Gerade noch die Kurve gekriegt

Heute hätte ich beinahe ein veganes Mittag gegessen … Das fiel mir zwar erst später auf, aber sowas kommt eben ab und an mal vor, wenn man ohne Ziel vor sich hin kocht. Oder eine Resteverwertung macht. Allerdings ist hier irgendwo im Blog etwas ähnliches bereits dokumentiert, also keine Bilder und nur Stichpunkte.

  • 2 Schalotten klein würfeln, eine Knoblauchzehe auch
  • beides bei sanfter Hitze in en wenig Fett in der Pfanne mehr andünsten als anbraten
  • Salatgurke halb schälen (oder auch gar nicht, oder ganz), der Länge nach halbieren und in etwas dickere Scheiben schneiden
  • Gurkenhalbmonde mit in die Pfanne und sanft anschmurgeln
  • 6 Cocktailtomaten achteln und mit in die Pfanne
  • salzen und pfeffern, gut durchschwenken
  • Deckel drauf und ca. 20 Minuten bei geringer Hitze schmurgeln lassen
  • 2 Kartoffeln schälen, klein würfeln und in wenig Salzwasser garen
  • Pfanneninhalt ca. aller 5 Minuten durchschwenken oder -rühren
  • Deckel ab, Dill (TK) nach Belieben dazugeben, Kartoffelwürfel samt Kochwasserresten in die Pfanne geben
  • alles gut durchrühren und hoffen, dass man mehlig kochende Kartoffeln hat, da bindet alles ein wenig an
  • abschmecken
  • fertig

Das war ein leckeres Essen, etwas schmorgurkig, aber mehr dank Dill und Tomaten. Und beinahe vegan. *schüttel* Gut, dass ich zum Andünsten wenigstens Butter genommen habe. 😉

Also on:

Variante: Das letzte wird das erste sein

Hm, lecker. Also die Gurken-Fenchel-Lachs-Dill-Pfanne vor einigen Tagen war wirklich lecker. Übrigens kann man recht einfach eine Variante mit den gleichen Zutaten inkl. Beilage herstellen. Und es schmeckt auch.

Man kann die rohen Kartoffeln auch vorher in Würfel schneiden und in der Butter anbraten. Der Rest geht wie in der vorherigen Fotokochstory.

Irgendwann zwischendurch mit dem Gemüse sieht es aus wie auf diesem Bild.

Lachs dazu, auftauen lassen, unterrühren, mit Dill, dem Fenchelgrün und Frühlingszwiebeln vermengen.

Und mit Sahne ablöschen. Also vorher. Dann wirds lecker. Mehlig kochende Kartoffeln machen das ganze etwas schlotziger. Ich hatte nur keine im Haus.

Übrigens: Wenn man sich die Originalbilder genauer ansieht (was ich gemacht habe), kann man feststellen, dass zwischen dem ersten und dem letzten Bild ca. 20 Minuten liegen. Länger braucht die Zubereitung also nicht.

Fisch muss schwimmen

Ist es eine urbane Legende oder stimmt es wirklich: Eine gemeine Gurke besteht zu 97% aus Wasser und hat damit mehr davon als so manches Getränk. Da muss es doch auch was mit Fisch dazu geben, bei dem vielen Wasser. So zumindest der Gedanke. Dill passt auch immer gut zur Gurke, und zu Lachs auch. Und so was ähnliches wie Dill ist der Fenchel. Zumindest hat der sowas kleinfaserig-grünes oben mit dran. Dazu ein oder zwei Standards und fertig ist das leckere Fischgericht.

Die in der Pfanne schmelzende Butter ist schon mal ein Kochstandard. So fängt vieles an.

Da später auch noch der Fenchel kommt, verzichte ich mal auf die Zwiebel und fange gleich mit der halben, der länge nach halbierten und in Halbmonde geschnittenen Gurke an. Die Dicke der Scheiben richtet sich nach den Wünschen. Wenn es schnell gehen und die Gurken nicht zu hart bleiben sollen, empfiehlt sich ein dünnerer Schnitt. Ebenso kann als Varianten die Gurke ganz oder teilweise geschält werden. Die Kerne ließ ich drin. Irgendwo her muss ja noch Flüssigkeit kommen.

Ja, ich weiß, dass das Bild unscharf ist. Das bemerkte ich aber erst, als alles aufgegessen war. Dabei hatte ich hier sogar mehrere Bilder gemacht. Wir sehen das am wenigsten unscharfe. Mit dem klein geschnittenen Fenchel, der mit in die Pfanne kam.

Apropos Pfanne. Viel Hitze ist da nicht drunter. Nur eben so, dass alles langsam vor sich hin schmurgelt.

