Pasta mit Hühnerfleisch und Curry (08.05.2019)

Das ist nicht der ganz korrekte Name, aber wenn zwischen Mittag und Niederschrift dieses Textes so lange Zeit vergeht, kann man schon mal was vergessen.

Der Pastaladen bietet zwei verschiedene Arten von Pastagerichten: fertige und Bausatz. Die fertigen werden bei uns intern gern Tagesgerichte genannt, wobei ich mich des Eindrucks nicht erwehren kann, dass es (fast) jeden Tag die gleichen sind. Beim Baukasten gibt’s 4 Pastasorten und 6-8 Soßen, die nach Wunsch kombiniert und die Pasta frisch gebrüht wird.

Das isst sich alles gut weg und man bereut es hinterher nicht. So auch dieses Mal.

Couscous mit Hähnchencurry (10.04.2019)

Meat out the Box. Denglisch for runaways. Wobei wir bei der englischen Küche doch wieder beim Curry wären, gibt es doch eine Reihe von kulinarischen Wurzeln in Indien.

Dass dieses Essen nicht indisch aussieht, könnte an der nordafrikanischen Grundlage liegen. Würde man in dem Becher tiefer graben, käme man in eine Schicht aus Couscous. Ich habe da mal was vorbereitet:

Platz zum Tipp war ja. Und geschmeckt hat’s auch. Was will man mehr?!

Soulsoup (21.03.2019)

Manchmal ist man dem Gruppenzwang unterworfen oder unterwirft sich ihm oder was auch immer. Worauf ich hinaus will: Es gab heute nochmal Suppe. Die Kolleginnen wollten eine essen, und bevor ich noch woanders hinlaufen muss, habe ich auch eine genommen. Da das Tagesangebot wieder Reis enthielt und ich das gestern schon hatte, entschied ich mich für eine der drei Wochenangebote: irgendwas mit Linsen, Apfel, Ingwer, Kurkuma und Curry.

Gewohnt dezent in der Aromatik war die Suppe schmackhaft und wies keinerlei Ecken und Kanten wie besondere Schärfe oder ähnliches auf. Aber das ist hier so üblich. Substanz hatte sie aber.

Sie machte aufs angenehmste satt und hielt auch hinreichend lange vor. Erst der nahende Feierabend wurde durch einen zunehmenden Abendbrothunger nachhaltig herausgefordert.

Becheressen ohne Zimt

Außer der Reihe gibt’s heute mal Essen aus einem Becher. Das wird öfter passieren, wenn der Essenslieferant wieder out ist, da es einige Anbieter im nebenstehenden EKZ gibt, die Essen in der Form verkaufen.

Kleingehacktes als Topping, irgendwas mit Tomaten, Kürbiskernen, Weißkäse u.a. Darunter exotisches. Ich rühre mal um:

Bulgur mit irgendwas soßigem und Curry und Hähnchenbrocken und Obst und Gemüse. Ich hab’s mir mitbringen lassen, und lasse da dem Mitbringer gern etwas freie Hand.

Nun bin ich nicht so der große Curryfreund, aber es war lecker. Fruchtig, deutliche Currynote aber nicht scharf. Der Bulgur war gut, das Topping frisch. Ich hab’s das erste Mal gegessen und es wird nicht das letzte Mal gewesen sein.

Curry mit viel Herz zubereitet – und Sellerie, Schalotten sowie Tomaten

Nicht immer ist dem Koch gegeben, alle Zutaten für eine bestimmte Zubereitungsform im Haus zu haben. Für klassische Curry-Gerichte – laut Dosenaufschrift – scheint zwingend Kokosmilch zur Verwendung zu kommen. Aber, wer sagt denn, dass ich ein klassisches Curry-Gericht zubereiten will, nur weil ich die Curry-Paste, die seit einiger Zeit meine Küche verziert, endlich mal verwenden möchte.

Auch diesmal kommt wieder eine bedeckelte Pfanne zum Einsatz. Vermutlich würde auch ein Topf diese Aufgabe erfüllen, aber da müsste man zumindest den ersten Schritt in zwei Schichten absolvieren: das Anbraten des Fleisches:

Herzwürfel anbraten

Dazu kam in die sehr heiße Pfanne ein passend hitzebeständiges Öl und dann das gewürfelte Fleisch. Wenn der Kollege Maillard hinreichend intensiv gewirkt hat, geht’s mit ein bisschen weniger Hitze weiter. Diesmal habe ich die Schalotten nicht vergessen.

Schalotten hinzu geben

Die werden schön durchgeschwenkt und dürfen auch ein wenig Farbe annehmen. Zur weiteren Entwicklung des Gerichtes habe ich mir für ein paar gewürfelte Wurzeln der Petersilie entschieden.

Wurzelpetersilie mit anbraten

Durchschwenken ist auch hier angesagt, etwas anbraten können die Wurzelpetersilienwürfel schon. Anschließend kommt die Currypaste zum Einsatz.

die Chilipaste

Das sollen etwa 50 g sein. Oder ein Achtel des Doseninhalts. Ich fürchte, die nächsten sieben Gerichte, die ich esse und dann auch hier veröffentliche, werden Curry-Gerichte sein. 😉

Da mir das ganze doch etwas trocken erschien und noch keine ausreichende Flüssigkeitsquelle in Sicht war (Kokosmilch hatte ich ja keine im Haus), entschloss ich mich, auf eine in dem Zusammenhang bewährte Zutat zurückzugreifen:

Gewürfelte Tomaten statt Kokosmilch, Wasser oder Brühe

Ein paar gewürfelte Tomaten wurden mit ins Gericht geschwenkt, dass sich alles auf’s vortrefflichste mische und auch etwas Flüssigkeit ergebe. Das geht natürlich nicht ohne Deckel, einer Spur Salz und geringer Hitze unter der Pfanne.

Deckel drauf und köcheln lassen

Das könnte dann so aussehen. Nun heißt es mal wieder abwarten und gucken. Man kann aber auch was anderes nebenher machen. Reis kochen zum Beispiel. Oder den  Geschirrspüler ausräumen.

Schön suppig, ein Schuss Wasser machts möglich (nach Bedarf)

Ta taaa. Wobei ich zugeben muss, mit einer Espresso-Tasse voll Wasser nachgeholfen zu haben. Was aber auch nicht weiter stört, da alles sehr aromatisch ist. Ein wenig verkochte sich das auch noch im weiteren Verlauf.

Curry voller Herz, Sellerie, Schalotten und Tomaten

Mal im fertigen Curry tief in die Pfanne gekrochen. 😉 Schön schlotzig, wie ich es mag. Da kann man dann ein Brot zu essen oder den weiter oben erwähnten Reis. Für diejenigen, die lieber Pasta als Reis essen noch ein Tipp: Risi oder Risoni. Manchmal werden sie auch als Kritharaki bezeichnet.

Stellt sich abschließend noch die Frage, welche Art von Fleisch verträgt das Curry und die recht vage zu planende Zubereitungszeit, ohne fest oder trocken oder fasrig oder mürbe zu werden? Es ist mager, gut durchtrainiert und war für das Schwein, das es trug, lebensnotwendig: Das Herz. Gerade auch für Anfänger auf dem Schmorgerichtegebiet ist das Schweineherz ein sehr dankbares Fleisch, weil es sehr unterschiedliche Gar- und Warmhaltezeiten wunderbar verträgt. Das gilt übrigens auch für Geflügelherzen. Bei Rinderherz habe ich noch keine Erfahrung.