Abendbrote zwischendurch

Kelsey Grammer wird vielen als Frasier aus der gleichnahmigen Comedyserie oder deren “Vorgänger”-Serie Cheers bekannt sein, wo er auch bereits als Frasier sein Unwesen trieb. Auch der Film “Mission: Rohr frei!” sei wohlwollend erwähnt, oder auch sein Wiederauftreten bei Becker, wo ähnlich wie bei Cheers Ted Danson die Hauptrolle spielte. Er schauspielert aber nicht nur, er singt auch. Gelegentlich habe ich mal sein “Tossed Salads und Scrambled Eggs” in der Playliste. Aber, wie komme ich drauf?

Dieser Tage hatte ich mal eine Idee. Ich wollte einen Titel der Toten Hosen “scramblen”. Also habe ich ein paar Schinkenstreifchen mit etwas Butter in eine Pfanne gegeben und sie etwas ausgelassen. Dann kamen zwei klein geschnittene Scheiben Brot dazu, die knusprig angeröstet wurden.

Brotwürfel, Speck, Butter

Der musikbegeisterte Esser wird schon ahnen, wohin das ganze führt. Das “belegte Brot mit Schinken” ist ja quasi schon in der Pfanne. Fehlt nur noch das “belegte Brot mit Ei”, und alles schön gescrambled.

Brotwürfel, Speck, Butter und 3 Eier

Etwas Petersilie wertet das ganze noch etwas auf. Und, obwohl es nicht wirklich das Auge anspricht, es ist recht lecker gewesen. Etwas frisch gemahlenen Pfeffer habe ich zum Schluss auch noch rüber gegeben. Das knusprige Brot (Dinkelvollkornbrot), der Speck, die Eier … Hurz! Und lecker.

Apropos lecker. Es gibt da so einen Ziegencamenbert. 100% Ziegenmilch. Bei dem kann man sich ausssuchen, in welchem Zustand man den Käse verzehren will, ob quarkig oder gut durch. Im Inneren der Pappschachtel findet sich der entsprechende Hinweis:

Reifeuhr

Die Angaben beziehen sich auf das MHD. Wer den Käse also “aromatisch & cremig” haben möchte, muss ein wenig vorplanen und ihn rechtzeitig einkaufen. Ich hatte ihn vor einiger Zeit im Supermarkt entdeckt (es gibt ihn leider nicht immer und nicht überall) und im Kühlschrank eingelagert. Bis zum MHD. Auf den Punkt.

Ziegencamenbert, gut gereift

Wenn ich ihn vor dem Verzehr noch eine halbe Stunde hätte Zimmertemperatur annehmen lassen, wäre er mir wohl weggelaufen. Hm, auch lecker. Sehr aromatisch, sehr cremig. Schön auf Brot. Ich weiß nicht, ob das mit “normalem” Camenbert auch funktioniert. Es würde mich nicht wundern, wenn nicht. Aber: es gibt sie noch, die guten Sachen …

Brot backen II

Nach dem ersten Brotbackversuch vor einigen Wochen nun dessen Teil 2. Und da ich ja nun nach dem ersten Mal das Brotbacken beherrsche, kann ich ja gleich mal mit Variationen anfangen <ironie off>. Wobei: Das mit den Variationen war keine Ironie. Nur das “Beherrschen”. Einmal was gebacken und schon Experte. Und es wurde alles anders als beim ersten Mal. Nur habe ich an so viel Stellschrauben gleichzeitig gedreht, dass ich nicht weiß, warum. Experte eben. 😉

Anfangen tut alles wie gehabt. Ein halber Liter lauwarmes Wasser kommt in den Mixbecher. Hier schonmal die erste Stellschraube. Ich habe das Wasser auf 37°C erhitzt. Zählt das noch unter “lauwarm”?

Hinein kam die Hefe. Ein Quader.

Erst zerbröselt, dann aufgelöst.

Die 500 g Mehl, die ich dann hinein gab, bestand zur Hälfte aus Dinkelvollkorn und die zweite Hälfte sollte Roggenvollkorn werden. Gabs aber nicht. So habe ich Roggenmehl 1150 genommen. Kein Vollkornmehl, aber näher dran als jedes andere.