Deswegen stört es auch nicht, wenn jetzt der Knoblauch erst dazu kommt. Hätte man aber auch am Anfang mit reinmachen können.

Alles wird gut durchgeschwenkt oder durchgerührt sowie gesalzen und gepfeffert.

Es gibt doch diese Lachsstücken, die man tiefgefroren kaufen kann. Sowas ist das. Der Lachs kommt direkt aus dem Tiefkühler auf das Gemüse, dass zu dem Zeitpunkt schon ein wenig angebräunt ist.

Deckel drauf und Hitze runter. In aller Ruhe werden dem Fisch ein paar Minuten Ruhe gegönnt. Er muss ja noch auftauen.

Nach ein paar Minuten, der Lachs wurde schon heller, wird der Pfanneninhalt umgerührt und auch der Lachs ein Viertel gedreht. Aufgetaut ist er noch nicht, nur die äußeren Schichten sind schon weich.

Der Pfanneninhalt wird mit Sahne abgelöscht. Die Hitze habe ich aber noch nicht hoch gedreht.

Dafür kam nochmal für ein paar Minuten der Deckel drauf.

Da dabei aber auch nichts wirklich spektakuläres passierte, habe ich die Hitze hoch gedreht, die Sahne zum (Ein-)Kochen gebracht und beim schwungvollen umrühren den Lachs ein wenig zerfleddert.

Dann wird abgeschmeckt. Frühlingszwiebel, das Grün vom Fenchel und ordentlich Dill (TK) ergänzen das Gericht. Salz und Pfeffer, vielleicht auch ein wenig(!) Chili vollenden es.

Nochmal alles gut durchrühren. Und dann kann angerichtet werden.

Zum Fenchel-Gurken-Dill-Gemüse mit Lachs gibts Quetschkartoffeln. Salzkartoffeln gehen auch, selbst Reis ist vorstellbar. Oder einfach nur ein Stück Baguette. Da muss man sehen, wie weit man die Sahne einkochen lässt.

Und bevor einer fragt, was eigentlich Quetschkartoffeln sind: Die Kartoffeln wurden roh geschält und fix in der Mikrowelle gegart. Danach sahen sie etwas komisch aus (waren wohl zu trocken), also habe ich sie einmal gequetscht und es sah wenigstens nach etwas aus. 😉

Gute Zutaten, ein wenig Zeit, lecker

Manche Sachen sind eigentlich zu einfach, um sie hier zu verbloggen, aber manchmal ist ein Basisrezept, dass sich in einige Variationen auch schon hier im Blog findet, doch immer wieder lecker. Und man kann es eben so einfach variieren. Aber, wie immer bei einfachen Gerichten, es kommt auf die Qualität der Zutaten an. Davon lebt das Gericht.

Edelstahlpfanne mit Deckel

Wobei das mit den „guten Zutaten“ eigentlich schon beim Kochgeschirr anfängt. Häufige Leser diesen Blogs werden schon die eine oder andere Pfanne gesehen haben, aber letztendlich ist die gute alte Edelstahlpfanne für viele Sachen doch das beste. Selbst Keramik- oder Steinpfannen können mir da gestohlen bleiben. Beschichtete brauche ich eigentlich nur für zarte Brataufgaben, wenn ich kein Fettbad veranstalten möchte.

Pfanne und Öl erhitzen

In der Pfanne wird gut erhitzbares Öl erhitzt.

Hackfleisch anbraten

Dann kommt Hackfleisch dazu, hier Mischhack in Bioqualität, meine Alternative für den Fleischer, dessen Tiere hinterm Haus äsen. 😉 Das Hack wird kräftig angebraten.

Angebratenes Hackfleisch

Bräunen und krümeln sollte es. Dann ist es gut.

Gurkenstücke dazu

Die Gurkenstücke (Salatgurke, wer mag, kann die Schale auch teilweise oder ganz entfernen. Ich empfehle aber, das vor dem Kleinschneiden zu machen.) werden in den Bratresten angeschmort, können ruhig etwas Farbe nehmen.

Gurken auch angebraten

Gurke, leicht angeschmort. Aber ich mag ja bei Schmorgurke ein wenig Tomate mit dran.

Tomaten dazu

Also kommen noch geviertelte Cocktailtomaten mit dran. Für Anhänger der feinen Küche: Tomaten vor dem Vierteln enthäuten.

Salzen und Pfeffern

Der Pfanneninhalt wird gesalzen und gepfeffert.

Paprika dazu

Etwas Paprika als Gewürz schadet auch nicht.

Tomatensoße dazu

Da ich noch eine angefangene Packung meiner Tomatensoße hatte, habe ich davon noch etwas hinzu gegeben. Alternativ würde ich etwas Tomatenmark mit anrösten und dann untermischen.

