KW 48 – Arbeitsteilung

Soße ist wichtig. Gerade auch bei Schmorgerichten. Un das Wetter ist zur Zeit was für Schmorgerichte, man muss sie ja nicht unbedingt selbst machen (wobei die dann doch meist ein μ besser sind als das, was man anderswo bekommt). Aber manches möchte man auch gar nicht selbst zubereiten. Rinderbacke zum Beispiel. Oder Portweinsoße. Oder gekochte Möhren. Würde ich mir nicht selbst zubereiten.
Warum würde ich mir nie gekochte Möhren selbst zubereiten? Die Antwort ist einfach: Ich unterteile Essen in mehrere Kategorien:

  • Ess’ ich nicht.
  • Ess’ ich, aber gibts auch was anderes?
  • Ess’ ich, mach ich mir auch selbst.
  • Ess’ ich, mach ich mir aber nicht selbst.

In die letzte Kategorie fallen gekochte Möhren. Nicht so schlimm wie Mais, aber selbst kochen würde ich es mir auch nicht.
Rinderbäckchen, glasierte Möhrchen und Kräuterstampf
Dafür sind beim Essen aber ganz schön viele Möhren auf dem Teller. Ich hatte wohl nicht ganz richtig auf die Karte geschaut. Kann man nix machen. Aber sie waren ganz gut, nicht verkocht, teilweise sogar noch al dente (rohe Möhren mag ich sehr, aber auch nur im Stück). Die Portweinsoße war sehr aromatisch, das Kartoffelpüree vielleicht ein kleines bisschen wässrig, aber trotzdem wohlschmeckend und die Bäckchen zart, wie es sich gehört. Was will man mehr?!
Zumal es wohl nicht so einfach war, eine gastliche Stätte für diesen Sonntag zu finden. Vattern (im Allgemeinen für die Reservierung zuständig) hat wohl mehrere Orte probiert aber nur andauernde Freizeichen in den Leitungen zu hören bekommen. Schauen wir mal, wie das am kommenden Sonntag ausgeht. Ich besorg’ schon mal die Testtermine, damit es da auch wieder recht reibungslos läuft.

6 Gedanken zu „KW 48 – Arbeitsteilung“

  1. Die Möhren sehen mir aber sehr nach solchen aus der Dose oder dem Glas aus, vor allem weil sie an den Bruch-/Schneideflächen so ein bisschen abgerundet sind. Das ist aber nicht unbedingt schlecht, früher habe ich Dosenmöhren und -erbsen sogar “roh” verzehrt – natürlich nicht wirklich, da sie durch das einkochen ja vorgegart waren.
    Insgesamt sieht das Gericht auf jeden Fall sehr lecker aus, so ein Rinderbäckchen würde ich auch gern mal wieder essen. Vor allem mit Portweinsauce – mal schauen vielleicht koche ich mir sowas ja mal selbst… 🙂

    1. Für die Gastronimie gibts sowas wie die Möhren auch schon fertig vorgeschnitten, aber roh und vakuumiert (bzw. leicht blanchiert) im Großhandel. Die Konsistenz und der Geschmack sprachen gegen Dose und Glas, aber das die nicht aus einer großen Block-Möhre in der Restaurantküche rausgemeißelt wurden, ist auch klar. Das Zauberwort ist wie immer Convenience.
      Bäckchen sind immer wieder ein Genuss. Und als Schmorgericht eigentlich immer gut mit Soße. Man muss ihnen aber auch die Zeit geben, zart und saftig zu werden/bleiben. Das gelingt nicht immer optimal.

      1. Kenne mich in Gastronomiebereich scheinbar nicht so gut aus wie du. 😉 Klar sind die Dosenmöhren ganz anders, die sind ja bereits weich gekocht, deswegen eignen sie sie sich ja auch so gut als kalter Snack. 🙂
        Schweinebäckchen müsste ich dann wohl vorbestellen, aber wäre mal eine Alternative zur Gänsekeule zu Weihnachten dachte ich mir so. Na mal schauen, vielleicht hol ich mir ja auch nur nen Burger bei einer der großen Ketten – so als Non-Konformist…. 😁