Deckel drauf und durchkneten gelassen. Als ich merkte, dass der Teig sich anders verhielt als der letzte, habe ich noch schnell das Salz (2-3 Teelöffel), den Essig (2-3 Esslöffel) und die zarten Haferflocken (mehrere Esslöffel) mit in den Mix-/Knetbecher gegeben.

Der Teig war nicht so flüssig wie beim letzten Mahl. Vielleicht liest das ja einer der Experten. Die Änderungen im Überblick:

  • Wassertemperatur
  • Mehlmischung
  • Salz erst nach dem Mehl zugegeben
  • Essig erst nach dem Mehl zugegeben

Der Teig war nicht so schön flüssig wie beim ersten Mal, sondern eher zäh und klebrig. Aus eigener Kraft kam er nicht aus dem Becher und ich musste ganz schön schabern, um ihn heraus zu bekommen. Dafür ging er nachher im Ofen besonders gut auf und schmiss das Lochblech von der Form, dass zum Schutz vor allzuviel Oberhitze drauflag.

Diesmal stellte ich die Form auch nicht direkt auf die Glasscheibe, sondern legte etwas drunter.

Etwas hängt die Form dank ihres Silikoncharakters durch, aber es sollte funktionieren.

Nach einer Stunde im kalten Ofen angefangen und bis auf 200°C aufgeheizt (Umluft) sieht das Brot dann so aus:

Es war wieder etwas kleiner geworden, als zu dem Zustand, als ich das Lochblech aus dem Ofen herausangelte. Dazu musste ich das Brot nach ca. 15 Minuten kurz aus dem Ofen nehmen, kann sein, dass es daran lag. Das Lösen aus der Form geht übrigens nicht nur wegen der Eigenheiten derselben recht einfach, nach dem Backen ist das Brot etwas kleiner als die Form und liegt eigentlich frei darin rum.

Die Kruste ist recht schön, und auch die Krume kann sich sehen lassen. Nachdem das Brot etwas ausgekühlt war, habe ich es mal angeschnitten. Übrigens ist Unterseite auch hier nicht wirklich als Kruste ausgebildet. Aber damit kann man leben. Durchgebacken ist es ja trotzdem. Das kleine Gitter unten drunter hat wenig gebracht. Da gilt es höchstens mal, den richtigen Ofen zu nutzen und dann die Form aufs Ofengitter zu stellen. Bisher habe ich ja meine Mikrowelle mit der reinen Heißluftfunktion genutzt.

Vielleicht hätte ich den Teig etwas länger durchkneten lassen sollen. Eventuell auch eher mit einem richtigen Knetwerk (das ich nicht habe). Dann wäre die Bläschenbildung gleichmäßger gewesen. Aber ich finde, es ist recht gut gelungen.

Und schmecken tut es auch. Es ist etwas kräftiger im Geschmack, was sicher dem Roggenmehlanteil angerechnet werden kann. Auch spielen die leicht höhere Salz- und Essig-Zugabe eine gewisse Rolle. Nun muss ich mal sehen, ob ich irgendwo noch Roggenvollkornmehl erstehe. Das Ergebnis würde mich auch noch sehr interessieren.

Kohl mit Kohl ohne Kohl (26.01.2020)

Nach den letzte Sonntagen mit eher rustikalen Mittagessen, zumindest, wenn man den Charakter der besuchten Häuser zugrunde legt, gab es diesmal was feines. Zumindest, wenn man die Grundausrichtung des Restaurants berücksichtigt. Aber, es wäre ja zu langweilig, wenn Klischees immer stimmen würden. So gab es Grünkohl mit Kohlwurst und knackigen Bratkartoffeln – so stand es jedenfalls auf der Karte.

