Internes: Andere Kochblogs

Dem geneigten Lesenden wird schon aufgefallen sein, dass es hier auch eine Seite in diesem Angebot gibt, die relativ aktuell die Themen zahlreicher anderer Koch- und Foodblogs auflistetet. Natürlich habe ich hier nicht händisch die Links zusammengetragen und mühsam dort veröffentlicht. Es steckte ein bisschen Rechen- und Programmierpower dahinter. Dabei griff ich auf ein Tool zurück, dass leider seit seiner Veröffentlichung 2011 durch den Entwickler nicht mehr betreut wird. Das Tool zwang mich lange, auf einer alten PHP-Version zu verweilen, da sie unter PHP 7.x nicht mehr lief.

Das Problem ist jetzt gelöst. Meinen momentanen Urlaub nutzend habe ich mich rangesetzt und eine neue Lösung ausgeknobelt. Es basiert zwar auch wieder auf fremden Tools, aber die sind bisher von ihren Programmierern gepflegt. Nur die Datenaufbereitung musste ich völlig neu machen, aber ich glaube, es ist geglückt. Ich werde es die nächste Zeit beobachten. Und einen Vorteil hat die neue Variante auch. Während sonst nur zwei- oder dreimal in der Woche die Seite aktualisiert wurde, passiert das nun im Schnitt mindestens einmal am Tag.

Wer also einen schnellen Überblick möchte, was auf anderen Koch- und Foodblogs so los ist, schaue auf diese Seite. Und für die Anbieter solcher Webseiten, die noch nicht mit dabei sind: einfach die Infos zum Blog (Link, Name, Feed) direkt an mich: dirknb@herdnerd.de

Tag 1 (21.10.2019)

So, es geht los. Knallhart und ohne Rücksicht auf Verluste. ;-) Und da es das Frühstück sicher öfter in ähnlicher Form gibt, sei es nur textlich erwähnt: Joghurt mit TK-Heidelbeeren (natürlich die ungesüßten), Haferflocken und Banane.

Zum Mittag gabs dann Brokkoli-Bowu-Pfanne.

Das Grünzeug sind die klein geschnittenen Stile und Strünke des Brokkoli. Das weißlich-lilane eine in Scheiben geschnittene Schalotte. Das Fett unten drunter ist Ölivenöl. Da kann man ruhig etwas besseres nehmen, da die Pfanne nicht sehr stark erhitzt werden muss.

Ist das Kleinzeug gut angeschwitzt und ggf. auch etwas angebräunt, kommen die geteilten Brokkoli-Röschen oben rauf, etwas Salz und Pfeffer und ein kleiner Schuss Wasser.

Deckel drauf und dann in aller Ruhe bei geringer Hitze vor sich hin garen lassen. Nach einigen Minuten kann man dann die in Scheiben geschnittene Bockwurst mit unter den Deckel werfen. Die muss ja nur warm werden.

So zieht dann alles so weit gar, wie man es möchte. Ein bisschen Erfahrung zur Einschätzung des Gargrades haben wir ja alle. Man kann natürlich auch immer mal prüfen, in dem man den Brokkoli am Stiel anpiekt. Aber dann sollte man doch etwas mehr Wasser oder Brühe zugeben, denn bei jedem Deckellüften geht da einiges verloren.

Das da auf dem Löffel ist Frischkäse mit Meerrettich. Der wird untergerührt.

Und schon kann man guten Appetit wünsche. Das hat auf jeden Fall besser geschmeckt als es aussieht. ;-)

Abends ein Rührei mit Lachs und Vollkornbrot.

Das war auch besser als es das Bild der Lichtverhältnisse wegen verspricht. Vielleicht jage ich noch die Grafikbearbeitung rüber, mal sehen, ob die noch was rausholen kann. Das Grünzeug ist übrigens Dill, dem Lachse geschuldet.

Aktualisierung

Sach ich doch, manchmal ist es ganz einfach:

Rosa Wildschweinrücken (20.10.2019)

Mit pilzigen Fleischgerichten habe ich es aber die letzten Tage. Diesmal ist es laut Karte „Rosa gebratener Wildschweinrücken“. Das klingt interessant, aber auch gefährlich. Und das nicht nur, weil ein wenig Jagd und damit Schusswaffengebrauch eine Rolle spielen könnte. Auch das Gericht selber bzw. seine Hauptzutat beherbergt ein gewisses Risiko.