        1. Wirklich auskennen tue ich mich auch nicht. Aber man schnappt so einiges auf. Selbst für die Sterneküche gibt es Convenience. Oder sagen wir mal: für die gehobene Küche. Meist zwar keine ganzen Gerichte, aber Bestandteile. Aber wenn man in zwei nicht zusammengehörigen Gaststätten zwei sehr ähnliche Gerichte bekommt … Naja. Aber vielleicht koordiniert das die DEHOGA ja, dass sowas nicht vorkommt. 😉
          Ich weiß gar nicht, ob Schweinebacke so eine gute Idee ist. Mein einer Supermarkt hatte mal geräucherte Schweinebacke im Sortiment, das war wie durchwachsener Speck. Aber mit hohem Weiß-Anteil. Wenn es Dir da um die kleinere Form der Rinderbacke geht, würde ich Kalbsbäckchen empfehlen.
          Unser Burgerbrater hier wird wohl – zumindest – Heiligabend geschlossen haben. Dafür brauchste also Vorrat. Wie das an den Feiertagen aussieht, verschließt sich meiner Kenntnis. Aber ist sowas eigentlich schon nonkonformistisch genug?

          1. Prinzipiell will ich mir nur zum Weihnachtsfest mal etwas besonderes gönnen, auch wenn ich es wohl dieses Jahr alleine verbringen muss da die Reisemöglichkeiten aufgrund der Omikron-Variante ja leider stark eingeschränkt sind. Aber meine aktuelle Planung läuft eher wieder auf Entenkeule samt Beilagen hinaus. Zumindest für die Feiertage. Heiligabend natürlich Kartoffelsalat mit Würstchen, so wie es die Tradition verlangt. 😋
            Aber ich habe auch schon mit Rippchen geliebäugelt. Im Ofen geschmorte Schweinerippen wären auch mal lecker, auch wenn die Fleischausbeute letztlich natürlich eher mager sein dürfte – erfahrungsgemäß.
            BTW: Ich habe gerade die “Slider” für mich entdeckt, also Mini-Burger die man in großen Mengen herstellt – so im Stil von White Castle Burgers – falls du diese Burgerkette aus den USA kennen solltest. Ist nicht die größte, aber auch jeden Fall die älteste Kette dort. Deren Geschäftsmodell basiert auf sogenannten Slidern, das sind Mini-Burger die man sich in Beuteln mit 20-30 Stück kauft. Wobei der Begriff Slider eigentlich nur die Burgerbrötchen bezeichnet, dazwischen kann man dann platzieren was man möchte: Patties, Gürkchen, Ketchup aber auch Shrimps, Pulled Fleisch und Küche sonst noch so her gibt. Und wer mag kann das Ganze auch noch im Ofen überbacken – und wie du weißt bin ich ja ein große Fan davon. 😇

          2. Wie wäre es denn mit einem WeihnachtsDöner? 😉 Die Grundidee ist doch nicht schlecht: Gehobeltes Entenbrustfleisch und geschmorter Rotkohl in einer Teigtasche aus Kloßteig … Ich hatte neulich mal irgendwo einen “Semmelknödel”, der wie ein sehr blasses Brot wirkte. Könnte also was werden. 😉
            Heiligabend gibts bei uns Spinat und Spiegelei (zum Mittag) und abends dann Karpfen. Da freue ich mich schon das ganze Jahr drauf. Mal sehen, ob Vattern ein schönen Fisch bekommt. Ein wenig muss er ja auch gefordert werden, damit der alte Herr nicht einrostet. 😉
            Apropos Bäckchen, habe ich gerade gefunden: https://falkkochblog.wordpress.com/2021/12/12/kalbsbackchen-geschmort-in-portwein-mit-rosenkohl/
            Wie heißen denn die Rippchen, die ich in den amerikanischen BBQ-Sendungen immer sehe, und ich meine nicht Spareribs? An denen ist doch ordentlich was dran.
            Die Burger sehen ja süß aus. Aber warum auch nicht. Was es i n immer größer gibt, gibt es auch in kleiner. Bei den Franzosen heißen die Dinger dann Macarons und sind wirklich süß. 😉 Aber die Slider, die sehe ich schon nach der Zubereitung in Backteig getaucht, mit einem Stiel versehen und nochmal frittiert … Ich gucke zu viel amerikanisches Jahrmarktessensfernsehen … Gerade auch am Sonntag (nach 15 Uhr auf ProSiebenMAXX). Oder sechs Slider in eine passende Auflaufform, Käse drüber und alles Backen … Ich sehe schon den Bericht darüber in deinem Blog. 😉

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