Viel Grünkohl und wirklich gute Bratkartoffeln fanden sich auf dem Teller. Letztere waren zwar blutdruckschonend gesalzen, aber das ließ sich einfach korrigieren. Und auch die Kohlwurst war von ausgesuchter Qualität, genau wie der Senf, so dass ich nicht nur vor, sondern auch noch nach dem Essen glücklich mit meiner Wahl war.
Dezente Salzung schien aber auch die 2. Überschrift unter anderen Gerichten des Tages gewesen zu sein. Das Essen gegenüber zeichnete sich auch dadurch aus, hier half dann ein wenig ein Senfrest bei der Aromaverstärkung. Aber ich jammere wieder auf hohem Niveau. Das Restaurant ist durchweg empfehlenswert.
Zum Abend kam das gestern fabrizierte Brot auf den Tisch. Etwas Butter und Schwarzwälder Schinken veredelten es aufs Angenehmste. Durch die Lagerung in einem geschlossenen Gefäß verlor die obere Kruste ein wenig von ihrer Härte und machte das Schneiden in Scheiben zu einem Vergnügen. Ein paar Gedanken mache ich mir aber noch um den Geschmack des Brotes. Weder Essig noch Salz sind irgendwie spürbar. Nun soll das Brot weder ausgesprochen sauer oder salzig schmecken, und wenn beides gar nicht dran wäre, würde das Aroma sicher auch anders sein, aber ich überlege, ob meine Löffel in ihrer Größe etwas unter der Norm liegen und ich beide Dosierungen etwas erhöhe.
Im Gegensatz dazu ist mir der Hefegeschmack zu intensiv. Nicht, dass er wirklich intensiv wäre, aber er ist spürbar, vor allem in der Nase*. Weniger Hefe zu nehmen geht vermutlich zu Lasten der Fluffigkeit. Da probiere ich wohl eher mal eine andere aus (was voraussetzt, dass es unterschiedliche gibt und nicht nur unterschiedliche Etiketten). Mal sehen, ob ich morgen welche beim Einkaufen finde.
______________
*) Natürlich weiß ich, dass wie quasi fast jedes Aroma, dass über salzig, süß, bitter, sauer und umami hinaus geht, mit der Nase wahrnehmen. Die Frage ist, ob der Träger sich zur Wahrnehmung vor dem oder im Mund befindet. Im Brot-Hefe-Fall ist es noch davor.

Tag 32 und 33 (21. und 22.11.2019)

Die beiden Tage waren kulinarisch eher unspektakulär, wenn auch nicht sündenfrei. Dafür habe ich eine kleine Vorrecherche für einen ausführlicheren Artikel hier am Wochenende (wenn nichts dazwischen kommt) vorgenommen. Das wird nicht uninteressant, wobei sich das zu zeichnende Bild bereits am Horizont zeigt/e.
Quark mit Himbeeren sowie Skyr mit Mango gab es morgens, natürlich nicht ohne die Haferflocken. Beim Abendessen am Donnerstag kam endlich der Schwarzwälder Schinken zum Einsatz, der sich neulich schon andeutete. Mittags wurde mit einem Fischbrötchen gesündigt. Und es war sogar eine Mehrfachsünde. Zum einen war der Fisch paniert, die Mahlzeit war quasi gemüsefrei und das Brötchen bestand aus Mehl. Es war zwar eine Spur “Weizenkeimmehl” dabei, aber wirklich besser, da ohne Vollkornanteil, machte es die Sache nicht. Ich habe mich mal durch die Webseite des Anbieters durchgewühlt und bestätigte meine Erkenntnis, dass es keine Vollkornbrötchen gibt. Das Mehl eignet sich einfach nicht für Brötchen. Bis knapp 20% Vollkornschrot war zu finden. Das geht bei Broten anders, die sind kompakter. Allerdings stelle ich beim Recherchieren für diese Zeilen fest, dass das Vollkornbrot, dass ich einige Male bereits kaufte, kein 100%iges Vollkornbrot ist. 🙁 Da muss ich dann wohl doch entweder die Sorte oder die Bäckerei wechseln.
Freitagmittag gab es etwas, was vermutlich gut in die neuen Ernährungsrichtlinien gepasst hat. Viel Gemüse, vielfältiges Eiweiß und kaum Kohlenhydrate.

Eiweiß in vier Varianten, gut zu sehen. Die Meeresfrüchte, die kleinen Mozzarella-Kugeln und dann die Eierspalten mit Eiweiß und Eigelb, wobei im Eigelb mehr Eiweiß drin ist als im Eiweiß. Ich liebe die deutsche Sprache …
Der Abend brachte dann eine ähnliche Struktur, Krautsalat, mit etwas gegrilltem Hackfleisch und einer leckeren Knoblauchsoße, eingewickelt in einen Putzlappen … ähm … Teigfladen.

