Tag 20/2 (09.11.2019)

Da sitzt man gemütlich am Samstagmittag auf der Couch, verdaut gerade Rosenkohl und überlegt bereits die nächste Mahlzeit, da ich auch noch Einkaufen wollte und die passenden Zutaten zu erwerben waren. Eigentlich sollte es Steak mit Salat geben, aber manchmal kommt alles anders als man denkt.

Eine WhatsApp-Nachricht kam rein und verhieß einen frisch geangelten Hecht. Der war zwar ursprünglich nicht an mich adressiert, aber da der angedachte Empfänger gerade mit dem Fisch nix anfangen kann, kam ich in den Fokus. Und nach dem sonstigen Einkauf hatte ich dann auch einen Hecht in der Küche, der nach Ideen der Zubereitung schrie. Watt nu?

Nun ist der Hecht zwar sehr schmackhaft, aber nicht sehr genussfreundlich. Neulich sah ich zwar einen Koch im Fernsehen, der ihn relativ grätenfrei filettierte, aber ich wollte eigentlich keine Fischsuppe mit den zahlreichen Resten kochen (da ist doch sehr viel Verschnitt). Allerdings ist so ein gebratenes Fischfilet keine kochtechnische Herausforderung. Aber so einen ganzen Fisch … Ich erinnerte mich an den gebackenen Karpfen, den ich seinerzeit mal zubereitet hatte. Da der ganze Fisch aber zu lang war, wurde er erst einmal halbiert, die vordere Hälfte in eine Auflaufform gelegt, mit Salz und Butter bestreut und dann in den 170°C Umluft-Ofen geschoben

Nach knapp 20 Minuten war der Fisch genussfertig, zumindest, was den Gargrad betraf.

Der Hecht war lecker, obwohl ich doch eine ganze Weile brauchte, um ihn zu verzehren. Die Gräten – gerade auch im oberen Bereich – hielten doch arg auf. Dafür waren dann auch solche Delikatessen wie die „Wangen“ und die Zunge mit dabei. Sowas bekommt man bei reinem Filetessen ja nicht. Es sind eben nicht immer nur die „Edelteile“, die das besondere sind.

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