Gut unterrühren

Die Soße gibt die Feuchtigkeit, bei der Verwendung von Tomatenmark kann man mit ein wenig Wasser ablöschen, damit es nicht anbrennt.

Das muss nun schmoren

Dann wird alles gut durchgemengt. Die Gurke ist aber noch recht knackig. Also:

Zeit lassen und schmurgeln

Deckel drauf und alles bei kleiner Hitze vor sich hin schmurgeln lassen. Ab und zu umrühren. Je nach gewünschtem Verkochungsgrad von Gurke und Tomate kann das gut 20 oder 30 Minuten dauern.

Lecker. Besser als Schmorgurken

Man serviert das Schmorgemüse mit Kartoffeln oder auch Gnocchi. Zur Not gibt’s Brot. 😉

Die Varianten sind vielfältig, aber es ist so einfach: reines Rinder- oder Schweinehack, vielleicht auch mal Lammhack, Zucchini statt Gurke, zum Schluss noch ein paar Feta-Würfel, oder nur Tomatenmark statt Tomaten, oder kleingehackte Zwiebeln vor der Gurke hinzu geben, …

Gute Zutaten, einfache Zubereitung, leckeres Essen

Manchmal ist leckeres Essen doch zu einfach. Man fragt sich immer wieder, warum eigentlich nicht mehr Leute kochen und sich fremd bekochen lassen – im Idealfall in guten Gaststätten und Restaurants, im schlimmsten durch irgendwelche Fertiggerichte oder „Köche“, die nur Tüten aufreißen und Tiefkühl-Halbfertig-Essen aufwärmen und mit ein paar Frischesimulationsverstärkern arrangieren.

Kartoffel-Kohlrabi-Gurkenpfanne

Deko ist nicht so ganz meins, aber manchmal ist es doch auch schon schön, wenn ein Gericht einfach aus sich heraus schon lecker ausssieht. Die Optik wäre vermutlich noch etwas besser gewesen, hätte ich es nicht etwas schlonziger gewollt, aber die frischen Gurkenstücke reißen es doch wieder raus. 😉

Kartoffel-Kohlrabi-Gurkenpfanne

Dabei war die Zubereitung so einfach! Drei Gemüse, Salz und Pfeffer, andere Würzen, und fürs Schlonzige etwas Milch und Stärke.

Details der Kartoffel-Kohlrabi-Gurkenpfanne

Gucken wir uns das Bild mal genau an. Die Gurke ist unverkennbar, die roten Zwiebeln sicher auch. Die Frage ist nur: Sind die hellen, angebräunten Würfel ein oder zwei Gemüse? Es sind zwei. Zumal einige ja auch sehr blass aussehen. Das liegt daran, dass dies Kohlrabiwürfel sind. Die gelblichen, teils angebräunten kommen von einer mehlig kochenden Kartoffel – Stichwort: schlonzig. 😉

Die Zubereitung ist denkbar einfach: In etwas (Raps-)Öl werden die rohen Kartoffelwürfel so lange angebraten, bis sie leicht Farbe nehmen. Die Anwesenheit von etwas Salz gibt diesen schon etwas Geschmack mit. Dann kommen die Kohlrabi-Würfel dazu, die auch leicht angeröstet werden. Schließlich folgen die Gurkenviertel nach, die zusammen mit den roten Zwiebeln schön untergeschwenkt werden. Salz und Pfeffer geben Würze und können nach Belieben ergänzt werden.

Spätestens an dieser Stelle stellt sich heraus, dass es gut war, eine Pfanne genommen zu haben, für die man auch einen Deckel hat. Der kommt bei nun geringer Hitze aufs Bratgeschirr und alles gart nun solange vor sich hin, bis die Kartoffeln so weit sein. Dabei ist es durchaus gewollt, dass sich Feuchtigkeit in der Pfanne bildet. Zusammen mit der Stärke aus den Kartoffeln bildet die beim Umrühren schon etwas Soße. Sollte das am Ende aber zu wenig sein, kann man mit Brühe oder Milch oder Sahne und ggf. etwas Stärke, dann wieder in der stark erhitzen Pfanne ohne Deckel, nachhelfen. Für obiges Bild wurde Milch und Stärke verwendet.

Zum Schluss wird dann noch abgeschmeckt. Gurke, Kohlrabi und Kartoffel sind aber so aromatisch, dass es kaum mehr als Salz und Pfeffer bedarf. Eine Spur Feuer – vulgo: Chili – wäre sicher noch eine Idee gewesen, aber es geht dabei nicht wirklich um die Schärfe. Weitere Varianten wären sicher ein paar Speckwürfel, die zusammen mit den Zwiebeln hinein gekommen wären, oder auch etwas Hack (oder kleine Hackbällchen). Ich wünsche leckere Phantasien und guten Appetit.