Tag 31 (20.11.2019)

Langsam schleicht sich Routine ein, was nicht ganz ungefährlich ist, da sich damit auch nicht ganz korrekte Verhaltensweisen manifestieren können. Ich werde mich wohl in einer Mußestunde mal ans Infomaterial setzen und mein Verhalten überprüfen. Ist so ein kleines bisschen wie Religion, ab und an das jeweilige zentrale Dokument zur Hand zu nehmen, um sich wieder einzunorden. Der Vergleich hinkt nicht mal, da doch für viele ihre Ernährung zu einer Ersatzreligion geworden ist.
Das heutige Abendbrot wird Vollkornbrot mit Schwarzwälder Schinken Lachsrauchschinken und Entenbrustaufschnitt bringen, ein paar Physalis und Paranusskerne hinterher. Das Mittagessen war Teil 3 und Schluss der Möhren-Gemüse-Suppe, die ich mit etwas gebratenem Hühnerfleisch aufgepeppt hatte. Käffchen dazu.
Das Frühstück hatte ich in den letzten beiden Tagen schon geteast und es war so hervorragend wie vermutet, wenn auch trotzdem verbesserungsfähig. Tk-Erdbeeren wurden genauso schwung- wie kraftvoll mit Joghurt verrührt, der mit Haferflocken aufgehübscht war. Das nächste Mal werde ich die Erdbeeren vorher klein schneiden, nur das Umrühren verteilte sie nur ungenügend.
Aber der Erdbeerjoghurt war lecker. Wenn ich nicht schon vorher keinen fertigen Erdbeerjoghurt oder Joghurt mit Erdbeerfruchtzubereitung gekauft hätte, würde ich es ab jetzt nicht mehr tun. Richtige Erdbeeren und kein – ich betone: kein – zusätzlicher Zucker im Joghurt sind genial. Man muss natürlich beim Einkauf aufpassen: Es gibt Tiefkühlobst, das mit Zucker in irgendeiner Form versetzt ist. Lasst das Zeug in den Verkaufstruhen und guckt im nächsten Laden nach den zuckerfreien Varianten. Es lohnt sich.

Tag 13 (02.11.2019)

Moderne Kommunikationsmittel können das Leben bereichern, aber auch ein wenig durcheinander bringen. So wie heute. Manchmal reicht ja ein Anruf, um die Tagesplanung ad absurdum zu führen und neue Aufgaben zu definieren. Das gute: man verlässt eingefahrene Gleise. Das weniger gute: Naja, Tempelbesuche zur Ehrung eines gewissen Dietrich Bonheffers mach ich – bei allen Verdiensten sowohl des Herren selbst als auch des nach ihm bezeichneten “Tempels” – ungern. Also gab es was schnelles als erste Mahlzeit. Gut, dass noch etwas Erbsensuppe von neulich da war.

Diesmal habe ich aber noch ein wenig getrickst, was nach dem Umrühren nicht sehr deutlich wird.

Die Suppe macht plötzlich einen etwas gebundeten Eindruck. Und das ohne Pürierstab sondern nur durchs umrühren mit dem Löffel. Und einer gegarten Kartoffel, die sich ganz unten im Becher befand.
Der für den Abend geplante Kartoffelsalat (sehr regelkonform) wurde aus diversen Gründen auf den morgigen Sonntag verschoben. Zum einen müssen die Kartoffeln über Nacht ruhen, zum anderen braucht die Zubereitung von 2 Gerichten gleichzeitig etwas Vorbereitung. Warum zwei? Zum einen werden Teile der Zutaten auf beide aufgeteilt, zum anderen muss der Salat ja etwas durchziehen. Und irgendwas essen muss ich ja auch. 😉
Apropos. Ein schönes Schinkenvollkornbrot und nachher ‘nen Apfel ist auch lecker.

Tag 4 (24.10.2019)

Der 4. Tag begann streichfähig. Obwohl es doch auch nur das Dreierlei aus Joghurt, TK-Früchten und Haferflocken ist. Nur ist irgendwie der gesamte Tütenrest aus der Flockentüte in die Schüssel gerutscht. Insgesamt hätte es wohl für zwei oder vielleicht auch drei Frühstücksjoghurts gereicht. Nunja, nach der gewissen Ziehzeit, die es ja auch braucht, um die Früchte auftauen zu lassen, ergab sich eine gut streichfähige Masse im Schüsselchen.

