sehr unterschiedliche Marken. Unterschiedlich im Geschmack, unterschiedlich in der Herkunft, unterschiedlich in der Geschichte und unterschiedlich im Image. Lasst sie mich L(inks) und R(echts) nennen (weil die Marken auch mit den Buchstaben anfangen). Am Sonntag zum Nach-Mittags-Käffchen dachte ich mir so: Warum eigentlich nicht auch mal beide?! Also gab ich Bohnen beider Sorten in die Kaffeemühle und die Sache nahm ihren Lauf. Beides verband sich recht gut, die aromatischere und die kräftigere verschmolzen förmlich. Heißt das dann eigentlich „Blend“?
Sonntagmittag
Als ich dieser Tage durch die regional erreichbaren Shoppingmalls trabte, fiel mir ein schönes ins Auge. Da dachte ich mir: Nimmst es doch mal mit, hatte ich schon lange nicht mehr. Die Frage nach der Gemüsebeilage löste sich dann beim Wochenendeinkauf und alles war schick. Wobei, so ganz schick auch nicht. Ich mag nicht, wenn auf dem Geschirr Geschirr steht … Aber manchmal muss das wohl so.
Da ich noch ein kleines Stückchen richtige Butter da hatte, verarbeitete ich die Kartoffeln mal wieder zu Kartoffelstampf, etwas Milch halb bei der Konsistenz, Salz, Pfeffer, Petersilie und Muskatnuss bei Geschmack und Optik. Der kleine Klecks brauner Soße sind Reste aus der Pfanne vom Steak.
Eigentlich heißt es ja: „Wenn man nach der Zubereitung von Steak in der Pfanne nicht die Küche neu renovieren muss, was die Pfanne zu kalt.“ Aber auch für die Zubereitung von Steaks gibt es viele Methoden. Neulich sah ich mal eine bei einem frankophilen Fernsehkoch aus dem englischen Fernsehen. Da wurde mit weniger Hitze gearbeitet und es war auch schön, wenngleich auch anders. Leider habe ich außer das mit der weniger Hitze nicht sehr viel mehr behalten und wollte auch keine Mediatheken durchsuchen, was schwierig geworden wäre, war das Steak nicht der Hauptakteur in der Folge. Ich habe also in meinen Erfahrungen gekramt und dann folgendes gemacht: Pfanne mit Öl (reichlich) moderat erhitzt, Steak gut abgetrocknet, gesalzen und mit Mehl bestäubt, Steak in die Pfanne gegeben. Da habe ich es in Ruhe gelassen. Nach einigen Minuten schaute ich nach, ob es sich vom Boden gelöst hatte. Da das der Fall war, habe ich mal kurz drunter geschaut, es weiter schön gebräunt und nur ein wenig in der Pfanne bewegt. Erst, als mir der Bräunungsgrad gefiel, habe ich es umgedreht und nun auch die zweite Seite gebraten. Nach einigen Minuten habe ich das Öl weitgehend aus der Pfanne entfernt und etwas Butter dazu gegeben. Pfeffer kam auch noch aufs Fleisch. Alles wurde schön zum Glänzen gebracht und beiseite gestellt.
Vorher hatte ich bereits eine Salatgurke nackig gemacht und erst der Länge nach geviertelt. Anschließend wurde sie in dicke Scheiben geschnitten und einer Pfanne mit Butter, Schalotte, Knoblauch und Salz überantwortet. Eine gute Handvoll kleiner Tomaten wurde geviertelt und kam hinterher. Etwas Pfeffer und Zucker rundeten alles ab und es wurde bei geringer Hitze so lange vor sich hin geschmurgelt, bis es so aussah wie auf dem Bild (ca. 25-30 Min).
Als sich alles dem Finale näherte habe ich noch schnell eine kleine Portion Stampfkartoffeln mit besagter richtiger Butter, etwas Milch, Salz, Pfeffer, Petersilie und Muskatnuss zubereitet. Das geht ja dank Mikrowelle recht fix. Fertig war das leckere Sonntagsessen.










































