Nachträge

Eigentlich bin ich ja nicht nachtragend. Wobei ich mir manches trotzdem merke. ;-) Aber für echtes Nachtragendsein fehlt mir die Lust, mir Verfehlungen zu merken.

Mein Fotografiergerät ist da eher nachtragend und zeigt mir Bilder, die ich noch nicht verblogt habe. Eins ist das hier:

Wer sich mit der internationalen Küche auskennt, wird vermutlich eine kleine Anlehnung entdecken. Was trotzdem nicht ausschließt, dass es einer der am schlechtesten aussehenden Speisen ist, die ich je fabriziert habe.

“Das Auge isst mit. – Das Auge hat sich schon übergeben.”

Geschmacklich ging’s übrigens.
Basis ist wieder die Kartoffelsuppe von neulich. In der Pfanne ist sie diesmal, weil ich vorher in dieser zwei gewürfelte Zwiebeln in etwas Butter Farbe hab nehmen lassen. Dann kam zum Ablöschen und zur eigenen Erwärmung die Suppe oben drauf.
Nebenbei erinnerte ich mich an Shakshuka, dieses nahöstliche Gericht u.a. aus Tomaten und Gemüse, in dem rohe Eier gegart werden und das mich ein bisschen fasziniert. Was ich da schon gesehen habe, sah sehr ansprechend aus.
Und so dachte ich mir: ‘Das muss mit Kartoffelsuppe doch auch gehen.’ Das Ergebnis zeigt das Bild. Die Suppe war dafür eindeutig noch zu flüssig und vermutlich garen im Original die Eier langsamer. Naja.

Die anderen beiden Bilder sind schon optisch etwas attraktiver.

Wer genau hinsieht, erkennt neben 2 gewürfelten Kartoffeln und dem zerkleinerten Rest der schon erwähnten bratfähigen Blutwurst auch noch eine gewürfelte Zwiebel und einen ebenso behandelten Apfel. Kartoffel und Blutwurst kamen zuerst in die mit Rapsöl gefettete Pfanne, dazu Salz und Pfeffer. Als die Kartoffel fast gar waren, kamen Zwiebel und Apfel hinzu.

Und ganz zum Schluss etwas Butter und Schnittlauch, für Geschmack und Optik. Ich weiß nicht, ob das jetzt so eine Art Himmel-un-Ääd-Pfanne ist, könnte aber sein. Und ist wirklich lecker.

Teutonisch-iberische Lösung

Da habe ich doch mal die Frage aufgeworfen, ob man Suppe auch in einer Pfanne zubereiten kann. Das war natürlich ein wenig überspitzt und rhetorisch. Grundsätzlich kann man das sicher, wenn man einen Deckel für die Pfanne hat (der lohnt ja aus vielerlei Gründen). Ich hatte aber bei der Frage – auf Twitter veröffentlicht – einen ganz anderen Hintergedanken.

Neulich erwarb ich im Lebensmitteleinzelhandel eine Art Blutwurst, die von Natur her darauf ausgerichtet war, gebraten zu werden. Ist ja für derartige Wurst nicht selbstverständlich. Die Grundidee – habe ich mich belesen – stammt wohl aus dem iberischen Raum. Ob die erworbene Wurst allerdings überhaupt eine Ähnlichkeit mit einem möglichen regionalen Original hat, wage ich zu bezweifeln. Zum einen hatte das Produkt einen “Schreibfehler” im Namen, zum anderen legt auch die Zutatenliste den Gedanken nahe, gibt es da doch wesentliche Unterschiede zu dem, was man sonst über diese Art Blutwurst liest.

Aber zur Suppe in der Pfanne. Wie bei vielen Pfannengerichten üblich, kommt erstmal etwas Fett ins Kochgeschirr. In dem Fall nahm ich mal Butter.

Als sich diese ausgelassen hatte, kam etwas von der Blutwurst hinzu. Die Hitze war nicht allzu hoch. Stand so auf der Packung.

Sie hielt aber gut zusammen und überstand auch das Wenden gut.

Also: die Optik für gebratene Blutwurst entsprach den Erwartungen. So stelle ich mir da vor.

Über die angebratenen Blutwurstscheiben kam dann ein Schwung meiner kürzlich erkochten Kartoffelsuppe. Eine im gedanklichen Ansatz gute Kombination.

Alles wurde erhitzt und verrührt.

Und natürlich kam abschließend noch etwas Grünzeug oben drüber.

Wenn das nicht lecker aussieht. Leider war der Wurst nicht so der Bringer. Ich sollte wirklich langsam lernen, dass diese Discount-Nachbauten irgendwelcher Regionalspezialität im allgemeinen nicht dem Original entsprechen und nur irgendwelcher Industriekram sind. Irgendwann lerne ich das nochmal … Irgendwann.

Einlageflexibiliät garantiert

Weil die Themen “Banken” und “Geld” momentan sehr medial präsent sind und hier auch von Fonds die Rede sein wird, habe ich mich zur oben gelesenen Überschrift hinreißen lassen, vielleicht zieht sie ein paar Leser in diesen Blog. ;-) Einlageflexibiliät garantiert weiterlesen