Da habe ich mal meine Frühstücksbanane nicht noch reingequetscht, sondern einfach so hinterher gegessen.
Das Mittag kam aus der Finsternis, obwohl es so hell aussieht. Aber Chicorée ist nunmal ein Gemüse, dass im Dunkeln wächst und ansonsten vermutlich ungenießbar bitter wäre. Der Einfachheit halber gabe ich es in die Schüssel gehobelt und mit einer kleinen Melanche aus Öl, Essig, Senf, Salz, Pfeffer, Petersilie ergänzt. Wobei ich natürlich weiß, dass das keine Melanche ist sondern im besten Fall eine Emulsion. 😉

Aber so ein Salat ist natürlich auch keine Mahlzeit. Nur fürchte ich, dass das doch etwas mehr als die 170g Geflügel geworden sind, die in den Menüvorschlägen u.a. vorkommen …

Als Dessert gab’s passend zum blauen Geschirr noch ein paar Pflaumen.
Der Abend gestaltete sich recht einfaltslos. 2 Scheiben Vollkornbrot mit Nussschinken, der aber auch wieder so mager war, dass ich mir die geschmacksverfeinernde Butter dazwischen nicht nehmen ließ. Eigentlich wollte ich noch ein Bund Radieschen zum Abend wegknabbern, aber ich war dann doch etwas durch andere Tätigkeiten abgelenkt, so dass ich das auf morgen vertage.

Tag 3 (23.10.2019)

Die heutige Verpflegung war im wesentlichen absehbar. “Morgens” und “mittags” gab es Linseneintopf. Damit das aber nicht so langweilig wurde, einmal mit Essig und einmal ohne. Außerdem habe ich beim zweiten Essen noch eine Knackwurst beim Erhitzen reingeschnibbelt, da die Reste der Beinscheibe schon beim ersten heutigen Essen aufgebraucht waren. Zur weiteren Erfrischung der Suppe kam jedes Mal auch noch eine klein geschnittene Tomate mit dazu.
Da ich tagsüber jetzt noch kein Vollkornprodukt dabei hatte, gabs das dann zum Abendbrot. Die Leberwurst vom Handwerksfleischer gab genug Geschmack mit ab, um es mit dem Brot aufzunehmen. Dazu gabs dann noch zwei rote Spitzpaprika für den “Gemüseanteil”. Obst wurde heute repräsentiert durch vier große Pflaumen nach dem Mittag und einem Apfel nach dem Abendbrot.

Tag 2 (22.10.2019)

Heute sei auch mal das Frühstück als erste Mahlzeit des Tages dokumentiert, obwohl es etwas ausuferte. Aber egal. Es ist doch etwas Zeit, mich zu disziplinieren. Und wer weiß, wie alles kommt, wenn der Urlaub vorbei ist.

Das sind TK-Himbeeren, die gibt es auch ohne Zucker oder den noch ungesünderen Fruktose-Zusatz. Wie ich heute beim Einkaufen feststellen durfte, ist das bei Beerenmischungen schwierig, sowas ohne Fruktose zu bekommen, zumindest nicht bei der Kette, wo ich heute war. Das andere in der Schüssel sind Haferflocken, offensichtlich schon etwas vorgeschrotet.

Das übergieße ich mit einem halben Becher Joghurt (natürlich meine ich die 500 g Becher). Diese gelblichen Bruchstücke oben drauf sind gefriergetrocknete Mango-Stückchen und – wie sich später herausstellte – in diesem Zusammenhang entbehrlich.

Die werden auch ein wenig in den Joghurt gedrückt, da sie sich noch mit Flüssigkeit vollsaugen sollen. Das lasse ich also einen Moment stehen und erledige unterdessen andere morgendliche Verrichtungen.

Vor dem Verzehr wird alles nochmal gut umgerührt, das Rosa kommt dann von den Himbeeren. Lecker fruchtig und an die mangelnde Süße gewöhne ich mich sicher noch.
Allerdings war ich heute früh doch etwas hungriger, so dass mir die Schale mit dem Joghurt nicht gereicht hat.

Aber so eine schöne Scheibe Vollkornbrot mit Harzer ist doch auch was herrliches. Und da der so gut wie kein Fett drin hat, ist auch eine Zwischenschicht GuteButter erlaubt. Mmmmhhh. Lecker.
Das Mittag ist dafür kaum erwähnenswert. Auf Grund des üppigen Frühstücks und des zu erwartenden geschmackvollen Abendbrotes hielt ich es mit einer Handvoll Nüsse, ein paar Gemüsefragmente (ich schnibbelte für’s Abendbrot) und ein bisschen was fleischiges eher klein.
Die Zeit bis zum Abendbrot befasste ich mich dann unter anderem mit Kochen (und ich fürchte, das Produkt wird in den nächsten Tagen noch ab und an auftauchen).