Aber erstmal sieht es schon recht ansprechend aus. Das gut gebräunte unten sind Serviettenknödel, die offensichtlich nochmal angeröstet wurden. Für ein Knödelgericht gab es vielleicht etwas wenig Soße, aber lecker war’s trotzdem. Die Pilze verstecken sich übrigens unter dem „Wildschweinrücken“. Und da lag jetzt nicht der Hase im Pfeffer, sondern der Lachs in der Pfanne. Zu lange.

Schweinelachs ist ein sehr, sehr, sehr mageres Stück Fleisch aus dem Rücken von Wild- wie Hausschwein und neigt zur Dröchheit. Da ist die Idee, es rosa zu garen (wengleich man das mit Schweinefleisch ja eigentlich gar nicht macht) keine so schlechte Idee. Der Punkt zwischen rosa und durch (=dröch =trocken) ist quasi Sekundensache und selbst die Lagerung unter einer Warmhaltung oder auf einem heißen Essgeschirr kann hier einen Grenzübertritt zwischen genial und Schuhsohle bewirken.

Rosa war mein Fleisch jedenfals nicht mehr, als es mir unter die Augen kam. Die entsprechende Auswirkungen waren vor allem an der ersten und der letzten Tranche zu bemerken. Auch hier hätte vielleicht ein etwas mehr an Soße ein klein wenig retten können.

Endlich mal ein kleiner Fehler. Ich habe in dem Restaurant schon so viele tolle Speisen gegessen, da war das mal überfällig. ;-)

Pasta Bolo (18.10.2019)

Das heutige Gericht am Mittag ist vermutlich dichter an den neuen Ernährungsrichtlinien dran als es auf den ersten Blick scheint. Vermutlich hätte ein schöner Gemüsesalat vorneweg die Bilanz auf supergut erhöht, aber das wollte ich dann doch nicht. Wenn’s eine echte Bolo gewesen wäre, hätte man sich die Vorspeise auch gedanklich sparen können, ist doch die Original-Bolo recht Möhrenreich.

Und die Tomatenwürfel reißen es dann auch nicht raus.

Wichtiger Teilaspekt ist natürlich die Auswahl der Pasta, weil eigentlich geht Pasta gar nicht.

Man sieht es ihr nicht an, aber es ist die Vollkornfussili, die aber erlaubt ist, ausreichend Eiweiß und Gemüse vorausgesetzt.

Halber Broiler plus (17.10.2019)

Unter gewissen Aspekten und leicht toleranter Sichtweise entspricht dieses Essen sogar den neuen Ernährungsrichtlinien, wenn auch die Gewichtsverhältnisse nicht ganz stimmen und sicher einiges verbesserungsbedürftig wäre. Aber so ganz grundsätzlich …: eine gute Eiweißquelle und Gemüse (könnte vielleicht etwas mehr sein). Der Vorteil des gegrillten halben Hähnchens ist, dass ein Teil des Hautfettes nicht mehr mit dabei ist. So darf man die leckersten Stellen mit der knusprigsten Haut guten Gewissens naschen. Je unknuspriger, desto nicht essen.

Legt man alles auf die Goldwaage, sollte man nicht nur die unknusprigen Hautstellen liegen lassen, sondern auch Teile des Fleisches für die nächste Mahlzeit aufheben. Beim Dressing sieht es auch nicht so gut aus. Wir könnten uns natürlich einbilden, dass es nur aus Joghurt, Kräutern und etwas gutem Sonnenblumenöl besteht; ich fürchte aber, dass da mehr drin ist, was die Sache etwas verwerflicher werden lässt. Aber noch sind wir in dieser Woche, die nächste wird dann geplant Hardcore-Ernährungsumstellung. Da stören keine Arbeitsabläufe. Nur ich und mein Essen. Und gute Beschäftigung für zwischendurch (damit ich nicht aus Langeweile anfange, Regeln zu brechen). ;-) Andere nennen sowas Urlaub. ;-)