Erst die Theorie, dann die Praxis (nochmal aktualisiert)

Sechs Veranstaltungen Ernährungsberatung bei Frank habe ich mittlerweile hinter mir und habe einiges gelernt, was mein Wohlstandsgewölbe abschmelzen lassen soll. Grau ist aber alle Theorie (wenn auch viele leckere Häppchen gereicht wurden), die Praxis macht es. Und so habe ich mich mal in etwas versucht, was vielleicht etwas ungewöhnlich ist, aber weitestgehend nach Franks Ernährungsregeln passiert. Schmeißen wir also Gemüse, eiweißhaltige Speisen, möglichst kein Fett und keine Kohlenhydrate in einen Topf und machen Eintopf.

Zuerst schnibbeln wir die üblichen Verdächtigen klein und geben sie in einen Topf: Sellerie, Möhre, Lauch und sonstiges Suppengrün.

In einer sehr heißen Pfanne werden die klein geschnittenen Minutensteaks (400 g) sehr schnell angegrillt. Die Bräunung ist wichtig, wir wollen doch wenigstens etwas Geschmack in die Suppe bekommen.

In der gleichen Pfanne werden die halbierten Zwiebeln angebräunt. Aus dem gleichen Grund.

Alles kommt in den Topf zu den Wurzelgemüsen.

Um den Eiweißgehalt weiter zu steigern, kommen 250 g Linsen hinzu.

Für die weitere Geschmacksverbesserung und Eiweißgehaltssteigerung kommt noch etwas fein geschnittener Lachsschinken hinzu.

Nun wird Wasser aufgefüllt und alles zum Kochen gebracht.

Nach ca. 40 Minuten (Packung beachten!) sind die Linsen gar und weich. Die Idee, den Eintopf mit klein gewürfeltem Käse zum einen zu Binden und zum zweiten mit einer gewissen Cremigkeit zu versehen, war wohl nicht so gut. Aber ein schöner Klecks Frischkäse (natürlich auch hier die fettarme Variante), können auch für eine gewisse Bindung sorgen. Man kann auch einen Teil der Linsen herausfischen, fein quetschen, und aufkochend wieder unter rühren.

Mit den Käsewürfeln drin sieht das ganze dann so aus:

Achja: Etwas kleingehackter bunter Paprika frischt den Geschmack und die Optik etwas auf. Kräuter tun ihr übriges.

Die Fettbilanz: 3 g vom Lachsschinken, 16 g von den Minutensteaks sowie 15 g vom Käse sind alles, was drin ist. Da ich nur zum Abschluss noch gesalzen habe und gleich am Anfang eine Chilischote implementierte, sind nur gemüseeigene Kohlenhydrate enthalten. Die Eiweißzusammenrechnung erspare ich mir, aber Fleisch und Linsen sollten ausreichend vorhanden sein. Die Menge sieht nach mindestens 4 Hauptgerichtsportionen aus, also 5,5 g Fett pro Portion und man rollt hinter trotzdem durch die Gegend. 😉 Guten Appetit.

P.S.: Mal sehen, wie die Suppe in der Runde der Ernährungsberatungsgeschulten ankommt …

Update (I): Zu meiner allgemeinen Beruhigung ist die Suppe sowohl bei den Kollegen auf Arbeit als auch bei den Teilnehmern der Ernährungsberatung gut angekommen. Vielen Dank für den Zuspruch. Auch Frank war begeistert. Er meinte, dass der diese Kurse schon seit über 10 Jahren macht, aber sowas wäre wohl noch nicht passiert. 😉
Nachzutragen bleibt noch die Eiweiß-Bilanz, die kommt dann mit dem nächsten Update, ich muss noch einiges Zusammensuchen und addieren.

Update (II): Nachgetragen und aktualisiert seien ein paar Nährwerte. Unter der Berücksichtigung, dass auch die Linsen etwas Fett enthalten, erhöht sich der Gesamtfettgehalt auf  33 g, was bei einer Vierteilung knapp 9 g pro Portion ergibt. Bei den oben genannten 5,5 g habe ich mich wohl verrechnet. (3 + 16 + 15)/4 ergeben 8,5 g. Naja, die Linsen haben ja auch kaum Fett.
Anders sieht es bei den Eiweißen aus. Da komme ich auf eine gesamte Menge von ca. 200 g auf den Topf bzw. ca. 50 g pro guter Portion. Nicht berücksichtigt sind eventuelle Fett- und Eiweißgehalte der Wurzelgemüse und des fein gewürfelten Paprikas.

1 Gedanke von Erst die Theorie, dann die Praxis (nochmal aktualisiert)

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