Positive Enttäuschungen und alte Pläne

Manchmal kaufe ich Esswaren mit dem Vorsatz, sie danach hier im Blog zu verreißen. Manchmal muss ich von dem Vorhaben aber ablassen, wenn ich sie dann gegessen habe. Zwei völlig unterschiedliche Produkte sind in der letzten Woche in den Genuss einer solchen Behandlung gekommen. Das eine stand unter der Überschrift „man kann auch aus guten (Bio-)Zutaten schlechte Produkte herstellen“ und das andere speiste seine Vorurteile (genauer: meine Vorurteile gegenüber dem Produkt) aus einem anderen Produkt aus dem gleichen Hause, dass ich früher mal probierte. Die Füllung des Konfekts hatte seinerzeit den Zweikampf zwischen „cremig“ und „schleimig“ ausgetragen, aber mit einem 0:1 verloren. Tafelschokolade aus weißer und 70%Aber: Tafelschokolade ohne Füllung können sie. Nun ist auf dem Gebiet – denkt man – schon alles auserzählt, aber ab und an gibt es doch noch neue Ideen. Und so wurden zwei Tafelschokoladen zu einer verbunden: 70% und Weiße. Und das ist gar nicht soooo schlecht. Es gibt wohl auch noch eine aus Bitter- und Vollmilchschokolade … Zumindest, wenn man das Supermarktangebot mal als Kriterium nimmt. Die Webseite zeigt auch noch was drittes, auch nicht uninteressantes. Mit Meersalz.

Monty Python Zitat: „… und nun zu etwas völlig anderem.“

Bratwurst gehört per se nicht zu meinen Lieblingen. Bio-Bratwurst, grob, mit SenfAber beim letzten Wochenendeinkauf kam eine Packung grober Biobratwürste einer Handelsmarke in mein Gesichtsfeld. Ich dachte erst, dass es Merguez wären, aber es waren „nur“ die einfachen. Ich nahm sie trotzdem mit. Auch sie waren gar nicht so schlecht. Gut, aber nicht übertrieben gewürzt, angenehm im Biss. Da half, dass es eine grobe Bratwurst war. Die kleine Größe (beim Grill hätten sie die Chance, durch den Rost zu fallen) machte sie zu einer schönen Abendbrotergänzung. 

Sonntagmittag

Was es geben soll, habe ich ja im letzten Beitrag schon angedeutet. Die Idee stammte vom Risibisi, ist aber komplexer und vielfältiger. Ich habe nicht nur Erbsen in den Reis geben sondern auch Möhre. Und Butter, Parmesan und Sahne. Und Gewürze.

Knusperbackfisch, Reis-Möhren-Erbsen-DurcheinanderDer Reis ist übrigens Naturreis. Nur, um die Optik zu erklären. Den Rest hab ich eigentlich schon erzählt. Reis kochen, Gemüse dämpfen, Knusperbackfisch backen. Auf dem Teller zusammenführen. Fertig.

Knusperbackfisch, Reis-Möhren-Erbsen-DurcheinanderWobei ich zwei Sachen noch erzählen kann. Zum einen sah der Teller, als der die Küche verließ, noch etwas anders aus. Ich hatte zum Reisgemengeanrichten einen Ring genommen. Sah schick aus. Der Reis-Gemüse-Zylinder hatte leider nicht genug innere Festigkeit. Beim Gang zur Fotografierecke bröselte alles in der abgebildeten Form auseinander. Dem Geschmack tat es keinen Abbruch.

Knusperbackfisch, Reis-Möhren-Erbsen-DurcheinanderÜbrigens habe ich für dieses Essen auch zwei Espressotassen mit gekocht. Also: ich habe nicht zwei Tassen Espresso mit gekocht, auch nicht parallel zum selber trinken. Nein, im Kochtopf befanden sich zwei Espressotassen. Und der Reisbeutel. Das Gemüse, vor allem die Möhre, wollte ich im Dämpfeinsatz oben drüber garen und die Espressotassen hatten genau die richtige Höhe, um aus dem Reiskochwasser etwas herauszuschauen und dem Dämpfeinsatz eine Unterlage zu bieten, damit das Gemüse nicht ins Reiskochwasser kommt. Die Möhre dämpfte die ganze Zeit mit, die Erbsen kamen erst 5 Minuten vor dem Kochende dazu. Man muss sich zu helfen wissen.