Die Sache mit dem Toilettenpapier

Leute, wir müssen reden. Diese ganze Toilettenpapierhamsterei geht mir tierisch auf den Senkel. Deswegen an dieser Stelle ein paar tiefe Einblicke in mein wirklich wahres Leben, tabulos und vielleicht ein bisschen beschämend, aber da müssen wir jetzt alle durch. Das Thema: Toilettenpapier und seine Anwendung.

Lasst mich mit einer recht steilen These anfangen: Ich kaufe etwa einmal im Jahr ein Paket mit 8 Rollen Toilettenpapier. Grob geschätzt. Könnte auch alle anderthalb Jahre sein. Oder zwei. Dabei kommt es immer auf die Winterhalbjahre an, wie hoch mein Verbrauch ist. Im Sommer ist man ja auch kaum erkältet … Und auf eventuelle Gäste kommt’s auch an. Denn: Für den eigentlichen Zweck nutze ich es kaum noch, zumindest zu Hause. In der Erkältungszeit dient es als Taschentuchersatz, weil man es im Gegensatz zu Papiertaschentüchern in der Toilette entsorgen kann. Taschentücher haben da nix drin zu suchen, weil sie nicht zerfallen (es gibt ja sogar Papiertaschentücher, bei denen dafür Werbung gemacht wird, dass sie eine Waschmaschinenwäsche überstehen). Küchenkrepp gehört auch in den Müll – wie Taschentücher – und nicht ins Klo. Beides kann zu Verstopfungen (des Rohrleitungssystems) führen.

Bleibt die Frage der Po-Hygiene. Punkt 1: Nein, ich habe ein Klobecken mit dieser Wasserdüse für die Hinternreinigung. Wäre aber auch mal eine Idee. Nur wohne ich leider zur Miete, da ist das nicht ganz so einfach. Aber das Prinzip ist schon das richtige. Nicht erst seit dem legendären Hobbythek-Buch “Darm&Po” steht die Wasserreinigung eigentlich für das bessere Verfahren fest. Mich hat das Buch nur darin bestätigt, damit weiter zu machen, wie ich es seinerzeit schon tat. Und das geht so:

Man stelle sich unbehost neben die Badewanne. Als nächstes stelle man einen Fuß in die Wanne (welcher das ist, muss man ausprobieren), dann versucht man sich mit dem Oberschenkel des außen stehenden Fußes auf den Badewannenrand zu setzen und sucht eine halbwegs bequeme Position (es sind manchmal nur Millimeter weiter drin oder draußen, einfach probieren). Den Fuß, der sich in der Wanne befindet, stellt man dann auf den Badewannenrand, am besten in einer der runden Ecken auf der anderen Seite der Wanne. Jetzt sitzt man schon mal so, dass man sich mittels der Handduschbrause (die natürlich beweglich sein muss) reinigen kann. Wer eine Brause mit mehreren Wassermustern hat, ist im Vorteil und kann hier einen wählen, der möglichst schmal ist. Die besten Erfahrungen habe ich mit Massagestrahlen gemacht. Brauseköpfe, die das können, gibts auch für etwa 20 Euro beim nächstgelegenen Brausekopfdealer.

Im Sommer nutze ich das kalte Wasser, wie es aus der Leitung kommt. Im Winter ist es mir dann doch etwas kühl, da mische ich ein wenig warmes Wasser dazu. Aber da muss jeder selbst sehen, was ihm gefällt. Der Wasserstrahl aus der Brause wird vom Boden der Wanne über die Seitenwand direkt unter dem sitzenden Oberschenkel an die Stelle geführt, wo gereinigt werden soll (so spritzt man nicht wild im Bad herum). Und fertig ist’s. Ggf. lohnt sich auch ein extra Handtuch für das Abtrocknen hinterher.

Und wenn mir jetzt jemand Wasserverschwendung vorwerfen will. Ob jetzt ich mit meinem etwas erhöhten (nicht wirklich viel) Wasserverbrauch für mehr Bewegung in der Kanalisation sorge oder ob der örtliche Abwasserentsorger die Rohre mit Trinkwasser und Hochdruck reinigen muss; bezahlen muss ich letztendlich beides. Außerdem wohne ich in einer Region mit stabiler Trinkwasserversorgung. Es heißt aus berufenem Munde: Selbst, wenn hier über 100 Jahre kein Regen fallen würde, wäre die Trinkwasserversorgung gesichert.

Nutzt mehr Wasser für die Hinternreinigung! Es ist auch hygienischer als das Abputzen mit Toilettenpapier.

 

 

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