Man könnte ja auch frisches Hackfleisch nehmen

… aber Zwiebelmett und seine Abarten haben natürlich einen Vorteil: Sie sind länger haltbar. Allerdings ist man manchmal doch sehr verwundert, was da dann so alles drin ist. Bei einem Kochversuch (die Fotokochstory werde ich wohl morgen abend fertig machen) habe ich neulich mal sowas verwendet. Gekauft hatte ich das Stück, weil es recht fettarm aussah. Das Etikett gab allerdings keine genauen Nährwerte an. Die wären noch interessant gewesen.

Schaut man sich die Zutatenliste etwas genauer an, liegt die Vermutung auf der Hand, dass doch ein wenig das Produkt geschönt wurde, vor allem, was das Vorspiegeln eines geringen Fettgehaltes betrifft. Außerdem erklärt sich mit der Zutatenliste auch eine Pikants des gekochten Gerichtes, die es ohne Zugabe von schärfenden Gewürzen außer einer Spur Pfeffer trotzdem erreichte.

Aber hier jetzt erstmal die originale Liste zum in Ruhe durchlesen:

 

Das Paprikaextrat scheint im erwärmten Zustand ordentlich Bums zu erzeugen. Im originalen Zustand habe ich leider versäumt, das Mett zu probieren. Außerdem hat Paprikaextrakt eine färbende Wirkung. Der davor stehende Rote-Beete-Saft ist sicher aus dem gleichen Grund zugesetzt worden. Da stellt sich die Frage, warum Zwiebelmett mit rötenden Substanzen versetzt wird. Die Antwort liegt auf der Hand. Ihm wird ein besseres Aussehen gegeben. Und wenn sich die kleinen Fettkügelchen im Mett auch noch fleischfarben umstylen, ist das ein nicht ungewollter Nebeneffekt.

Außerdem habe ich mit dem Essen auch noch etwas für meine Gesundheit getan. Ascorbinsäure ist nichts anderes als Vitamin C, was gern mal unsere Abwehrkräfte stärkt. Sicher: Es ist künstlich hergestellt. Da es aber als Antioxidations- oder auch Konservierungsmittel in Nahrungsmitteln gern verwendet wird, stellt sich hier mal wieder – eigentlich nicht – die Frage nach dem Sinn von Vitamin-C-Präparaten in der Erkältungsvorbeugung und -behandlung. Den gleichen Effekt haben u. U. auch Zwiebelmett, manche Würste und andere Produkte. Außerdem schmecken sie besser als die künstlich aromatisierten Vitamintablettendrinks oder Erkältungskapseln oder so.

1 Gedanke von Man könnte ja auch frisches Hackfleisch nehmen

  1. Pingback Der Herdnerd » Blog Archive » Salatgurke mit Zwiebelmett und Tomate

Leave a Reply