Der große Freund des Popcorns bin ich nicht, und wenn, dann nehme ich das salzige. Aber meine Experimentierfreude ist groß und so wanderte neulich statt des üblichen Mikrowellenpopcorns eine Tüte fertiges mit einem neugierig machenden Topping in den Warenkorb. Was mich ein wenig irritierte war die völlig andere Konsistenz, was nur teilweise mit dem Überzug zu tun hatte. Das eigentlich Popcorn war so anders als das frische …. Vermutlich aber auch genau diesem Umstand geschuldet, dass es in der Tüte auch eine Weile halten muss.
Und der Geschmack? Nunja, man lasse bei den bekannten Bonner Gummicolaflaschen die Gelatine weg und ersetze sie durch süßes Popcorn. Sprich, es schmeckte sehr süß nach dem Colaaroma, das zwar nicht wie Cola schmeckt (obwohl Cola-Geschmack drauf steht), aber so, wie andere Produkte mit „Cola-Geschmack“ eben auch schmecken. Und es klebte an und zwischen den Zähnen, so dass vermutlich beim nächsten Zahnarztbesuch die Untersuchenden auch noch was davon haben. Fazit: Einmal reicht.
Sonntagmittag
Aus Gründen versuche ich schon seit längerem, meinen Kühlschrank zu leeren. Besonders „erfolgreich“ war ich während meines kürzlich abgeschlossenen Urlaubs, wo gegen Mitte desselben die Tür wegen der Fülle fast nicht mehr zu ging. Beim Wochenendeinkauf überlegte ich also, welches Stück vorhandener TK-Ware möchte ich verarbeiten und wenn ja, wie? Heraus kam etwas völlig frei extemporiertes … eine Suppe. Oder eine Soße. Wie man es nimmt.
Der Ansatz war eine Suppe. Dafür briet ich etwas Butter in Öl an und schnibbelte dann so nach und nach hinein: 3 Schalotten, ein Stück Sellerie, 2 Möhren, etwas Lauch, eine Pastinaken-/Petersilienwurzelspitze, roter und gelber Paprika, diverse Tomaten, Salz und Pfeffer. Achja, und ein kleiner Spitzkohl. Alles klein gewürfelt oder geschnitten. Etwas Wasser kam auch noch dazu. Das ließ ich einmal aufkochen und dann eine Weile köcheln. Ab und an wurde umgerührt und abgeschmeckt. Als alles so 90% fertig war, zerlegte ich das Fischfilet aus dem Tiefkühler mit Müh und Not, scharfem Messer und ordentlich Druck, gab die mundgerechten Stücke zum Gemüse, ließ alles nochmal aufkochen und dann tauen und gar ziehen. Dann kam mir doch alles etwas plörrig vor und ich machte noch schnell ein paar Nudeln dazu.
Im ganz frühen Stadium hatte ich auch über Kartoffelwürfel nachgedacht, hatte mich dann aber dagegen entschieden. Polenta wäre vermutlich auch eine schöne Beilage gewesen, oder ein knuspriges Baquette.
Die Mischung war erstaunlich lecker. Und ich habe wieder ein leeres Gemüsefach im Kühlschrank für neue, frische Sachen. Auch ein Nebeneffekt. Aber eigentlich will ich den Kühlschrank ja leeren …
Für Montag hatte ich auch gleich noch ein Mittag abgefüllt, ohne den Fisch, und noch ohne Idee für eine Beilage bzw. Einlage. Eine Suppenkelle voll blieb aber auch hier noch übrig, die nicht in die Vorratsdosen passte und die ich für ein Abendbrot ausgekühlt in einen Becher Quark einrührte.
Das war übrigens nochmal richtig lecker. Die Idee sollte ich öfter mal aufgreifen (und beim Einkaufen öfter mal einen Quark mitnehmen).
Das ist wirklich nur Quark und fischfreie Soße, 3:1 oder 2:1 gemischt. Lecker.
P.S.: Die Überschrift war natürlich nur Clickbait. 😉