Beinscheibe im Suppentopf – so beginnen viele gute Eintopfgerichte. Und in die Richtung soll es gehen. Ob man es anbrät (wie hier) oder nicht, ist der jeweiligen Suppe geschuldet. Hier passte es mit dem Braten.

Sieht das nicht schon lecker aus. So schön gebräuntes Fleisch. Aber es ist noch nicht alles.

Zur Suppe gehört Wasser. Das ist hier mit drauf. Dazu zwei Schalotten, ein paar Pfefferkörner und wenig Salz. Dann kam der Deckel drauf und nach einmaligem Aufkochen durfte das alles leicht vor sich hin simmern.

Nach ca. einer halbe Stunde (könnte auch länger gewesen sein) kam das geschnibbelte Gemüse dazu. Die üblichen Verdächtigen: Möhre, Lauch, Sellerie und die fein gehackten Stiele der beigelegten Petersilie.

In dem Becher links befinden sich Tellerlinsen. Die habe ich dann nach dem Studium der Packung gleich mit hinein gegeben. Da stand was von 45 Minuten bis gut drauf.
Tja, und dann wieder aufkochen lassen, Deckel drauf und leise vor sich hin simmern lassen. Ab und zu mal umrühren. Ich habe es wohl in der ganzen Zeit ein oder zweimal gemacht. Und dann abschmecken und abschalten. Abgeschmeckt habe ich mit Salz, Kurkuma, Paprika und einer klein geschnittenen Tomate. Nach deren Zugabe habe ich alles nochmal aufkochen lassen und dann die Herdplatte abgestellt und alles auskühlen lassen.
Als es eine vernünftige Esstemperatur erreicht hatte, gab es Abendbrot.

Zartes Fleisch, natürlich vom Knochen gelöst, und eine leckere Suppe, was will man mehr? Noch eine Portion. Ich fürchte, das gibts zur Abwechslung morgen schon zum Frühstück … 😉

Big Steak Sandwich – nur zum Gucken

Meine kleine Antwort auf all die Bäcker-, Bistro-, Croque-, Döner- usw. Produkte, von denen man unbedingt sehen möchte, wie der jeweilige Entwickler sie unfallfrei vorisst. Das geht einfach nicht! Irgendwas kleckert oder krümelt doch immer runter. Dabei könnte das Gesamtkunstwerk durchaus als ernährungsphysiologisch wertvoll durchgehen.
Drei Scheiben Brot mit Aufstrich
Drei Scheiben Vollkornbrot sind doch schon mal eine gute Basis für eine gute Mahlzeit. Dazu kommen als gestrichene Aromaten Senf, Dänische und normale Remoulade (links), Grillsoße und Dänische Remoulade (Mitte) und englische Pickles (rechts). In der Zeit, als die Stullen beschmiert wurden, ruht bereits ein hinreichend großes Steak bei guten 80°C im Ofen, das vorher schön angebraten wurde. Vor der weiteren Verwendung wird das Steak halbiert.
Zwei halbe Steaks aufs Brot
Dazu kommt dann noch etwas Grünzeug, hier leckerer Feldsalat.
Feldsalat
Nun wird gestapelt. Erst die mittlere Scheibe auf die rechte …
Zwei Etagen
… und dann die dritte Scheibe mit 180°-Dreher oben drauf.
Fertig: Big Sandwich
Jetzt wird alles etwas zusammen gedrückt und kann gegessen werden.
Abgebissen
Dieser Abbiss ist unter Aufbringung allen Geschicks entstanden, um noch das Bild hinzubekommen. Die Verspeisung des Restes glich eher einer Völkerschlacht. Aber lecker wars trotzdem. Die saure Note durch die Pickles, die alternativ auch gern durch Balsamico-Essig dargestellt werden kann, mag ich gern im Steakburger.
Wir lernen aber, dass man auch Burger nicht zu hoch bauen sollte. Da gab es doch schon mal Probleme mit höheren Turmbauen. Stichwort Babylon.