Pilz’n’Lauch aus dem Homeoffice

Auch die nachfolgenden Bilder liegen schon wieder ein paar Tage rum. Aber ich werde nicht wieder von HomeOffice und ähnlichem lamentieren. Aber es ist doch erstaunlich, wie unterschiedlich es ist, wenn man ansonsten 7 Stunden an einem und 3 Stunden an einem zweiten Rechner in unterschiedlicher Umgebung sitzt oder eben 10 Stunden an einem. Aber so gibt es eine wichtige Erkenntnis fürs Nerdtum: Doch immer mal den Monitor wechseln, auf den man guckt, und der alternative sollte auch in einem anderen Raum stehen. ;-)

Beim Einkaufen hatte ich etwas durchwachsenen Speck von meinem Lieblingsfleischer erstanden und Teile davon leicht angewürfelt in etwas Sonnenblumenöl in der Pfanne ausgelassen. Das Stück Schwarte (oben) verließ noch rechtzeitig vor den weiteren Zutaten die Pfanne wieder.

An dieser Stelle fällt mir ein wunderbarer kleiner Textausschnitt von Jochen Malmsheimer ein, der in einem Stück über das Kochen im Radio das sinnliche Bild von – in einer “gusseichenen Pfanne” – gebratenen Speck mit Zwiebeln und ihrem verzaubernden Duft malte. Nun ist dies eine keramikbeschichtete Alupfanne, aber duften tat es auch sehr angenehm.

Der Duft verstärkte sich noch nach der Zugabe zerquetschen Knoblauchs und den kleingehackten Stielen einiger dunkler Champignons.

Die geviertelten Köpfe der Pilze kamen später noch dazu. Eigentlich sollten es mehr sein und alles eine pure Pilzpfanne werden. Aber da ein Teil der Pilze aus Gründen an der Zubereitung nicht teilnahm, wurden diese massemäßig durch eine halbe Lauchstange ersetzt.

Wieso halbe Lauchstange? Na, den oberen grünen Teil nimmt man ja sowieso nicht und er taugt höchstens für Fond-Ansätze, wo er später rausgeangelt und entsorgt wird.

Nach dem anbratenden Durchschwenken des Pfanneninhalts (irgendwann hatte ich auch noch Salz und Pfeffer beigegeben) kam mal wieder der Deckel drauf und alles reifte bei schwacher Hitze seiner Vollendung entgegen.

Da der Lauch offensichtlich relativ wenig Feuchtigkeit abgab und die Pilze zu sowas auch nicht zu bewegen waren, kam noch eine erfrischende und cremige Komponente mit zum Pfanneninhalt.

Auf dem Löffel befindet sich Creme fresh, wie wir sagen.

Die wurde in der noch beheizten Pfanne mit untergerührt und ergab einen gar köstlichen Film auf den Pilzen und dem Lauch.

Finalisiert wurde alles mit etwas Kräutern. Und dann war lecker.

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