Schichtkohl auf Kartoffeln (17.09.2019)

Nachdem die Suppenversion neulich zwar gut war, aber Begeisterungsstürme vermied, heute mal etwas, was dem Original näher kam. Nicht das erste Mal, aber gute Sachen kann man ja auch öfter zu sich nehmen.

Was auf den ersten Blick zwar auch etwas suppig aussieht, ist aber ein vollwertiges Gericht im Becher.

Aber offensichtlich habe ich das Umrühr-Bild nicht gemacht, so müsst ihr mir mal glauben, dass da Kartoffeln drunter waren. Wenn nicht, verweise ich gern auf eine frühere Verspeisung. Verweisen möchte ich aber auf ein aktuelles Bild, dass zwar ein bisschen Ausdruck eines kleinen Fehlers des Koches ist, aber dem Gericht zum positiven gereicht.

Heute fand sich nämlich eine kleine ungewollte Boulette mit im Essen. Das war aber keine echte Boulette, sondern einfach nur schlecht zerteiltes Hackfleisch beim Anbraten desselben, um daraus dann den Schichtkohl zu zaubern. Und diese kleine Boulette hatte Struktur und war nicht so schleimig einheitsmassig wie bei manchen Fertigbouletten aus dem Discounter oder Supermarkt. Letztere sind selten nur gewolft sondern meist gecuttert, was kein schönes Mundgefühl ergibt. Das Ding im Becher war aber körnig in der Struktur, also gewolft und bei der handwerklichen Herstellung des Schichtkohls übersehen worden. Insofern ein Positivum.

Champignon-Kartoffel-Creme-Suppe (06.09.2019)

Man nehme Stampfkartoffeln, verdünne die mit etwas geschmackvoller Brühe und werfe ein paar kleine frische Champignons hinein. Zum Schluss wird alles mit Croûtons und Kräutern gekrönt.

Die aromatischen Kartoffeln dominieren den Geschmack, und in der Natur der Champis liegt es, dass sie geschmacklich nur bemerkbar werden, wenn man auf ihnen rumkaut. Zu sehen sind sie eher.

Die Suppe war gar nicht so schlecht, einfach und rustikal, aber gut. Ob mein oben beschriebenes Zubereitungsmodell stimmt, weiß ich nicht, aber so in etwa kann man sich die Suppe vorstellen. Die farbliche Note kam durch die gut gebräunten Croûtons …

Königsberger Klopse (03.09.2019)

Die Kollegen wünschten sich was vom Fleischerimbiss und so schaute ich mal, was es tagesgerichtliches so gab. Da lachten mich die Klopse an und wir verließen zusammen das Lokal.

Zwei Kochklopse, einige Kartoffeln in der dazugehörigen Soße (ja, es waren auch Kapern drin) und etwas Krautsalat füllten auf kantinentypische Art den Magen. Man kann das aber auch schlechter machen.

Gurkensalat und … (30.08.2019)

Da weiß ich gerade auch nicht, was los ist, und warum diese Posts in letzter Zeit immer so spät kommen. Wahrscheinlich, weil ich sie so spät schreibe, aber das ist nur eine Vermutung.

Bei der heutigen Hitze hab ich mir mal was erfrischendes geholt.

Einen großen Becher Gurkensalat. Wer genau hin sieht, der erkennt, dass da auch noch was anderes im Becher ist. Wie immer hilft umrühren.

Es ist eine Kartoffelbox. Eine Handvoll gekochter Kartoffeln wird durchgepresst (etwa halbe Becherhöhe) und – nach Wunsch – mit Käseraspeln, Röstzwiebeln und etwas Quark vermengt. Dann hat man mehrere Drauflagen zur Auswahl: Mischgemüse, Schichtkohl, Hähnchencurry, Spinat und Ei und eben auch als einzige kalte Variante Gurkensalat. Und ich muss eins sagen, das ist richtig lecker, vor allem, wenn beim Essen die Kartoffeln noch heiß und der Salat noch kalt ist. Also nicht zu lange warten!

Tomatensoße cremig (ergänzt)

So manches Haushaltsgerät hilft auch wirklich im Haushalt. Ob sie dann immer den Preis wert sind, darf bezweifelt werden. Nicht umsonst gibt es von „Originalen“ auch sehr viel preiswertere Nachahmer, die ähnliches können und auch nicht schlecht sind.

Seit vielen Jahren nenne ich so einen beheizbaren Mixbecher mein eigen. Es ist nicht das computergesteuerte Modell aktueller Generation, aber Strom nimmt er schon und man muss nicht selber kurbeln. Und das Ding ist praktisch. Gerade auch für Soßen und Suppen.

So könnte dabei ein Anfangsszenario aussehen. Ganz unten liegen eine Handvoll bunter Tomaten, darüber vier entgrünte Spitzpaprika, zwei Schalotten und dieses helle Ding da links oben.

Der erste Schritt ist einmal kräftig mixen. Da muss man den Apparat ein bisschen festhalten, wenn er nicht durch die Küche wandern soll. Natürlich könnte man das Gemüse auch vorher etwas kleiner schneiden. Aber wozu?

Schon sieht das nicht mehr so viel aus. Jetzt wird das noch ordentlich durchgekocht und mit Salz, Zucker, Pfeffer und Olivenöl gewürzt.

Zum Ende hin habe ich nochmal die Mixfunktion intensiv laufen lassen, so dass dann eine recht cremige Soße entstand.

Abgefüllt im Becher sieht man die Cremigkeit besser.

Da freut man sich schon auf das nächste Nudelessen. So ein bisschen erinnert mich die Soße konsistenziell an die sogenannte DDR-Tomatensoße in edel. Vielleicht sollte ich mir jetzt eine edle Form von gebratener Jagdwurst einfallen lassen …

Ergänzung

Auch schön, wenn man Artikel halbfertig veröffentlicht und völlig vergessen hat, noch ein kleines Rätsel aufzulösen, dass man anfangs mit einbaute. Zumal diese gezeigte Cremigkeit allein aus den benannten Zutaten allein – selbst bei heftigstem Pürieren –  nicht herzustellen ist. Aber wir haben ja noch das „helle Ding links oben“ aus dem ersten Bild. Das könnte als geschmackliche Zutat ein schönes Stück Ingwer sein, aber dazu ist es zu blass und zu wenig faserig. Aber es wäre eine Idee für eine fruchtig-scharfe Tomatensoße.

Aber nein, es ist was anderes. Ich habe eine Idee wahr gemacht, die ich neulich schon mal äußerte und hier sehen wir das Ergebnis: Die Beigabe war eine rohe, mehlig kochende Kartoffel. Die Stärke darin gab beim Kochen die Bindung und geschmacklich hatte sie sowieso nicht viel beizutragen.