Warmer Rotkrautfleckerlsalat mit Tranchen grober Bratwurst an essigsauer gemahlener Senfsaat

Manchmal freue ich mich über die Fertigstellung solcher Überschriften, wobei diese eigentlich schon fast alles beschreibt.

Ein paar Blätter vom Rotkohl abwickeln. Dabei macht es nichts, wenn sie nicht im ganzen runter kommen. Sie werden anschließend sowieso in mundtaugliche Stücke gerissen. Dabei sollte man allerdings den Strunk entfernen. Darüber freuen sich sicher die hauseigenen Kleinnager oder es ist ein Leckerbissen für den vegetarischen Taschenköter als Kauknochenersatz.

Die Bratwurst, eine grobe ihrer Art, wird mit der Kabel etwas perforiert, damit das Fett aus dem Inneren im Bratprozess etwas austreten kann. In diesem werden dann die Rotkohlfetzen angeschmurgelt.

Eine weitere Zugabe von Fett ist eigentlich nicht erforderlich. Ist die Wurst gar und gut gebräunt sowie der Kohl angewärmt und etwas angegart, kann auch schon final gewürzt und angerichtet werden.

Die Rotkrautfleckerl kommen in zwei Schüsseln, werden gesalzt und gepfeffert sowie mit ein paar Tropfen Crema di Balsamico angemacht. Die Bratwurst wird in Scheiben geschnitten und darüber drappiert. Anschließend werden noch ein paar Senfkleckse verteilt.

Alternativ zum Senf und zum Balsamicosirup wäre auch ein hitzebeständiges Senfdressing denkbar. Guten Appetit.

Mal was anderes: Merguez

Wem Bratwurst zum Halse raus hängen und wer auch schon mal eine frische grobe Bratwurst probiert und für lecker befunden hat, dem sei mal ein kulinarischer Besuch bei unseren französischen Nachbarn empfohlen. Merguez rohAuf dem ersten Blick sehen die Merguez aus wie Mettenden, Knacker oder Schinkenbeißer, sind aber auch grobe Bratwürste, im Gegensatz zu diesen aber mit einer Füllung aus Rind- und Lammfleisch.

In ein wenig Fett gebraten oder natürlich, ganz klassisch, frisch vom Grill gefallen sie durch einen kräftigen Biss wie durch ein ebenso kräftiges Aroma. Sie bräunen sehr gut und brauchen auch nicht sehr lange in einer passenden Hitze, da sie eher so dick sind wie ein Wiener.

Dazu empfiehlt sich ein eher nicht zu intensiver Senf, um den Geschmack der Wurst nicht zu überdecken. Außerdem ist der Fettgehalt entschieden geringer als bei der klassischen Bratwurst, so dass der Senf als Verdauungshilfe auch nicht unbedingt gebraucht wird. Merguez gebraten

Der Erwerb dieser Wurst ist allerdings nicht ganz so einfach, aber man kann ja im kulinarischen Fleischerfachhandel immer mal wieder nachfragen.

Nähere Infos: http://de.wikipedia.org/wiki/Merguez